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Treichl an Aktionäre: „Das tut mir wirklich leid“

15.05.2012 | 18:20 |  CHRISTIAN HÖLLER (Die Presse)

Nach Dividendenausfall und Rekordverlust zürnen Kleinaktionäre der Erste-Bank-Führung. Vor allem der im vergangenen Herbst erfolgte „Bilanzputz“ sorgte für Kritik.

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Wien. „Ich bin froh, dass 2011 vorbei ist“, sagte Erste-Bank-Chef Andreas Treichl am Dienstag bei der Hauptversammlung des Instituts. Im Vorjahr hatte Österreichs führende Bank mit 719 Mio. Euro den größten Verlust in der fast 200-jährigen Geschichte erwirtschaftet. Der Kurs der Erste-Bank-Aktie stürzte ab (siehe Grafik). Der Bonus für den Vorstand wurde gestrichen. Und die Aktionäre bekommen keine Dividende ausbezahlt. „Das tut mir wirklich leid. Das bringt Ihnen nichts. Aber Sie wissen es wenigstens“, so Treichl zu den 800 Investoren, die in das Wiener „Austria Center“ gekommen waren.

Vor allem der im vergangenen Herbst erfolgte „Bilanzputz“ sorgte für Kritik. Damals wertete die Bank sogenannte „Kreditausfallversicherungen“ (CDS) ab. Dabei handelt es sich um Wertpapiere, mit denen sich institutionelle Investoren (wie Banken und Versicherungen) bei der Erste Bank gegen eine Pleite von Staaten und anderen Finanzkonzernen absicherten.

Im Gegenzug erhielt das Institut eine Prämie. Die Erste Bank hatte vorübergehend solche CDS von 5,2 Mrd. Euro als „außerbilanzielle Position“ gehalten, in Finanzkreisen spricht man von „Off-Balance-Geschäften“. Durch die Abwertung entstand ein Verlust von 180 Mio. Euro.

 

„Schwören Sie dem Sündenfall ab“

Der für unangenehme Anfragen bekannte Aktionär Rupert-Heinrich Staller verglich das CDS-Abenteuer der Ersten mit den Spekulationsgeschäften der Bawag in der Karibik und mit der Kommunalkredit. Treichl und das Management hätten den guten Namen des Instituts zu Markte getragen. „Wir Aktionäre wollen an einer Sparkasse beteiligt sein und nicht an einem Hedgefonds.“ Schließlich habe Treichl in der Vergangenheit stets erklärt, dass er sich auf das klassische Kerngeschäft einer Bank – das Spar- und Kreditgeschäft – konzentriere.

Inzwischen hat die Erste Bank fast ihr gesamtes CDS-Portfolio verkauft. Staller verlangte vom Vorstand das Versprechen, nie wieder solche Geschäfte einzugehen: „Schwören Sie dem Sündenfall ab.“

Treichl wies Parallelen mit der Bawag und der Kommunalkredit zurück. Auch Vorwürfe, die umstrittenen CDS-Positionen in der Vergangenheit verheimlicht zu haben, bestreitet er. Seinen Angaben zufolge werde die Bank CDS „nicht mehr als Kreditsurrogate“ (eine bestimmte Finanzierungsform) machen: „Das verspreche ich.“ Es sei aber möglich, dass solche Wertpapiere im Rahmen des normalen Risikomanagements eingesetzt werden.

(c) DiePresse

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Rumänien und Ungarn als Baustellen

Neben den CDS gab es bei der Hauptversammlung Diskussionen über die Probleme in Rumänien und in Ungarn. Ein Aktionär befürchtete, dass sich die Bukarester Tochter „Banca Comerciala Romana“ (BCR) zum „Fass ohne Boden“ entwickeln könnte.

