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Bankeninsolvenzrecht: Raiffeisen gegen Regierungspläne

08.05.2012 | 18:06 |  CHRISTIAN HÖLLER (Die Presse)

SPÖ und ÖVP haben für Sommer ein Gesetz angekündigt, wie marode Institute abgewickelt werden. Doch Raiffeisen legt sich gegen einen nationalen Alleingang quer.

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Wien. Der Schock über die Rettungsaktion für die Volksbanken AG (ÖVAG), die Österreich eine Mrd. Euro kostet, saß tief. Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP kündigten daher Anfang März an, dass es bis Sommer ein Bankeninsolvenzrecht geben wird.

SPÖ-Finanzsprecher Andreas Schieder erklärte damals, man wolle nicht länger auf eine EU-weite Regelung warten. Ein Alleingang Österreichs sei mit der ÖVP vereinbart worden. Ein Sprecher von Finanzminister Maria Fekter (ÖVP) bestätigte dies.

Doch nun meldet Raiffeisen, die führende Bankengruppe Österreichs, dagegen Bedenken an. Der Fachverband der Raiffeisenbanken hat gerade seine Position zum Bankeninsolvenzrecht ausgearbeitet. Darin heißt es: „Jedenfalls sollten die Arbeiten auf europäischer Ebene durch einen nationalen Alleingang nicht konterkariert werden.“ Nur ein europäischer Ansatz werde „zu einer erhöhten Investitionssicherheit führen“. Doch die Brüsseler Behörden haben es hier nicht eilig.

Seit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008, mit der die Finanz- und Wirtschaftskrise einen ersten Höhepunkt erreicht hat, beschäftigt sich die EU-Kommission mit dem Thema. Bis heute liegt dazu aber kein Entwurf vor. Dem Vernehmen nach wollen die Lobbyisten der Finanzbranche noch diverse Sonderwünsche durchsetzen. Schließlich bedeutet ein Insolvenzrecht schwerwiegende Eingriffe in die Rechte der Bankeigentümer.

FMA gegen Raiffeisen-Vorstoß

Auch in Österreich gibt es seit Jahren entsprechende Ankündigungen. Nach dem Staatseinstieg bei der Hypo Alpe Adria Ende 2009 betonte der damalige Finanzminister Josef Pröll (ÖVP, arbeitet jetzt für Raiffeisen), die Eigentümer von Banken „sollen nicht nur dabei sein, wenn es Gewinne gibt, sondern auch, wenn es wirtschaftlich schlecht geht“.

In dem nun vorgelegten Positionspapier fragt Raiffeisen, ob man in Österreich überhaupt ein Bankeninsolvenzrecht braucht. Denn schon jetzt könne die Finanzmarktaufsicht (FMA) bei Bedarf „sehr weitreichende Maßnahmen“ ergreifen. So habe die Aufsicht das Recht, einen Regierungskommissär einzusetzen, „der sämtliche Geschäfte eines Kreditinstituts untersagen kann“.

Raiffeisen fordert daher, dass zunächst die jetzige Rechtslage analysiert werde. Denn die Aufsicht verfügte „im vorgelagerten Insolvenzverfahren“ schon über weit gehende Befugnisse. Erst nach einer fundierten Analyse der aktuellen Gesetze „sollte man überlegen, in welchen Bereichen möglicherweise Verbesserungen vorgenommen werden können“.

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) weist diesen Vorschlag zurück. „Wir haben uns die Rechtslage angesehen. Ein Bankeninsolvenzrecht ist notwendig“, sagte ein FMA-Sprecher. Ähnlich lautet der Standpunkt der Nationalbank (OeNB). „Unter Umständen werden wir nicht auf eine finale europäische Lösung warten können“, so OeNB-Vorstand Andreas Ittner.

Poker um Genossenschafter

Die anderen Banken kommentierten den Raiffeisen-Vorstoß nicht. Doch hinter den Kulissen zeichnet sich noch ein Konflikt um die Genossenschaftsanteile ab. Die Regierung wollte zunächst, dass auch die 780.000 Österreicher, die Genossenschaftsanteile an einer Volksbank halten, in Summe 220 Mio. Euro für die ÖVAG-Rettung aufbringen. Nach einem Aufschrei der Volks- und Raiffeisenbanken wurde der Plan fallen gelassen.

