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AUA-Betriebsrat warnt vor "juristischem Super-GAU"

23.04.2012 | 15:21 |   (DiePresse.com)

Er sei bereit weiter zu verhandeln, sagt AUA-Bordbetriebsratschef Minhard. Der Übergang von AUA auf Tyrolean kostet ihm zufolge 160 Millionen Euro.

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Keine neuen Streikdrohungen, stattdessen ein Plädoyer für neue Verhandlungen: So lässt sich die mit Spannung erwartete Betriebsversammlung der AUA-Piloten und Flugbegleiterinnen am Montag zusammenfassen. Die AUA-Bord-Leute wollen den mit schlechteren Konditionen verbundenen Betriebsübergang von "Austrian" auf "Tyrolean" nicht - jedenfalls nicht so wie ihn das AUA-Management betreibt. Man sei aber bereit zu verhandeln, unter welchen Voraussetzung man sich eine Zusammenführung der Betriebe vorstellen kann. Das verlautete in der Versammlung, die am Vormittag zu etlichen verspäteten Abflügen am Flughafen Wien-Schwechat führte. Kurz nach 13 Uhr wurde der Normalbetrieb wieder aufgenommen.

Vorstellbar wäre für die Arbeitnehmervertretung ein Konzern-KV für alle. Für Piloten und Stewardessen werden zudem umfassende Sozialpläne gefordert, in denen ein "Übervorteilungsschutz" festgeschrieben werden müsse, hieß es. Die AUA-Spitze hat Ende voriger Woche den Betriebsübergang allerdings überlebenswichtig genannt. Der eine oder andere Pilot fürchtet, dass die AUA überhaupt für "Sandkistenspiele" im Lufthansa-Konzern missbraucht wird - um auszuloten, "was so alles reingeht". "Das ist dann nicht mehr unser Unternehmen", meinte ein Pilot. Einer anderer sprach von "monatelangem Psychoterror" und "menschlichen Kollateralschäden".

Tyrolean-Übergang kostet 160 Millionen Euro

Gleich zu Beginn ließen der AUA-Bordbetriebsratschef Karl Minhard und der Anwalt der Pilotenvertreter, Roland Gerlach, eine Bombe platzen: Sie bezifferten die Kosten des vom AUA-Vorstand betriebenen Übertrags des Flugbetriebs der "Austrian" auf Tyrolean mit 160 Millionen Euro. Die Summe sei im Aufsichtsrat zur Sprache gekommen. Die genannte Summe umfasst Abfertigungen für ausscheidende AUA-Piloten, weitere Folgekosten und auch Erlöseinbußen. Dazu käme ein enormer Imageschaden. Minhard sprach von einem "juristischen Super-GAU", den die ganze Verlagerung bei der AUA nach sich ziehen könnte. Operativ rechnete er weiter mit dem Abgang von 200 bis 300 Austrian-Piloten.

Der Rechtsvertreter des Bordbetriebsrats riet den Piloten und Flugbegleiterinnen, in den nächsten Wochen und Monaten auf keine Unterschriftsangebote des Managements einzugehen und alle Fristen auszureizen. Nach Meinung der Betriebsräte gilt für die AUA-Bordcrews trotz der Kollektivvertrag-Kündigung durch den Vorstand der AUA-Kollektivvertrag auch über Ende Juni hinaus nach. Dagegen sieht der Vorstand die AUA-Piloten ab Sommer im "KV-freien" Raum.

"Weiter kann man Hosen nicht runterlassen"

Die Gewerkschaft und der Betriebsrat wollen in jedem Fall rechtliche Schritte einleiten. Erste Feststellungsklagen drohen, sobald der Übergang vom Vorstand eingeleitet ist. Das kann in ein bis zwei Tagen sein. Einen Anlass für individuelle Klagen sieht die Pilotenvertretung bisher nicht.

