23.05.2013 22:24 Merkliste 0

Selbstständigen-Kasse lässt Versicherte abstimmen

07.06.2012 | 11:32 |   (DiePresse.com)

Der Start der "Urbefragung" ist kommende Woche. Eine halbe Million SVA-Versicherte dürfen teilnehmen. Die Ergebnisse sollen nicht schubladisiert werden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Selbstständigen sollen mitentscheiden, was ihre Kasse für sie tun soll. Die Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft (SVA) versendet ab kommender Woche Fragebögen an mehr als eine halbe Million Versicherte. Drehen wird sich bei der "Urbefragung" laut SVA alles um vier Themengruppen, die in einer Aussendung freilich nicht näher ausgeführt werden. Geantwortet werden kann per Post, Fax oder E-Mail oder man gibt den Fragebogen persönlich in einer Landesstelle ab oder füllt ihn auf der SVA-Homepage (www.svagw.at) elektronisch aus.

Der Grundgedanke ist laut SVA-Vize Peter McDonald, die Versicherten zu fragen, welche Inhalte man künftig in der Gesundheitspolitik vertreten soll: "Wie soll die soziale Absicherung künftig aussehen? Welche neuen Serviceleistungen muss eine moderne Sozialversicherung bieten? Wie soll die Beitragsleistung erfolgen? Wie soll es mit Selbstbehalten weitergehen? Und: Soll es eine stärkere Umverteilung zwischen geringen und höheren Einkommen geben?"

Der stellvertretende Obmann verspricht, dass die Ergebnisse nicht schubladisiert werden. "Die Ergebnisse der Urbefragung sind für uns bindend und ein Umsetzungsauftrag. Mit den Schwerpunktsetzungen der Versicherten werden wir in die politischen Verhandlungen gehen", erklärt McDonald. Einsendeschluss für den Fragebogen ist der 30. September. Anfang Oktober sollen die Ergebnisse präsentiert werden.

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

11 Kommentare

Zynismus pur

Die SVA lässt sich von uns die Erhöhung von Beiträgen und Selbstbehalten "bestätigen" und nennt das dann zum Schluss "Ergebnis" der Befragung aller "Zwangs"-Mitglieder.

Und weil das noch nicht genug Boshaftigkeit ist, sagt man von Beginn an, dass die "Ergebnisse der Befragung" nicht "schubladisiert" werden (also etwa so, wie nahezu alles).

Mehr Zynismus geht ja fast nicht mehr. Da bleibt einem nur noch der Mund offen.

die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt mitentscheiden?

denn das KÖNNTEN sie bereits heute: bei den regelmäßig stattfindenden kammerwahlen.

doch die wahlbeteiligung bei dieser offensichtlichen 'juxveranstaltung' spricht gegen den wunsch einer mitentscheidung.

Re: die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt mitentscheiden?

Typischer Beamter, dieser "Oberst": Er redet (schreibt) von Sachen, die ihn nichts angehen und von denen er keine Ahnung hat.

Re: Re: die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt mitentscheiden?

typisch....

die wahlbeteiligung bei der kammerwahl lag bei rund 40 %.
DAS soll ein zeichen für "ja, wir wollen mitbestimmen!" der gewerbetreibenden sein?

nachdem er, dieser pilatus, von sachen redet/schreibt, von denen er halt wirklich keine ahnung hat, kann über seinen beruf nur gemutmaßt werden: pensionist, arbeitsloser, dummschwätzer....?

Antworten Gast: Vogel Strauss
07.06.2012 17:03
2 0

Re: die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt mitentscheiden?

Was hat die Kammerwahl mit der Sozialversicherung zu tun? Bei der Kammerwahl kann ich nicht entscheiden, wer in die Gremien der SVA geschickt wird und was dort passieren soll ... der Oberst ist pragmatisierter Beamter!

Re: die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt mitentscheiden?

die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt "Kammern"?
die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt : verschiedene Krankenkassen?
die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt : 1000ende "Apparatschiks"
die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt : bevormundende "Oberste" (Klugscheisser)
die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt : ...........

Re: Re: die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt mitentscheiden?

und über all diese fragen entscheidet man in form einer wahl.
zumindest in demokratien ist das der fall.

aber sie und ihr nachposter haben es offenbar nicht so mit demokratie. lieber wären wohl SIE ein liebevoller und fürsorglicher führer, der für die depperln alles erledigt, damit diese nicht die mühe mit dem wählen haben.

manchmal greif ich mir echt an den kopf, wenn ich an das hirn so mancher leute denk...

0 0

Re: Re: Re: die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt mitentscheiden?

Den Kammernzwang in den Verfassungsrang zu heben, darüber wurde nicht abgestimmt.
Aber was kümmert unsere Regierung denn die Verfassung.

Seit ich in Wien wohne wähne ich mich allerdings sowieso eher in Kuba als in Österreich od. Mitteleuropa.
Wenn wenigstens das Wetter dazupassen würde...

Antworten Antworten Gast: iggi-staendig
07.06.2012 17:11
1 0

Re: Re: die frage ist: WOLLEN die selbständigen überhaupt mitentscheiden?

bravo, auf den punkt gebracht. anderswo gehts blendend ohne diesen unnoetigen ueberbau und derlei pseudomitbestimmung. einen freien markt fuer versicherungen jenseits minimaler staatlicher grundversorge braucht es, nachfrage gestaltet das angebot, nicht frageboegen plus gnaedigem nicht-schubladisieren durch, ich zitiere, 'bevormundende "Oberste" (Klugscheisser)'.

Gast: Saiffenstayn
07.06.2012 13:07
0 1

Was soll das ? .....

An eine Zusammenlegung mit der
SVB (Sotialversicherungsanstalt der Bauern)
denkt man nicht mehr ?

war doch ein Projekt der SV REform 2003 unt Schüsserl ???


Hobbyökonom