26.05.2013 09:46 Merkliste 0

AUA-Bordbetriebsratschef bleibt, 80 Piloten wollen gehen

25.05.2012 | 11:50 |   (DiePresse.com)

Karl Minhard bleibt an Bord und will ein "Signal auch an andere Piloten" geben. Weiters wollen 170 Flugbegleiterinnen das Unternehmen verlassen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Bei der AUA (Austrian Airlines) kommt es zu weiteren Piloten-Abgängen, die sich dem umstrittenen Betriebsübergang auf Tyrolean verweigern. Seit heute ist aber keine Rede mehr von 200 oder 300 Austritten, die den Flugbetrieb in den nächsten Wochen ins Chaos gestürzt hätten. AUA-Bord-Betriebsratschef Karl Minhard hat am Freitag seinen Verbleib als Pilot und als Belegschaftsvertreter bekanntgegeben.

Das sei ein Signal auch für andere Piloten gewesen, sagte Minhard vor Journalisten nach der entscheidenden Betriebsversammlung. Auch sein "Co" Wolfgang Widmann bleibt. "Wären wir gegangen, wäre der Kollaps perfekt gewesen", ist Minhard überzeugt. Denn einige hätten ihm und seinen Betriebsratskollegen erklärt, sie blieben nur deshalb an Bord, "weil ihr auch bleibt".
Man habe damit Augenmaß bewiesen. Jetzt will er Signale vom Vorstand, sprich neue Verhandlungen.

Entscheidungsfrist bis 31.Mai

Mit gestrigem Datum seien es 80 Piloten und 170 Flugbegleiterinnen, die das Unternehmen wegen des Übergangs verlassen. 43 der 80 Piloten hatten schon davor einvernehmlich den Abschied bekanntgegeben. Bis Ende Mai dürften zwar noch einige dazu kommen. Anderseits habe die persönliche Entscheidung der führenden Belegschaftsvertreter viele andere bewogen, an Bord zu bleiben, hieß es heute.

Von 17 Bord-Betriebsratsmitgliedern wählten zwei (Piloten) den Abgang. Minhard und seine weiteren verbliebenen Kollegen "wollen weiter für die Rechte der Mitarbeiter kämpfen", wie er sagte. Bisher laufen sechs Klagen gegen den Zwangsumstieg, nächste Woche geht die Gewerkschaft zum Obersten Gerichtshof (OGH). Den Betriebsübergang selbst wertet Minhard weiter als "Schwachsinn", den er immer noch wegverhandeln will.

Ersatzplan wahrscheinlich nicht notwendig

Anders als bei den kämpferischen Betriebsversammlungen der vergangenen Monate war schon am frühen Vormittag die gedrückte Stimmung im Office Center am Airport in Wien-Schwechat fühlbar. Im Verlauf verließen auch immer wieder Crews grüppchenweise die Versammlung, um ihren Dienst an Bord anzutreten. Damit hielten sich Verspätungen einiger Flüge in engeren Grenzen als beim letzten Mal. Vier Flüge hatte die AUA schon gestern vorweg gestrichen, und die drei Transatlantikflüge vom Vormittag hoben wie angekündigt erst Mittag ab.

Die AUA hat für das verkehrsreiche Pfingstwochenende bereits vorgesorgt. Sollten sich zu viele Piloten "unfit to fly" melden und kein Ersatz aus der eigenen Firma aufzutreiben sein, stünden Lufthansa und Swiss bereit, Europastrecken der AUA zu übernehmen. Dass dieser Einsatzplan aktiviert werden muss, scheint nach der heutigen Entspannung unwahrscheinlich.

Droht erheblicher "Crew-Unterbestand"?

Mögliche Folgen für den Abgang einer größeren Anzahl von Piloten hat ein internes Papier der AUA aufgezeigt. Im Protokoll der AUA-Arbeitsgruppe "Transition Handling" vom 4. Mai 2012 steht geschrieben, dass die AUA bereits bei 113 Piloten-Abgängen einen erheblichen "Crew-Unterbestand" orte (Mehr dazu...).

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

217 Kommentare
 
12 3 4 5
Gast: Zu Abschluss mal logisch überlegt
29.05.2012 16:33
0 0

Die Lufthansa muss radikal einsparen

An Personal, an Flügen, an Maschinen. So ist die Marktlage mal (Konkurrenz aus Übersee, Spritpreise etc.). Und wo wird sie das vor allem tun ? - Bei ihrem größten Sargnagel, also ineffizientesten Teil, und der ist die AUA.
Darum würde ich an Stelle des AUA-Personals nicht so arrogant sein, sondern kooperativ.
Ein Drittel des AUA-Personals wird sowieso gehen müssen, aber wenn man Ärger macht, dann wird die Lufthansa einen Kahlschlag machen

Gast: Abschwellende Harmonie
29.05.2012 15:59
0 0

Die Posts zum Thema nehmen ab, doch bald wird wieder neuer Ärger mit der AUA kommen

Dann werden die Posts wieder sprunghaft zunehmen

Gast: Tyralean-Fan
29.05.2012 14:28
1 2

Die Lufthansa wird euch die Flügel zurecht stutzen, AUA-Privilegien-Ritter

Dann werdet ihr froh sein, mit Tyrolean-Charme zu fliegen.
Niki Lauda hat schon vor mehr als einem Monat in einer Zeitung geschrieben, dass die Gier
de AUA-Personal die Hauptschuld am Desaster
trifft.