Raiffeisen befürchtete, dass damit ein Exempel für alle Genossenschaftsbanken statuiert wird. Bank-Austria-Chef Willibald Cernko hatte zuletzt kritisiert, dass sich alle Institute über die erhöhte Bankensteuer an der ÖVAG-Sanierung beteiligen müssten, die Genossenschafter aber nicht. Beim Insolvenzrecht seien solche Ungleichbehandlungen zu beseitigen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.05.2012)

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54 Kommentare
 
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Gast: ckx375
10.05.2012 08:19
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Die Volksbanken wäre jetzt pleite ...

... ohne Staatshilfe. Man könnte man keine Bilanz mehr legen und die Genossenschafter verlieren ihr Vermögen - so wie die Sparer ihre Einlagen (bis zur Sicherungsgrenze).

Das ganze ist trotz dreier Kontrollinstanzen passiert und trotz der Tatsache dass die FMA "weitreichender Maßnahmen" ergreifen kann.

Keine Angst ihr "verantwortlichen Manager" der grünen Mafia. Nach österreichischen Gepflogenheiten werdet ihr als systemrelevant eingestuft und bekommt bestenfalls einen SPler als Vize, d.h. ihr könnt eure korrupte VP nicht mehr so einfach finanzieren wie bisher.


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Wie scheinheilig

Die Banken haben laengst einen Alleingang gemacht: sie haben die Kosten auf die Kunden abgewaelzt, denn die koennen sich eh nicht wehren.

Gast: umbruch
09.05.2012 15:05
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Konsequenzen aus einem Insolvenrecht.

1.) Gleichzeitig müsste man aber den Bankensektor aufsplittern, denn in der derzeitigen Situation kann man eine Bank nicht in Konkurs schicken. Diese sind schlicht "too big to fail" und solange dieser Umstand gegeben ist, besteht immer die Gefahr eines Flächenbrands im gesamten Sektor.

2.) Wenn man die Banken schon mit anderen Unternehmen gleichstellen will, dann muss als letzte Konsequenz genauso die Einlagensicherung für die Sparer fallen. Denn mit den Insolvenzrecht wird es vermutlich zu einigen Pleiten kommen und warum sollte dann immer der öffentliche Geldhahn angezapft werden?? Die Sparer sollten sich selber überlegen, wem sie das Geld überlassen. Außerdem würde die Gefahr bestehen, dass vor dem Konkurs stehende Banken mit extrem hohen Zinsen für Einlagen werben um liquide zu bleiben und die Menschen würden dann reihenweise dieser Bank ihr Geld überlassen, weil ja der Staat sowieso einspringen würde bei einem Bankrott. So kann das nicht funktionieren.

1 0

weg mit der Allmacht der Banken !


Gast: LegendIn
09.05.2012 12:43
2 0

Das ist Österreich!

Es lebe Kanzler Werner der Gütige, welcher verkündete:

"Wir übernehmen nur Haftungen die nicht schlagend werden"

"Die Bankensteuer wird nicht auf die Kunden abgewälzt"

"Die AUA darf nicht billig verscherbelt werden"

Ah wir sind gegen ein Insolvenzrecht

Ist man vielleicht gefährdet?

Nach einem geschönten RBI-Bilanz konnte mit deren Divenden die RZB ins Plus gedreht werden.

Die FMA sollte wirklich ihre Pflichten wahrnehmen, und die RZB liquidieren.

Auch die Genossenschaftler der kleinen Banken hätten was davon.
Besser ein Schrecken mit Ende, ....

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Re: Ah wir sind gegen ein Insolvenzrecht

weil, "wo kommen/kämen wir hin wenn nicht weiterhin der Bürger für all unsere Taten haften muss, damit Ihr Politiks tun und lassen dürft was Euch gefällt"; so oder ähnlich sollte die ehrliche Antwort der wohl mächtigsten Bank in unserem Land heissen.

