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Drittel der Österreicher denkt über Bankwechsel nach

07.05.2012 | 13:29 |   (DiePresse.com)

Der österreichische Kunde hat gegenüber seiner Bank relativ geringe Loyalität. Aber bis zu 80 Prozent sind mit der Leistung der Erstbank zufrieden.

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Das Vertrauen in die Geschäftsbanken hat sich in den vergangenen zwölf Monaten zwar leicht erholt, befindet sich aber nach wie vor auf einem tiefen Niveau, geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage über das Privatkundengeschäft der Banken hervor. Verfasserin des "World Retail Banking Report" ist das internationale Beratungsunternehmen Capgemini und die Branchenorganisation Efma, in der Finanzdienstleister zusammengeschlossen sind. "Zusätzlich zum schwachen Vertrauen der Kunden gelingt es den Banken nicht, in ausreichendem Ausmaß Kundenloyalität zu erzeugen, die ein kritisches Element im Privatkundengeschäft ist."

Die österreichischen Kunden sollen dabei eine besonders geringe Bindung an ihre Erstbank haben: 34 Prozent halten es für (sehr) wahrscheinlich, dass sie ihre Bank in den nächsten sechs Monaten wechseln werden und ein weiteres Viertel ist sich nicht sicher, ob es bleibt oder geht. Damit ist die Loyalität der Kunden in der Alpenrepublik geringer als jene der Deutschen und der Schweizer. Im internationalen Schnitt geben ohnehin 40 Prozent der Befragten an, verunsichert zu sein, aber nur neun Prozent haben sich vorgenommen, im nächsten halben Jahr ihre Bankverbindung zu wechseln.

"Widersprüchliche Gefühle"

Die Ergebnisse der Umfrage spiegeln "widersprüchliche Gefühle" gegenüber den Kreditinstituten wider, schreiben die Studienautoren. Denn: Trotz geringem Vertrauen und Kundenloyalität geben zwischen 66 und 80 Prozent zu Protokoll, mit der Leistung ihrer Erstbank zufrieden zu sein.

Im internationalen Schnitt haben 31 Prozent der Bankkunden kein oder wenig Vertrauen in ihre Banken, während 15,3 Prozent angeben, das Vertrauen sei grundsätzlich vorhanden. In Westeuropa und den USA haben sich die Vertrauenswerte nach dem Ausbruch der Finanzkrise verschlechtert, sind aber immer noch annähernd ausgeglichen. Bei Lateinamerikanern, Afrikanern und Asiaten überwiegt das Misstrauen dagegen deutlich.

 

(APA)

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6 Kommentare
Gast: Gast2010
08.05.2012 11:37
0 0

Werbung abgeändert

Der Slogan "In jeder Beziehung zählen die Menschen" sollte abgeändert werden auf "In jeder Beziehung "zahlen" die Menschen.

Antworten Gast: nur drauf
09.05.2012 00:15
0 0

Re: Werbung abgeändert

zahlen die Menschen - DRAUF

2 0

Der Österreicher denkt ???

Das wäre ja einmal etwas Neues hoffentlich gelingt ihm das bei den nächsten Nationalratswahlen auch noch.
Den bisher war eher das Gegenteil der Fall.

Re: Der Österreicher denkt ???

Da tun Sie Ihren Mitmenschen aber Unrecht. Wobei ich ehrlich gesagt auch nicht verstehe, warum es Leute gibt, die dafür, einer Bank Geld in Form eines Girokontos leihen zu dürfen, dafür auch noch Spesen bezahlen.
Zumindest Angestellte bekommen überall anstandslos ein Gratiskonto.

Re: Angestellte bekommen überall anstandslos ein Gratiskonto

Nur bei der easybank, bei den anderen nicht.

Re: Re: Angestellte bekommen überall anstandslos ein Gratiskonto

Doch. Hab ich auch. Der deutliche Hinweis auf Marktwirtschaft/Mitbewerb hat geholfen.
Aber es ist richtig, dass Gratiskonten normalerweise nicht von vornherein angeboten werden.

Noch eine grundsätzliche Anmerkung: Bei *jedem* Geschäft mit einer Bank (dessen Kerngeschäft es nunmal ist, mir mehr Geld abzunehmen als auszuzahlen) lohnt sich verhandeln. Immer mit Hinweis auf die Konkurrenz. Bis das Wasser in den Augen steht. Die haben durchaus Spielraum, profitieren aber (noch) davon, hierzulande als "Amt" (d.h. sie dürfen diktieren) gesehen zu werden.

Hobbyökonom