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Wifo: Österreichs Konjunktur weiter auf stabilem Kurs

10.05.2012 | 10:11 |   (DiePresse.com)

Die Aussicht liegt über dem Durchschnitt des Euro-Raumes. Die Erholung der Weltwirtschaft hält an. Risiken bleiben die Schuldenkrise und der Ölpreis.

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Die Wirtschaftsentwicklung im Euro-Raum ist nach wie vor von der Schuldenkrise geprägt, in Österreich sind laut Wifo die Konjunkturaussichten unabhängig davon weiterhin stabil. Die Erholung der Weltwirtschaft halte an, vor allem in den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas sowie in den USA expandierte im Frühjahr die Wertschöpfung, so das Wifo. Der weltweite Konjunkturaufschwung sei jedoch fragil, Risiken werden vor allem in einem möglichen Ölpreisanstieg sowie der anhaltenden Schuldenkrise gesehen.

Die österreichischen Wirtschaftsentwicklung unterscheide sich vom Durchschnitt des Euro-Raumes. So hätten sich sich vor allem in den letzten drei Monaten die Finanzmarktrisiken verringert. Die Zinsen für österreichische Staatsanleihen am Sekundärmarkt seien gesunken. Zurückgegangen seien auch die Zinsen für Neukredite für Unternehmen. Zudem sei der Konjunkturausblick günstiger.

Bauwirtschaft optimistisch

In der Sachgütererzeugung sei im aktuellen Wifo-Konjunkturtest zwar der Indikator der aktuellen Lagebeurteilung nur leicht gestiegen, aber weiter im positiven Bereich. Auch die Erwartungen zu Produktionstätigkeit und Verkaufpreisen seien zwar zurückgegangen, aber positiv. In der Bauwirtschaft hätten erstmals seit fast vier Jahren mehr Unternehmen eine gute als eine schlechte Geschäftslage gemeldet.

Die Inflation habe sich im März Vormonat leicht abgeschwächt und mit 2,4 Prozent die niedrigste Rate sei Jänner 2011 erreicht. Die Arbeitslosenquote nach österreichischer Definition sei im April saisonbereinigt nahezu unverändert bei 7,0 Prozent gelegen.

Wifo: Erdölpreis könnte steigen

Die zentralen Risiken für die internationale Konjunktur stammen für das Wifo zum einen aus geopolitischen Spannungen, die eine neue Erdölpreishausse auslösen könnten, sowie aus der anhaltenden Staatsschuldenkrise, die vor allem in der Eurozone die realwirtschaftliche Erholung schwäche. Die Versorgung der Banken mit Liquidität durch die EZB reiche nicht aus, um die Krisenländer auch nur für ein halbes Jahr zu stabilisieren.

Gedämpft werde zudem der Ausblick in mehreren Ländern an der EU-Peripherie durch einen hohen Bestand an Problemkrediten in Verbindung mit steigender Arbeitslosigkeit. Darüber hinaus trage auch die strikte Konsolidierungspolitik im Euro-Raum wesentlich zu den verhaltenen Konjunkturaussichten bei, so das Wifo.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
10.05.2012 11:57
0 0

Ja, alles stabil!

Bei der Realwirtschaft stimmt das auch, wenn auch der private Konsum auf einem schon traditionell niedrigen Level liegt. Kommt vor allem von den seit mehr als einem Jahrzehnt fallenden Realeinkommen und kann auch vom Bevölkerungswachstum (Zuwanderung) nicht mehr kompensiert werden.

Die Realwirtschaft muss also Exporterfolge feiern um irgendwie überleben zu können. Die Leistung der Österreich ist einfach gewaltig. Die müssen schon bis über 50% der Wertschöpfung an verschieden Zwangsabgaben abführen, schafften aber 2010 einen Exporterfolg von knapp 110 Mrd. Euro, für 2012 werden etwa 130 Mrd. Euro erwartet. Bei dieser Konstellation muss es einfach Massen an working poor geben, welche eine tolle Leistung erbringen.

Auch im Tourismus haben wir eine Massen an working poor (bei meist toller Leistung!) um den billigen Massentourismus auch abwickeln zu können. Anders wären die 126 Mio. Nächtigungen bei Zwangsabgaben von über 50% der Wertschöpfung auch niemals möglich.

Es reicht aber trotzdem nicht, die Staatlichkeit ist stabil am Totalversagen!
https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2012/201203hauptueberblicke.htm

Ausgaben:.....18.902,7 Mio. Euro
Einnahmen:...13.261,0 Mio. Euro
Lücke:.....5.641,7 Mio. Euro (3 Monate!)

Beeindruckende Änderungen zu 2011:
Beitrag EU:....................+13,5%
Transfer an Länder:........+ 12,2%
Bundespensionen:............+3,7%
Aktives Bundespersonal:...+1,8%
Transfer an Gemeinden:....+2,5%

Familien: -1,2%

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