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Österreichs BIP wächst zu Jahresbeginn um zwei Prozent

08.06.2012 | 09:11 |   (DiePresse.com)

Nach zwei Quartalen ohne Wachstum gab es von Jänner bis März wieder ein Plus. Für die Zukunft erwartet das Wifo "eine gewisse Abschwächung".

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Österreichs Wirtschaft ist zu Jahresbeginn 2012 wieder gewachsen. Im ersten Quartal 2012 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsabstand leicht um 0,3 Prozent. In den zwei Quartalen davor hatte es kein Wachstum gegeben: Im dritten Quartal 2011 stagnierte die Wirtschaft und im vierten Quartal 2011 gab es gegenüber dem Vorquartal einen kleinen Rückgang um 0,1 Prozent.

Im Jahresabstand, also gegenüber dem Vorjahresquartal, gab es im ersten Vierteljahr in Österreich heuer ein Plus von zwei Prozent. Dies geht aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Wirtschaftsforschungsinstituts vom Freitag hervor. In der Schnellschätzung war von einem Plus von 1,9 Prozent ausgegangen worden. Die Schuldenkrise dämpft den Ausblick allerdings schon wieder.

Für die kommenden Quartale lassen laut Wifo die Ergebnisse des aktuellen Konjunkturtests wie auch eine leichte Abflachung der internationalen Konjunktur "eine gewisse Abschwächung der heimischen Wirtschaftsaktivität erwarten", schrieb das Institut am Freitag.

Im ersten Quartal 2012 expandierten der Handel und Dienstleistungssektoren. Dass in der Eurozone eine Rezession vermieden wurde, lag insbesondere am kräftigen Aufschwung in Deutschland. Zuletzt, so das Wifo, trübte sich der weltweite wirtschaftliche Ausblick jedoch etwas ein. Vor dem Hintergrund verschlechtern sich auch für Österreich die Aussichten. Die Sachgüterproduktion beurteilt die Auftragslage nun wesentlich pessimistischer. Auch Dienstleister spürten schon einen kühleren Wind, sind per Saldo aber nach wie vor zuversichtlich.

Nationalbank hebt Wachstumsprognose

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat heute ihre Wachstumsprognosen für Österreich hinaufkorrigiert. Die Zentralbank erwartet nun 0,9 Prozent BIP-Plus nach 0,7 Prozent Wachstum, das bei der letzten Prognose im Dezember 2011 erwartet wurde. Auch für 2013 wird ein geringfügig höheres Wachstum erwartet (1,7 nach 1,6 Prozent beim letzten Mal). Dies gab OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny bei der aktuellen Prognose bekannt. Die Lage in Österreich sei "vergleichsweise günstig."

Der Euroraum "ist derzeit die Schwachstelle der Welt", sagte Nowotny. Das größte Problem von Europas Staaten sei der Refinanzierungsbedarf. Spanien müsse heuer noch 93, Italien 226 Milliarden Euro auf nehmen.

Das österreichische Budgetdefizit (Maastricht) soll heuer bei 2,8, im nächsten Jahr bei 1,6 Prozent liegen. Die OeNB-Prognosen liegen damit unterhalb der aktuellen Annahmen der Regierung. Die Verbraucherpreise werden laut OeNB-Prognose heuer um 2,4 bzw. 1,7 Prozent steigen (harmonisierter Verbraucherpreisindex).

(APA)

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11 Kommentare
Gast: Be-obachter
09.06.2012 19:44
0 0

Österreichs BIP wächst

und wir haben leider nichts davon. Weil wir uns für Griechenland bereits in horrende Schulden gestürzt haben und auch Spanien bereits die Hände aufhält...

Also hackeln wie verrückt für die anderen :-((
während Frankreich das Pensionsalter um weitere 2 Jahre absenkt, dieweil bei uns über eine weitere Anhebung nachgedacht wird.

Gast: 1. Parteiloser
08.06.2012 14:09
3 2

Woher kommt das reale Wirtschaftswachstum?

Die Berechnung erfolgt ja wie immer.

1) Erst werden die nominellen Daten erhoben und die Wirtschaftsleistung von Österreich berechnet. Vom nominellen Wachstum wird dann die offizielle Teuerungsrate abgezogen, welche hedonisch berechnet wurde. Der Unterschied zwischen realer Teuerungsrate und der offiziellen Teuerungsrate liegt aber zwischen 2 und 3%.