Statt weg vom Bargeld, wieder genau dort hin, damit es keine neuerlichen Blasen mehr geben kann, welche ja weiterhin am Köcheln sind, sollte die Regierung (wäre sie denn eine) beschliessen !!!

Re: Re: Ah wir sind gegen ein Insolvenzrecht

Hin zum Bargeld
und zu "direkten" Finanzierungsmethoden!

Banken wozu?

"Verpflichtende Insolvenz" klingt jetzt hart, und ist sehr sarkastisch, aber naja,

Ich verbuchs mal unter Gedankenexperiment/freiheit

Gast: Graue Eminenz
09.05.2012 12:12
3 0

Raiffeisen gegen Regierungspläne

Es wird wieder einmal dezent darauf hingewiesen
''wer im Land wirklich die Hirschlederne trägt''.

Gast: Pflichtfeld
09.05.2012 11:06
4 0

Da fällt mir nur eine Antwort ein:

Raifeisen ist dagegen. Ja, und?

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Bankensteuer

Dass Cernko die Bankensteuer kritisiert ist einleuchtend.
Wieso soll eine Bank für das unfähige Management einer anderen zur Kasse gebeten werden?

Auch wenn die Idee einer Bankensteuer vor allem in "linken Kreisen" sehr beliebt ist - fair ist sie nicht. Man hat eher den Eindruck als ob die Verfechter dieser Steuer demselben Fehler unterliegen wie die Banken: fehlende Langfristplanung. Zugegeben, es wird schnell Geld in die Staatskassen gespült, aber dem System wird Schaden zugefügt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Führungsriege österr. Banken durch die Bankensteuer zu vernünftigem Handeln erzogen wird. Schließlich kann es doch den Managern maroder Banken egal sein ob sie von den Steuerzahlern oder den Mitbewerbern aufgefangen werden (solange nur die Boni ausbezahlt werden).

Ich denke, dass nur mehr Verantwortung, aber nicht die Bankensteuer, die Banken zu vernünftigem Handeln erzieht.

Aber leider scheinen nicht nur jene im Bankwesen sondern auch die Führungspositionen in der Politik nur allzu oft mit ungeeigneten Personen besetzt zu sein.

Re: Bankensteuer

Weil die Banken ihre Risiko-Bewertungspflicht nicht wahrgenommen haben, oder nicht fähig sind es zu tun.

Daher muss man eine Schutzkammer basteln, wo eine versenkte Bank bei der Sprengung keinen Schaden anrichtet.

Denn wenn eine Bank runtergeht, dann nimmt sie einige andere mit. Zumindest war das die Argumentation der Banken während der Krise.

Daher ist es keine Steuer, sondern eine Versicherung der Bank gegen das Branchenrisiko.

Leider werden derzeit noch die Banken geschützt, und nicht gesprengt.

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Re: Re: Bankensteuer

Ich kenne diese Begründung natürlich, und bin mir auch der besonderen Bedeutung des Bankensektors für unser Wirtschaftssystem im Klaren.
Jedoch ist das Versicherungsargument - so sehe ich das jedenfalls - aus folgenden Gründen nicht akzeptabel:

1) Die Anzahl der Versicherungsnehmer (Banken) ist sehr klein, die Korrelation aber relativ hoch (es sind ja mehrere Banken in Bedrängnis). Somit müsste die Versicherungsprämie (Bankensteuer) sehr hoch sein - was sicherlich die finanziellen Möglichkeiten der Banken übersteigt).
NB: Im Gegensatz dazu macht eine Kfz-Haftplichtversicherung Sinn (viele Versicherungsnehmer, geringe Korrelation der Unfälle).

2) Die Banken werden durch eine Bankensteuer nicht risikobewusster. Das Risiko wird eben nicht nur auf den Steuerzahler, sondern auch auf die Mitbewerber abgewälzt. Das Problem ist die fehlende Verantwortung für Entscheidungsträger.

Eine positive Veränderung der Bankenlandschaft wird eher durch
*) Erhöhung der Kernkapitalquote,
*) Bindung der Boni an langfristige Erfolge und
*) höhere Verantwortung der Entscheidungsträger
bewirkt.

