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Jobrochaden: AUA holt Unterstützung aus der Schweiz

21.05.2012 | 14:57 |   (DiePresse.com)

Jetzt ist es amtlich: Mit 1. Juni wird der ehemalige Swiss-Vorstand Gaudenz Ambühl neuer Tyrolean-Chef. Christian Fitz verliert damit seinen Posten.

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Die österreichische Lufthansa-Tochter AUA hat den ersten Teil der Rochaden bei Leitungspositionen amtlich gemacht. Hauptgrund ist die bevorstehende Zusammenlegung des AUA-Flugbetriebs mit dem (billigeren) Flugbetrieb der Regionaltochter Tyrolean. Mit 1. Juni schon wird der Schweizer Gaudenz Ambühl (61) neuer Chef der Tyrolean, also einen Monat vor dem geplanten Start der neuen gemeinsamen Flugbetriebsfirma Austrian/Tyrolean. Er ist nicht der einzige Schweizer, der jetzt bei der AUA-Sanierung helfen soll.
Ambühl war früher Linienpilot, Leiter des Cockpitpersonals und Vorstand bei der Swiss, die aus der konfliktbeladenen Zusammenlegung von Swissair und Crossair entstand. Die Swiss ist heute eine Schwester der AUA im Lufthansa-Konzern. Ambühl ist seit einigen Monaten schon Berater des AUA-Vorstands.

Seinen Posten verlieren wird, wie berichtet, der bisherige Tyrolean-Chef Christian Fitz. Nach Mitteilung der AUA vom Montag hat sich Fitz entschlossen, seine Managementfunktion bei Tyrolean Airways zurückzulegen.

Auch auf Bereichsleiterebene gibt es Rochaden beim Flugbetrieb: Als neuer Leiter des Flugbetriebs bei Tyrolean kommt per 1. Juli Rolf Brand (45). Harald Lazar, der diese Funktion noch bis zum 30. Juni ausübt, wird nach AUA-Mitteilung die bestehende Tyrolean-Regionalflotte leiten. Er soll auch zusätzliche Managementagenden bekommen, die aber noch nicht näher erläutert wurden.

Der Schweizer Brand war nach Swiss-Gründung Vizechef des dortigen Cockpit-Personals. Zuvor war er in der Flottenführung MD-80 bei Crossair, seit 1993 ist er Linienpilot, seit 2005 managte er den Flugbetrieb der Swiss European Air Lines. Er wird bei AUA/Tyrolean an Ambühl berichten.

Im bisherigen AUA-Flugbetrieb wird der Pilot Fritz Strahammer seine Managementfunktion beim Betriebsübergang zurücklegen.

Ausgewechselt wird auch die Spitze der Personalabteilung. Der jetzige IT-Chef Michael Ruplitsch wird neuer Vice President Human Resources & Organisation(Personalchef). Er folgt dem bisherigen Personalchef Richard Piller. Piller wird nach AUA-Angaben das Unternehmen "im besten gegenseitigen Einvernehmen" verlassen. Beobachter machten ihn allerdings als Berater des Vorstands für den umstrittenen Kurs mit den vorgezogenen AUA-Pilotenkündigungen verantwortlich. Neuer Leiter IT und Projektmanagement wird Andreas Zerlauth.

Wie die AUA heute weiter bestätigte, werden im Konzern auch die beiden Bereiche Ground Operations (Stationsmanagement) und Hub Operations (Steuerung des Drehkreuzes Wien) zusammengelegt.

Markus Christl, derzeit Leiter des Hub Managements, leitet künftig das fusionierte Ground Operations & Hub Management. Der bisherige Ground Operations-Chef Thomas Suritsch wird das Unternehmen verlassen, laut AUA ebenfalls im besten gegenseitigen Einvernehmen.

AUA-Konzernchef Jaan Albrecht erklärte am Montag, dass der Schweizer Ambühl die AUA "bis zur Finalisierung der Integrationsarbeiten unterstützen" wird. Wie lang das sein wird, wurde nicht kommuniziert.

