Industrie zeigt sich für 2012 optimistisch

27.04.2012 | 19:11 |   (Die Presse)

Die IV erwartet ein Wirtschaftswachstum von 0,5 bis ein Prozent – eventuell auch mehr.

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Wien/Stef. Man wolle zwar nicht „in Euphorie verfallen“, sagt Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung (IV). Aber es wehe „ein ordentliches Frühlingslüfterl“ in Österreichs Betrieben. Soll heißen: Das Konjunkturbarometer hat sich im ersten Quartal 2012 deutlich verbessert, von 15 auf 25 Punkte (ein positiver Wert bedeutet einen erwarteten Aufschwung, ein Minus eine erwartete Rezession).

Die 432 befragten Unternehmen zeichnen sowohl im Export als auch in der Binnennachfrage ein optimistischeres Bild als im Dezember. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet die IV ein Wirtschaftswachstum in der Höhe von 0,5 bis ein Prozent. „Wir schließen aber auch einen Einser vor dem Komma nicht aus“, sagt Helmenstein.

Das Institut für Höhere Studien geht momentan von einem Plus von 0,8 Prozent aus, das Wirtschaftsforschungsinstitut erwartet 0,4 Prozent. „Das Wifo wird seine Zahlen wohl schon sehr bald nach oben revidieren“, glaubt der IV-Chefökonom.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.04.2012)

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1 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
28.04.2012 08:51
0 0

Zwischen Träumerei und Machtdelirium!

Klar kann man, muss man, eine Geschäftsplanung für 2013 haben und die Ziel darin formulieren. Das gibt den Unternehmen die dringend notwendige Orientieren, wenn die Ziele auch ordentlich kommuniziert werden.

Nur, es heute eine reine Planung. Die Unsicherheiten sind aber so groß, dass kein seriöser Menschen sich auf die Planungen verlassen kann. Die ganze Planungen leben von Hoffnungen und Prognosen, den fehlen aber die brauchbaren Daten zur real kommenden Wirtschaftsentwicklung. Verantwortungsvolle Unternehmer haben also auf jeden Fall auch andere Szenarien bei der Planung berücksichtigt. Meiner Information nach gehen diese von einem Umsatzeinbruch zwischen 10 und etwa 30% aus und sollten auch dann dem Unternehmen das Überleben sichern.

Die IV vertritt doch nur um die 1.000 Unternehmen in Österreich als Lobbyistengruppe. Die haben überhaupt nur das eigene Interesse und verbreiten daher Pressmeldungen und Studien nur zu Propagandazwecken.

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