Die Erste Bank hatte Rumäniens Marktführer vor der Finanzkrise im Jahr 2006 für 3,75 Mrd. Euro erworben. Seitdem musste die BCR in mehreren Wellen abgewertet werden. Bei der Hauptversammlung wurde der aktuelle Firmenwert mit 1,1 Mrd. Euro und der Markenwert mit 300 Mio. Euro angegeben. Im ersten Quartal 2012 verbuchte die Rumänien-Tochter einen Verlust von 72,2 Mio. Euro, das Volumen der Problemkredite am gesamten Kreditvolumen kletterte auf 20 Prozent. Zum Vergleich: In Österreich sind es acht Prozent.

Treichls Angaben zufolge werde alles unternommen, um die BCR auf Vordermann zu bringen. Jüngst wurden Teile des Führungsteams ausgewechselt. Er, so Treichl, sei überzeugt, dass die BCR bald so viel Freude machen werde wie die Töchter in Tschechien und in der Slowakei, die seit Jahren hohe Gewinne erzielen.

 

Erste hält an Osteuropa-Strategie fest

Eine Baustelle im Konzern ist auch die Ungarn-Tochter. „Was in Ungarn passiert ist, hat meine Vorstellungskraft gesprengt“, so der Bankchef. Neben einer Sondersteuer zwang die Regierung in Budapest die Institute, Fremdwährungskredite zu einem günstigeren Kurs umzutauschen. Für die Verluste daraus müssen die Banken aufkommen. Die Ungarn-Tochter der Ersten wird vermutlich erst 2014 wieder Gewinne abwerfen.

Trotz der Schwierigkeiten hält Treichl an der Osteuropa-Strategie fest. Denn die Länder im Osten des Kontinents werden in den nächsten Jahren ein höheres Wachstum aufweisen als im Westen. Viele Analysten teilen diese Einschätzung. Laut „Bloomberg“ gibt es für die Aktie 20 „Kauf“-Empfehlungen. Sieben Experten empfehlen, das Papier zu halten. Nur einer rät, die Aktie zu verkaufen. Und Treichl denkt schon über weitere Expansionsschritte nach: Langfristig will er auch nach Polen und Bulgarien gehen.

Offen ist noch, wann die Erste Bank die im Zuge der Finanzkrise erhaltene Staatshilfe in Höhe von 1,2 Mrd. Euro zurückzahlen wird. Dafür erhält der Bund acht Prozent Zinsen pro Jahr.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.05.2012)

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172 Kommentare
Antworten Gast: Inside Outside
16.05.2012 10:29
0 3

Re: finger weg von der erste bank

wer denkt nicht gerne an Boses Fremdwährungskreditdesaster, wer erinnert sich nicht gerne an die Wärme und Zielstrebigkeit der Eisprinzessin, wem wird nicht warm ums Herz bei den Machenschaften der Verwertungsabteilung, wer erinnert sich nicht an das Beste Pferd im Wertpapierstall. Ach ja die ERSTE.

1 3

man soll den Hrn. Dr. Treichl (und andere Spitzenmanager) nicht überbewerten

weder in seinen Erfolgen, noch in seinen Mißerfolgen - genau so wie er vor Jahren als Super Banker gehandelt wurde, der eine österreichische Sparkasse in die Liga der Großbanken gehoben hatte, so wird er jetzt als Versager abgestempelt, der das Ostgeschäft falsch bewertet hatte und sogar im Wettgeschäft beteiligt war und verloren hat. Die Wahrheit ist, dass Herr Dr. Treichl auch nur ein Spieler im Mainstream ist, ich glaube ein sehr guter und geschickter verglichen mit vielen seiner Mitspieler, aber damals hat halt jeder an den "unendlichen Goldrausch Osteuropa" geglaubt und an die Unsinkbarkeit von Staaten als Kreditnehmer. Daraus lassen sich die Erfolge und Misserfolge ableiten. Eines muss man jedoch eindeutig zugestehen, Hr. Dr. Treichl hat jeweils konsequent das jeweilige Modell durchgezogen, so auch jetzt bei der Abwertung und auch das ist eine bemerkenswerte Leistung.