Vorigen Dienstag um zwei Uhr früh endete eine bisher letzte Verhandlungsrunde mit dem Management, wie heute weiter bekannt wurde. Abgebrochen wurden die Verhandlungen nicht, sagte Minhard heute. Es sei kein weißer und kein schwarzer Rauch aufgestiegen, er sei grau gewesen. Der Bord-Betriebsrat will heute wieder mit dem Management in Kontakt für weitere Verhandlungen treten: "Recht viel weiter kann man die Hosen nicht runterlassen, ohne das Gesicht zu verlieren."

Tyrolean-Piloten sollen "Helme aufsetzen"

Über 1000 Mitarbeiter dürften an der heutigen Veranstaltung teilgenommen haben. Der Veranstaltungssaal platzte aus allen Nähten. Piloten und Flugbegleiterinnen hörten auch vor den offenen Türen zu. Auch einige Tyrolean-Piloten waren nach Wien angereist. Ihnen wurde vorab von AUA-Mitarbeitern angeraten, sich "Helme aufzusetzen".

Wenig Trost spendete ein zur Veranstaltung geladener Swiss-Pilot. Die Schweizer Belegschaft hat auch bittere Erfahrungen mit Betriebsübergängen gemacht - allerdings war die Swissair damals pleite. Er wolle den Juristen in Österreich ja nicht in den Rücken fallen, versicherte der Schweizer Pilot, aber von jenen Piloten, die damals in der Schweiz geklagt hätten, gehe es heute allen schlechter.

Massenabgang von AUA-Piloten?

Der Abbau der hohen Verluste der österreichischen Tochter hat für die Deutschen höchste Priorität. Die AUA muss auf massiven Druck der deutschen Mutter Lufthansa mit den Personalkosten runter. Der Betriebsrat warnt vor einem Massenabgang von AUA-Piloten, die nicht zu schlechteren Bedingungen bei der Innsbrucker Regionaltochter angestellt werden wollen.

Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr macht für die schlechte Entwicklung vor allem die Konkurrenz durch die Billigfluggesellschaften und neue Anbieter auf der Langstrecke wie die stark wachsenden Airlines vom Persischen Golf verantwortlich. Die bisherigen Konzernstrukturen seien vor diesem Hintergrund nicht mehr haltbar. Die Lufthansa habe in diesem Jahr bereits drei Langstrecken einstellen müssen.

Die betroffenen Flüge in der Übersicht

Am Vormittag kam es zu stundenlangen Verschiebungen von AUA-Flügen. Betroffen waren folgende Flüge:

  • Rom (Planabflug 9.40)
  • Thessaloniki (9.45)
  • Baku (9.55)
  • Moskau und Bagdad (10.00)
  • Pristina und Skopje (10.05)
  • Erbil (10.15)
  • Sofia (10.20)
  • Washington und Tel Aviv (10.25)
  • Toronto, Krakau und Kairo (10.30)
  • New York (10.40)

(APA)

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153 Kommentare

Re: Re: konkurs

Ich bin Aktionär der Lufthansa, Senator und auch Österreicher.

Vielflieder seit 20 Jahren - von Österreich aus - und wenn ich es mir aussuchen konnte, habe ich alles andere genommen. Nur nicht die AUA.

Das hat viele Gründe. Allein schon die Art und Weise wie man vom Personal dieser "geschützten Werkstätte" behandelt wird wenn man sich mit den Bonusmeilen upgraden lässt.

Wenn man beruflich fliegt, fliegt man nicht zur persönlichen Belustigung. Das haben die Leute bei der AUA offensichtlich nicht verstanden. Für den Upgrade in due Business Class nach N-Amerika muss man vorher um die halbe Welt geflogen sein, sich dann noch anschnauzen und als Passagier dritter Klasse behandeln zu lassen... tut mir leid.

Aber dazu sind die Flugbegleiterinnen bei der AUA einfach zu alt und zu borniert. Und wenn sie hundertmal rote Strumpfhöschen anhaben.

Wenn sie nicht billiger wollen, sollen sie kündigen. Am Service und an der Kundernfreundlichkeit dieser Airline kann man nicht mehr sparen. Es wird Zeit das diese Leute kapieren das der KUNDE KÖNIG ist und nicht die Gewerkschaft bzw. der Arbeitgeber.

