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Österreich ist teurer als Deutschland

12.06.2012 | 17:38 |   (Die Presse)

Manche Produkte kosten in Wien um 100 Prozent mehr als in München, sagt die AK. Sie vermutet einen geheimen „Österreich-Aufschlag“ im Einzelhandel, der nicht durch die Preisentwicklung in Europa erklärbar sei.

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Wien/Jil/Juk. Sollten im Zuge der Schulden- und Eurokrise tatsächlich die Grenzkontrollen in Europa wieder eingeführt werden – manchen Konsumenten in Österreich dürfte das gar nicht recht sein: jenen, die schon wegen einer Flasche Coca-Cola auch einmal nach Deutschland fahren – weil sie dort mehr als 20 Prozent billiger ist.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) hat im Auftrag der Arbeiterkammer (AK) Preise in Wien und München verglichen. Das Ergebnis: Der Warenkorbpreis von 47 Markenlebensmitteln ist in Wien (inklusive Mehrwertsteuer) um 10,6 Prozent teurer als in München. Netto sind die Waren um immerhin 6,9 Prozent teurer.
Einsamer Spitzenreiter: Pommes von McCain („123 Frites Original“). Die 750-Gramm-Packung kostet in München laut Wifo 1,40 Euro, in Wien aber 2,89 Euro. Ein Unterschied von 106 Prozent. Die Ergebnisse der Studie „untermauern“ laut AK-Präsident Herbert Tumpel, dass es in heimischen Supermärkten einen „Österreich-Aufschlag“ gebe, der nicht durch die Preisentwicklung in Europa erklärbar sei. So seien im vergangenen Jahr die Preise für Speiseöl in Österreich um 10,5 Prozent gestiegen – im Euroraum aber nur um 4,5 Prozent. Bei Obst lag der Preisanstieg in Österreich bei 12,8 Prozent – verglichen mit nur 2,7 Prozent in der Eurozone. Tumpels Fazit: „Irgendwo muss irgendwer mitschneiden, sodass ungerechtfertigte Aufschläge ausgenutzt werden.“

Der Handel ist mit den AK- Berechnungen der Arbeiterkammer nicht glücklich. Stefan Ornig, Sprecher von DM Österreich, bestätigt zwar, dass das Preisniveau hierzulande höher sei als bei den deutschen Nachbarn. Höhere Preise seien bei einigen Artikeln aber nicht zu vermeiden, weil aufgrund der Siedlungsstruktur des Landes (weniger Ballungszentren, höhere Zersiedelung am Land) die Dichte der Filialen hierzulande und somit auch die Kosten für die Händler höher seien als in Deutschland. „Wir könnten in Österreich Preise wie in Deutschland anbieten, dafür müssten aber zwei von drei Filialen zusperren“, so Ornig. Außerdem seien die Produkte in AK-Studien oft willkürlich ausgewählt und würden nicht das tatsächliche Preisniveau widerspiegeln.

Zu teuer: Strom, Gas, Mieten

Tumpel hält dagegen: „Wer monatlich bis zu 1866 Euro verdient, gibt mehr als die Hälfte seiner Ausgaben allein für Essen, Wohnen, Energie und Verkehr aus. Es muss endlich die Notbremse gezogen werden.“ Dass der Ministerrat am Dienstag eine Verschärfung des Kartellrechts beschlossen hat und die Wettbewerbsbehörde mehr Befugnisse erhalten soll, sei ein Schritt in die richtige Richtung. Es sei aber noch viel zu tun. Aus der Perspektive der AK sind derzeit zu teuer: Strom, Gas, Benzin, Mieten und Autoreparaturen. Für die Mieten hat Tumpel einen pragmatischen Vorschlag: Diese sollen in Zukunft nur noch alle fünf statt alle zwei Jahre erhöht werden – und zwar nur um die Hälfte der Inflationsrate. Tumpel wunderte sich am Dienstag vor Journalisten allerdings auch, dass diese offizielle Inflationsrate heute schon mit der Realität in den Supermärkten offenbar nicht übereinstimmt – also zu niedrig zu sein scheint.