Antworten Gast: Halbwissen
16.05.2012 10:34
9 0

Re: man soll den Hrn. Dr. Treichl (und andere Spitzenmanager) nicht überbewerten

Es zählt aber nicht die Summe sondern das Produkt der Leistung !

Summe = das Ergebnis einer Addition
10 + 10 + 0 = 20

Produkt=das Ergebnis einer Multiplikation
10 x 10 x 0 = 0

Und darum ist HERR DR. TREICHL ein PLEITIER wie jeder andere der das gesamte Eigenkapital verspielt hat. Da hilft nämlich alles schönrechnen der Bilanz nichts.
Und jeder kleine Pleitier in Österreich weiss wie die Leute über einen reden und behandelt werden. Wieso sollen Großpleitiers auf einmal anders behandelt werden ?


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Re: Re: man soll den Hrn. Dr. Treichl (und andere Spitzenmanager) nicht überbewerten

damit stehen Sie nicht im Widerspruch zu meinem Posting - das ist das Gerede der Leute: Verherrlichung wenns klappt, Verteufelung wenns schiefgeht - davon möchte ich Hrn. Dr. Teichl (und andere) auch gar nicht entlasten - er hat ja auch die Verherrlichung konsumiert und es war nicht sein finanzieller Schaden.


Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
16.05.2012 13:56
0 0

Re: Re: Re: man soll den Hrn. Dr. Treichl (und andere Spitzenmanager) nicht überbewerten

Es muß aber sein finanzieller Schaden werden !

Denn Banken suggerieren den Sparern Sicherheit die es nicht geben KANN.
Und Hr. Dr. weiss dies ganz genau !
Und aus diesem Grund ist er wie jeder "Banker mit Wissen" ein Lügner und Verbrecher.
Wenn eine Bank Geld einsammelt mit dem großgeschriebenen Hinweis das alles verloren gehen kann, dann wäre es etwas anderes.
Und die Gehirnwäsche bei Kleinkindern mit dem Sparefroh ist sowieso das letzte !


8 1

Eines muss man jedoch eindeutig zugestehen, Hr. Dr. Treichl hat jeweils konsequent das jeweilige Modell durchgezogen, so auch jetzt bei der Abwertung und auch das ist eine bemerkenswerte Leistung.

richtig!
Bemerkenswert.

Diese Leistung, was Falsches "bis zur letzten Konsequenz durchzuziehen" zeichnete auch Captain Edward John Smith aus - den Kapitän der Titanic.

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da bin ich grundsätzlich anderer Meinung

die Abwertung war ein klares Bekenntnis was Falsches getan zu haben und gegenzusteuern. Also kann ich Ihrem Vergleich nicht ganz folgen.
Wenn man die von Ihnen verwendete Metapher mit der Titanic logisch anwendet, hat der Captain Edward Smith - natürlich auch an die Unsinkbarkeit seines Schiffes geglaubt bzw. wäre er nicht Kapitän geworden, hätte er nicht daran geglaubt - analog zur Abwertung hätte er allerdings rechtzeitig die Notsignale abgesetzt und früher Hilfe gerufen.
So wie Smith handeln eine Vielzahl anderer Banken und deren Leiter, die Ihre CDS noch in den Büchern versteckt haben und wie so viele glauben wollen, dass alles wieder von alleine ins Lot kommt - das nenne ich Standard - das andere ist außergewöhnlich.

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So wie Smith handeln eine Vielzahl anderer Banken und deren Leiter, die Ihre CDS noch in den Büchern versteckt haben und wie so viele glauben wollen, dass alles wieder von alleine ins Lot kommt - das nenne ich Standard - das andere ist außergewöhnlich.

Richtig!

Und genau DAS ist das Problem!

Für Treichls fette Gage kann man sich als Aktionär schon außergewöhnliche Leistung erwarten.

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das nenne ich Standard

Ich nicht!