Alleine diese Abart bei der Berechnung der Teuerungsrate würde also ein reales Nullwachstum für die Praktiker ergeben.

2) Die staatlichen Dienstleistungen und die staatlichen Investitionen, auch die staatliche Korruption, gehen voll als "Leistung" in das BIP rein. Berechnet werden aber die Kosten für diese Bereiche, der Nutzen für die Gesellschaft wird vollkommen ausgeblendet.

Nun hat sich diese Regierung aber für 2012 ein Wachstum bei den Ausgaben von satten 4,9% genehmigt, die Leistungen für die Österreicher aber weiter eingeschränkt. Diese Kostenerhöhungen der staatlichen Dienstleistungen treiben also auch das BIP in die Höhe.

http://www.bmf.gv.at/budget/budgets/2012/bfg/budget_onesheet_2012_de.pdf

Das Resultat dieser komischen BIP Berechnung, welche mit einer Leistung der Gesellschaft nur noch wenig zu tun hat, das wäre ein BIP von 80.000.- EUR pro Haushalt in Ö. Davon ist doch maximal 50% mit einem volkswirtschaftlichen Nutzen, der Rest sind nur kranke Kosten der Parteibonzenhochburgen.

Muhahaha, die Kosten der Planwirtschaft, der Korruption, der vielen Posterl- und Amterl als Leistung!?

Antworten Gast: 1. Parteiloser
08.06.2012 14:35
4 1

Re: Woher kommt das reale Wirtschaftswachstum?

Die BIP Daten verschleiern das Leistungsproblem in der Eurozone!

Seit dem Jahr 2001 sollte das reale BIP in der Eurozone ja um gut 30% gewachsen sein, wenigstens nach den offiziellen Darstellungen. Wenn man sich die realen Daten zur Produktion anschaut, dann wird aber das Leistungsproblem der Eurostaaten gut sichtbar:

http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/download/konindikat/ki05.xls

Industrieproduktion in der Gesamtindustrie ohne Baugewerbe im Euro-Raum (saisonbereinigt, reale Werte). Basis 2005 = 100%
2001: 96,3%
2006: 104,2%
2011: 100,5%

Die Daten zum Baugewerbe:
Basis 2005 = 100%
2001: 95,7%
2006: 103,4%
2011: 85,5%
Pro Einwohner gerechnet würde der Rückgang noch viel dramatischer aussehen, das Bevölkerungswachstum lag bei gut 5%.

Die fehlenden nutzbare volkswirtschaftliche Leistung wird aber bei der BIP Berechnung kaum sichtbar. Die wird bei der BIP Berechnung durch die Kosten der staatlichen Dienstleistungen dann überkompensiert. Dazu kommt noch, dass das nominelle BIP Wachstum durch die hedonisch berechnete Teuerungsrate korrigiert wird und sich so jedes Jahr Fehler zwischen 1 und 4 % eingeschlichen haben. Über die letzten 15 Jahre gesehen ein massives Problem.

Weil das aber die Politiker nicht verstehen, noch nie verstanden haben, so sind diese noch immer im Wahnsinn, dass Europa so reich ist und eine so hohe Leistung erbringt.

Der Fetisch BIP machte die Entscheidungsträger irre!

Re: Re: Woher kommt das reale Wirtschaftswachstum?

Ja, da sinds auf der richtigen Spur. Allerdings ist das Problem viel größer und vielschichtiger als Sie sich jemals ausmalen könnten.

Beispielsweise werden Subventionen an die ÖBB als Leistungsentgelte verbucht. Die Leistung besteht also darin mit einem Zug von A nach B zu fahren. Quasi nebenbei werden auch noch ein paar Personen befördert, als weitere Leistung.
Korrekt verrechnet wäre der Personentransport die einzige Leistung - welche eben subventioniert wird.

Der Unterschied liegt darin, dass Subventionen das BIP zu Marktpreisen reduzieren, während Leistungsentgelte es erhöhen. Die Statistik Austria kann in Österreich nur rund 10 Mrd an Subventionen errechnen, obwohl es allgemein bekannt ist, dass es wohl eher 20 Mrd sein dürften. 10 Mrd falsch verbucht erhöhen so das BIP um 20 Mrd Euro.