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Das Benzinproblem will er sozusagen an der Quelle lösen. Die Behörden müssten den nationalen Treibstoffmarkt „unter die Lupe“ nehmen, so Tumpel. Außerdem müsse die Transparenz an der Rotterdamer Ölbörse erhöht werden. Und: Die „Spekulation“ müsse eingedämmt werden. „Dafür muss die EU-Kommission sorgen“, sagte Tumpel.

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188 Kommentare
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Re: Re: Also da gibt es noch ein paar mehr Beispiele

Und noch was vergessen:
Als damals die Teebutter ( und ich rede hier nur von Teebutter !) von 0,95 €, auf 1,09 €, dann auf 1,25, 1,35 und zuletzt auf 1,39 € kletterte habe ich die BWB angerufen und folgendes dargelegt:
1.) Alle erhöhen zeitgleich die Preise
2.) Alle haben die gleichen Preise
also müssen alle:
1.) Den gleichen Einkaufspreis haben
2.) Alle exakt die gleichen Kosten ; denn nur so kann man
3.) Exakt zum gleichen Preis kommen.

Jeder kann selbst mit offenen Augen durch die Läden laufen und wird das was ich beschreiben bemerken.
Aber wenn man wie sie augenscheinlich die Augen fest macht kann das in Ö auf Ewigkeit so weiter gehen.
Wie man bei der BWB sagte:
Das hat uns noch niemand gesagt"!!!

Bedeutet, was nicht sein kann das nicht sein!
Also zahlen oder sich beschweren an der richtigen Stelle, vielleicht wird was davon!

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Re: Re: Also da gibt es noch ein paar mehr Beispiele

Nicht motzen ohne zu Wissen, einfach ausprobieren und dann reden!

Antworten Antworten Gast: Das Kartell
13.06.2012 14:28
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Re: Re: Also da gibt es noch ein paar mehr Beispiele

Über die Wirtschaftskammer?

Gast: A. Rand
13.06.2012 13:09
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wettbewerbsverzerrungen für produzierende privatunternehmen.....

durch teilweise planwirtschaftliche zustände speziell am/im österreichischen lebensmittelmarkt u. die verhältnismässig kleine/schwache konkurrenz im einzelhandel(der kunde hat selbst so entschieden u. jetzt kommt der boomerang zurück) tun ihr übriges ---> isse nixe de freie markte,isse nixe mit de billige preise !!

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Re: wettbewerbsverzerrungen für produzierende privatunternehmen.....

DER Markt würde für die Konsumenten wirken, aber der Konsument rennt lieber in die Supermarktketten, die auch noch Preisabsprachen tätigen und somit den Markt wirkungsvoll aushebeln.

Wegen der billigen Kredite der Zentralplaner (Zentralbanken) gibt es heute diese Konzentration in wenige Konzerne.


Gast: Mechaniker
13.06.2012 13:02
0 0

Auch der Würth ist viel zu teuer.


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Dumpel ?

Also diese Kämmerer sollten wir endlich auf eine Insel verbannen. Ein paar griechische würden sich da anbieten.

Der Vorschlag dieser Zentralplaner, dass die Mieten nur halb so schnell wie der VPI, der selbst schon nach unten manipuliert ist, steigen dürfen, ist wohl nur mehr zum Lachen.

Und die Baukosten, die mit ca. 5% p.a. steigen will er vermutlich auch mit 1% p.a. begrenzen - aber WIE?
Auch den Anstieg der Energiekosten und sonstigen Abgaben möchte er verhindern? Warum hat er nicht bei den Abgaben der Gemeinde Wien bereits angefangen?


Für Autoteilen auch korrekt

Autoteile sind in Deutschland auch wesentlich billiger - leicht zu vergleichen bei Online Händlern. Und das ist bitter: vieles kann man beim Auto nicht selber machen oder es fehlt die notwendige Kompetenz, wodurch man erst bei der Werkstatt kaufen muss. Und die hat sowieso ihr eigene, sehr kreative Preisfindung.

