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ÖBB-Infrastrukturchef: „Wir sollten nicht alles in die Zukunft schieben“

15.06.2012 | 18:41 |  von Josef Urschitz (Die Presse)

ÖBB-Infrastrukturchef Georg-Michael Vavrovsky über die Vision der Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse und die Notwendigkeit eines weiteren Tunnels, um die Südbahn nicht vorzeitig „verenden“ zu lassen.

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Die Presse: Herr Vavrovsky, das Parlament hat gerade erst Vorbelastungen künftiger Budgets für Bahninvestitionen über 33 Mrd. Euro beschlossen, insgesamt werden künftige Generationen mehr als 60 Milliarden für Bahnprojekte abstottern müssen. Wie ist das zu rechtfertigen?

Georg-Michael Vavrovsky: Künftige Generationen werden sagen, dass wir mit diesen Investitionen sehr weitblickend gehandelt haben. Aber sie werden auch sagen, dass man sich vielleicht Finanzierungsmodelle hätte überlegen sollen, die sie weniger Zinsen gekostet hätten.

Wie könnten solche Modelle aussehen?

Die Errichtung einer Infrastruktur kommt auch jener Generation zugute, in der diese Werte geschaffen werden. 50 Prozent des volkswirtschaftlichen Nutzens entstehen in der Errichtungsphase. Wenn man in Generationen denkt, müsste man sagen, die 50 Prozent, die uns zugute kommen, sollten wir selbst aufbringen und nicht in die Zukunft schieben.

Wo soll die Bahn oder der Bund auf die Schnelle die Milliarden hernehmen?

Lösungen habe ich auch nicht anzubieten, nur Vergleiche: Die Schweizer haben in zwei Volksabstimmungen beschlossen, 25 Prozent der Investitionen für die Alpentunnel durch aktuelle Töpfe aufzubringen. Da hat man dann die Schwerverkehrslastabgabe und Mineralölsteuern herangezogen...

...also eine EU-widrige Querfinanzierung gemacht.

Klar, das ist in der EU nicht zugelassen. Die Schweizer haben eben ein Modell gewählt, das den Ausgleich zwischen Kosten und Nutzen etwas trefflicher darstellt als unseres.

Der größere Teil des Geldes wird für den Ausbau einer Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse aufgewendet, die nach den derzeitigen Plänen aber nach dem Semmering- und Koralmtunnel praktisch in Klagenfurt endet.

Sie haben recht, die hört in Klagenfurt auf, das ist so. Wir können nicht immer alles auf einmal haben. Fest steht aber, dass wir diese Linie nicht in Klagenfurt verenden lassen können, sonst wäre die ganze Südbahn Unsinn.

Das würde einen massiven Ausbau der Bahnstrecke durch die Tourismusorte am Wörthersee bedeuten.

Das Thema ist schon älter. Wir haben im Zentralraum Klagenfurt und Villach bereits ein großes Verfahren der Trassenwahl unter Einschluss der Bevölkerung durchgeführt. Das Ergebnis ist ein zehn Kilometer langer Tunnel im westlichen Teil des Wörthersee-Gebiets. Ich bin überzeugt, wenn die Koralmbahn fertig ist und angenommen wird, wenn die Südbahn hinter Klagenfurt also Kapazität braucht, dann wird das ein Thema.

Also noch ein paar Milliarden, bis die Achse funktioniert?

Die Finanzierung ist jetzt natürlich nicht vorhanden. Wir reden aber ohnehin von – je nach Wirtschaftsentwicklung – frühestens 2030 bis 2040. Wenn absehbar wird, dass die Südbahn dort Kapazität braucht, dann wird das auch kommen.

Und danach stehen Sie an der italienischen Grenze an. Derzeit gibt es dort so gut wie keinen grenzüberschreitenden Personenverkehr mit Zügen nach Italien, obwohl die Italiener eine Hochleistungsstrecke fast bis zur Grenze haben. Das Verkehrsmittel der Wahl ist dort der Intercity-Bus der Bahn.

Es gibt Probleme mit Italien, richtig. Die haben nicht nur wir, sondern auch die Schweiz. Die italienische Eisenbahngewerkschaft sorgt dafür, dass das System dort abgekapselt wird.

Und mit solcher Kleinstaaterei soll eine Eisenbahnachse von Polen nach Italien funktionieren?