Niki Lauda hat schon vor mehr als einem Monat in einer Zeitung geschrieben, dass die Gier de AUA-Personal die Hauptschuld am Desaster trifft.

Lauda als Vorbild zu nehmen hat schon gezeigt wieviel Ahnung sie haben, so gegen null eben!
Hauptschuld hatten Politgünstlinge die zwar keinerlei Ahnung mitbrachten, aber dafür umso mehr Freunderl die Posten brauchten! Nicht umsonst ist der Managementapparat so wie er ist.
Übrigens, Niki schreibt nicht in Zeitungen, wenngleich ich davon ausgehe, dass er lesen und schreiben kann.
Was die Flügeslstutzerei angeht, da würde ich mich eher auf das Urteil von Richtern verlassen als auf irgendwelche Spinner in Zeitungsforen.

Antworten Antworten Gast: Genaugenommen
29.05.2012 16:04
0 0

Er hat es in einem Interview in "Österreich" gesagt und dann nochmals im Fernsehen

Und Niki Lauda hat sinngemäß gesagt, dass es keine Airlines der Welt gibt, in der das Personal so viele Privilegien hat

Antworten Antworten Gast: Grenzbeamter
29.05.2012 16:02
0 0

Wanderer, wandere aus

Etwa zur Katy-Air-way

Gast: Vielflieger sen.
29.05.2012 06:49
1 1

mehr Humor

wünsche ich all den Tyrolean-Bordpersonal die von einigen Aua-Mitarbeitern beleidigend behandelt werden.Es ist wie einst, als Neuzugänge Bord von Lauda Air unter der Aua kein leichtes Leben hatte.
Den Humor werdet ihr brauchen,man bekommt als Passagier schon so einiges mit!
Uns Kunden an Bord ist es vollkommen egal ob wir von Flugbegleiter mit orangem,grünen,hellblauen oder vielleicht bald gelben Tücher tragen, unseren Kaffee bekommen.Hochnäsigkeit und Arroganz, liebe Aua-Mitarbeiter, könnt ihr euch schon lange nicht mehr leisten!

Gast: Liebe Poster
28.05.2012 20:09
7 3

Postet doch nicht so ernst, mehr Humor

Es ist der Zeitpunkt gekommen, wo die AUA-Typen man den AUA-Abkassierern nur mehr mit Hohn und Spott begegnen kann. Außerdem die betulichen Postings der AUA-Gemeinde hier nicht gerade ein Beweise überragender Intelligenz

Antworten Gast: ja, richtig, Humor und Sarkasmus !
28.05.2012 20:52
2 2

Einige gravierende Tippfehler, aber Du hast recht

Spott und Hohn für das noch immer arrogante AUA-Personal ist das richtige.

Gast: Krampus der Dritte
28.05.2012 19:56
7 3

Da sitzen sie hinter ihren Compuger und posten verzweifelt die unfit-to-fly- Typen

und kommen nicht nach, ihre Pleite zu kaschieren.
Was noch bedenklicher ist: Sie haben keine Spur Humor. Die Humorlosigkeit war ja immer ein Markenzeichen der AUA. und jetzt wird's AUWEEEEEEEEH

Gast: africano
28.05.2012 19:34
9 2

Ohne Geld ,ka Musi !

Die Gewerkschaft ist mit UMBRINGEN von Betrieben ,sehr Leistungs fähig.

Gast: Walter555
28.05.2012 18:58
7 3

Ein "Boss Albrecht" würde der tiefroten ÖBB auch gut tun!

Was für die schwer defizitäre AUA gut war kann doch für die ÖBB nicht schlecht sein.

Gast: Nikolausi
28.05.2012 18:53
6 6

Die Lösung

Holt bitte endlich wer von Euch Luftfahrt-Flaschen den Niki ?

Dann ist enweder alles gut, oder alles aus.

In jedem Fall is a Ruh.

Alternativ: Ihr nehmts alle Eure schiachen AUA Maschinen und fliegt sie mit Autopilot in die Mitte der Sahara und bringt sie dort zum Absturz.

Weil: Ich kann Euer Gejammer nicht mehr hören, Ihr Weicheier! Als ich als Pilot im Einsatz in Vietnam war... na egal, ihr würdet es eh nicht glauben...

Gast: Parcesi, nun erfährst Du meine Identität
28.05.2012 16:23
5 5

nachdem Du naiv spekuliert hat, das sei ein und derselbe Poster

Ich bin der PLEITEGEIER
und ziehe über Euch schon meine Kreise

Gast: Vielflieger sen.
28.05.2012 11:39
7 7

Leben wie Made im Speck und raunzen!

