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Schlecker Österreich vor der Pleite?

19.06.2012 | 17:24 |   (Die Presse)

Für die österreichischen Schlecker-Filialen gibt es laut Medienberichten keinen Investor. Insolvenzverwalter Geiwitz dementierte das Gerücht.

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[Wien/juk] Die Suche nach Investoren für die österreichische Schlecker-Tochter gestaltet sich schwierig: Erst kurze Zeit, nachdem in Österreich überhaupt damit begonnen wurde, die Kette einem neuen Eigentümer schmackhaft zu machen, wird die Chance, ihn zu finden, bereits wieder totgesagt.

"Nach dem Aus für Schlecker Deutschland droht auch der Österreich-Tochter die Pleite", so das deutsche "Manager Magazin" unter Berufung auf Insider. Arndt Geiwitz, Insolvenzverwalter von Schlecker Deutschland, habe "bisher keinen strategischen Investor für die gut 900 Filialen gefunden". Ein einzelner Finanzinvestor verbleibe als letzter Interessent.

In Österreich gab es zuletzt zwei Investoren, die Interesse an Schlecker Österreich bekundet haben - die MTH von Josef Taus und der Linzer Finanzinvestor Recap. Beide bestätigten der "Presse", dass die Gespräche mit dem Insolvenzverwalter weiter laufen und ihr Interesse aufrecht ist. Das es weiter Interessenten gibt, bestätigte am Dienstagabend auch Geiwitz. Schlecker-Anwalt Klaus-Ferdinand Lughofer kann sich "die Meldung nicht erklären", wie er der APA sagte.

Das Problem in Österreich dürften nicht die fehlenden Interessenten sein: "Es gibt keine Unterlagen zu Schlecker Österreich", sagte ein Insider. So habe Insolvenzverwalter Geiwitz die Absicht gehabt, Spanien (neben Österreich die zweite große Auslandsgesellschaft unter dem Dach der deutschen Mutter) losgelöst von Deutschland zu verkaufen. Österreich hingegen sei in den Verhandlungen vor der Abwicklung der deutschen Mutter als "Anhängsel" vermarktet worden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.06.2012)

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23 Kommentare

gestern hat man noch groß

berichtet----- österreich nicht betroffen..
wie immer österreich ein wunder...

und 24h später ???
alle wiedermal gscheiter worden und alle im chor ....

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aber geh! vor kurzem hiess schlecker österreich ist Ok und gar nicht betroffen, hat auch nichts mit schlecker deutschland zu tun, weil hier eben Österreicher am werk sind, daher ist korruption und mismanagement undenkbar!...


wenn sie schleckerus

heißen würden gäbe es sicher Geld aus dem Griechenland Fond

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Re: wenn sie schleckerus


Also wenn schon, dann Schleckeros oder Schleckeras.

Re: wenn sie schleckerus

Aber wenn sie AR vor dem SCHLECKER haetten, waere das ehrlicher.

Antworten Gast: gerisheriff
19.06.2012 20:03
2 1

Re: wenn sie schleckerus

Die deutsche Politik lies lieber über 10000 Mütter- Halbtags- Jobs sausen, als ein paar Milionen € locker zu machen. Harz 4 kommt billiger ?!?!? Lieber die Banker und Speck-ulanten in der Finanz bedienen.Das sind ja nur ein paar Milliarden mehr Verlust.

Schlecker ist ja nun wirklich der einzige Einzelhändler in Deutschland.

Die hochspezialisierten Mitarbeiter können auf gar keinen Fall anderswo unterkommen - da ist es nur recht und billig, wenn man sie pragmatisiert.

Re: Re: wenn sie schleckerus

ja bitte das stimmt

Gast: hhunfan
19.06.2012 19:45
0 1

aj müssen sich die arbeistlsosen Schlecker-damen

halt wieder einen (männlich-geführten und in männlichen Eigentum stehenden) Konzern suchen, für den sie arbeiten werden.

Gibt ja fast nur männliche Firmen und Arbeitgeber.

Oder hat die Frau Frauenministerin Heinisch-Hosek einen Plan (etwa die Firmengründung), um die armen Damen unterzubringen?

Redet ja immer so gscheidt daher (bei der männlichen Frauenunterdrückung weiss sie ja bescheid, wenn die Arbeitsplätze verloren gehen und Firmen die von Patriarchen aufgebaut wurden und dann von Töchterchen zugrunde gerichtet werden ist Ratlosigkeit angesagt...).