Wer nichts leistet hat in diesem Geschäft nichts verloren. Dasselbe sollte auch für dir AUA Schickeria gelten.

Re: Re: Re: konkurs


Dazu noch die Uraltflugzeuge mit den Röhrenmonitoren......

Wie Ostblock!

Die sollte man wirklich sterben lassen!


2 3

zahlen

i schätz der ösi-Steuerzahler kommt nochmals zu Handkuss, dann wenns der LH zuviel wird. streiten und Geld reinstecken wird man nicht lange gelten lassen. wie kommen die deutschen Arbeiter dazu?

Re: zahlen


Die Arbeitslosenversicherung für die paar Hansln können wir uns auch noch leisten!

Weils eh schon wurscht ist!


Antworten Antworten Gast: Capt
24.04.2012 10:26
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Re: Re: zahlen

Meine Arbeitslosenversicherung müssen Sie nicht zahlen, die hab ich schon längst selbst bezahlt nach 27 Jahren. Und ausserdem werde ich im Fall des Falles nicht vom AMS, sondern im Ausland bezahlt. Weit besser als hier.
Oder glauben Sie, die AUA bezahlt USD 600.000.- für einen Dreijahresvertrag? Netto?

Antworten Antworten Antworten Gast: Stinsonkutscher
24.04.2012 21:06
0 0

Der capt als Wohltäter

Bei Aussichten wie Sie von Ihnen behauptet werden, dürften Sie einen Sprung in der Vase haben, da Sie noch nicht dort sind.

Antworten Antworten Antworten Gast: Dr. Gekko
24.04.2012 12:05
0 0

Re: Re: Re: zahlen

wenn sie 27 jahre bei der aua angestellt waren, waren sie 27 jahre lang nettoempfänger u. der betrag für ihre arbeitslosenversicherung(bzw. gehalt) wurde nicht erwirtschaftet sondern subventioniert u. alimentiert !! unterm strich haben sie dem öst. nettozahler nur gekostet!! --> das sonnige ausland soll sich nur solche öst. arbeitnehmer ins land holen,schaun wir mal ob sie das in drei jahren dann auch noch wollen (die betonung liegt auf "solche arbeitnehmer",den fachkräfte der privatwirtschaft wie monteure,ingenieure,gastrofachkräfte etc. waren schon immer begehrt) !! ps: es wird zeit das österreich das schwere gebäck aus der zeit der kreiskybuam endlich vollends los wird,denn es reicht schon das die 2012- geborenen noch zahlen werden müssen für diesen wahnsinn !!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Capt
24.04.2012 19:18
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Re: Re: Re: Re: zahlen

Der "Nettoempfänger" zahlt jährlich mehr ESt und SV als Sie im ganzen Berufsleben, Ihrer Rechtschreibung nach zu schliessen. Herr Dr...

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Dr. Gekko
25.04.2012 13:26
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: zahlen

u. genau deshalb weil solche leute wie sie es nicht/nichts kapieren (z.b den unterschied zwischen nettoempfänger u. nettozahler) sind "unternehmen" wie aua,öbb u.ä blitzgneisserunternehmen pleite u. marode !! bzgl. meines "berufsleben" schätze ich das ich persönlich monatlich etwa fünf figuren aus solch unternehmen miterhalte,meine zig tüchtigen u. fähigen angestellten noch weit mehr,trotz diesem ungemach das in österreich herrscht fährt mein unternehmen mega- gewinne ein im gegensatz zu "ihrer" maroden ex- sozi klitsche wo sie als ausnutzer u. unterkommer herumschleichen !!

Überall wo die Gewerkschaftsbosse und die Staatsmanager das Sagen haben ...

ist das Unternehmen bald dem Untergang nahe.

Das sollten in der AUA inzwischen alle verstanden haben. Oder glaubt jemand, die AUA-Piloten werden irgendwo wegen ihres Querulantentums mit offenen Armen und noch mehr Privilegien in Empfang genommen.