Gast: Mingner
13.06.2012 11:32
3 0

Mietzinsunterschiede

Sie sollen sich einmal die Unterschiede in den Mietzinsen zwischen Mingna und Wean ansehen. Da sieht es ziemlich anders aus. Enen Bruchteil dessen was sich der Wiener an Miete spart muss er an teuereren Lebensmittel zahlen.

Re: Mietzinsunterschiede

dann Vergleichens Mühldorf und Neunkirchen!

Blabla miete.

Der Rewe Konzern

verlangt für viele exakt identische Produkte in gleicher Verpackung unter "Billa" im Durchschnitt 10 cent mehr ,als in der Konzerntochter "penny"
Das stört die AK nicht ????

Antworten Gast: yoshi1
13.06.2012 14:47
1 0

Re: Der Rewe Konzern

Leicht zu erklären, es gibt gewisse Unterschiede. Angefangen über das Design der Geschäftslokale über Mitarbeiteranzahl über Präsentantion der Waren, Produktvielfalt, etc

Antworten Gast: globetrotterneu
13.06.2012 11:36
1 0

Re: Der Rewe Konzern

bitte denken sie haben die wahl wo sie kaufen beide sind im selben land.

Re: Re: Der Rewe Konzern

Ihre Antwort ist korrekt,aber Konsumenten könnten mit ihrem Kaufverhalten daran etwas ändern!

Re: Re: Re: Der Rewe Konzern

ja aber ich denke es ist jedem selbst überlassen ob er nun das 10c teurere billa Produkt Kauf weil es ihm vielleicht besser gefällt oder das billigere Penny Produkt

Guter Witz

Der "Österreich-Aufschlag" hat zwei Namen: SPÖVP und Sozialpartnerschaft.

Auch wenn es die ideologisch einschlägig vorbelasteten Leute seit Jahrzehnten geflissentlich leugnen: überhöhte Löhne, überhöhte Lohnnebenkosten und überhöhte Pensionen werden SOFORT EINGEPREIST.

Das was wir zahlen ist nichts anderes als der Aufschlag dafür, dass der Staat raffgierig große Teile des Bruttolohns selbst einheimst. Ist der Bruttolohn auch dementsprechend groß bekommen die Leute aber trotzdem recht wenig raus ändert das nichts daran, dass die Unternehmer ihre Preise erhöhen - irgendwie müssen sie die hohen Bruttolöhne ja auch erwirtschaften.

Das und noch so einiges mehr macht Deutschland einfach besser.

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Re: Guter Witz

Wirklich? Da die Bruttolöhne in Deutschland tendentiell höher sind als in österreich, müsste sich ja eigentlich die Spirale weiter in die Richtung drehen....

Antworten Gast: gäst
13.06.2012 11:54
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Re: Guter Witz

Unter Bedingungen der Konkurrenz stimmt das nicht - weil ein niedrigerer Gewinn immer noch besser ist als gar keiner.
Abgesehen davon ist da Lohnniveau im Handel in Österreich sicherlich nicht soviel höher, als dass die oben beschriebenen Aufschläge dabei rauskommen könnten, ganz abgesehen von Strom und Gas, wo das überhaupt keine Rolle spielt (der Lohnbestandteil ist da eher mickrig.)

Re: Re: Guter Witz

Selbstverständlich stimmt das auch und gerade unter Bedingungen der Konkurrenz - das ist kein mikroökonomisches Problem, sondern ein makroökonomisches.

Und das beruht sogar auf dem keynsianischen Prinzip, also nichts mit böser Neoliberalismus...

Antworten Antworten Antworten Gast: gäst
13.06.2012 12:26
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Re: Re: Re: Guter Witz

? Ach echt? Ehrliche Nachfrage:
Sie argumentieren da doch mit dem Say'schen Gesetz (Gleichgewichtstheorem). Keynes wies dies doch zurück?
Oder wie sonst erklärt man das makroökonomisch aus durch subjektive Werttheorie und Gleichgewichtstheorem?

