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Schaltjahr lässt Wirtschaft gut aussehen

15.05.2012 | 18:21 |   (Die Presse)

Österreichs Wirtschaft legte im ersten Quartal um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorquartal um real 0,2 Prozent.

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Wien/Red./Apa. Die heimische Wirtschaftsleistung hat im ersten Quartal 2012 wieder leicht zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorquartal um real 0,2 Prozent, nach einer Stagnation im vierten Quartal des Vorjahres, so das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo). Unterschiede in dieser Größenordnung sind allerdings nicht genau messbar.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres wuchs das BIP real noch um satte 1,9 Prozent. Wifo-Experte Markus Scheiblecker warnt allerdings vor zu viel Optimismus: Die 1,9 Prozent seien zum Teil auf das Schaltjahr zurückzuführen, das im Februar einen zusätzlichen Arbeitstag brachte. Ziehe man diesen Effekt ab, komme man auf 1,4 Prozent. Außerdem gebe es im übrigen Jahr drei Arbeitstage weniger als im Vorjahr. „Wir nehmen nicht an, dass es so gut weitergeht.“ Derzeit prognostiziert das Wifo für das Gesamtjahr 0,4 Prozent Wachstum, möglicherweise wird die Prognose nach oben korrigiert. Aber sollte die Griechenland-Krise „eskalieren“, könnten die 0,4 Prozent auch zur Obergrenze werden. 2011 legte die heimische Wirtschaft um drei Prozent zu.

 

Rezession im Süden

Auch Deutschlands Wirtschaft war zu Jahresende rückläufig – zum ersten Mal seit fast drei Jahren. Im ersten Quartal erholte sie sich wieder auf plus 0,5 Prozent im Quartalsvergleich und gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,7 Prozent. Damit übertraf Deutschland die Erwartungen der Experten. Die größte Volkswirtschaft der Eurozone bewahrte die Währungsunion vor einem noch schlechteren Ergebnis: Im Durchschnitt wuchsen die 17 Mitgliedsländer der Eurozone überhaupt nicht, so die Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat.

Auch die französische Wirtschaft – die zweitgrößte der Eurozone – stagnierte. Portugal, Spanien und Italien stecken in der Rezession. Für Griechenland lagen keine Zahlen vor.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.05.2012)

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2 Kommentare
Gast: Firmeninhaber
17.05.2012 07:51
0 0

Dank an die ROT / SCHWARZE Regierung

Das ist nur der großartigen Regeirung zu verdanken.
Auch die niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa.
Das Vertrauen in die Politik müsst Ihr noch etwas herstellen, ansonsten super.

DANKE and Rot/SCHWARZ

Gast: 1. Parteiloser
15.05.2012 19:05
1 0

Woher kommt das Wachstum in Österreich?

In die BIP Berechnung gehen ja die staatlichen Dienstleistungen zu Kosten rein ohne die Leistung auch nur annähernd zu berücksichtigen. Das BIP von Ö, weil es eine Staatsausgabenquote von 52% gibt, das ist also zu 52% von den Staatsausgaben dominiert.

Was passiert also 2012:
http://www.bmf.gv.at/budget/budgets/2012/bfg/budget_onesheet_2012_de.pdf

Nur der Bund schraubt sein Ausgaben um 4,9% (ca. 3,5 Mrd. Euro) nach oben, die vielen Gebührenerhöhungen von den Gemeinden kommen dann noch dazu, auch die Schuldenerhöhungen in den ausgliederten Bereichen, weil diese als Leistung im Rahmen des BIP anerkannt werden. Auch der Korruptionsschaden geht voll als Leistung in die BIP Berechnung ein. Es kann ja nicht ausgeschlossen werden, dass dieser auch 2012 weiter steigen wird. In Summe wird es sich um eine Summe handeln, welche wahrscheinlich weit über 10 Mrd. Euro (=ca. 3% vom BIP) liegen wird. Bei einer offiziellen Teuerungsrate haben wir da schon etwa 1 % an Wirtschaftswachstum, welches aber in Wirklichkeit nur ein Kostenwachstum ist.

Zusätzlich geschönt wird diese Darstellung, seit Jahrzehnten, weil die Teuerungsrate hedonisch berechnet wird. Da war jedes Jahr eine Lüge von 2-4% vorhanden, wird auch 2012 wieder zur Wirkung kommen.

Die Realität sind aber auch 2012 wieder fallende Realeinkommen, sinkenden Sparquoten, also eine Reduktion des Lebensstandards wegen fehlender nutzbarer volkswirtschaftlicher Leistungen.

Der Fetisch BIP macht die Entscheidungsträger irre!

Hobbyökonom