AK kritisiert übereilte Umstellung auf EU-Überweisungen

25.05.2012 | 13:47 |   (DiePresse.com)

Der Banken-Zeitplan für neue Zahlscheine ab 2013 setze die Kunden unnötig unter Druck. In anderen Ländern gibt es längere Übergangsfristen. Die 20-stellige IBAN wird Kontonummer und Bankleitzahl ersetzen.

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Die österreichischen Banken würden bei der Umsetzung der neuen europäischen Regeln für Banküberweisungen und Lastschriften ihre Kunden unnötig unter Druck setzen, kritisieren die Konsumentenschützer der AK Wien. Sie fordern eine bessere Vorbereitung und Information der Kunden auf diese gravierende Umstellung. "Informationen über die neuen Zahlscheine gibt es entweder gar nicht oder nur sehr versteckt", kritisiert AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic.

Die heimischen Banken sollten die neuen Regeln nicht überhastet einführen. Laut EU-Verordnung müssten die neuen Regeln, die die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen durch eine 20-stellige IBAN-Zahl ersetzen, erst bis Februar 2014 eingeführt werden. Österreichs Banken wollen aber die bisher vertrauten Zahlscheine nur noch bis 31. Dezember 2012 annehmen, kritisiert Zgubic. Ab 2013 müssten dann die neuen Zahlscheine verwendet werden. Dadurch entstehe ein unnötiger Zeitdruck.

In anderen europäischen Ländern würden die Banken ihren Kunden für die Umstellung mehr Zeit lassen. In Deutschland beispielsweise könnten die Banken bis zum 1. Februar 2016 die bekannten althergebrachten Kontoidentifikationen entgegennehmen. Die österreichischen Banken sollten diesem kundenfreundlichen Modell folgen, fordert die AK ebenso wie erst kürzlich der Fundraising Verband Austria.

(APA)

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6 Kommentare
Gast: HELP.gv.at
04.06.2012 17:21
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Nützliche Infos auf HELP.gv.at

Über die neuen Regeln für Banküberweisungen informiert HELP.gv.at, das zentrale Internetportal der Republik Österreich für Bürgerinnen und Bürger: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/75/Seite.750200.html

SEPA ist nicht praktisch

Der neue Zahlungsstandard ist alles andere als praktisch und kundenfreundlich.
Es beginnt mit den 20 Stellen des IBAN - wenn man die Nummern für das elektronische Banking abtippen will streicht man am besten jede einzelne eingetippte Ziffer durch - sonst verliert man den Überblick, was bereits eingegeben ist. Eine Gruppierung der Ziffern ähnlich wie bei Kreditkarten wäre bereits eine Hilfe - aber da müssten manche Banken ja ihre Computersysteme umstellen...
Auch Zahlungsreferenz und Verwendungszweck sind praxisfern. Wenn eine Zahlungsreferenz eingegeben wird, darf der Verwendungszweck 35 Zeichen nicht mehr übersteigen - da gehen sich dann nicht einmal mehr Name und Adresse aus. Was der Sinn dieser "Zeichensparerei" in Zeitalter der Giga- und Terrabyte ist, bleibt mir ein Rätsel.

Für mich ist jedenfalls jede neue SEPA-Zahlungsanweisung ein Horror im Vergleich zur alten Inlandsanweisung. Ich finde sie bringt mir nur mehr Aufwand und keinen greifbaren Vorteil im täglichen Gebrauch. Wer immer die Spezifikationen konzipiert hat - er hat das sicher nicht selbst ausprobiert, sondern lässt seine Überweisungen wohl von anderen durchführen!

Antworten Gast: vor dem arlberg-der echte
26.05.2012 13:12
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Re: SEPA ist nicht praktisch

Was soll daran so schwierig sein. Klar, man muss halt, bevor man abspeichert, die Zahlen und Buchstaben ein- oder besser zweimal kontrollieren. Und wenn man eine Bankverbindung öfter braucht, speichert man sie doch sowieso ab. Und da lässt sich zur Not unter "Ändern" jederzeit eine Korrektur anbringen. Und der Verwendungszweck ist ja nicht für Kurzgeschichten und Romane gedacht. Kundennummer, Rechnungsnummer reichen in der Regel, dann kan der Empfänger die Zahlung problemlos zuordnen. Praktiziere das von Anfang an, hatte noch nie Probleme.

Gast: vor dem arlberg
25.05.2012 18:54
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AK

Die AK hat offensichtlich mittlerweile zu wenig zu tun. Unser Hämmerle hat sich die Mobilfunker zum Feindbild erklärt, nun passt es mit den Überweisungen nicht. Ich stelle fortlaufend alle Bankverbindungen auf BIC + IBAN um, ist doch im Zeitalter des PC kein Problem. Und die Kunden müssen halt auch etwas Eigenverantwortung übernehmen und sich informieren. Steht doch alle naselang irgendwo in den Medien, wie es funktioniert. Aber das Volk ist gewohnt, dass man ihm jedes Denken abnimmt.

Re: AK

ich versteh auch nicht warum sich so viele aufregen, ich merke keinen unterschied zw altem und neuem system!!

Antworten Antworten Gast: Klaus
26.05.2012 19:39
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Re: Re: AK

dann frag mal bei Firmen was die Umstellung der EDV bei denen so kostet .. und wer das bezahlen darf ...

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