Frage an eine Aua Flugbegleiterin:

Wie hoch ist Ihr Einkommen?(2008)

Mein Grundgehalt beträgt Pi mal Daumen 2.200 Euro netto. Dazu gibt es eine Flugzulage, deren Höhe sich danach richtet, wie viele Stunden ich im Monat in der Luft bin. Die ist fix geregelt und steigt auch mit den Jahren, die man dabei ist.

Re: Leben wie Made im Speck und raunzen!

Kurze Frage in die Runde: weiß jemand das Durchschnitts-Netto-Gehalt einer Kellnerin? Fairer Weise inkl. Trinkgeldern!

Danke!

Dazu gibt es eine Flugzulage, deren Höhe sich danach richtet, wie viele Stunden ich im Monat in der Luft bin.

Man hört ja viel Blödsinn, aber manchmal muß man reagieren. Wenn sie die Kollegin mal wieder sehen, sagen sie ihr bitte sie soll den KV lesen und ihre Kontoauszüge überprüfen!
Ihre 2.200.- netto gibt es wirklich, im Altvertrag am Ende der Tabelle, wo sie es vermutlich her haben. Dann schreiben sie bitte das zugehörige Dienstalter dazu! Die Wenigsten fliegen bis zum 30. (!) Dienstjahr!
Aber auch diese fiktive Kollegin würde auf einen großen Teil verzichten um endlich Rue zu haben vor diesem Management.

Antworten Antworten Gast: Vielflieger sen.
28.05.2012 18:04
5 0

Re: Dazu gibt es eine Flugzulage, deren Höhe sich danach richtet, wie viele Stunden ich im Monat in der Luft bin.

http://www.datum.at/artikel/eine-flugbegleiterin-bei-der-aua/
für jeden zu lesen!!!!!

3 1

Re: Re: Dazu gibt es eine Flugzulage, deren Höhe sich danach richtet, wie viele Stunden ich im Monat in der Luft bin.

Sorry, wenn eine allein lebt - die in dem Artikel ist ja verheiratet - ist das eigentlich nicht gerade wahnsinnig viel. Also jedenfalls nicht so viel, dass man grün und blau vor Neid werden müsste.

Re: Re: Dazu gibt es eine Flugzulage, deren Höhe sich danach richtet, wie viele Stunden ich im Monat in der Luft bin.

Verstehe ich das jetzt richtig? Als Dienstzeiten werden alle Zeiten ab dem Volksschulalter angerechnet?

Humor ist ja meist lustig und gesund, aber ...

... manchmal sollte man die Regeln des Anstands nicht außer Acht lassen!

0 0

Re: Re: Re: Dazu gibt es eine Flugzulage, deren Höhe sich danach richtet, wie viele Stunden ich im Monat in der Luft bin.

JA JA!!! SIE HABEN ALLES VERSTANDEN!!!

Gast: Es ist zum Totlachen
27.05.2012 22:56
10 5

Naiver geht es nicht mehr

Pracesi - 99 Prozent der Österreicher haben eine Problem mit der AUA, weil in ihr Milliarden unserer Steuergelder versenkt wurden von einem raffgierigen Personal.
Darum die wütenden Kommentare

6 9

Re: Naiver geht es nicht mehr

Es gibt ja die Theorie, dass wenn jeder auf sich selbst schaut, es insgesamt am besten für alle ist. So ist es auch hier.

"Raffgieriges" Personal zahlt natürlich auch mehr STeuern und Abgaben. Der größte Teil des Einkommens geht ja an die Allgemeinheit in Form von Steuern und Abgaben.

Die "gierigen" Aua-Mitarbeiter zahlen mehr als 200 Mio. Euro Steuern und Abgaben im Jahr. Von solchen Leuten brennt das Licht auf der Straße. Ganz sicher nicht von Tagelöhnern, die kaum in der Lage sind sich selbst zu finanzieren und glauben, darauf auch noch stolz sein zu können.

Jeder, der also dafür ist, dass die Aua-Mitarbeiter weniger bekommen, hilft dabei mit die Staatseinnahmen zu reduzieren.

Vorher hatte die Aua ihre Verluste in Österreich gemacht, da war das unterm Strich aber immer noch ein Geschäft für den Staat. Heute tragen die Verluste Deutsche. Wen soll das hier in Österreich kümmern?

Die Hetzerei gegen die Aua-Mitarbeiter hier kommt alos offensichtlich primär aus der PR-Abteilung der Aua, beauftragt von der Lufthansa.

Antworten Antworten Gast: Vielflieger sen.
28.05.2012 15:26
7 6

Re: Re: Naiver geht es nicht mehr

ein Irrlicht der Menschheit!
Haben jahrelang keinen Gewinn gemacht,der Gehalt vom Steuerzahler und uns Kunden.
Mit diesem Posting haben sie die maßlose Überheblichkeit ihrer Rasse bestätigt.
Mehr kann und will ich dazu nicht sagen,guten Flug!

5 4

Re: Re: Re: Naiver geht es nicht mehr

Aha, jetzt ist das schon eine Rasse. Was kommt als nächstes?

 
12 3 4 5

Hobbyökonom