23.05.2013 01:40 Merkliste 0

Androsch: "Vulgär-Keynesianismus ist nicht die Lösung"

17.05.2012 | 18:22 |  von Josef Urschitz (Die Presse)

Der Industrielle Hannes Androsch im Interview über Wachstumsstrategien, die überschätzte Macht der Landeshauptleute, falsch verstandene Sozialpolitik und die drohende Bankenkrise bei einem Griechen-Bankrott.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Presse: Ihre Parteifreunde wollen jetzt europaweit den Fiskalpakt aufweichen und Geld in einen Wachstumspakt pumpen. Wie steht denn der Industrielle Hannes Androsch dazu?

Hannes Androsch: Natürlich brauchen wir den Fiskalpakt. Eine gemeinsame Währung benötigt ein Mindestmaß an gemeinsamer Wirtschafts- und Finanzpolitik. Das haben wir derzeit nicht. Überzogene Austerität hilft allerdings auch nicht. Wir brauchen auch Wachstum.

Und wie kommen wir zu diesem Wachstum?

Na sicher nicht auf die vulgärkeynesianistische Weise, wie das jetzt diskutiert wird.

Also keine neuen Schulden. Aber ohne Geld wird eine Wachstumsstrategie wohl nicht gehen.

Das Geld ist ja da, es wird nur falsch eingesetzt. Das Geld, das wir auf der einen Seite freizügig aus dem Rucksack hängen lassen, fehlt uns dort, wo es wirklich notwendig ist. Die Wirtschaftsforscher sagen, dass wir einen Einsparungsspielraum ohne soziale Kälte von 20 Milliarden Euro haben. Wenn wir da 40 Prozent in eine Wachstumsstrategie und 60 Prozent in die vernünftige Rückführung der Schuldenquote stecken, dann stehen wir in zehn Jahren gut da. Vernünftig wäre eine Staatsschuldenquote von 60 Prozent, jetzt stehen wir mit den ausgelagerten Schattenschulden aber bei gut 95 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Und Sie glauben, man kann die Schuldenquote in der derzeitigen Form des Föderalismus einfach so zurückführen?

Natürlich muss man die Fehlentwicklung des Länderzentralismus möglichst rasch beenden. Da haben wir die Situation, dass jeder der neun Landesfürsten praktisch ein Vetorecht hat. Das ist ja ärger als bei der UNO. Wir wissen, wo das Geld liegt, können aber aus föderalen und koalitionären Rücksichten nichts machen. So wird man Schiffbruch erleiden.

Es sieht aber nicht so aus, als würde die Regierung ihr Föderalismusproblem in den Griff kriegen.

Sie muss das tun. Vielleicht stellt sich dann auch heraus, dass Macht und Einfluss so manches Landesfürsten Ähnlichkeiten mit Andersens Märchen von des Kaisers neuen Kleidern haben. Was hat die Zögerlichkeit denn bisher gebracht, außer dass die Wählerzustimmung gesunken ist? SPÖ und ÖVP haben einmal bei 90 Prozent Wahlbeteiligung eine Zweidrittelmehrheit gehabt, jetzt bringen sie bei viel weniger Wahlbeteiligung nicht einmal mehr eine einfache Mehrheit zusammen. Die SPÖ ist schon unter 30 Prozent, und die ÖVP muss froh sein, wenn sie noch einen Zweier als erste Prozentzahl sieht. Die Rohdaten liegen ja bei elf Prozent. Zu Tode gefürchtet ist also auch gestorben.

Was läuft Ihrer Meinung nach denn besonders schief?

