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AUA: Tauziehen innerhalb des Betriebsrats

24.04.2012 | 18:01 |   (Die Presse)

Dem Vernehmen nach gibt es innerhalb der AUA ein heftiges Tauziehen. Um den Betriebsübergang abzuwenden, wollen Teile des Betriebsrats nun jenen KV-Entwurf akzeptieren, den sie vor zwei Wochen abgelehnt hatten.

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[Wien/jaz] Er hätte lieber doch noch ein Ergebnis auf dem Verhandlungstisch, sagte AUA-Bordbetriebsratschef Karl Minhard bei der Betriebsversammlung am Montag. Dies dürfte jedoch weniger ein Aufruf an das AUA-Management, sondern vielmehr an seine eigenen Kollegen gewesen sein. Denn dem Vernehmen nach gibt es innerhalb des AUA-Betriebsrats ein heftiges Tauziehen, ob der Entwurf eines neuen Kollektivvertrages, auf den sich das Verhandlungsteam des Betriebsrates vor rund zwei Wochen mit der AUA weitgehend geeinigt hat, doch noch angenommen werden soll.

Damals sollen sich die Verhandler von Betriebsrat und Management bei den wichtigen Punkten Flugzeiten, automatische Gehaltssprünge und Inflationsanpassung geeinigt haben. Strittig soll nur noch das Thema Betriebspensionen gewesen sein. Im erweiterten Betriebsrat lehnte jedoch eine Mehrheit den ausverhandelten Entwurf ab. Wenige Tage später machte die AUA-Führung ihre Drohung wahr und brachte den „Plan B“, den Betriebsübergang auf die eigene Tochter Tyrolean und deren „billigeren“ KV, auf Schiene.

Die Zeit wird knapp

Minhard soll nun bestrebt sein, diesen Zug doch noch aufzuhalten und eine Einigung innerhalb des Betriebsrats auf das damalige Papier herzustellen. Denn bei einer Zustimmung des Betriebsrates soll auch das Management bereit sein, die alte Einigung zu akzeptieren. Allerdings drängt dabei die Zeit, da in Kürze die Fristenläufe für den ab 1. Juli geplanten Betriebsübergang starten. Im Laufe des Mai dürfte es daher einen „point of no return“ geben.
Beim Unternehmen wollte man das Thema am Dienstag nicht kommentieren. „Wir bereiten uns derzeit auf den Betriebsübergang vor“, hieß es.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.04.2012)

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33 Kommentare
 
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Re: Re: Eine einzige Unverschämtheit! Ab zu Tyrolean, und dort hinten anstellen!

Die kleine Fußnote hätte ich bald vergessen.

Betriebspensionen, 14x Auszahlung, Zahlungen über die Mindeststundenleistungen 70h mtl., Mindesturlaub 5 Wochen, von den Abfertigungen alter und neuer Verträge durchschnittlich € 350-450.000 abhängig von der Dienstzeit ganz zu schweigen.

Freue mich auf die Quellen reicht aus wo es 14x Entgelt gibt und diese Abfertigungsrücklagen wie auch die Betriebspension.

Sie kennen die Jobbörsen für das Flugpersonal? Ca. 4.000 standen Ende 2011 auf den Homepages. Höre ich noch von Ihnen?

Re: Re: Eine einzige Unverschämtheit! Ab zu Tyrolean, und dort hinten anstellen!

Es würde mich außerordentlich freuen wenn Sie mir die Quellen nennen könnten wo der Durchschnitt im internationalen Niveau ersichtlich ist. Haben Sie auch die Vergleichszahlen der letzten Jahrzehnte? Sie wissen schon das *alle Leistungen und Zahlungen beim Entgelt einzubeziehen sind. Danke für Ihre Bemühungen.

Antworten Gast: GNessmann
24.04.2012 17:53
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Re: Eine einzige Unverschämtheit! Ab zu Tyrolean, und dort hinten anstellen!

Es schein ziehmlich sicher, dass die Eigentuemer sich die Sache genau ueberlegt haben - der Betriebsrat kann nur mehr ja oder nein sagen. Die Spieltheorie haben die Deutschen sicher mit ins Kalkuel gezogen. Was wir jetzt im Betriebsrat sehen ist ein Kasperltheater von Inkompetenz. Manche dort meinen sicher noch sie haetten was zu sagen.

Die Bevoelkerung schuettelt eh nur mehr den Kopf und meint die AUA Nutzniesser haben von ihr im Laufe der Jahre mehr als genug gestohlen.

Gast: Luftfahrtexperte
24.04.2012 16:08
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Geht den AUA Piloten jetzt doch der A...h auf Grundeis?

Die AUA Piloten kommen jetzt drauf, dass das AUA Management ernst macht und die ganzen Drohungen bezgl. Abwanderungen und Klagen nichts bewirkt hat.

Jetzt plötzlich wieder Verhandeln??

Ich denke nicht, dass sich das AUA Management die Blöse gibt und den Plan KV-Übergang zu Tyrolean wieder Rückgängig macht.
Das wäre eigentlich extrem Unfähr den Tyrolean Mitarbeitern gegenüber und der Sumpf "AUA" kann wieder von vorne beginnen.

Antworten Gast: Frage
24.04.2012 16:30
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Warum ist das den Tyrolean MA gegenüber unfair?

können Sie das genauer erläutern?

Re: Warum ist das den Tyrolean MA gegenüber unfair?

Unfair desshalb, weil der Herr "Luftfartexperte" wohl die Selektion bei der AUA nicht geschafft hat und den Versprechungen (Karotte) des Vorstandes und des Herrn Fitz (Geschäftsführer von Tyrolean) Glauben schenkt nach dem Betriebsübergang von OS zu VO nun endlich Airbus oder Boeing fliegen zu können.


Gast: os
24.04.2012 15:55
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Schnelldenker

Lange hat der OGB und einige wenige Piloten(wo ist die Kuendigungswelle). gebraucht bis sie kapiert haben das da nichts zu holen ist.Jetzt geht der OGB in die Knie.So denken und handeln die Belegschaftsvertreter.(Bonzen im geschuetzten Bereich brauchen nichts zu befuerchten)Nur der Kunde und die einfachen Mitarbeiter bleiben bei diesen Spiel auf der Strecke.

Gast: die Standard
24.04.2012 15:16
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nicht lang fackeln...

einfach zudrehen - die AUA braucht kein Mensch

 
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Hobbyökonom