Re: Re: Re: Re: Guter Witz

Da das eine nicht-polemische Frage war, auch eine nicht-polemische Antwort:

Nein, das Say'sche Gesetz meine ich nicht: das hat Keynes in der Tat kritisiert. Was ich meine ist das AS-AD-Model, maßgeblich entwickelt von Hicks. Hierbei fließt das "gesamte" IS-LM-Modell von Keynes in die AD-Kurve ("aggregated demand") ein.
Die AS-Kurve beschreibt den Arbeitsmarkt durch ein Zusammenspiel des "wage-setting" und "price-setting".

Mir ist natürlich klar, dass das ganze nur ein Modell ist, also bitte, bitte nicht schon wieder das schale Argument von wegen "das bildet ja die Realität nicht ab".

Das zentrale Kernargument, dass man mit Lohnerhöhnungen Inflation nicht "bekämpft" sondern vielmehr "hervorruft" ist allerdings empirisch mittlerweile recht gut belegt.

Echte Reallohnsteigerungen lassen sich nur mit Wirtschaftswachstum erreichen. Denn nur dann steht dem höheren Lohn auch ein höherer realer "Gegenwert" gegenüber und der Anpassungsprozess durch Inflation entfällt.

bei uns gibt

es ja auch die spö die sind ein bisserl besser wie die spd in deutschland...was das "aussackerln" der steuerzahlenden bevölkerung betrifft !

Gast: KFJ
13.06.2012 10:14
3 0

Konnten wir hier nicht erst...

vor kurzer Zeit lesen, dass wir uns das alles nur einbilden würden???

Re: Konnten wir hier nicht erst...

Sie meinen die "gefühlte" Inflation? ;)

Gast: ckx375
13.06.2012 10:11
2 1

Bei anderen Produkten, wie z.B.

Propangas ist es noch viel extremer, z.B. 11 kg Füllung in D für 23 Eur in Ö mindestens 38 Eur.

Als Ursache kann man entweder die enormen Gasvorräte Deutschlands oder die korrupte / teilstaatliche OMV vermuten.

Stimmt!

Und vor allem die Bäcker sind unverschämt teuer. 8-9 Euro für 1kg Weissbrot sind schon keine Seltenheit mehr.

Antworten Gast: nörgler
13.06.2012 10:30
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??????

8-9 Euro pro kg brot??? wo den dann? ich zahle zwischen 3,00 und 4,00 je nach Sorte.

Re: ??????

in D 2 Euro

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bunkern statt sparen

Man beachte die Preisanstiege bei Lebensmitteln und den Vergleich mit bankzinsen; dazu inflation und Steuer. Also Mengenrabatt kaufen und bunkern.

Gast: HJR
13.06.2012 09:23
5 2

Quatsch!

Da kommt die intellektuelle Reserve-Armee der Sozialisten (AK) nach 30 Jahren endlich drauf, dass deutsche Preise (damals noch auf Basis der D-Mark) mit 1:10 in Schillinge konvertiert wurden, was dem Großteil der Bevölkerung längst bekannt ist. Und damit die von der AK nicht als die Trottel da stehen, die sie sind, "vermuten" sie mal vorsichtshalber "geheime Preisabsprachen".

Da ist nix geheim, liebe Sozialisten! Das ist nur Kapitalismus, Marktwirtschaft und Freiheit (den Preis zu verlangen, den der Markt zahlt) - übrigens wie beim Benzinpreis, dessen einziges Geheimnis in einem einigermaßen schlauen Computerprogramm besteht.

Freundschaft!

Gast: Konrad33
13.06.2012 09:19
8 0

Es gibt fuer manche Produkte die Wahl

sie z.B. beim deutschen Versandhandel zu kaufen. Lohnt aber nur dort wo die Transportkosten in einem vernueftigen Verhaeltnis zum Preis stehen. Ich habe auf diese Art einen Grossteil meiner Kuechengeraete (inkl. Grosskuehlschrank), Tapeten, Badeinrichtung, selbst Samen fuer den Garten etc beschafft. Zum Teil 50% unter den Preisen in oest. Baumaerkten oder lokalen Haendlern. Nur etwas Inititative muss man entwickeln!

Wie sprach "Pille" immer zu Spock ?