Wir leisten uns Verkrustungen im Bankensektor und im Arbeitsmarkt. Die temporäre Schließung des Arbeitsmarktes für Osteuropäer war beispielsweise ein schwerer Fehler. Und mit den Verkrustungen bei der Leihbeschäftigung schwächen wir die industrielle Basis des Landes. Wie groß das strukturelle Missverhältnis ist, sieht man beispielsweise daran, dass wir für 70.000 in Umschulung befindliche Arbeitslose 30.000 Euro pro Kopf ohne nennenswerten Erfolg ausgeben, für 300.000 Studenten aber nur 9000 Euro pro Kopf. Allein an diesen beiden Punkten kann man die Strukturschwäche in Österreich schon schön festmachen. Dabei haben wir zu wenig Mediziner, Naturwissenschaftler und Ingenieure. Dass das in Italien oder Frankreich noch ärger ist, ist ein schwacher Trost.

Das große Ausgabenwachstum erleben wir aber im Sozialbereich.

Ja, wir haben zu viele überzogene und missbrauchte soziale Ausgaben, die von jeder sozialen Treffsicherheit befreit sind. Da gibt es im öffentlichen Bereich nicht nachvollziehbare Frühpensionierungen, da werden in Wien oder Graz offenbar „E-Card-Urlaube“ stillschweigend akzeptiert, wobei man sich seinen Krankenstand schon für das nächste Jahr ausmacht. Das läuft der demokratischen Entwicklung frontal zuwider. Man belastet damit öffentliche Haushalte, deren Schieflage sich übrigens schon lange vor der Krise aufgebaut hat. Und eines muss man klar sagen: Man bekommt nicht mehr Wachstum durch weniger Arbeitszeit, frühere Pensionierung und pragmatisierte Jobs.

Ein altes Problem...

...um das ich schon als Finanzminister in den Siebzigerjahren erfolglos gestritten habe. Wir handeln halt nach dem Motto, wenn wir schon auf dem falschen Weg sind, dann gehen wir den beschleunigt weiter.

Das ist eben der Preis des Sozialstaats, sagt man uns.

Wir lassen Wohlstand und Beschäftigung liegen, das ist weder gerecht noch sozial. Das Gerede von der sozialen Kälte ist doch nur eine Schutzbehauptung. Missbrauch ist nicht soziale Wärme, Versäumnisse und Verhinderungen sind die wahre soziale Kälte gegenüber der Zukunft des Landes und seiner Jugend.

Die nächste große Belastung des Staatshaushalts steht wohl bevor, wenn Griechenland aus dem Euro ausscheidet.

Wenn man Griechenland über die Klinge springen lässt, dann kracht es ordentlich in der Bankenlandschaft, besonders in Frankreich und Deutschland. Unser Problem ist ja mehr Osteuropa. Für Griechenland ist ein Austritt samt mindestens dreißigprozentiger Währungsabwertung aber nicht die erwartete Wunderwaffe. Da muss man behutsam vorgehen: Wenn man eine unzulässige Beschleunigung akzeptiert hat, kann man jetzt nicht brutal auf die Bremse steigen.

Zur Person

Hannes Androsch (74) war von 1970 bis 1981 Finanzminister und Vizekanzler in der SPÖ-Alleinregierung Kreisky. Heute ist Androsch an mehreren Industrieunternehmen (unter anderem AT&S) beteiligt. Er ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender in der staatlichen Bankenbeteiligungsgesellschaft Fimbag und Initiator des Bildungsvolksbegehrens.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.05.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

91 Kommentare
Antworten Antworten Gast: santiago nasar
18.05.2012 13:20
1 1

Re: Re: Über den Umweg Finanzminister vom Steuerberater zum Multimillionär!

nouvel, sorry.

Antworten Gast: kein Androschfan
18.05.2012 12:09
8 1

Re: Über den Umweg Finanzminister vom Steuerberater zum Multimillionär!

1) Egal wer Androsch heute ist und was er einmal war ( und ob er vorbestraft ist ) :
Was wahr ist ist wahr, egal wer es ausspricht.
Er hat natürlich in allem Recht !