Natürlich muss das durchgebunden werden bis zur Pontebbana (Eisenbahnstrecke im norditalienischen Kanaltal, Anm). Da haben die europäischen Eisenbahnen insgesamt eine Riesenaufgabe vor sich.

Der Eisenbahnverkehr auf dieser Achse entwickelt sich momentan aber nicht gerade rasend.

Die Baltisch-Adriatische Achse ist derzeit eine verkehrspolitische Vision, die man realisieren will, aber sie ist noch nicht Realität. Aber Polen ist ein aufstrebender Wirtschaftsraum und die Verkehrsnetzwerke, die früher eher Ost-West ausgerichtet waren, orientieren sich jetzt stark in Nord-Süd-Richtung. Afrika ist ein Hoffnungsmarkt, und das wird den Verkehr zu den Adriahäfen stark steigern.

Betriebswirtschaftliche Rentabilität ist also noch eine eher vage Hoffnung.

Die Infrastruktur hat einen Auftrag, der nicht rein betriebswirtschaftlich ausgerichtet sein kann. Sonst könnten wir viele Dinge gar nicht machen. Die Schienenmaut deckt ja nur 20 Prozent der Infrastrukturkosten.

Mag sein, aber es gibt einen Rechnungshofbericht, der sagt, dass zu sehr nach der Methode Fleckerlteppich investiert wird und eine Wifo-Studie, die sagt, dass seit den Neunzigerjahren mehr in die Schiene als in die Straße investiert und trotzdem Verkehr auf die Straße verlagert wird. Wer ist daran schuld?

Solche Vorwürfe schmerzen, weil sie die Langfristigkeit von Infrastrukturinvestitionen nicht berücksichtigen. Es gibt einen Masterplan, in dessen Rahmen Projekte, die sich schneller verwirklichen lassen, vorgezogen werden. Das erweckt bei jenen, die den Masterplan nicht kennen, den Eindruck eines Fleckerlteppichs.

Der Rechnungshof kennt den Masterplan nicht?

Zehn Jahre sind jedenfalls zu kurz, um das zu beurteilen. Ein Bahnnetz dieser Dimension zu errichten dauert eben 25 Jahre.

Auf einen Blick

Hans-Georg Vavrovsky ist Vorstandsdirektor der ÖBB Infrastruktur AG und hat schon deren Vorgängerorganisation, die HL-AG, geleitet. Die Infrastruktur AG baut das heimische Eisenbahnnetz aus und nimmt für dessen Finanzierung Darlehen auf dem internationalen Kapitalmarkt auf, für die der Bund die Haftung übernimmt. Durch diese Konstruktion scheinen die Schulden für den Bahnbau nicht im Bundesbudget auf.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2012)

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21 Kommentare

infrastruktur

die bahn ist ein infrastrukturunternehmen für das man steuern zahlt - so wie für strassen, wasserversorgung, grundsicherung etc. - also was soll das geschwätz hier mit vergeudung. nur ist das alles sinnlos, da italien zu blöd ist für eine europäischen bahnachse.

Gast: pächter der wahrheit
16.06.2012 17:41
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Ja eh.

...Die Schweizer haben in zwei Volksabstimmungen beschlossen, 25 Prozent der Investitionen für die Alpentunnel durch aktuelle Töpfe aufzubringen.

Richtig: Das Volk hat entschieden.

Was hat denn der Herr gelernt: Buckeln unter Pöchhacker? Genau so wie der Huber? Oder kommt der direkt vom ÖGB?

Wirtschafter kann er wohl nicht sein, Techniker auch nicht, weil dann könnte er rechnen

Gast: Ulrich_L
16.06.2012 11:35
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Der helle Wahnsinn : Teil 2

Als kurzer Vergleich, damit man sich vorstellen kann, was 5 Mrd. pro Jahr bedeutet folgt eine Liste der Jahresbudgets einzelner Ressorts:
- Innenministerium : 2,3 Mrd
- Justizministerium : 1,2 Mrd
- Unterrichtsministerium: 7,8Mrd
- Wissenschaft : 3,6 Mrd
- Pensionen ( Bundeszuschuss) : 8.0 Mrd

und jetzt soll jeder für sich einmal einen Vorschlag machen, welches der oben genannten Ministerien man einsparen sollte um die 5 Mrd ( jährlich ) für die neuen ÖBB-Projekte zu finanzieren.
- Alle Polizisten nach Hause schicken ? reicht bei weitem nicht.
- alle Gerichte zusperren ? Ein Tropfen auf den heißen Stein.
- 70% aller Schulen zusperren ? Ja, das ginge sich aus.
- alle Unis zusperren ? reicht bei weitem nicht.
- die Pensionen um 60% kürzen ? Ja, das ginge sich aus.