Nach APA-Informationen steht aber fest, dass Albrechts AUA-Vorstandskollege Peter Malanik die Integrationsarbeiten nicht zu Ende führen wird. Dessen zu Jahresende auslaufendes Vorstandsmandat wird nicht verlängert werden. Das soll in einer der nächsten Aufsichtsratssitzungen voraussichtlich im Sommer fixiert werden. Aus der AUA gibt es zu dem Punkt weiter keine Kommentare.

(APA)

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47 Kommentare
 
12
Gast: sanierwunderwuzi1
22.05.2012 20:51
1 0

Personalmangel

So mancher Kommentar hier scheint mir weltfremd und von Nichtsahnenden geschrieben. Stellen sie sich vor sie haben kein geregeltes Wochenende und kennen keinen Feiertag und haben fünf Tage im Monat die sie für Wege und Erledigungen reservieren dürfen, wobei es nicht sicher ist ob sie die Tage überhaupt bekommen. Urlaub müssen mindestens 18 Monate in voraus planen und ihre Familienangehörigen sollten auch noch auf so ein unregelmässiges Arbeitsleben abgestimmt sein. Wenn sie in ihrem Leben das alles unter eine Haube bekommen Hut ab. Ich fühle mit dieser Personalgruppe. Sie haben es nicht verdient, dass sie so behandelt werden.

traurig...

Ich bin entsetzt, wie weit sich sich das fliegende OS Personal von Ihrer Daseinsberechtigung entfernt hat. Wenn keine Kunden mehr da sind, dann braucht sich keiner mehr über KV´s oder ähnliches den Kopf zerbrechen. Dann gibts die Fluglinie schlicht und ergreifend nicht mehr. Liebes OS Flugpersonal! Machen Sie verdammt nochmal Ihren Job und fliegen Sie die Kunden, welche Ihr Gehalt zahlen, von A nach B! Besinnen Sie sich Ihrer Aufgabe, bevor es zu spät ist, und keine Mensch mehr mit OS fliegen will. (bezugnehmend auf 24(!!!) gestrichene Flüge am Muttertag wegen "unfit to fly")

Machen Sie verdammt nochmal Ihren Job und fliegen Sie die Kunden, welche Ihr Gehalt zahlen, von A nach B!

Erkundigen sie sich und dann reden sie hoffentlich weniger Unsinn!
Wir haben eine Reduktion um 25% des Gehalts, Erhöhung der maximal zu leistenden Flugstunden, die schon bisher kaum augereizt wurden (Fehlplanung!), eine völlige Änderung unserer Arbeitsbedingungen und den Verzicht auf über 50% unserer Ansprüche aus Abfertigung und Pensionsrückstellung zugestimmt!
Wenn das nicht reicht, dann bitte Insolvenz ohne Eigenverwaltung und die Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen!
Nicht blöd reden von Dingen die sie offensichtlich nicht verstehen! Unfit ist eine gesetzliche Anordnung, kein Spaß!
Die Daseinsberechtigung können sie beim Management in Frage stellen! Sehe sie sich das Organigram an!

Re: Machen Sie verdammt nochmal Ihren Job und fliegen Sie die Kunden, welche Ihr Gehalt zahlen, von A nach B!

Sie verstehen offensichtlich nicht worum es mir geht. Sie vergraulen Ihre Kunden!! Wissen Sie was Kunden sind? Das sind die Basis Ihres Geschäftes. Ohne Kunden kein Geschäft, ohne Geschäft kein Geld. Es kann ganz einfach nicht angehen, dass Fluggäste zittern müssen, ob Ihr Flug nicht vielleicht wegen einer BV gestrichen wird. Daher nochmals mein Aufruf: BESINNEN SIE SICH BITTE!

Gast: user174
22.05.2012 11:31
2 0

@ösi

Aua= Privatwirtschaft, da sie der Lufthansa gehört.
und wenn man in der Privatwirtschaft krank wird wird man auch nicht fristlos entlassen oder?
Man kann sich nicht ohne Arzt krank melden und wenn dich der Arzt krank schreibt ist man auch offiziel krank.