2) Aber : Diese ganzen Misstände die er korrekt aufzählt und beschreibt , sind ( hauptsächlich ) der SPÖ zu verdanken

3) Die wirklichen Aufgaben des Staates sind : Innere und äussere Sicherheit,
Infrastruktur und Rahmenregeln für die Wirtschaft

NICHT ABER 15 Mrd Euro für Beihilfen und Förderungen auszugeben jedes Jahr , und NICHT ein Staatsanteil von über 20 % an der Wirtschaft

4) Weil das niemand versteht und wir in einer Gefälligkeitsdemokratie leben ( Wählerstimme gegen Beihilfen) wird sich auch nichts ändern.
Die Leidtragenden sind aber nicht die Reichen, sondern die SPÖ Wähler.

Trotzdem tut es gut wenn mal die Wahrheit offen gesagt wird , noch dazu von einem Ex- Linken

Antworten Gast: Liber Al
18.05.2012 11:47
0 3

Re: Über den Umweg Finanzminister vom Steuerberater zum Multimillionär!

1) was hat eine vortstrafe mit dem zu tun was jemand weiss oder nicht weiss bzw. kann ?! 2) wer soll jemanden daran/darin hindern im laufe der zeit klüger u. besser zu werden ?! wahrscheinlich ist mitunter ein solch schlichtes denkmuster wie sie es an den tag legen für viel unwirtschaftlichkeit verantwortlich in europa !! ps: speziell bei roten politikern ist oft im reiferen alter ein umdenken bzgl. (freier)wirtschaft zu erkennen,manche bleiben aber ihr leben lang gefangen im geiste des juso, reserve- revoluzzer oder hobby- marxisten ,gefangen bei aber allen vorzügen die es so gibt an teurer kleidung,gutem essen/teuren wein,top- wohnadressen,privatschulen für den nachwuchs ,bmw/benz- limousine usw. usw. .....

Gast: Kaufmann 1010
18.05.2012 10:46
6 4

Der entscheidende Satz: "Das Geld ist ja da, es wird nur falsch eingesetzt."


Androsch ist eben sehr klug und erfahren!
Man kann ihm nur zustimmen.

Gast: Na und?
18.05.2012 10:38
14 0

Unser Salzbaron!

Er mag nie vergessen, daß er an der heutigen Schuldensache voll beteiligt gewesen ist. Genauso wie seine ganzen Nachfolger/ Freunde/ Parteifreunde usw.

Seine Generation soll sich am besten einfach nur mehr schämen für die eigene Korruption!

Wer heute arbeiten geht, zahlt irre Abgaben und ist politisch der Feind der Linken. Schließlich sind Steuern ja für alle da, auch für die, die nur nehmen und nicht geben!

Jeder Steuerzahler bekommt entweder Almosen vom Staat zurück (und die unter Auflagen!) oder zahlt für eine Leistung zweimal.

Antworten Gast: Wanderer.
18.05.2012 10:48
1 9

Re: Unser Salzbaron!

Also das Budgetdefizit war unter Androsch wirklich sehr gering.

Die Defizite sind durchwegs in Regierungen mit ÖVP-Beteiligungen so stark gewachsen!

Antworten Antworten Gast: Na und?
18.05.2012 12:02
1 1

Re: Re: Unser Salzbaron!

Ja, das stimmt schon: VOR und WÄHREND seiner Ägide waren die Schulden wenig.

Aber er hat stark mitgeholfen, daß sich das geändert hat. Das ist der entscheidende Punkt.

Mittlerweile ist die SPÖ zur totalen Umverteilungspartei degeneriert, mit Arbeitnehmervertretung haben die Roten nichts mehr am Hut!

Gast: Bärenfalle...
18.05.2012 10:11
12 1

Na dann fangen wir mal an:

Kindergeld wird in Zukunft von der Steuer abgezogen anstatt ausbezahlt.
Keine Steuern = kein Kindergeld.

Notstand, Sozialhilfe etc. Ausbezahlung nur mehr als Gutschein.

Renten über 5000 im Monat streichen.

