574 Wiener Betriebe nahmen Mini-Kredite in Anspruch

11.05.2012 | 13:30 |   (DiePresse.com)

Im Schnitt wurden 8711 Euro vergeben. Am häufigsten nahmen Gastronomen das Angebot von Wirtschaftskammer und Stadt Wien an.

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In Wien können Klein- und Mittelbetriebe rasch und relativ unbürokratisch zu Fremdmitteln kommen. Möglich ist das durch die Kleinkredit-Initiative, die von der Stadt und der Wirtschaftskammer Wien mit jeweils 2,5 Millionen Euro jährlich getragen wird. 2011 nahmen 574 Unternehmen das Angebot in Anspruch. Im Schnitt wurden 8711 Euro vergeben, berichteten Kammerpräsidentin Brigitte Jank und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner am Freitag in einer Pressekonferenz. Die Aktion wird verlängert: 2013 ist der Topf wieder mit fünf Millionen Euro befüllt.

Das Modell richtet sich an Unternehmen, die nicht mehr als 40.000 Euro Jahresreingewinn verbuchen. Angeboten werden Kredite von bis zu 8000 Euro für etablierte Unternehmen und Kredite von bis zu 10.000 Euro für Jungunternehmer innerhalb der ersten zwei Jahre ab Gründung des Betriebes.

"Fast keine Ausfälle"

Mit 12 Prozent nahmen am häufigsten Unternehmen aus der Gastronomie einen Minikredit in Anspruch, gefolgt von gewerblichen Dienstleistern (8 Prozent) und Unternehmensberatern bzw. IT-Dienstleistern (6 Prozent). Jank betonte, dass es "fast keine Ausfälle" gebe.

Die gemeinsame Kreditaktion von Stadt und Wirtschaftskammer Wien gibt es bereits seit 50 Jahren. Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise wurde sie 2009 ausgeweitet. Das Volumen wurde damals auf fünf Millionen Euro pro Jahr verdoppelt. Renate Brauner unterstrich, dass es wichtig sei, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Klein- und Mittelbetrieben ganz zur Seite zu stehen. Dabei zitierte sie Erich Kästner: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."

(APA)

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