Ich hoffe und erwarte, dass - ohnehin 20 Jahre zu spät - Vernunft einkehrt und die "Zwerg-Airline" wenigstens noch einen Rest an Anstand behalten kann.

Warum fliegt man mit den Arroganzlern der AUA? Weder wegen dem besonderen Service, noch wegen des Preises. Es ist ein Stück Rest-Patriotismus. Aber nicht mehr ab morgen, wenn der Gewerkschaftswahnwitz nicht schleunigst abgestellt wird.

Gast: Dr. Gekko
23.04.2012 20:51
7 1

Juristischer Supergau ?

Hot net der Kaske seinerzeit von der brennenden Republik geschwafelt ?? Ihr Gewerkschafter u. Sozialisten allg. habt die Zeichen der Zeit noch nie erkannt u. auch diesmal wird es euch wie ein Semperitreifen um die Ohren fahren,einziger/grosser Wermustropfen ist das ihr euer Fehl- Verhalten nie voll zu spüren gekriegt habt bzw. kriegt weil euch immer der Staat/Nettozahler aufgefangen hat !! Man bedenke auch das der Staat 5OO Mio Euro hat drauflegen müssen das dieses Not u. Elend AUA überhaupt jemand nimmt,da würde jeder halbwegs gut erzogenen Mensch wohl kleinere Brötchen backen ---> aber man weiss ja das der Pr.... nie genug kriegt !!

Re: Juristischer Supergau ?

Seh ich ebenfalls so. Diese Betriebsräte haben's und werden es nicht verstehen. Warum streiken sie eigentlich nicht? Ist der ÖGB schon wieder Pleite? Oder hat man Angst bezüglich Konkurs? Ihr Betriebsräte seid wirklich das Dümmste, wie unsere Politiker, kein Unterschied!!!

Gast: UKW
23.04.2012 20:25
11 2

Die rote Airline

Rot bis in den Tod.

Dranbleiben Genossen, bald ist euer Werk vollendet. Da könnt ihr wieder mächtig stolz sein drauf. So wie bei Konsum, BAWAG ....

Gast: gast r.r.turb.
23.04.2012 20:15
3 1

Wann wird dieser unsägliche Privilegien-Erhaltungs- (und Passagier-Vertreibungs-) -Verein endlich in den verdienten Konkurs geschickt??


Gast: glaube ich nicht
23.04.2012 19:24
7 1

wohin denn?

200 bis 300 AUA Piloten wollen gehen? Ernsthaft? Wohin denn? Abu Dabi, Addis Abeba, Ghangzhou? Ziemlich verlockend alles oder? Sieht übrigens so aus, als würde die LH 2012 auch Personal freisetzen.

1 1

Re: wohin denn?

naja, Europa ist auf dem absteigenden Ast, haben halt manche immer noch nicht kapiert!
ohne Euro wären einige Staaten in Europa schon hin. offenbar will keiner die gewonnene Zeit nützen. man träumt lieber von: wie es einmal war.

Re: wohin denn?

Stellen gibt's genug. Charterfrachtflüge in China und Indien z.B. Dort ist die Entlohnung auch nicht so schlecht.

Nur heisst es dann "Fliegen im Akkord", Schweineschmalz von Bejing nach Guangzhou, ganz ohne Stewardessen....

Richtige Dramen werden sich da abspielen....

Re: Re: wohin denn?


Arbeitslose Piloten, die auch gratis fliegen wollen gibt es wie Sand am Meer!

Da gibt es massenweise Idealisten, die nur in de Luft wollen!

Piloten eben, nicht Sozialisten, die sich immer auf Kosten anderer bereichern wollen!


Antworten Antworten Antworten Gast: wer zuletzt lacht
24.04.2012 09:36
0 0

Re: Re: Re: wohin denn?

Wenn die am Steuer sitzen, setz ich mich in kein Flugzeug mehr rein.

LG

Frage:

Warum bietet die Presse dem neurotischen Selbstdarsteller Minhard permanent eine Bühne - Schauermeldungen und abstruse Zahlenspiele inklusive - während man sich wie es scheint nicht für die Perspektive des Unternehmens interessiert?