Rigorose Streichung von 40% aller gesetzlichen Regelwerke statt Dauerreformen.

Eindampfen Kyoto, IPPC, Umweltverträglichkeitsprüfung, etc.
Österreich muss für Betriebe in denen echte Wertschöpfung erfolgt wieder interessant werden, dies bedeutet vor allem "schneller" werden in den Verwaltungsprozessen.

Eindämmung der Landschaftszersiedelung, die ganzen Landgemeinden verbluten an der sinnlosen Infrastruktur und die Einnahmen werden nicht mehr werden in den nächsten Jahren.

Arbeitszwang statt Arbeitslose, jeder der staatlich alimentiert wird muss damit rechnen für gemeinnützige Arbeiten herangezogen zu werden.
Es gibt genug zu tun, viele Arbeiten sind halt nur nicht "rentabel" (Straßenböschungen und Wälder säubern, ...)

Das muss natürlich keine "Zwangsarbeit" sein, aber sich um 8:00 am Gemeindeamt einzufinden und in einen geregelten Tagesablauf integriert zu werden kann nicht schaden.

Alkohol + Zigaretten .. +100% verteuern, Einnahmen zweckgebunden für Prävention und Wiedereingliederung vor allen der Alkis.

Hanf liberalisieren (und wie Alkohol fett besteuern), freiwerdenden Ressourcen für die Bekämpfung der harten Drogen, Kriminalität etc. einsetzen.

Dafür keine Steuern auf gesunde Lebensmittel (Obst, Gemüse, etc.)

Steuern auf Energie runter.

Mal ein Anfang imho

Re: Na dann fangen wir mal an:

Das Problem daran:

Einen Gutteil der dadurch lukrierten Gelder brauchen Sie für die Aufrüstung der Polizei, damit die gegen das revoltierende Gsindl vorgehen kann.

Man stelle sich nur vor, wenn jeder Sozialschmarotzer Wiens auf einmal mit einer Mistgabel und Fackel den Ring entlang zieht um gegen den Entfall seiner "wohlerworbenen Rechte" zu protestieren...

1 1

Re: Na dann fangen wir mal an:

ließe sich seitenweise fortführen, aber 100% Zustimmung zu allen ihren Punkten.

Aber wenn sie der sogenannten Unterschicht das AMS-Geld streichen und den Alk verteuern gibts Krieg in gewissen Wiener Bezirken ;-)

Gast: HelleOlga
18.05.2012 10:05
3 0

100% recht, Herr Androsch !!!


Nachher ist man immer schlauer

Androsch hat in seiner Zeit als Finanzminister GANZ WESENTLICH zum Aufbau der Missstände beigetragen, die er jetzt kritisiert.

Es ist zwar löblich, dass er den falschen Weg so treffend kritisiert, ehrlich ist das aber nicht wirklich. Dazu wäre schon notwendig, sich hinzustellen und zu sagen: "sorry Leute, ich habs vermasselt - lasst uns jetzt unsere Fehler von früher korrigieren".

Trotzdem: mit seiner Einstellung ist er immerhin noch 95% der SPÖVP weit voraus. Was aber bei Spindelmann auch kein Wunder ist, bei denen ist Hopfen und Malz verloren.

an alle, androsch schimpfer,

ob man den mann jetzt mag oder nicht, ob er selber einiges verpbockt hat oder nicht, ob sichs aus der zweiten reihe leicht redet oder nicht, bitte kurz von der person, die es sagt abstrahieren.

was er nämlich sagt, also der reine inhalt, macht schon sinn und ist diskutierenswert. oder geht es gar nicht um den inhalt?

Antworten Gast: gast45
18.05.2012 10:05
1 1

Re: an alle, androsch schimpfer,

das sind binsenweisheiten, die er seit jahren von sich gibt ..
jeder kann z.b einem raucher sagen, das das ungesund ist .. die kunst ist dem das rauchen tatsächlich abzugewöhnen ...