Noch ein Vergleich: Die ÖBB macht ca. 5 Mrd. Umsatz pro Jahr, das Projekt mit Gesamtkosten von 60 Mrd entspricht also 12 Jahresumsätzen.
Die Rentabilitätsrechnung endet somit hier, wenn man bedenkt dass damit ja nur ein Teil des Streckennetzes verbessert wird.


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Re: Der helle Wahnsinn : Teil 2

warum Zahlen die ÖsterreicherInnen um 8mrd. weniger in die Pensionskasse ein als sie herausnehmen?

Glauben sie, dass sich eine Schnellstraße S1 rechnet?

Antworten Antworten Gast: Ulrich_L
16.06.2012 15:50
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S1- gutes Beispiel

Nun ist die ASFINAG ja sicher auch nicht ein Musterbeispiel marktwirtschaftlichen Denkens, und die S1 nicht die billigste aller Autobahnen, aber immerhin:
Umsatz pro Jahr ca. 2500 Mio, Investitionen pro Jahr ca. 300 Mio
Ergebnis vor Steuern ca. 450 Mio, da kann man schon einmal in ein Projekt wie die S1 investieren, das mit ca. 430 Mio noch irgendwie überschaubar ist.
Noch einmal zum Vergleich: Die ÖBB investiert 33.000 Mio ( mit Finanzierung dann 60.000 Mio ). Damit könnte man die S1 77x bauen oder auf 1,228 km verlängern. Und da sind die Finanzierungskosten noch gar nicht mitgerechnet.

Gast: Ulrich_L
16.06.2012 10:22
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Der helle Wahnsinn

Ich erlaube mir per Kopy/Paste eine Passage aus dem Bundesrechnungsabschluss 2011 ( Kurzfassung) verfasst vom Rechnungshof einzustellen:
Seite 56:
Der Anteil an Verpflichtungen in der UG 41 „Verkehr, Innovation und Technologie“
war zum größten Teil auf die Verpflichtungen des Bundes zur
Finanzierung der Eisenbahn-Infrastruktur zurückzuführen (43.384,09 Mill.
EUR). Der starke Anstieg gegenüber dem Vorjahr (+ 40,729,28 Mill. EUR)
resultierte aus Verpflichtungen aus den Rahmenplänen bezüglich Investitionen
der ÖBB-Infrastruktur AG, die aufgrund der Darstellungen im Bundesrechnungsabschluss
2010 erfasst wurden."
Weiter auf Seite 57:
"Im Ministerrat vom 27. März 2012 wurde eine Regierungsvorlage beschlossen,
um die haushaltsrechtliche Ermächtigung zur Begründung jener Vorbelastungen
zu schaffen, die durch Investitionen auf Basis des „Rahmenplans
2012 bis 2017“ bis 2017 und den damit induzierten Annuitäten über den
Zeitraum bis 2066 entstehen. Unter Zugrundelegung der aktuellen Zinsesprognose
soll der vorliegende Gesetzesentwurf dazu ermächtigen, Vorbelastungen
in Bezug auf die Annuitäten in Höhe von 26,672 Mrd. EUR in
den Finanzjahren 2013 bis 2017 zu begründen. Für Investitionen ab 2018
bedarf es einer neuerlichen gesetzlichen Ermächtigung."
Das bedeutet, dass in den kommenden 5 Jahren jedes Jahr eine Belastung für € 5Mrd. für die ÖBB auf uns zukommt. Das sind 7% des gesamten Bundesbudgets!!!!!!!!!

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Re: Der helle Wahnsinn

hättens früher eine ordentlich Verkehrspolitik gemacht, dann wärs jetzt nicht so viel an Invest.
man schläft, und streitet über sinnlose Dinge im Parlament, und wenn man wach wird, wird's eben teuer.
so ist das leben!