Das muss nichts Negatives sein

Die frei werdenden Laeden bieten Platz fuer gleichwertige Unternehmen. Ganz so schwer wird das fuer Kaufleute oder Quereinsteiger ja nicht sein, eine Drogerie (oder was Schlecker auch immer war) dort zu fuehren.

Es ist eher eine Kunst, ein Unternehmen schlechter als Schlecker zu praesentieren. Einen 'strategischen Investor' braucht man dazu nicht, sondern fleissige Leute.

Antworten Gast: international_
19.06.2012 19:10
0 0

Re: Das muss nichts Negatives sein

wenns nicht so schwer sein kann, dann würde ich an ihrer stelle interesse bekunden!

sie können ihr geld aber auch verheizen.
ist vermutlich ähnlich effektiv wie als privatperson ohne konzernhintergrund zu versuchen, einen drogerie/parfumeriemarkt zu betreiben.



Re: Re: Das muss nichts Negatives sein

Wieso Konzernhintergrund? Es geht ja nicht um die ganze Kette, sondern um die einzelnen Geschaefte.
Als Drogeriemarkt wuerde ich solche Laeden auch nicht bezeichnen. Habe zwar in meinem Leben nur ein- oder zweimal einen Schlecker von innen gesehen, aber so einen Ramschladen fuehrt Ihnen jeder Amateur besser.

Antworten Antworten Gast: misterX
19.06.2012 20:20
0 0

Re: Re: Das muss nichts Negatives sein

so wie der Wlaschek zum bsp ?

ich hab vor kurzem eine neue öffnungszeiten app auf meinem smartphone installiert und entdeckt das ich 500m umkreis genausoviele schlecker wie bipa und dm sind (jeweils 3) nur das da ein schlecker ist hab ich nur von einem gewusst und das auch nur weil ich mal zufällig eine abkürzung durch eine seitenstraße genommen habe
Schlecker hat einfach nur lokale in schlechtesten lagen gehabt klein und großteils unrentabel
bis auf ganz wenige standorte interessiert das einfach keinen investor
für viele leute am land deren nahversorger das war sicher schlecht wobei das was schlecker an umsatz weggefressen hat evtl. nah und frisch wieder zu neuem schwung verhelfen kann

Gast: Prager Schinken
19.06.2012 15:15
1 0

Bei uns Investor gefunden

In CZ kauft die marode Schlecker/Kette hiesige TETA-Drogeriekette.

Gast: Antifeminist
19.06.2012 14:38
1 6

Tja, jetzt schauen sie aus der Wäsche

sollen doch Frauen auch einmal irgendwas aus dem Boden stampfen, eine organisation aufbauen.

Warum sind Frauen immer auf Arbeitsplätze angewiesen, die von männlich-geführten Firmen angeboten werden?

Jetzt ist grosser Jammer angesagt und die "armen Damen" blicken verzweifelt in die Zukunft...

Ein rat an diese damen:
verzweifeln sie nicht, sondern machen sies den vielen Männern nach die
erfunden haben
Firmen aufgebaut haben
ERfindungen tätigten
neue technologische Produkte konstruierten
forschten
jagten

bauten!

Nicht immer auf die Männer verlassen (dass irgendwo einem Mann wieder was einfallen muss um div. Frauen einen Arbeitsplatz zu schaffen - auf den sie lt. Aussagen div. femo-Poliitkerinnen ja menschenrechtlichen Anspruch hätten)!

Mir persönlich ist ja keine grössere Firma oder Organisation bekannt die exklusiv von Frauen gegründet und geleitet wurde.
Mehr als 3 Frauen in einem Team, und die Fetzen fliegen (wenn sie nicht einen Mann zur Verfügung haben den sie bezircen und/oder ausnutzen können)...

Jetzt wird die FM H-H wieder Jammern, fordern und Männner dafür beschuldigen dass die Schlecker-frauen keinen Job mehr haben.

Dass sie bei einer Firma arbeiteten die Produkte anboten die jedermann im Supermarkt auch kriegt (eigentlich ein überkommenes Geschäftsmodell), sich nichts dabei dachten sondern weiter in leeren Verkaufsräumen ausharrten, spricht nicht für ihren Geschäftssinn.

Wie hat Gorbachev gesagt?

Re: Tja, jetzt schauen sie aus der Wäsche

W kummst´n Du daher?
(eigentlich duze ich in Forenen normalerweise niemand) aber gestatte mir die Frage: Was bisst´den Du fiar Trottl?