Denn wenn das Verstecken von Informationen vor Aktionären Standard wäre, dann wären das Aktienrecht ein Papierflieger, die Bildung einer kriminellen Vereinigung ein Kindergeburtstag und Konkusrverschleppungen und Krida zwei legale kreative buchhalterische Gestaltungsmöglichkeiten.

Allerdings bin ich mir da nicht so sicher ob Sie nicht doch recht haben - wenn ich mir andere de facto unter politischem Einfluß stehende "Privatunternehmen" wie die ÖBB, Telekom oder das SPÖVP Konglomerat rund um Schwechat ansehe.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: sozialkritiker
16.05.2012 15:43
0 0

Re: das nenne ich Standard

DAS AKTIENRECHT IN ÖSTERREICH IST EIN PAPIERFLIEGER!!!!

Gast: Pips
16.05.2012 09:53
7 1

Zur Ersten!

Ich hatte einmal einen Kunden, der verkaufte Anfang der Neunziger seine Geschäfte. Ein Lokal kaufte DIE ERSTE für den Eigenbedarf. Den Erlös gab er Mike Lilacher, damals der große Star bei Der Ersten! ( Bevor er in den Häfen ging.) Der verspach wundersame Vermehrung des Geldes. Nach ein paar Wochen war die Marie weg! Ratzeputz. Bei Der Ersten zuckte man mit den Schultern. Risiko halt! Er trat damals an die Redaktion des TREND heran und schrieb einen Darstellungs-Bericht zur Veröffentlichung, weil er sich betrogen fühlte. Ein paar Tage später kam die Redakteurin und teilte ihm mit, der Bericht wird NICHT veröffentlicht. Die Erste hat mit Entzug aller Einschaltungen gedroht. Das hat genügt um nichts zu bringen. So war´s und wird es wahrscheinlich noch immer sein.

Re: Zur Ersten!

Sorry - aber der Mann hat Geld im Gegenwert mehrerer Geschäfte einem Anderen zur Anlage anvertraut?

Hat er danach eigentlich auch nur eine einzige Sekunde lang in Betracht gezogen, damit eine Fehlentscheidung begangen zu haben - für die man nunmal auch Konsequenzen tragen muss?

Erste Regel: Keine Geschäfte mit Banken/Versicherungen/Finanzdienstleistern und -beratern wann immer es nur irgendwie vermeidbar ist. Es gibt keine zweite Regel.

Antworten Antworten Gast: nestbeschmutzer
16.05.2012 15:45
0 0

Re: Re: Zur Ersten!

und was raten sie dann der Mizzitant für ihr Erspartes? Unter das Kopfkissen?

Re: Re: Re: Zur Ersten!

Nein.
Kommt drauf an, wieviel sie erspart hat. Streuen auf alle Fälle.
Für manches wird die Bank nicht vermeidbar sein (Beispiel: Anleihe ausserhalb d. EUR-Raums), Für Manches wie Gold, schon. Hat sie viel, eine Immobilie. Das braucht nicht viel Versicherungsaufwand.

Worauf ich hinauswill: Die Leute haben einen Hang dazu, gerade höhere Beträge einfach irgendwem (das inkludiert Banken) anzuvertrauen und zu hoffen, dass die schon wissen, was sie damit zu tun haben.
Das mag entweder stimmen (dann ist der Betrag schnell weg) oder nicht (dann dauert´s länger).
Für Vermögensanlage kommt man nicht dran vorbei, sich selbst ausreichend viele Gedanken zu machen - und dadurch zu realistischen Vorstellungen zu kommen.

Ich finde es geradezu pervers, wie die Menschen auf das "2 Gläser Löskaffe zum Preis von einem"-Angebot abfahren. Aber sich null drum kümmern, was mit den 20.000EUR passiert, die sie sich erspart haben (u.a. mit Kaffee-Angeboten;-))

0 0

Es gibt keine zweite Regel.

Perfekt!

