Einen Tag vor der wichtigen Betriebsversammlung des fliegenden Personals der Austrian Airlines wendete sich Betriebsratschef Karl Minhard hilfesuchend an die öffentliche Hand. Er appellierte am Donnerstag in einer Aussendung an die "grundsätzliche Verantwortung" von Politik und Sozialpartnern. Diese "nehmen sie im Fall der AUA nicht wahr", kritisiert Minhard.
Dem Betriebsrat gehe es "angesichts der sich zuspitzenden Situation" um den "verantwortungsvollen Umgang mit gültigen Verträgen". Der AUA-Kollektivvertrag war Mitte Februar einseitig vom Vorstand gekündigt worden, die Gewerkschaft hat daraufhin den Tyrolean-KV gekündigt. "In dieser Situation ist ein Appell an die Sozialpartner, sowie an den Wirtschafts- und Sozialminister, ihre Verantwortung wahrzunehmen, berechtigt", schrieb Minhard.
Ex-Vorstand Bierwirth arbeitet wieder als Pilot
Unterdessen wurde außerdem bekannt, dass der im März zurückgetretene AUA-Vorstand Andreas Bierwirth wieder Arbeit hat: Er ist fürs erste wieder unter die Piloten gegangen. Der Deutsche, der eine Lizenz als Linienflugpilot hat, steuert laut "Kurier" derzeit für ein heimisches Bedarfsflugunternehmen Business-Jets der Marke Cessna Citation. Auf Dauer wolle Bierwirth freilich nicht im Cockpit bleiben. Er soll bereits Jobs bei internationalen Airlines sondieren, denkbar wäre aber auch ein Branchenwechsel.
(APA)
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