Die Bankensteuer halte ich für eine populistische Aktion ohne nachhaltige Verbesserung zu bewirken.

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Bankensteuer

Dass Cernko die Bankensteuer kritisiert ist einleuchtend.
Wieso soll eine Bank für das unfähige Management einer anderen zur Kasse gebeten werden?

Auch wenn die Idee einer Bankensteuer vor allem in "linken Kreisen" sehr beliebt ist - fair ist sie nicht. Man hat eher den Eindruck als ob die Verfechter dieser Steuer demselben Fehler unterliegen wie die Banken: fehlende Langfristplanung. Zugegeben, es wird schnell Geld in die Staatskassen gespült, aber dem System wird Schaden zugefügt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Führungsriege österr. Banken durch die Bankensteuer zu vernünftigem Handeln erzogen wird. Schließlich kann es doch den Managern maroder Banken egal sein ob sie von den Steuerzahlern oder den Mitbewerbern aufgefangen werden (solange nur die Boni ausbezahlt werden).

Ich denke, dass nur mehr Verantwortung, aber nicht die Bankensteuer, die Banken zu vernünftigem Handeln erzieht.

Aber leider scheinen nicht nur jene im Bankwesen sondern auch die Führungspositionen in der Politik nur allzu oft mit ungeeigneten Personen besetzt zu sein.

Gast: wassolls
09.05.2012 10:17
0 0

mein Lieben

ein Raiffeisenanteilseigner der Regionalbanken, wohlgemerkt keine Aktien haftet für das 8-fache seines Einsatzes

ist also unmöglich in Insolvenz zu gehn, wie siehts da mit der Eigentümerstrucktur der anderen Banken aus?

Gast: freund?
09.05.2012 10:13
3 0

wenn die giebelkreuzler dagegen sind,



kommt es nicht.

man sieht, WER regiert, und wer nur die reifen von dienstautos glatzert fährt (pardon, fahren LÄSST ) .

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Verantwortung

Natürlich legt sich die Raiffeisen quer. Wer möchte schon mehr Verantwortung übernehmen. Viel angenehmer ist es doch, wenn man einfach nur Gewinne einstreifen kann, und bei Problemen die Schulden dem Steuerzahler aufbürden kann.

Nur VERANTWORTUNG kann Banken zu vernünftigem und langfristigem Denken erziehen. Momentan ist das ja leider nicht der Fall: Da fährt die Führungsetage eine Bank an die Wand, und kassiert dafür noch ordentliche Boni. Was wird hier belohnt?

Man kann nur hoffen, dass ein Insolvenzrecht den Eigentümern/Vorständen der Banken auch entsprechende Verantwortung aufbürdet, und diese zu vernünftigem Handeln anhält. Verantwortungsloses Handeln - wie derzeit üblich - muss bestraft werden. Unfähige Manager (wovon es leider - quer durch alle Sparte - viel zu viele gibt) müssen ersetzt werden. Nur so kann das Risiko einer Krise wie jener 2008 in Zukunft verringert werden.

Gast: Hubertus
09.05.2012 00:42
4 0

Ist da bei Raiffeisen was im Busch?

Warum legt sich Raiffeisen quer? Sollten die Geschäfte im Osten, die Österreich schon das Triple A Rating gekostet haben ( mit der EÖSC) doch viel schlechter laufen als man gerne hätte? Beide Bankengruppen sind übrigens ÖVP nahe, der Partei mit der Wirtschaftskompetenz. Hat uns nicht der collega Agronom Josef Pröll, der Raiffeisenlobbyist in der Bundesregierung seinerzeit versprochen, daß das Bankenrettungspaket für die Republik ein Bombengeschäft werde. Wenn dieser ""Wirtschaftsfachmann" bei Raiffeisen was zu sagen haben wird, dann werde ich meine Gelder von Raiffeisen abziehen müssen. Die Bawag und die Konsumpleite waren bei Gott kein Nachweis für sozial. Wirtschafstkompetenz. Aber die haben ihre Probleme ohne Hilfe des Steuerzahlers gelöst. Das bringen ÖVP nahe Wirtschaftskreise nicht zusammen.