Antworten Antworten Gast: Vogel Strauss
18.05.2012 12:15
1 1

Re: Re: an alle, androsch schimpfer,

Für einen Roten sind das keine Binsenweisheiten, sondern innovative Ideen - ich finds toll, dass es wenigstens einen Sozi gibt, der sowas von sich gibt!!

Antworten Antworten Antworten Gast: noch keine 100.000 € Pension
18.05.2012 19:41
0 0

Re: Re: Re: an alle, androsch schimpfer,

wie der Herr Androsch schon seit 30 Jahren bekommt vom Geld der Studenten
oder Arbeitslosen oder Familienoberhäuptern die 7 Mäuler versorgen dürfen.
Geh hannes studier was gscheits!

Antworten Antworten Antworten Gast: gast45
18.05.2012 14:12
0 0

Re: Re: Re: an alle, androsch schimpfer,

das ist halt der irrtum .. nur weil jemand bei der spö ist, ist er ja deswegen kein sozi ..
war ja auch der säulenheilige der spö, der schärf, offenbar ein insidertrader und damit wenn das stimmt was der lugner erzählt hat ein "kapitalistengfrast" :-)

Gast: Be-obachter
18.05.2012 09:05
2 0

Androsch: die Stimme aus dem Elfenbeinturm

zur Frage: "Was läuft denn besonders schief"
a) die Umschulungen der Arbeitslosen sind grösstenteils keine wirklichen Umschulungen sondern Motivationskurse und Bewerbungstraining.
Für richtige Umschulungen würde der Betrag bei weitem nicht hinreichen. Das wären ja nur rund 43 Cent pro Arbeitslosen - damit kann man keine Umschulung bezahlen!

b) die Schliessung des Arbeitmarktes für Osteuropäer kann auch kein Fehler gewesen sein, wenn wir uns die Arbeitslosenzahl der Osteueropäer ansehen: sie übersteigt prozentmässig die inländischen Arbeitslosen um mehr als das Doppelte. Androsch will also noch mehr von denen, die hier gerade abgebaut werden...

Der ehemalige Kreiskyschützling ist halt doch kein Wiffzack.

gratulation zu ihrem mut ...

..., derart dummes zeug auch noch zu posten.

Gast: Vogel Strauss
18.05.2012 08:42
0 0

Unglaubliche Worte aus dem Munde eines Sozis ...

Jedoch lässt sich leicht groß reden, wenn man selber im Glashaus sitzt! Was er sagt, ist jedem Unternehmer klar. Vielleicht kommt irgendwas von seinen Aussagen bei seinen Parteigenossen an ...

Wow

das hätt ich mir vom Androsch in dieser Eindeutrigkeit nicht erwartet, danke und Respekt!

Hannes Androsch!

Gefühlte 100 Jahre alt und ein Politiker aus dem letzten (Wirtschafts-)Jahrhundert.

Antworten Gast: jetzaaber
18.05.2012 09:44
0 0

Re: Hannes Androsch!

.. genauso wie die grundlagen der wirtschaftswissenschaft, nach denen jetzt wirtschaftspolitik gemacht wird, ob in richtung marktfreiheit oder staatlicher intervention macht da keinen unterschied

Gast: dermehrfachselektionierte
18.05.2012 08:01
2 0

der HANNES- (analog dem) JOSEF-Pfenning

@ Androsch und Kreisky hatten die Schleusen zur Staatsverschuldung erstmals geöffnet.

@ Milliarden wurden in den 1970-er von Androsch in die vom Parteifilz ruinierte Verstaatlichte gepumpt........deren Anpassung an Weltmarktstandards um ein ganzes Jahrzehnt hinausgezögert.

@An den Zinseszinsen, derart schaendlich vergeudeter Milliarden leiden wir HEUTE in
exponentiell zunehmendem Masse.