Wenn der Herr Minhard jedenfalls der Meinung ist, dass der Betriebsübergang 160 Mio. € kosten wird, dann soll er das erst einmal belegen. Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen! Hier wird auf Kosten des Unternehmens und der betroffenen Mitarbeiter Panik gemacht. Und das wird der Gewerkschaft auf den Kopf fallen - wieder einmal.

Die Gier is' a Hund...

1 1

Re: Frage:

naja, der Kasperl wird auch im Fernsehen gezeigt.

außer im Bereich Sport, zählt "Leistung" in den Medien nichts.
Propaganda und Unterhaltung, das bringt Geld und darum gibt's die Medien (noch)

Antworten Gast: El Boraschón
23.04.2012 21:20
2 1

Re: Frage:

Und sogar WENN es 160 Mio sein sollten (was sicher eine haltlose Behauptung ohne Anspruch auf Richtigkeit ist): gemma gemma. Womöglich sind das (nach den schon bisher unzähligen Millionen Defizitabdeckung für den ärgerlichen Privilegienzirkus) die am besten investierten Millionen überhaupt!

160 Mio Euro

Wen ein Betriebsrat eine kaufmännische Rechnung aufstellt, dann ist sein Resultat das unrealistischste überhaupt, das herauskommen kann.

2 0

Re: 160 Mio Euro

der frühere Vorstand war auch nicht besser, sonst wär man nicht in dieser Lage

6 2

Schenkt die AUA der Gewerkschaft!

Dann sind alle Probleme gelöst!

oder doch nicht?

Gast: Karl Schlosser
23.04.2012 18:05
6 1

Warum geht die AUA nicht wie die SWISS in Konkurs ?

Die Welt stürzt nicht ein, wenn die AUA in Konkurs geht und nicht mehr fliegt. Es gibt genug andere Airlines mit denen man fliegen kann.
Die arbeitslosen "notabgefertigten" Piloten werden dann eben bei den anderen Jobs suchen.
Begründung ist bei Poster Fritz zu lesen:
Im Konkursfall würden die Abfertigungen nach dem Insolvenz-Entgeltsicherungs-Gesetz bezahlt:
§ 1, Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz, Abs 4a:

"Besteht Anspruch auf Abfertigung nach den §§ 23 und 23a AngG oder einer anderen gleichartigen österreichischen Rechtsvorschrift, gebührt Insolvenz-Entgelt hiefür
a) bis zum Ausmaß der einfachen Höchstbeitragsgrundlage nach Abs. 4 pro Monatsbetrag Abfertigung in voller Höhe

b) und, soweit ein höherer Anspruch zusteht, bis zum Ausmaß der zweifachen Höchstbeitragsgrundlage nach Abs. 4 pro Monatsbetrag Abfertigung in halber Höhe.
Aber nur die Abfertigung nach dem Angestellten Gesetz!"

Also nix mit den Privilegien-Abfertigungen des Kolektivvertrages im Falle einer Insolvenz!

Also nix mit den Privilegien-Abfertigungen des Kolektivvertrages im Falle einer Insolvenz!

Dafür aber Haftung der Verantwortlichen, oder glauben sie ich lasse mich ungestraft verarschen!
Würden sie sich einen Konkurs wünschen für ihren Arbeitgeber, nur weil das Management nicht sparen kann und dass dann nur auf ihrem Gehalt und ihren Arbeitsbedingungen auslassen will?
Fairness ist gefragt, auch bei den meisten Postern hier.

4 3

Re: Also nix mit den Privilegien-Abfertigungen des Kolektivvertrages im Falle einer Insolvenz!

"...für ihren Arbeitgeber, nur weil das Management nicht sparen kann..."

Ich glaube Sie haben da eine Kleinigkeit noch nicht erfasst!
Das Management will JETZT SPAREN, das wäre ja der Sinn der ganzen Überlegungen!