Schauens Linz an: da plant man Ost und West Umfahrungen, und hat nicht mal eine S-Bahn. Das führt zum Kollaps bzw. behindert es die Stadterweiterung.

Der Geschwindigkeitswahn wütet immer noch

in den Köpfen unserer Eisenbahnbauer. Es ist überhaupt kein Problem auf bestehenden Strecken (evt. mit punktuellen Verbesserungen) zu fahren (auch am Wörthersee), wenn man nicht rast und moderne Technologie im Fahrzeugbau (sehr leise Drehgestelle) einsetzt. Als direkter Anrainer kann ich sagen, dass eine moderne, leise Bahn mit mäßigem Tempo weniger belastet als eine durchschnittliche Landstraße. Das Übel ist die Raserei - ungeheure Geld- und Ressourcenverschwendung schon beim Bau und dann erst recht beim Betrieb. Der schnelle Personenverkehr insbesondere in Tunnels braucht mehr Energie als das Fahren auf den bestehenden Strecken, im Güterverkehr wird trotz ungeheuren Mitteleinsatzes kaum etwas gespart. Die krankhaft übersteigerte Tunnelbohrerei hat nichts mit einer energiesparenden, nachhaltig transportierenden, zukunftsfähigen Bahn zu tun. Die Devise heißt: kostengünstig Abschnitte verbessern und ergänzen und schrittweise eine moderne Güterbahn mit leisen, effizienten Fahrzeugen mit automatischer Kupplung mit Überwachungs- und Steuerleitung einführen, welche die enormen Aufgaben der künftigen Bahn ohne sündteure Megatunnelstrecken bewältigen kann.

Antworten Gast: Das ist Ansichtssache...
16.06.2012 08:33
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Re: Der Geschwindigkeitswahn wütet immer noch

Stimmt wenn von Graz nach Klagefurt gefahren wird, nur Österreich ist keine Insel der seligen, wir sind International verflochten...

Stimmt nicht mehr, wenn die Fahrt von Rom nach Wien in einer vernünftigen Zeit erfolgen soll, dann braucht es einen modernen Fahrweg mit mindestens vMax 200 km/h und ob der Fahrweg für vMax 200 km/h oder 250 km/h ausgebaut wird, macht das Kraut auch nicht mehr Fett, es gibt auch Länderspezifische Unterschiede, so macht in Deutschland auf Grund ihrer Struktur mehr als vMax 230 km/h keinen sinn, gleiches gilt für Österreich, die letzte Ausschreibung der ICE Züge ist im Pflichtenheft im übrigen auch "nur" vMax 230 km/h, genau das was auch der RailJet bittet.

Als Beispiel sei London-Paris genannt, man ist heute und auch in Zukunft schneller von Paris in London (2:15) als von Wien nach Salzburg, die Rechnung sieht aus, zum/vom Flughafen CheckIn/Out macht 4 Stunden + Flugzeit, um Wien mit Rom konkurrenzfähig zu machen darf auf die Zeit höchstens 2 Stunden dazugerechnet werden.

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Re: Re: Der Geschwindigkeitswahn wütet immer noch

wenn zufällig in Rom und Wien am Bahnhof wohnen haben sie recht.

es handelt sich wohl um ICE-T Züge. ICE ist nicht gleich ICE.

Antworten Antworten Antworten Gast: Das ist Ansichtssache...
16.06.2012 17:13
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Re: Re: Re: Der Geschwindigkeitswahn wütet immer noch

Es geht um den Ersatz der in die Jahre gekommen ICE 1 Garnituren, viel ist nicht bekannt, lediglich das vMax 230 km/h ist und Doppelstockausführung gewünscht wird. Verwendung wohl auf der klassischen Strecke Hamburg München über Würzburg und Co.

Zum anderen jeder Straßenbahnstation (mit einer Ausnahme 35min) jede U-Bahn Station und jede S-Bahn Station ist vom Stephansplatz aus in 30min zu erreichen, daher macht es sehr wohl einen Unterschied ob die Abfahrt Bahnhof Zentrumsnähe ist, oder Abflug irgendwo in der Pampa mehr schlecht als recht zu erriechen, der Unterschied macht selten weniger als 1 Stunde aus, sind als inklusive Check in/Out schon mal 4 Stunden Plus Flugzeit 1 Stunde , bei 230 km/h 1150 km zurückgelegte Kilometer, und das dürfte dann auch schon etwa die Streckenlänge sein (Sehr grob 1011 km, aus rechtlichen Gründen gibt's im Netz keine Angaben!)