Gast: tc_t
16.05.2012 09:48
8 0

ist das jener treichl, der immer bei interviews so eine kesse lippe riskiert hat???

und bei dem alle deppen nur er der wahre gute war? hochmut kommt vor dem fall und dummheit kennt doch keine grenzen. aber vieleicht ist das die basis dafür, dass man bei einer bank arbeiten kann - zusätzlich einer portion arroganz

Gast: test
16.05.2012 09:47
5 0

Ungarn

ganz schlimm, dass Ungarn nicht die Steuerzahler für Verluste bestraft sondern die Banken selber.. das gibts doch nicht in der heutigen Zeit....

13 1

Managementverantwortung sieht anders aus

als ein Treichl.

Vielleicht sollte er seiner Frau beim Ausrichten des Opernballs behilflich sein - bei Blumenarrangements kann man nicht so viel Gelder in den Sand setzen wie bei "außerbilanzlichen Positionen" und anderen Fehlentscheidungen die Aktionäre finanziell, na sagen wir es nobel, nicht gerade begeistern...

Gast: international_
16.05.2012 09:19
6 0

es tut ihm leid!

wie schön, dass es ihm leid tut!
noch shöner wäre es, wenn er für diese fehlleistungen auf einen teil seines enormen bezugs verzichten würde. das würde die dividende zwar nicht retten, wäre aber ein symbolischer akt der verantwortungsübernahme.

das gleiche gilt für die aufsichtsräte, deren gagen ja sogar großzügigst erhöht wirden.


6 1

Mir ist schleierhaft wie man mit so einem Geschäftsmodell Verlust machen kann.


Wenn man sich von der EZB um 1% Geld borgt um es für 20% zu verleihen und sich den Kredit noch rückversischern lässt ist es nur mit erheblicher Gewalt möglich keinen Gewinn zu zu erzielen - würde die Tante Jolesch meinen.
Die kannte aber unseren Treichl nicht
Treichl macht eben das Unmögliche möglich.

Antworten Antworten Gast: BB
16.05.2012 10:47
0 0

Re: Mir ist schleierhaft wie man mit so einem Geschäftsmodell Verlust machen kann.

20%? ^^

und außerdem: schon mal was von fristentransformation gehört?

erstes semester bwl, oder wie?

*facepalm*


0 0

Erfolgreiche Manager unterscheiden sich von Tölpeln dadurch, wie sie diese gestalten da die Fristentransformation per se nicht risikolos ist.

Die bei Finanzintermediären entstehenden Risiken waren z. B. in der Krise der amerikanischen Sparkassen in den 1980er Jahren sowie in der Finanzkrise ab 2007 von wesentlicher Bedeutung.
Aber das ist überhaupt nicht das Thema Treichl - die wahren Leichen schauen ganz anders aus

Gast: Kundenvieh
16.05.2012 09:19
10 0

Kundenvieh

Die Mitarbeiter der Presse dürften erstklassige Konditionen bei der Ersten Bank bekommen da kritische Postings einfach nicht veröffentlicht werden. Danke!

man kann der ersten nur viel erfolg wünschen

denn wenn die erste vor die hunde geht verlieren nicht nur tausende mitarbeiter ihren job, sondern der bund auch das ganze geld dass er ihr geborgt hat

das würde den ohnehin schon strapazierten haushalt in arge probleme bringen.

ich wünsche der ersten auf alle fälle viel erfolg, den ganzen bankbashern sei gesagt, dass bei einer erfolgreichen rettung der bank der bund millionen an zinsen bekommt, und außerdem milliarden an steuereinnahmen über die lohnsteuer, sozialversicherungsbeiträge, kest lukriert.

1 2

Re: man kann der ersten nur viel erfolg wünschen

und das Geld mit dem die Banken ihre Misswirtschaft und die Zinszahlungen für die aufgenommenen Stützungen finanzieren fällt vom Himmel?

Warten Sie bis die noch ausstehenden CDS (Wettscheine) schlagend werden. Dann wird Treichl zuerst auf einer ganz kleinen weit entfernten Südseeinsel lernen müssen wie man in Palmblättern gebratene Bananen zubereitet - bis man seiner habhaft werden wird und ihn in Handschellen zurückbringen wird.
Damit er dann wie Flöttl völlig schuldlos sein wird....