Gast: UNFITER
22.05.2012 10:58
3 2

unfit to fly = unfit to hire?


Gast: ösi
22.05.2012 10:43
5 2

Game Over

Macht den Schuppen dicht, so schnell wie möglich. Swiss und Lufthansa übernehmen die Kunden gerne. Bei uns in der Privatwirtschaft gäbe es wegen Arbeitsverweigerung eine Fristlose.

Bei uns in der Privatwirtschaft gäbe es wegen Arbeitsverweigerung eine Fristlose.

Ich denke eher, bei Ihnen gäbe es Anzeigen wegen schwerer Nötigung!
Sie dürfen sich aber gerne informieren, was die gesetzliche Grundlage für diese unfit Meldungen ist.
Wie eine Insolvenz begründet werden soll entzieht sich auch meiner Kenntnis, denn LH hat eine große Summe Startkapital mitbekommen und erstmal zwei Jahre NICHTS getan! Keine Änderung im Management,gerade mal Abwanderung der Businesspassagiere betrieben, ... Alles das wüßte man, würden die Zeitungsberichte gelesen und kombiniert werden! Anstatt auf das fliegende Personal loszugehen!

Antworten Gast: Ösiland
22.05.2012 11:40
3 1

Re: Game Over

Swiss und Lufthansa zahlen ihren Leuten mehr als die AUA - und dafür sitzen die sicher nicht in Reserve rum, um Flüge anderer Airlines zu übernehmen, wie Sie sich vielleicht vorstellen können.

Außerdem kann man nicht wegen einiger schwarzer Schafe eine ganze Firma zusperren. Befürworten Sie eine solche Sippenhaftung wirklich?

Gast: ichduersiees
22.05.2012 10:41
3 2

... Nach Durchsicht der Dienstpläne ...

... Nach Durchsicht der Dienstpläne wurden alle Bordmitarbeiter, die in ihrer Zeiteinteilung flexibel sind, gebeten, im Sommer keinen Urlaub zu nehmen...

hihi klar doch, die werden der bitte sicher nachkommen.
ehrlich, zuerst pissens den boardleuten ans beinchen, dann solln die gleichen leute auf urlaub verzichten ?

frechheit siegt ...

Anachronistische Gewerkschafts Kraftmeierei!

Leider ist hier genau wie bei Opel in Deutschland der schlechte Einfluß der ideologisch agierenden betriebsräte und Gewerkschafter schuld. Deren Forderungen sind irreal, anchronistisch und veraltet. Das veränderte Umfeld und das neue Kundenverhalten fordern einer Airline flexibles und konsequentes handeln ab. Für Besitzstandswahrer ist die Zeit abgelaufen. Die Piloten werden klein beigeben oder gehen, das Betriebsklima und die Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit ist dauerhaft zerstört. Und die Opels von Morgen werden in Polen und in England gebaut. Nicht in Rüsselsheim!

Gast: vielflieger
22.05.2012 08:46
6 2

sauberer Abgang und Aua überleben lassen!

so leicht werden Piloten auch in Dubai nicht aufgenommen,wie viele sind oder kommen bei der Selektion überhaupt durch ; ) ob da ein Platz in Cockpit in Österreich nicht gescheiter wäre.Im Endeffekt werden fast alle bleiben die älteren sollen die Abfertigung nehmen davon kann man sicher gut leben. 500.000 Euro!!!!!!!!!!!!!
Flugbegleiter werden noch weniger gehen alls Piloten,wohin denn bitte? Schaffner werden bei der ÖBB nicht gebraucht !
So ist das wenn man die Luft in der Privatwirtschaft mal einatmen muß und nicht vom Steuergeld aufgefangen wird!

Antworten Gast: No Bashing
22.05.2012 09:10
5 0

Re: sauberer Abgang und Aua überleben lassen!

Ja, und Herr Albrecht bleibt mit seiner Jahresgage von EUR 1.000.000 (exklusive Boni) und hackt weiter alles kurz und klein.

