Teuerung in Österreich schwächt sich ab

Die Inflationsrate in Österreich lag im April bei 2,3 Prozent. Die Preise steigen wieder schwächer als in der Eurozone. Der Miniwarenkorb, der den wöchentlichen Einkauf abbildet, wurde um 3,8 Prozent teurer.

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(c) Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)

Wien/ag. Die Inflationsrate in Österreich ist im April leicht zurückgegangen: Die Teuerung im Jahresvergleich betrug laut Daten der Statistik Austria 2,3 Prozent. Im März waren es noch 2,4 Prozent, im Februar 2,6. Damit gingen die Preissteigerungen zurück, allerdings ausgehend vom hohen Niveau des Vorjahres. Der für das EU-Statistikamt Eurostat berechnete Wert betrug für Österreich 2,4 Prozent. Damit liegt das Land wieder unter dem Durchschnitt der Eurozone: In den 17 Mitgliedländern der Währungsunion betrug die Inflationsrate 2,6 Prozent.

Die Preise für Produkte des täglichen Bedarfs (Mikrowarenkorb) stiegen im Jahresvergleich um zwei Prozent. Energiepreise sind in dieser Berechnung nicht enthalten: Die Treibstoffpreise stiegen um durchschnittlich acht Prozent, Haushaltsenergie war um 3,3 Prozent teurer (Gas und Heizöl um sieben Prozent, die Strompreise stagnierten). Der Miniwarenkorb, der den wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln auch Treibstoffe enthält, verteuerte sich um 3,8 Prozent. Im März waren es noch 4,3 Prozent. Wohnungsmieten stiegen in Österreich um 4,9 Prozent, Restaurants und Hotels verteuerten sich um 2,7 Prozent.


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In der gesamten EU lag die Inflationsrate im April bei 2,7 Prozent. Die höchsten Teuerungsraten verzeichneten Ungarn (5,6 Prozent), Estland (4,3 Prozent), Polen und Tschechien (je vier Prozent). Auch in Italien und der Slowakei war die Teuerung mit 3,7 Prozent überdurchschnittlich hoch. Die EU-weit niedrigsten Inflationsraten hatten Schweden (ein Prozent), Griechenland (1,5), Irland und Rumänien (je 1,9 Prozent), so die Daten des EU-Statistikamts Eurostat.

Die höchsten Preisanstiege meldete Eurostat bei Alkohol und Tabak (4,7 Prozent), Verkehr (4,3) und Wohnungen (3,9).

Inflationsziel weit verfehlt

Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank ist damit wiederholt weit verfehlt: Es lautet „unter, aber nahe zwei Prozent“. Die Unterschiede zwischen den Euroländern bringen die Zentralbank zudem in ein Dilemma: Sie muss ihre Geldpolitik am Durchschnitt der Eurozone ausrichten.

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