Re: Re: man kann der ersten nur viel erfolg wünschen

Im Artikel steht, dass fast alles verkauft ist, und der Rest abgewertet. Schlagend werden?

Die Bomben wurden entschärft. bei den anderen Banken ticken sie noch

0 1

Re: Re: Re: man kann der ersten nur viel erfolg wünschen

Das schau ich mir an wie sie CDS "entschärfen" können.
Das ist so was wie wenn Sei versuchen unzählige ausgegebene Lottoscheine, die alle das richtige Lottoergebnis tragen, einzuziehen. "Abgewertet" - das heißt irgendwer, meist der Unschuldigste, musste die Verluste ja tragen - diese erheben sich ja nicht indem man das Wort "Abwertung" ausspricht in den Himmel.

Das ganze ist ein Pokerspiel - in einer bankrotten Spielbank (mit unterdurchschnittlichen Croupiers) die bei Verlust nicht zahlen kann gegen hochprofessionelle Marktteilnehmer - wer da gewinnen muss ist jedem Volksschüler klar.

Herr Treichl

na wenigstens hat "Fr. Treichel" 2011 ihre Erste Bank Aktien noch zu einem "Super Kurs " verkaufen können, bevor Hr. Treichel alles abgewertet hat.

3 1

Re: Herr Treichl

...und woher genau haben Sie diese Information? Ich glaube man sollte mit solchen dummen Kommentaren ein bisschen aufpassen.

2 1

Re: Re: Herr Treichl

wer da mehr "aufpassen" müsste, es aber aus mystischen Gründen (die garnicht so mystisch, sondern sehr österreichisch sind) nicht tut ist klar.
Bankenaufsicht und Staatsanwalt.

Gast: Kundenvieh
16.05.2012 08:46
1 1

Kundenvieh

Die Banken verlassen das klassische Bankgeschäft und konzentrieren sich lieber auf hochspekulative Geschäfte, zahlen darf das der Steuerzahler und der Bankkunde der wie Vieh behandelt und abgezockt wird!

Als Nochkunde der Ersten Bank ist es mir einfach nicht möglich meinen Bankberater ans Telefon zu bekommen, ich lande im in einem Callcenter, ich bin eben nur ein Normalkunde!

Danke Herr Treichel die Erste Bank hat mich soeben als Kunde verloren!


Antworten Gast: Kundenvieh
16.05.2012 12:25
0 0

Re: Kundenvieh

Ein überbezahlter Erste Bank Manager dürfte mein Posting nicht gefallen haben und hat mir ein rotes Stricherl verpaßt, macht nix ich verpasse der Banke meine rote Karte.

Solange die große Mehrheit ...

... der heimischen Schafe ihr Geld zu den Abzockerbanken ERSTE, BA usw. tragen, werden uns diese parteisponsernden Erb-Manger auslachen. An seiner Stelle würde ich auch nach Außen weinen und innerlich lachen!!!!

Trotzdem

An alle Banker-Basher hier im Forum:
Würde ich mir in einem Anfall geistiger Umnachtung eine österreichische Bankaktie zulegen, es würde die Erste sein. Ohne Schmäh!

Trotzdem

An alle Banker-Basher hier im Forum:
Würde ich mir in einem Anfall geistiger Umnachtung eine österreichische Bankaktie zulegen, es würde die Erste sein. Ohne Schmäh!

1 0

Wie lautete die Liedzeile bei der EAV so schön wir treffend:


"Guten Tag, Gott zum Gruß, immer noch auf freiem Fuß?..."

Gast: Echt lustig
16.05.2012 08:09
8 0

Treichl ist halt ein echter Leistungsträger :-)


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Re: Treichl ist halt ein echter Leistungsträger :-)

und dazu ein politischer Linksträger mit äußerem Rechtsdrall - ein typischer Österreicher halt.