Aber Hauptsache, es ist ein neues Feindbild geschaffen, natürlich das fliegende Personal, die unwichtigste Gruppe einer Airline. Da ist jeder Bürohansel wichtiger, schon klar.

Antworten Antworten Gast: vielflieger
22.05.2012 09:39
4 2

Re: Re: sauberer Abgang und Aua überleben lassen!

Werter No Bashing, keiner jedenfalls nicht von meiner Seite wird das fliegende Personal als Feindbild sehen. Meiner Meinung sollte das Bordpersonal bedachter mit dem Übergang umgehen und mal nachdenken und sich nicht von einem festgefahrenen Betriebsrat leiten lassen, der selber bei der Firma verbleibt.
Und auch die Bürohanseln müssen erkennen, dass ein anderer Wind wehen wird. Nämlich ein modernerer, zeitangepassterer und nicht mehr der österreichische Kaiser- Melangemiff.

Antworten Antworten Antworten Gast: Nicetoknow
22.05.2012 10:46
4 2

Re: Re: Re: sauberer Abgang und Aua überleben lassen!

Selektion versemmelt und nicht glücklich auf der Fokker?

Und weiter geht die Hetzkampagne

des Vorstandes gegen das fliegende Personal.

Antworten Gast: b7
23.05.2012 11:48
1 0

Re: Und weiter geht die Hetzkampagne

Ja, ob die das wohl eingerechnet haben, dass es indirekt auch eine Hetzjagd gegen die Passagiere/Firma ist......

Gast: econius
21.05.2012 22:08
12 11

Alle fristlos entlassen! Aussperren!


Re: Alle fristlos entlassen! Aussperren!

wie kann der neid nur so groß sein? nur weil sie es nicht zum piloten geschafft haben...
piloten arbeiten wenigsten für ihr geld!

Antworten Gast: No Bashing
21.05.2012 23:20
4 1

Re: Alle fristlos entlassen! Aussperren!

Keine Ahnung haben!! Aber laut schreien!!

Mögen all Ihre frommen Wünsche prompt zu Ihnen zurückkehren ...

Re: Alle fristlos entlassen! Aussperren!

Stimmt. Oft ist die Lösung eines Problems so einfach.

Gast: 1298
21.05.2012 22:02
12 6

"unfit" ist wohl nur ein Schmäh der Presseabteilung

Mir hat ein Pilot erzählt, die gesamte Crew des im Artikel beschriebenen Frankfurt-Fluges wurde kurz vor Boarding ohne Angabe von Gründen wieder nach Hause geschickt. Und dann wurde der Flug von der Lufthansa durchgeführt.
Dass die Presse jetzt wieder von "unfit" schreibt, ist wohl eine "g'schobene G'schicht" von der AUA-Presseabteilung, um die Piloten weiter zu diffamieren.
Überhaupt sollen die Krankenstandsraten sogar niedriger sein, als die Jahre davor.

9 11

Re: "unfit" ist wohl nur ein Schmäh der Presseabteilung

na bumm...was piloten so alles erzählen

Re: "unfit" ist wohl nur ein Schmäh der Presseabteilung

die Krankenstandsrate am besagten Wochenende war im langjährigen Durchschnitt, nur hat sich keiner mehr gefunden der am freien Tag einspringt. Zusammen mit den 43 bereits erfolgten Kündigungen hat das gereicht, dass 24 Flüge ausgefallen sind.
Die unfit to fly Geschichten wurden von der Aua Presseabteilung erfunden.
Nur ein kleines Detail wie in dieser Firma derzeit mit langverdienten Mitarbeitern umgegangen wird.

Antworten Antworten Gast: detailist
22.05.2012 09:30
3 2

Re: Re: "unfit" ist wohl nur ein Schmäh der Presseabteilung

Nur ein kleines Detail wie in dieser Firma derzeit mit langverdienten Mitarbeitern umgegangen wird.
Fehler im Satz: ...mit lang gut verdienenden...

Antworten Gast: nageh
21.05.2012 22:09
4 2

Re: "unfit" ist wohl nur ein Schmäh der Presseabteilung

Können sei das beweisen?

 
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Hobbyökonom