Erzählen sie mir etwas, das ich noch nicht weiß !

Die höheren Preise in Österreich als in Deutschland sind ein uralter Hut. Da verdient sich der Handel seit Jahrzehnten eine goldenen Nase, da können sie lamentieren wie sie wollen.

Bemerkenswert aber die Inkompetenz des Verfassers : Selbst wenn im Zuge der Schuldenkrise wieder Grenzkontrollen eingeführt werden sollten, dies würde sich nicht auf den freien Warenvekehr innerhalb der EU auswirken, der wäre nach wie vor gewährleistet. Setzen, fünf !

Re: Wie sprach "Pille" immer zu Spock ?

Stimmt, die erwogenen Grenzkontrollen sind Passkontrollen. Außerdem bezweifle ich, dass Leute "wegen einer Flasche Coca-Cola auch einmal nach Deutschland fahren."

Re: Re: Wie sprach "Pille" immer zu Spock ?

Im grenznahen Raum ist das aber durchaus üblich. Am skurrilsten wird es, wenn man Produkte, die in der eigenen Stadt produziert werden, in einem Supermarkt 5 km hinter der Grenze dann um 10% billiger kaufen kann.

Re: Re: Re: Wie sprach "Pille" immer zu Spock ?

Natürlich fährt man nach D einkaufen, wenn man z.B. in Unken wohnt!

Preisabsprachen in Österreich? Kann doch nicht sein..

Vielleicht ist der Begriff Lombardclub ja manchem noch bekannt. Da haben Österreichs Bänker ganz leger die Zinsen für den Endkunden ausgehandelt. Das wurde erst zum Problem nach dem Selbstmord (nehmen wir mal an, dass es einer war) des Kontrollbankchefs Praschak, der zuvor noch die geheimen Unterlagen verschickt hat.

Köstlich fand ich aber auch, dass seinerzeit in Kärnten jede Fahrschule auf den Groschen genau die selben Preise verrechnet hat. Gabs deshalb jemals ein Verfahren?

Und während der Schlecker in Deutschland pleite geht, ist die Österreich-Tocher trotz 3fach höherer Filialdichte profitbel. Das könnte vielleicht daran liegen, dass hier die Preise genau gleich hoch wie bei der heimischen Konkurrenz liegen, aber gut 25% über dem Niveau deutschen Mutter..

Was soll's

Wenn die Nachfrage dafür vorhanden ist, ist's OK. Wir müssen nur dafür sorgen, dass der Wettbewerb funktioniert, das Ergebnis ist dann zu akzeptieren.
Ob der Wettbewerb tatsächlich funktioniert, ist aber fraglich. Wir haben ein Oligopol mit REWE und Spar.
Außerdem: Wer gern Coca Cola trinkt, konsumiert dann halt um 20% weniger und isst nur mehr 50% der McCain Fritten. Dann lebt man bestimmt gesünder.

Noch dazu, wenn man bemerkt

dass Österreich mit 42% Steuern im Schitt ein Hochsteuerland ist.

Antworten Gast: Thomas Locher
13.06.2012 10:23
2 0

Re: Noch dazu, wenn man bemerkt

Ist die Mehrwertsteuer, Nova, Grundsteuer usw. da schon beruecksichtigt?

:-)

Re: Re: Noch dazu, wenn man bemerkt

nein wieso, das ist extra

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Re: Noch dazu, wenn man bemerkt

die steuerquote in greichenland ist etwa 30%.wie man sieht ist das auch nicht das wahre.es kommt vor allem draug an wie die steuern verteilt sind.

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Re: Re: Noch dazu, wenn man bemerkt

Der Punkt dabei, den Sie vergessen: Die Griechen zahl(t)en ihre Steuern nicht.
Würden alle Griechen ihre offenen Steuern zahlen, gäbe es keine Krise.

Die niedrigste Steuerquote bringt nichts,

wenn die Ausgabenquote nicht ebenso niedrig ist.

Griechenland ist das staatliche Äquivalent von Leuten, die zur EM Kühlschrank, Flachbildfernseher und Handy auf 36 Monatsraten kaufen.