@In Analogie zum JOSEF-Penning (siehe Google:
Problematik der lawinenartigen Zunahme von Zins-
plus Zinseszins) sollte sich jemand die Mühe

machen, von den Milliardenschulden, die von Androsch zu verantworten sind, nur EINEN Pfennich, mit durchschnittlichem Zins belastet, bis heute (also Zins plus Zinseszins) hochzurechnen......dieser Wert sollte dann als sogenannter HANNES-Pfennich jedem Kind in Österreich beigebracht werden und vor jeder Zeugnisverteilung bis hin zum Universitätsabschluss abgefragt werden.

@ Das mit dem HANNES-Pfennich allen Bevölkerungsschichten zugänglich gemachte Wissen um den mathematisch exponentiell verlaufenden Zuwachs älter werdender Schulden erspart Vieles:

Das Bildungsvolksbegehren des Herrn Androsch.
Die schliesslich existenzgefährdende Verschuldung vieler Haeuslbauer und Betriebsgründer.
Die explodierende Verschuldung von Gemeinden, Gebietskoerperschaften, der Länder und des Bundes und vieler anderer.

@ Fragen Sie lieber Leser demnächst Ihren Bankberater nach dem HANNES-Pfenning...z.B. ab 1975...er wird Ihre Frage rasch begreifen, Sie
dürfen staunen.

Re: der HANNES- (analog dem) JOSEF-Pfenning

graue Theorie, sonst nichts.

Hätten wir richtig investiert wären wir alle schon reich und ließen nur mehr Angestellte aus dem Auslande werkeln - etwas überspitzte Gegethese.
Und mit dem Gewinn würden wir die Schulden in 3 Jahren zurükzahlen.
Das Problem ist nur Wirkleistung, Scheinleistung und Blindleistung - so wie in der Elektrotechnik definiert!°

1 0

Re: der HANNES- (analog dem) JOSEF-Pfenning

Unsinn. Es gibt eine permanente Inflation bereits seit Jahrzehnten, die gleicht die Zinsen aus. Wenn man Geld anlegt, dann behält es im Idealfall den Wert. Wenn man spekuliert und dabei hohe Gewinne macht, dann verliert es zwangsläufig jemand anderer. Da wuchert garnichts, lediglich die Zahlen werden höher aber nicht der innere Wert.

2 1

Bitte lasst uns mit dem Ex-Finanzminister endlich in Ruhe!!!


Gast: cfd
18.05.2012 07:53
2 0

Verkrustung

Danke,
ein richtiger/wichtiger Kommentar.
Es darf aber bezweifelt werden, dass es einer
schwachen Regierung und schwachen
Parteichefs gelingen wird, den Föderalismus-
Wahnsinn einzudämmen und zB wenigstens
die Provinzparlamente zu verkleinern wenn
nicht schon abzuschaffen
Kein Mensch hat je die Folgekosten berechnet.


Gast: Albert Deutsch
18.05.2012 07:25
1 0

...

Mir sind ein paar Milliarden Schilling Schulden lieber als ein paar hunderttausend Arbeitslose.


Gast: Illmy V
18.05.2012 06:34
0 1

Das große Ausgabenwachstum erleben wir aber im Sozialbereich.

Bin kein Freund von Androsch, aber was den Sozialmißbrauch anbelangt, hat er offenbar mehr Verstand als seine umnebelten Roten Genossen.

(Da gibt es im öffentlichen Bereich nicht nachvollziehbare Frühpensionierungen, da werden in Wien oder Graz offenbar „E-Card-Urlaube“ stillschweigend akzeptiert, wobei man sich seinen Krankenstand schon für das nächste Jahr ausmacht.)

Re: Das große Ausgabenwachstum erleben wir aber im Sozialbereich.

Tausende gute Bankjobs werden künstlich am Leben erhalten.

Privilegienabbau verbal betreibt man schon 20 Jahre lang.

Primarärztegehälter übersteigen ofmals die wahre Leistung.