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Re: Re: Re: Re: Der Geschwindigkeitswahn wütet immer noch

sie meinen wohl die ICx, welche die DB-IC Flotte ersetzen soll?

http://www.mobility.siemens.com/mobility/global/de/fernverkehr/schienenverkehr/hochgeschwindigkeits-intercity/Seiten/hochgeschwindigkeits-und-intercity.aspx

ich meine 10min Fahrzeit auf offener Strecke sparen ist rel. teuer. günstiger schafft man dies durch kürzere Fuss-Wege(!), geringere bis keine Umsteigezeiten, kurze Taktzeiten, geringe Umwegfahrten, ...

Antworten Gast: Schwärmer der Schienen
16.06.2012 07:39
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Es sind aber die Hochleistungsstrecken

auf denen die größten Zuwächse und Gewinne gemacht werden. Kein Kunde will auf Ihren Uraltstrecken fahren, auch wenn diese noch so sehr ertüchtigt worden sind. Es fährt ja schliesslich auch niemand mehr auf der Bundesstrasse von Wien nach Klagenfurt sondern jeder auf der Autobahn oder?

Antworten Antworten Gast: Seppl 333
17.06.2012 01:55
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Welche Gewinne?

Bitte, wer macht wo Gewinne mit Hochleistungsstrecken und wie viel? Es hat eher den Anschein, dass die Regierung mit den Schulden für Bahnbau die Bürger in Knechtschaft halten will, und die künftigen Generationen auch! Wäre auch zu schön, ein schuldenfreies Leben zu haben!

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Re: Es sind aber die Hochleistungsstrecken

sie sollte die Reisezeit und nicht die Fahrzeit von einzelnen Abschnitten betrachten!

Antworten Gast: BWC 2000
16.06.2012 07:37
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Die meisten öst. Bahnneubauten

dienen aber nicht der Hiochgeschwindigkeit sondern der Hochleistungstauglichkeit... Hochgeschwidnigkeit wäre, wenn die Bahn in Österreich TGV-Strecken errichten würde.

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Re: Die meisten öst. Bahnneubauten

Der Güterzugverkehr auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke (in AT sind 250km/h schnell) macht eh Probleme, wie sie vielleicht wissen.

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Re: Der Geschwindigkeitswahn wütet immer noch

ich bin der Meinung, dass auch die Netzverdichtung und -Verbesserung, einen höheren Nutzen hat, als das parallele HL Bauwerk. klar punktuell, kann sowas durchaus notwendig werden.

zb. statt Semmeringbasistunnel Ausbau der Aspangbahn, Koralm paßt in Prinzip, wobei es dabei sicher auch günstiger Varianten Varianten geben würde.

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Re: Re: Der Geschwindigkeitswahn wütet immer noch

VT: etwa gleiche Netzleistung, höhere Anzahl an Anbindungspunkten zur Wirtschaft und Gesellschaft, nennt sich Bahnhöfe, und wesentlich stabile im Bezug auf punktuelle Netzausfälle, weil der Umleitungsweg wesentlich kürzer ist. Es verkürzt sich sogar die Reisezeit, außer man nimmt an, dass alle von Wien nach Salzburg, oder Graz wollen. Leider wird eben nur immer letzteres angenommen.

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Re: Re: Der Geschwindigkeitswahn wütet immer noch

das Ziel sollte sein dichtes Grundnetz mit punktuellen HL Verbindungen. Bei Straße, Flugverkehr, ... macht mans ja genauso. die ganze Natur ist eigentlich so aufgebaut.

Gast: Seppl 333
16.06.2012 00:07
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Westlich des Wörthersees liegt aber nicht Italien, lieber Herr Vavrovsky

Wenn westlich von Klagenfurt ein neuer Bahntunnel gebaut wird, will die ÖBB dann den Bahntransit auf der bereits bestehenden Bahntrasse über Feistritz im Rosental und Finkenstein am Faaker See kostengünstig von Kärnten nach Italien durchleiten?

Hobbyökonom