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Mittwoch wird Spritpreis für langes Wochenende fixiert

04.06.2012 | 11:51 |   (DiePresse.com)

Zu Fronleichnam tritt erstmals der Preiskorridor für Spritpreise in Kraft. Die Preise dürfen dann nur mehr gesenkt werden.

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Morgen, Dienstag, wird erstmals die Verordnung für einen konstanten Spritpreis zu reiseintensiven Zeiten schlagend. Für Fronleichnam (Donnerstag) bedeutet dies: Tankstellenbetreiber dürfen am Dienstag um 12 Uhr die Preise erhöhen und dann die Preise bis zum Mittwoch um 11 Uhr nur mehr absenken oder konstant halten. Von da an muss der Treibstoffpreis bis Sonntag um 24 Uhr gleich bleiben. Ab Montag (0 Uhr) dürfen die Preise wieder abgesenkt werden. Am selben Tag dürfen die Preise - wie schon bisher festgelegt - einmalig um 12 Uhr angehoben werden.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will mit der Verordnung zu den "Standesregeln für Tankstellenbetreiber" Preissprünge wie zu Ostern verhindern. Betroffen sind alle Tankstellen, ursprünglich sollten kleine Zapfsäulenbetreiber ausgenommen werden. Der Preiskorridor gilt vorerst nur bis zu den Sommerferien, für die Feiertage vor Weihnachten und die Weihnachtsferien selbst ist er nicht vorgesehen. Die Verordnung läuft mit Jahresende 2012 aus. Ein Verstoß wird mit maximal 2180 Euro bestraft.

Mineralölindustrie sieht Schaden

Die Mineralölindustrie sieht durch die Verordnung an sich schon einen Schaden. Sie erachten "jede Form der Marktregulierung als falschen Weg, denn sie kommt einem Eingriff in die Erwerbs- und Eigentumsfreiheit gleich - insbesondere im Hinblick auf den harten heimischen Wettbewerb, der im Europavergleich günstige Kraftstoffpreise - ob mit oder ohne Steuern - ermöglicht". Und sie stellen klar: "Ungerechtfertigte Preiserhöhungen, also ohne nachvollziehbare externe Einflussfaktoren, hat es nicht gegeben." Allerdings verzichten sie vorerst auf den Rechtsweg, da die Ausnahmen für kleine freie Tankstellen nun gefallen sind.

ÖAMTC und ARBÖ haben bereits im Vorfeld den Preiskorridor begrüßt. "Ich kann mich an kein Wochenende erinnern, an dem die Spritpreise jemals billiger geworden wären", so ÖAMTC-Expertin Elisabeth Brandau. Der Arbö sprach von einer "Notwehrmaßnahme". Er ruft alle Autofahrer dazu auf, Preise vor dem Tanken zu vergleichen und bewusst die günstigsten Tankstellen anzusteuern. "Kontinuität dabei ist wichtig, denn schließlich werden teurere Tankstellen ihre Preise nur dann senken, wenn billigere Tankstellen das Geschäft machen", so der Club.

Mitterlehner betonte vergangene Woche, dass die Zeiten des günstigen Öls vorbei sind. "Wie Experten bestätigen, müssen wir uns darauf einstellen, dass die Treibstoffpreise in Zukunft noch weiter steigen werden", so der Minister. Er bestätigte damit eine Warnung des Verkehrsclub Österreich (VCÖ), der schon lange vor einer Preisfalle beim Rohstoff Öl warnt. "Der Spritpreis-Korridor wird das grundlegende Problem unserer erdölabhängigen und Auto-fixierten Mobilität nicht lösen. Wer abhängig ist vom Auto, bewegt sich immer mehr auf eine Kostenfalle zu. Zudem sind die Treibstoffkosten nur ein Bruchteil der Gesamtkosten, die für den Erhalt und die Nutzung eines Autos entstehen", gibt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen zu bedenken.

 

(APA)

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8 Kommentare
Gast: ara
04.06.2012 18:25
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blödsinnige regelung.

die preise sollten immer für ein kalendermonat fix sein.
änderung nur am monatsersten möglich.

nur so können sich die konsumenten einen überblick über die preise in ihrer region verschaffen und ihren aufwand für den aktuellen monat sinnvoll kalkulieren. quartal wäre noch besser.

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Höchstpreise sind zu erwarten

Jede Tankstelle wird folgende Überlegung anstellen: ein langer Preisregulierungszeitraum mit stetig fallenden Preisen erfordert möglichst hohe Preise zu Beginn. Das schafft Spielraum für Preissenkungen infolge von Konkurrenzdruck. Im Durchschnitt muss die Rechnung jedenfalls wieder stimmen. Für Konsumenten dürfte es das Beste sein, vor bzw. ganz am Ende der Regulierungsperiode zu tanken und über die Feiertage mit dem Auto nicht weiter zu verreisen, als es eine Tankfüllung erlaubt. Meine Meinung: es ist ohnehin schade um die Zeit, die man im Auto verbringt.

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Re: Höchstpreise sind zu erwarten

Ich habe da etwas übersehen: die Spritpreise dürfen ab Mittwoch auch nicht mehr gesenkt werden. Das ist ein noch stärkers Plädoyer für die Beschränkung von Autoreisen auf eine einzige Tankfüllung. Tanken sollte man natürlich nicht am Ende des Regulierungszeitraums sondern danach ...

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freches Täuschungsmanöver

Vielleicht einmal den exorbitanten Steuersatz senken, dann würden auch Lebensmittel etc. mal wieder ein wenig billiger werden..

Aber auf die Tankstellenbetreiber hinhaun ist halt viel einfacher und funktioniert scheinbar genauso..

Antworten Gast: Gast lupo
04.06.2012 14:29
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Re: freches Täuschungsmanöver

Die Aussage"Die Treibstoffkosten sind nur ein Bruchteil der Gesamtkosten, die für den Erhalt und die Nutzung eines Autos entstehen" zeigt die vollkommene Inkompetenz der "VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen".

Antworten Antworten Gast: Trebork
04.06.2012 18:53
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Re: Re: freches Täuschungsmanöver

bei mir sind es ziemlich genau 25% (bei ca. 1800 KM/Monat)

da werdens gleich hoch antragen, um Reserven zu haben

Dann werden sie die die Preise wahrscheinlich am Dienstag gleich hoch genug antragen, um den Profit zu maximieren. Vielleicht sprechen sich ja die großen Firmen untereinander ab, um sich nicht gegenseitig weh zu tun.

verdammt

ich hätte jetzt noch tanken müssen, jetzt kann ich bis montag warten!

Hobbyökonom