Und je mehr Juristen beschäftigt sind, umso mehr geht "verkrustet" daneben.
Grasser ist ein Garant für die Erhöhung von Juristenjobs ohne eine Leistung zu erbringen.
Lauter Scheinleister und zudem manchmal noch bösartige Behördenbremser - da sprincht man dann von Behördenwillkür.

Keine Chance an die wirklich Priviligierten heranzukommen, auch wenn man es machen müßte.

Und die an der vordersten Front langen zu, dass das zeug hält.
Auch Freund Scharinger sitzt ja heute noch in 18 Aufsichtsratsposten, damit die Geschäfte für die Bank gelingen.

Gast: wow
17.05.2012 23:07
3 9

kreisky wußte schon, warum er diesen unsozialen neoliberalen banker sein vertrauen entzog.


Antworten Gast: BKM
18.05.2012 09:55
1 0

Re: kreisky wußte schon, warum er diesen unsozialen neoliberalen banker sein vertrauen entzog.

Das Zerwürfnis Kreisky-Androsch hatte ganz andere, sehr persönliche Gründe. Mit der Neoliberalismus-Keule ist es halt wie mit der Faschismuskeule: einfach mal draufdreschen und damit jegliche sachliche Argumentation ausschalten. Bin kein Androsch-Fan, aber der Mann gibt da durchaus diskutable Aussagen von sich.

Re: kreisky wußte schon, warum er diesen unsozialen neoliberalen banker sein vertrauen entzog.

irgendwie haben Sie neoliberal nicht verstanden.

Neoliberal ist: Liberal mit sozialer Verantwortung.

darüberhinaus: Es gab keine neoliberale Wirtschaftsordnung in den letzten Jahrzehnten unsere Wirtschaftsordnung ist eine sozialistische Marktwirtschaft, die auch für das Chaos verantwortlich ist.

Re: Re: kreisky wußte schon, warum er diesen unsozialen neoliberalen banker sein vertrauen entzog.

Zitat: "Neoliberal ist: Liberal mit sozialer Verantwortung"????

http://de.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus

Da steht nichts von sozialer Verantwortung!!!

Re: Re: Re: kreisky wußte schon, warum er diesen unsozialen neoliberalen banker sein vertrauen entzog.

steht bei "sozialistischer(sozialer)Marktwirtschaft" etwas von Sozialismus, Entmündigung, Entrechtung und Verarmung der Menschen?

2 7

Re: kreisky wußte schon, warum er diesen unsozialen neoliberalen banker sein vertrauen entzog.

Ja, er ist ein Befürworter der Leihbeschäftigung, ich bin schockiert. Verliehene Menschen. Da hätte man gleich bei Sklaverei bleiben können. Ich verstehe nicht, warum diese Personal-Verleihfirmen nicht überhaupt verboten sind.

Re: Re: kreisky wußte schon, warum er diesen unsozialen neoliberalen banker sein vertrauen entzog.

Ja Arbeit gehört verboten! Ist absolut unsozial! Und Leiarbeit ist am schlimmsten, da muss man dann fürs selbe Gehalt für einen neuem Chef arbeiten! wenn das nicht Sklaverei ist???!

0 0

Re: Re: Re: kreisky wußte schon, warum er diesen unsozialen neoliberalen banker sein vertrauen entzog.

Ich halte das für menschenunwürdig, wenn ein Mensch keine Bindung zu seiner Arbeit entwicklen kann und nur hingestellt wird und dann werken muss. Wenn ihn dann jemand fix anstellen will muss er ihn der Leihfirma abkaufen.

Sie sind ein glücklicher Sklave.