Treichl ist doch ein "Unternehmer"

Treichl hat einiges verbockt: CDS und so. Da muß er den Kopf schon hin halten, und tut es offensichtlich aus.

Er zieht die Aktionäre aber auch zu der Verantwortung, die sie als Unternehmer haben. Wenns keine Gewinne gibt, dann auch keine Dividende.

Dafür räumt er die Bilanz zusammen, entfernt die Leichen und baut für die Zukunft vor.

Er muß es auch tun, weil seine Aktionäre sonst revolitieren und ihm dem Kopf abschlagen.

Die RZB macht das derzeit nicht! Sie gaukelt einen Gewinn vor, den es so nicht gibt, damit die Genossenschaftsbanken die Schnauze halten. Denn wenn die Öffentlichkeit nichts darüber weiß, brauchen die kleine Banken nichts tun. Dabei liegen dort die Baustellen genau gleich, wie bei der Ersten.

Um die Erste mache ich mir keine Sorgen, aber die RZB-Strategie kann dem Steuerzahler schon bald (dann wenn die Eigenkapitalmittel stehen müssen) wirklich viel Geld kosten.

Antworten Gast: newy
16.05.2012 14:51
0 0

Re: Treichl ist doch ein "Unternehmer"

Ok ein Punkt für Treichl. Aber es stellt sich die Frage unter wessen Leitung wurden diese Leichen produziert? War es unter seiner Leitung, dann muss er die volle Verantwortung dafür übernehmen, und dann reicht ein "Es tut mir leid" nicht mehr aus.
Warum hat er (wenn es denn der Wahrheit entspricht) alle Risiken innerhalb eines Jahres abgewertet und diese nicht auf einen längeren Zeitraum ausgedehnt? Geht es dabei vielleicht um den persönlichen Bonus für 2012?
Was die Risiken der anderen Banken angeht so habe ich die gleichen Befürchtungen, allerdings gibt es ja noch immer den Steuerzahler, der die Risiken im Zweifelsfalle übernimmt! :(

0 1

"entfernt die Leichen"...

oha.

Treichl dürfte genau wissen wo er die von ihm in Managementverantwortung mittels privater & öffentlicher Gelder von "kreativen Geschäftsfeldern" zu Leichen überführten Endprodukte versteckt hat die nun vor sich woanders hinrotten.

Normalerweise bekommt man für eine solche "Leichenproduktion" (Konkursverschleppung) einige Jahre gut gesiebte Luft und keine Verdoppelung der Gage.

1 1

Da muß er den Kopf schon hin halten, und tut es offensichtlich auch...

aber nur beim Buffet.

Antworten Gast: win win
16.05.2012 09:14
2 0

Re: Treichl ist doch ein "Unternehmer"

dem stimme ich zu.

endlich mal ein niveauvolles und sachliches kommentar. danke.

:-)

„Das tut mir wirklich leid“

warscheinlich noch mit der geste und mit dem blick vom Foto...

Da muss man sich eh schon zusammenreissen ihm keine "Scheuch'sche Watschn" mitzugeben.

Gast: Pips
16.05.2012 07:40
1 0

Vielleicht

werden Aktionäre einmal gescheiter! Banken sind immer darauf aus von fremden Geld zu leben und Anleger zu enteignen. Hauptsache der Vorstand genehmigt sich Millionen Gagen in eigener Sache. Die Regierungen mischen sich sonst in das gesamte Leben der Bevölkerungen. Bevormundungen, Zwangsbeglückungen etc. Nur bei Banken sind sie ganz Streichelweich. Warum? Weltweit werden sogenannte "Bankkunden" tagtäglich hinten und vorne betrogen. Es geht ausschließlich um Abzocke in jeder Form. Da ist alles rechtens seitens der Regierenden? Im Fall der Erste Bank / Treichl kann man nur sagen - wie seinerzeit der Vater, so der Sohn.