Antworten Gast: Trammerti
09.05.2012 10:30
3 0

Im Jahr 2008 haben alle internationalen Wirtschaftszeitungen

die drei marodesten Banken Europas auf dem Titelblatt gehabt: Kaupthing Bank, Landsbanki und Raiffeisen ... Aber keine Sorge, die österreichischen Medien, die Raiffeisen oder Kirche gehören, haben uns das nicht mitgeteilt.

Gast: benka
09.05.2012 00:00
2 0

"Raiffeisen führende Bankengruppe Österreichs"???

Aber auch nur in feuchten Träumen vom Rothensteiner. Hier ein paar Zahlen zum Aufwachen:

Bilanzsumme Raiffeisen Zentralbank: 137 Mrd. €
Bilanzsumme Unicredit Bank Austria: 198 Mrd. €
Bilanzsumme Erste Group Bank: 205 Mrd. €

Antworten Gast: Gasti Gasto
09.05.2012 10:25
0 0

Re: "Raiffeisen führende Bankengruppe Österreichs"???

Die RZB alleine ist die "Raiffeisen-Bankengruppe"?

Antworten Antworten Gast: Udo Kerli
09.05.2012 10:36
1 0

Die Bank Austria

ist alleine die UniCredit Gruppe? Die Erste Group Bank ist alleine die ERSTE Gruppe? Na eben.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gasti Gasto
09.05.2012 21:33
0 0

Re: Die Bank Austria

Hätte ich eigentlich schon gesagt. Zumindest sind meines Wissens nach alle Banken, auf denen Erste Bank oder Bank Austria draufsteht, nur Filialen derselben. Sprich, die gehören direkt der Unicredit Bank Austria bzw. der Erste Group Bank und tragen auch direkt zu deren Ergebnis bei.

Während die Raiffeisenbanken in den Bundesländern sowie die einzelnen Landesbanken jeweils völlig eigenständig sind und keine direkte Verbindung zum Ergebnis der Raiffeisen Zentralbank haben.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
09.05.2012 09:01
0 0

Re: "Raiffeisen führende Bankengruppe Österreichs"???

Nach dem Geschäftsbericht der RZB war die Bilanzsumme per Ende 2011 schon bei 150,1 Mrd. Euro. Inzwischen ist die Bilanzsumme von etwa 6 Mrd. Euro durch die Übernahme der Polbank noch dazu gekommen. Dazu kommt noch der ungebremste Aufbau des Kreditvolumens durch die Geschäftspolitik (ich meine auch Aufbau von Risiko), welche die Bilanzsumme weiter aufblasen wird.

Zusammen betrachtet wird es, aus der Sicht der Bilanzsumme, wahrscheinlich auch nicht zur führenden Bankengruppe reichen.

Weil aber die RZB eine sehr uneffiziente Verwaltung hat, so haben die nun schon weit über 60.000 Mitarbeiter. Die Erste liegt bei etwa 50.000 Mitarbeitern, die BA(eigentlich nicht Österreichisch) schafft die 60.000 auch nicht ganz. So gesehen ist die EZB doch die größere Bankengruppe.

Betrachtet man nur die Marktanteile in Österreich, dann ist die RZB mit etwa 30% auch klar vorne.

Ich würde meinen, dass man diese Bezeichnung schon verwenden kann. Es ist eben alles eine Frage der Parameter und der Betrachtung.

Antworten Antworten Gast: Certha
09.05.2012 10:43
0 0

Mitarbeiter = Marktanteile?

Seltsame Berechnung.

Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
09.05.2012 13:42
0 0

Re: Mitarbeiter = Marktanteile?

Seltsames Lesen?

Aus der Sicht der Marktanteile in Ö sollte die Raiffeisengruppe vorn liegen.

Auch aus der Sicht des gesamten Mitarbeiterstandes auf allen Märkten sollte die Raiffeisengruppe vorne liegen.

Aus der Sicht der gesamte Bilanzsumme aller Märkte ist die RZB aber nur die Nr. 3.

Jetzt a bissl verstanden?

 
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