Geschummelt wird aber schon seit der ersten Ölkrise in den 70ern. Über 2 Jahre schrumpfte die schweizer Wirtschaft damals um 9%, die Österreichs wuchs im selben Zeitraum gar um 2%. Ein "echtes" Wunder..

Re: Re: Woher kommt das reale Wirtschaftswachstum?


Eben, die Beamtenkosten werden auch als Wirtschaftsleistung gerechnet...

Alles LugundBetrug!


Österreich

Die österreichische Wirtschaft investiert
massiv in der Türkei,dieses wird sich in einigen Jahren noch verstärken,wen die
Türkei nicht den Fehler macht,und in die Eu Beitritt,werden beide Seiten massiv davon profitieren.
Das einzige Hindernis,sind die Visa regeln für Türkische Geschäftsleute.
An diesem Problem jedoch wird gerade
gearbeitet !
Hoffe die Zukunft wird beweisen,dass
viele Vorurteile beiderseits zum größten
Teil unbegründet sind.
Wir Türken nehmen auch nicht die Mundl's als Repräsentant für Österreich
zum Beispiel.
Wichtig ist nicht wieviel sondern,die Nachhaltigkeit des Wachstums.
In diesem Sinne,Iygünler !



Antworten Gast: 1. Parteiloser
08.06.2012 14:19
1 2

Re: Österreich

Da geht es doch nicht um "die Wirtschaft", welche in der TR investiert!

Das kommt doch vorwiegend vom Verbund, welcher die Österreicher ausraubt und dann die Gelder, als Staatsunternehmen!, in der TR verwirtschaftet. Es sind als Verinvestitionen einer Parteibonzenparade, sicher aber nicht von "der Wirtschaft".

Aus der Sicht der Wirtschaftsdaten ist doch kaum etwas, neben dem Tourismus, in der TR wirklich interessant. Die Defizite sind ja auch vorhanden, das BIP pro Kopf wächst real auch kaum, die Teuerungsrate ist mit 5,9% viel zu hoch, die Zinsen sind auch hoch. Das Handelsdefiizit der Türkei ist einfach nur noch ein Horror. Dazu kommt noch die laufende Abwertung der neuen Türkischen Lira, welche in den letzten 5 Jahren 25% zum sehr schwachen Euro betragen hat und ein extremes Risiko für Investoren in sich trägt.

In ein solches Wirtschaftsumfeld invertieren nur die Planwirtschafter, also die Parteibonzen, niemals aber die freie Wirtschaft. Die freie Wirtschaft würde sich nur um den Konsum bewerben.

Re: Re: Österreich

Bei nichts Wissen,fragen Sie ihre Arzt oder die Wirtschaftskammer !

Gast: qejul
08.06.2012 12:00
1 1

Wir sind doch die Besten und dies trotz Werner & Laura


Re: Wir sind doch die Besten und dies trotz Werner

So ähnlich wollte ich es auch schreiben. Es ist erstaunlich, wie gut es uns geht trotz all dieser jämmerlichen Gestalten, all dieser Partei- und sonstiger Funktionäre, die fast allesamt nie in ihrem Leben auch nur einen einzigen Tag in einem richtigen Beruf verbracht haben wie Rudas, Faymann, Spindelegger und so viele andere. Trotz nutz- und sinnfreier Einrichtungen wie der Arbeiterkammer, die selbst dem kleinsten Arbeiter mit Mindestlohn noch die Kammerumlage (was für ein Wort für den erzwungenen Mitgliedsbeitrag) abpressen. Dort darf dann ein Muhm, der selbst auch nie einem richtigen Beruf nachgegangen ist, in seiner geschützten Werkstatt seinen kruden Enteignungstheorien nachhängen, ohne sich je sorgen zu müssen, ob seine wiedergekäuten Theorien aus der kommunistischen Mottenkiste irgend jemanden interessieren oder nicht. Und der verurteilte Lucona und AKH-Skandalist Blecha kann auf Kosten der Steuerzahler während dessen die Zukunft unser Jugend in eine paar Wählerstimmen ummünzen.

Re: Wir sind doch die Besten und dies trotz Werner

kommt drauf an wer gerechnet hat, und wie gerechnet wurde :-)

Hobbyökonom