Gast: ASVG-Sklave
17.05.2012 23:06
0 8

Allein diese Aussage reicht für Verleumdungsklage

Einspruch: Androsch:"...dass wir für 70.000 in Umschulung befindliche Arbeitslose 30.000 Euro pro Kopf ohne nennenswerten Erfolg ausgeben..." Jeder Schulungsteilnehmer bekommt das Schulungsgeld welches genau so hoch wie Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe, mehr nicht. Das kann man nach googlen oder bei AMS nachfragen. Solche Aussage schnürt nur Neid gegen die Ärmsten des Landes, die ohne hin nicht zu den obersten 10000 wie Herr Androsch gehören, selbst ein gerichtlich verurteilter Steuerhinterzieher lebt sich 1000 mal besser als ein Schulungsteilnehmer. Wenn Herr Androsch nicht glaubt, kann er sich selbst probieren, nachahmung ist erlaubt, auch für Multi-Millionär ein Schulungsprogramm durch zu erleben. Publicity ist nicht unbedingt die Wahrheit.

Antworten Gast: gast neu
18.05.2012 06:44
3 0

Re: Allein diese Aussage reicht für Verleumdungsklage

sie vergessen wohl die kosten die die schulungen kosten, die von freunderlwirtschaft unterwandert is

androsch meinte ja nicht was der einzelne erhält

aber denken gehört in ö nicht mehr dazu

Re: Allein diese Aussage reicht für Verleumdungsklage

er KOSTET, nicht er bekommt!

Re: Re: Allein diese Aussage reicht für Verleumdungsklage

Danke das wollte ich auch gerade schreiben. Manche Menschen sind schon sehr schnell überfordert. Hindert sie aber leider nicht daran ihren Stuss voller Entrüstüung zu posten.

2 3

Der rechtskräftig verurteile aktuelle wirtschaftberater und


2 8

Re: Der rechtskräftig verurteile aktuelle Wirtschaftberater unseres Bundeskanzlers


zu Fragen für die er vor einem ordentlichen österr. Gericht verurteilt wurde möge bitte ganz fest und für alle Zeiten öffentlich die Pappn halten!

Wir brauchen ihn nicht.

Der Oberschuldenmacher noch unter seinem Mentor Mr. Brüno wird nicht mehr benötigt.

30000 pro Kopf für jeden Arbeitslosen

Wenn diese Zahlen stimmen, dann sollte das AMS überprüft werden.
Das Arbeitsloseneld wird in Österreich für 6 Monate bezahlt mit einer Obergrenze von 1000 Euro.
Also woher die Zahlen und für was werden die 30000 ausgegeben ??
AMS Verwaltung, den die Schulungen die angeboten werden kosten das nicht. ......

Vieles dazu auch unter

www.europa-heute.com

2 1

Re: 30000 pro Kopf für jeden Arbeitslosen

Weder der Zeitraum noch der Betrag stimmt,was das Arbeitslosengeld betrifft.Androschs Zahlen sind allerdings genauso zu hinterfragen vor allem wenn sie pauschal angenommen werden was so sicher nicht richtig ist.

2 6

...

ich wuerd ihn wegen staatsschaedigung und wiederbetaetigung ausweisen, dann kann er im nahen osten die kalaschnikows ignorieren und von volksabstimmungen reden, aber nur kurz.

Einfach falsche Aussagen

Bei einer Abgabenquote von 43% ist ein Sozialstaat die Gegenleistung.
So weit ich mich erinnere war Herr Androsch schon einmal dafür allen Erwerbstätigen bis auf ein Taschengeld alle Einkünfte weg zu steuern und dann per "Sozialstaat" die Versorgung zu sichern.
Jetzt im Alter spricht er genau das Gegenteil als Unternehmer.
Sowohl das Eine, als auch das Andere ist nicht richtig.


Danke Herr Androsch!

Die besten Politiker sind ehemalige Sozialisten, die erkannt haben, dass die ausufernde Sozialdemokratisierung der Gesellschaft eine Fehlentwicklung war.

Bundeskanzler Schröder hat das schon erkannt und dafür gesorgt, dass Deutschland die gegenwärtige Stärke hat, Bundeskanzler Mutti Merkel muss nur mehr ausführen, was Schröder begonnen hat.

Hobbyökonom