Das Management will JETZT SPAREN, das wäre ja der Sinn der ganzen Überlegungen!

Wo und bei wem?
So einseitig geht das nicht! Wenn es sein muß bis zur Insolvenz! Oder andersrum, es geht bei uns um über 500.000.- Euro pro Person, die bekommt man nicht geschenkt für Drohungen und Mißwirtschaft! Übrigens die Hälfte davon ist aus Rückstellungen der Pensionsverpflichtung somit auch im Konkursfall nicht weg, plus der gesetzlichen Zahlungen. Der Rest wird eingeklagt, mit wenig Aussicht, aber dafür geforderter Verantwortlichkeit! Das zu verstehen wir einem Aussenstehenden schwer fallen, aber das kann ich nicht ändern!

0 0

Re: Das Management will JETZT SPAREN, das wäre ja der Sinn der ganzen Überlegungen!

Insolvenz heißt "Zahlungsunfähigkeit"!
Das zu verstehen wir einem Aussenstehenden schwer fallen, aber das kann ich nicht ändern!
Da können Pensionsverpflichtungen bestehen, wenn gesetzliche Rücklagen weg sind, sind sie weg, aus, vorbei!

4 1

... Konzernstrukturen seien nicht mehr haltbar ...

... was ändert Albrecht an der AUA-Struktur? Mit den Personalkosten allein wird er die Airline nicht in die schwarzen Zahlen fliegen. Wird es nur mehr einen Vorstand geben, werden die unteren Managementebenen einplaniert, dort sitzt noch immer der Politsud, werden die Einzelverträge von Fitz und Co auch aufgekündigt? Von Sörensen bis Ötsch waren neben den Personalkosten, Ölpreis, Tsunami, Vogelgrippe Schuld am Verlust, dafür gabs Boni. Jetzt heißt die Katastrophe Albrecht oder wirds doch ein Erdbeben sein?

DER

Lauer wird's schon machen ;-)

0 0

KUNDEN und MITARBEITER werden zu FEINDEN erklärt!!

http://meilenschwund.wordpress.com/

Gast: Pips
23.04.2012 17:59
3 2

Der

normale Weg wäre eigentlich ein anderer. Früher war´s so, daß jemand der meinte zuwenig Salär zu erhalten - kündigte und sich einen neuen Job suchte. Jeder hat es frei zu gehen wenn unzufrieden. Die Betriebsräte versuchen eine Privatfirma zu zwingen Gehälter nach ihren Vorstellungen zu bezahlen! Sowas gibts nur im Ösiland.

Früher war´s so, daß jemand der meinte zuwenig Salär zu erhalten - kündigte und sich einen neuen Job suchte.

Da wir nicht mehr wollen, als wir schon jetzt im Vertrag haben wäre es also für sie OK, wenn wir Nichts ändern, oder?
Nun, das Management will uns um ca. ein Viertel des aktuellen Gehalts plus der Firmenpension bringen! Das Ganze zusammen mit mehr Arbeit und weniger planbarer Freizeit! Wie nennen sie das?

Re: Früher war´s so, daß jemand der meinte zuwenig Salär zu erhalten - kündigte und sich einen neuen Job suchte.

die Realität

Antworten Antworten Gast: economius
23.04.2012 21:24
2 1

Re: Früher war´s so, daß jemand der meinte zuwenig Salär zu erhalten - kündigte und sich einen neuen Job suchte.

Frage des Wanderers:

"Nun, das Management will uns um ca. ein Viertel des aktuellen Gehalts plus der Firmenpension bringen! Das Ganze zusammen mit mehr Arbeit und weniger planbarer Freizeit! Wie nennen sie das?"

Antwort des aufmerksamen Beobachters:

"Die Unwahrheit!"

Gast: Pips
23.04.2012 17:19
8 2

Wenn

der Genosse Betriebsrat gleich Geistes Kind ist wie sein Genosse Vorsitzender- Kaske, dann kommt sicher der Supergau, aber für die Gewerkschaft. Kaske arbeitete 1977 für drei Tage bei mir als Kellner, dann mußte ich ihn wegen Unfähigkeit entlassen. Ein Patscherl sondergleichen. So einer kann nur in einer Gewerkschaft was werden.

