Wien/ag. Der heimische Tourismus hat in der abgelaufenen Wintersaison 2011/2012 (November bis April) deutlich mehr Urlauber angezogen als im Vorjahr. Die Zahl der Gästeankünfte stieg um 4,8 Prozent auf 16,43 Millionen, die Nächtigungen legten um 3,6 Prozent auf 64,30 Millionen zu. Das geht aus den vorläufigen Daten der Statistik Austria von gestern, Donnerstag, hervor.
Das waren um 2,25 Millionen Übernachtungen mehr als im Vorjahr – fast die Hälfte davon (1,03 Millionen) verdankt die Tourismusindustrie den Deutschen. Alle Bundesländer außer Kärnten konnten heuer ihre Betten besser füllen als im Vorjahr.
Die Regierung zeigte sich am Donnerstag erfreut über die Zahlen. „Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ist der Tourismus ein Fels in der Brandung und stützt das Wachstum“, sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP).
Die Branchenvertreter warnen aber vor überzogener Euphorie: „Wir haben erst jetzt wieder das Niveau der Saison 2007/2008 erreicht – nicht mehr und nicht weniger. Dazwischen liegen drei Jahre Krise“, betonte der Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner, am Donnerstag in einer Aussendung.
„Dass die Nächtigungen zum Teil auch über vergünstigte Zimmerpreise erkauft worden sind, ist auch kein Geheimnis.“ Gute Nächtigungszahlen führen nicht automatisch zu Mehreinnahmen: Ertragsseitig seien die Beherbergungsbetriebe nach wie vor enorm unter Druck, so Schenner.

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