Antworten Gast: FrLi
16.05.2012 10:39
1 0

Re: Vielleicht

Banken wirtschaften mit Geld, das ist nun mal so im Bankgeschäft.

Erklären Sie mir bitte wo Anleger enteignet werden?

Wenn ich mich für eine hoch riskante Anlage (Produkt) entscheide, dann trage ich auch das Risiko dafür. Es ist meine Entscheidung und niemand zwingt mich dazu.

Ungarische Regierung und "Streichelweichheit" ist im aktuellen Fall nicht ganz passend.


Antworten Antworten Gast: Pips
16.05.2012 12:52
0 0

Re: Re: Vielleicht

Das Banken mit Geld wirtschaften wissen schon die Kindergarten-Kinder. Nix neues.
Nur, das Risiko tragen in JEDEM Fall AUSSCHLIESSLICH die sogenannten Kunden und Aktionäre. Das ist einzigartig im Geschäftsleben. Daher gehört dieses abgestellt.
Wer Fehler begeht hat dafür gerade zu stehen und darf es nicht auf andere übertragen. Ganz einfach. Bei Banken ist das Gegenteil der Fall.

Antworten Antworten Antworten Gast: FrLi
16.05.2012 14:31
0 0

Re: Re: Re: Vielleicht

Sie konnten mir noch keine Antwort auf die von Ihnen angesprochene Enteignung geben.

Es obligt der Eigenverantwortlichkeit ob man Aktionär sein will oder nicht. Wenn Sie dieses hohe Risiko nicht eingehen wollen, dann lassen Sie es einfach.

Gast: montrose
16.05.2012 07:21
7 1

Konsequenzen, Herr Treichl

Schon mal etwas von Ergebnisverantwortung gehört? Offensichtlich nicht. aber dafür ist man präpotent bis zu den Haarwurzeln. Hauptsache man bezieht, trotz horrender Verluste, einen Millionengehalt und zahlt sich selbst Millionenboni aus. Dafür nimmt man dankend Staatshilfen an. Gewinne privatisieren, und Verluste sozialisieren. Dieser Unfug wird bald abgestellt werden...

Antworten Gast: ground
16.05.2012 09:32
1 2

Re: Konsequenzen, Herr Treichl

Sie wissen schon dass Gewinne generell versteuert werden (KEst mit 25%)?
Die Erste Bank hat in den letzten Jahren gute Gewinne erwirtschaftet.

Im aktuellen Fall der Erste Bank trägt die Bank selbst mit Ihren Eigentümern (Aktionäre) den Verlust von 2011 (=keine Dividende).

Die "Staatshilfen" welche die Erste Bank genommen hatte, waren lediglich aufgrund der Erhöhung der Eigenkapitalquote notwendig.
Dafür zahlt die Bank mindestens 8% Zinsen, welche für den österr. Staat ein sehr gutes Geschäft sind (unter der Voraussetzung dass auch die Staatshilfe zurückgezahlt wird).

Es wird die Zukunft zeigen welche Bank(en) diese "Staatshilfen" zurückzahlen werden.

Antworten Antworten Gast: montrose
16.05.2012 12:25
1 0

Re: Re: Konsequenzen, Herr Treichl

Es ist Ihnen aber schon bekannt, daß die Erhöhung der Eigenkaptialquote nicht über den Staat, sondern mit einer Anleihebegebung oder einer Kapitalerhöhung durchzuführen wäre. Die Besteuerung der Gewinne hat nichts mit Treichls desaströser Leistung zu tun. Diese Steuern haben auch die Konkurrenzinstitute, wie auch private Anleger zu berappen.
Durch die staatliche Geldspritze werden alle Steuerzahler zwangsbegteiligt, ohne Garantie einer Kapitalrückzahlung oder einen Anteil an möglichen Gewinnen zu erhalten! Die "Erste" ist bei einer Griechenpleite ein sicherer Kanditat dafür, daß weitere Staatshilfen benötigt werden. Von einer absehbaren Rückzahlung wird keine Rede sein.

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