4 1

AUA Kollektivvertrag

Kennt wer den AUA Kollektivvertrag?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch bei Selbstkündigung die Abfertigung von 39 Monaten zum Tragen kommen kann!

Im Konkursfall würden die Abfertigungen nach dem Insolvenz-Entgeltsicherungs-Gesetz bezahlt:
§ 1, Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz, Abs 4a:

"Besteht Anspruch auf Abfertigung nach den §§ 23 und 23a AngG oder einer anderen gleichartigen österreichischen Rechtsvorschrift, gebührt Insolvenz-Entgelt hiefür
a) bis zum Ausmaß der einfachen Höchstbeitragsgrundlage nach Abs. 4 pro Monatsbetrag Abfertigung in voller Höhe

b) und, soweit ein höherer Anspruch zusteht, bis zum Ausmaß der zweifachen Höchstbeitragsgrundlage nach Abs. 4 pro Monatsbetrag Abfertigung in halber Höhe.
Aber nur die Abfertigung nach dem Angestellten Gesetz!"

Also nix mit den Privilegien-Abfertigungen des Kolektivvertrages im Falle einer Insolvenz!

Antworten Gast: yoshi1
23.04.2012 21:31
0 0

Re: AUA Kollektivvertrag

Soweit mir bekannt können die Arbeitnehmer im Falle eines Betriebsübergangen mit verschlechterndem Kollektivvertrag kündigen und werden so gestellt als wären sie gekündigt worden. Nach dem alten KV versteht sich.

Re: AUA Kollektivvertrag

das haben sich die sozial Gerichtigkeits SPÖler schon so ausgemacht!

Gast: Lilastrümpfe
23.04.2012 16:52
6 1

Es geht um das Überleben des Betriebsrates

Die AUA wird keine Problem haben.

echt cool! - die erlöseinbußen nach einer kündigung zum verhandlungsgegenstand zu machen ;-))

das kann nur ein aua betriebsrat in österreich und der schwebt wohl auf wolke 160.

An AUA Betriebsräte

Fallschirme jetzt in Aktion bis -70%. Solange der Vorrat reicht.

Re: An AUA Betriebsräte

LOL!

Gast: Master of the Universe
23.04.2012 15:47
3 4

Schmarotzende, überbezahlte Minderleister loszuwerden

ist weit mehr als 160 Millionen € wert.
Den Imageschaden verursachen Piloten, denen Streiks wichtiger sind als ihre beruflichen Aufgaben pünktlich zu erfüllen.

Re: Schmarotzende, überbezahlte Minderleister loszuwerden

Falsch verstanden - die Piloten nehmen ihre Verantwortung sehr ernst - nie und auch weiterhin wurde in dieser Auseirnandersetzung die Keule "Streik" geschwungen. Das Ziel ist es eine Verhandlungslösung zu finden.
Durch immer weitere Schweinereien des Vorstandes wird versucht, die Belegschaft in einen Streik zu treiben - nur die Leute mit Verantwortung werden dem Unsinn des Vorstandes nicht Folge leisten.

"Weiter kann man Hosen nicht runterlassen".........

doch - und man kann sich noch nach vorne beugen - :O))..............

Gast: b754
23.04.2012 15:42
4 3

wie immer muss die belegschaft für die management fehler zahlen

und der vorstand wird sich sicher wieder einen fetten bonus auszahlen

Re: wie immer muss die belegschaft für die management fehler zahlen

man kann nur hoffen dass wieder Vernunft in der Vorstandsetage einkehrt und wieder auf die Piloten zugegangen wird. ansonsten sehe ich wenig Hoffnung für ein überleben der AUA.

Antworten Antworten Gast: Fortschritt bedeutet Veränderung
23.04.2012 16:51
3 1

Re: Re: wie immer muss die belegschaft für die management fehler zahlen

Jo mei - dann ist sie halt weg.

Hobbyökonom