Gast: Grieg, Liszt & Händel
13.06.2012 08:53
1 0

Das wären alles Themen

für den Oberkämmerer und seinen Gehülfen.

Keine Spur von ihm zu sehen.
Er macht sich nur stark bei Themen, wo man punkten und Publicity erheischen kann.

Siehe Spritpreise...

Diskonteranteil in DE 50%, in AT 20%.

dass hier unterschiedlicher Preisdruck entsteht ist klar. Außerdem fahren die Österreicher viel mehr auf Bio, natürlich, ursprünglich, gentechnikfrei ab und sind grundsätzlich bereit, entsprechend mehr zu zahlen.
Und Last Not least: wann immer ich die Feinkostabteilungen von M.kur, Int.spr und Co anschaue, denke ich die Preise könnten nochmal um 200% höher sein, die Leute würden trotzdem kaufen wie die Wahnsinnigen.

Re: Diskonteranteil in DE 50%, in AT 20%.

Vollkommen richtig.

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Wer gläubig ist glaubt auch an den besonderen Nutzen von Markenartikeln!

Ein Volk von Nachahmern und Möchtegernadabeis ist eben grundsätzlich bereit für den Anschein mehr zu zahlen. Wer nichts außer seiner Konsumleistung für sein Selbstverständnis zur Verfügung hat, wird eben mit teuren Markenartikeln seinen Platz und seine Stellung in der Gesellschaft demonstrieren.
Jeder selbst Schuld, wenn er glaubt ohne Red Bull nicht existieren zu können. Keines dieser Produkte ist irgendwie lebensnotwendig. Es geht einem wirklich nichts ab, wenn man das nicht kauft! Und wenn es nicht gekauft wird, dann wird es billiger werden. Die Firmen wären ja schön blöd, ein nicht lebensnotwendiges Produkt billiger zu verkaufen, als der Markt dafür hergibt!

Sind wir ehrlich?

Bei den ca. halbjährlich publizierten Umfragen zum Thema Lebensmitteleinkauf behaupten ja angeblich regelmäßig 90% der Österreicher, daß ihnen der Preis der Lebensmittel "überhaupt nicht" wichtig sei, und daß ausschließlich "die Qualität" zähle, wobei das wichtigste "Qualitätsmerkmal" die Produktion innerhalb der Landesgrenzen sei.

Bei entsprechenden Diskussionen gibt es immer wieder eine starke Fraktion, die meint, daß Lebensmittel auf keinen Fall zu billig sein dürfen, weil dies alle Übel der Welt von Massentierhaltung über Bauernsterben bis hin zum Übergewicht fördere.

Wen wundert es dann, wenn eben auch ein entsprechender Aufschlag verlangt wird?

You get what you asked for!

Liebe Leute: Wenn Euch das nächste Mal einer dieser Meinungsforscher zu diesem Thema befragt, seid ehrlich und sagt, daß der Preis (wie übrigens bei JEDEM anderen Gut auch) ein wichtiger Faktor ist, oder lasst das Raunzen über hohe Lebensmittelpreise.

Gast: Ex Mingna
13.06.2012 08:06
0 2

Meine Güte.

Dafür sind die Mieten in München doppelt so hoch wie in wien.

Re: Meine Güte.

Und in Berlin nur halb so hoch wie in Wien. Was sagt uns das jetzt?

Gast: Matador
13.06.2012 07:58
0 1

Bizarrste Postings hier!

Die Nachfrage bestimmt das Angebot.
Wenn bezahlt wird, werden die Händler weiterhin zu diesen Preisen anbieten.

Was erwarten sich die geschätzten FPÖ-Wähler hier von Ihrer Partei?
Zwangsverstaatlichungen wie im Kommunismus?

Beispiel Ungarn: Orban vergrault rechtsbrecherisch die Banken. Resultat: die Ungarn erhalten keine Kredite mehr, Unternehmertum ist unmöglich, der Forint fllt ins Bodenlose.

Dieser nationalwirtschaftliche Blödsinn funktioniert einfach nicht.

Hobbyökonom