Gast: Analyst 829
19.06.2012 13:37
1 0

"Bild Zeitung" und "manager magazin"

Das ist eben der Unterschied zwischen "Bild Zeitung" und "manager magazin". Die "Bild" stört an der Schleckerpleite vor allem, dass der ehemalige Chef noch immer Porsche fährt, was dem "manger magazin" keine Zeile wert war und umgekehrt stört sich "Bild" nicht daran, dass nun vielleicht auch in Österreich Schlecker zusperren muss.

So etwas interessiert Bild-Leser:
http://www.youtube.com/watch?v=zjgYpZYPKy8
Schlecker-Filialen werden leer geräumt!

Das eher manager magazin-Leser:
http://www.youtube.com/watch?v=KIO0xWgfNG4
Zu spät kapiert die Gewerkschaft, dass die Zeiten nach wir vor ernst sind und sie Schlecker ruiniert hat indem Missstände bei der Beschäftigung in der ÖFFENTLICHKEIT breit getreten wurden. Nun ist es aber zu spät um freiwillig mehr zu arbeiten - zumindest in Deutschland.

Wenn die Mitarbeiter in Österreich nun schnell noch einen Zahn zulegen, dann wird Schlecker Österreich durchaus überleben. Gewerkschafter werden den Mitarbeitern aber sicher nicht diese Botschaft überbringen und sicher nur zusehen wie tausende Angestelle in die Arbeitslosigkeit schlittern.

Mit Solidarität unter den Mitarbeitern und Loyalität zur Firma kann man so gut wie jede Firma retten, die eine derartige Marktmacht wie Schlecker hat. Nur durch die Marktmacht können so hohe (auch wenn sie nicht wirklich hoch sind) Gehälter bezahlt werden. Kleinere Drogerien bekommen gar nicht die niedrigen Preise von den Fabriken zugestanden und können grundsätzlich gar nicht so viel Personal anhäufen.

Antworten Gast: Johann S
19.06.2012 14:36
0 1

Re: "Bild Zeitung" und "manager magazin"

Die Gewerkschaft hat Scklecker sicher nicht ruiniert,sondern der Eigentümer selbst.
Mit dem Schmuddelimage behaftet,dem Umgang mit Mitarbeitern und der uferlosen Expansion ist es daneben gegangen.
Dies ist die Meinung vieler Experten.

Re: Re: "Bild Zeitung" und "manager magazin"

Ja um Himmels willen, genau das ist ja der Tenor der Analyse.

Die Gewerkschaft hatte nichts besseres zu tun als:
a) das Schmuddelimage zu pushen
b) Mitarbeiterprobleme an die Öffentlichkeit zu tragen

Das ist klassische Fall von "die Hand beißen, die einen füttert". Selbstverständlich müssen Missstände aufgearbeitet und beseitigt werden. Aber bitte nicht auf eine Weise, die das IMAGE des Unternehmen, das einem den LOHN zahlt, ruiniert.

Ganz ehrlich: was haben die zig-tausend Mitarbeiter jetzt von ihren super-moralischen Gewerkschaftern? Die Gewerkschafter klopfen sich gegenseitig auf die Schulter und wenden sich dem nächsten Fall eines bösen, ausbeuterischen Unternehmens zu. BIPA und DM reiben sich die Hände, ein Konkurrent weniger.

Wer leidet? (Neben den Personen, die den Arbeitsplatz verlieren): richtig, der Konsument. Denn der zahlt höhere Preise über die gestiegene Marktkonzentration/Oligopolsituation

Antworten Antworten Antworten Gast: Johann S
19.06.2012 16:15
1 1

Re: Re: Re: "Bild Zeitung" und "manager magazin"

Die Mißstände waren doch allgemein bekannt,nicht durch die Gewerkschaften.
Der eigene Augenschein,hat doch alles gezeigt.
So SiE ein Proponent dieses Unternehmers sind,ist es eben Ihre Meinung.
Gewerkschaften sind ein wichtiger Interessensvertreter der Arbeitnehmer.

Einig sind wir uns im Mitgefühl für die vielen, meist weiblichen Arbeitnehmer.
Fr Gr

Warum waren sie "allgmein bekannt"?

Ich glaube zwar nicht, daß die Sudelkampagnen der Gewerkschaft Schlecker zerstört haben - das war schon das Management selbst, aber geholfen haben sie auch nicht.

Antworten Gast: Gast99
19.06.2012 14:02
0 0

Re: "Bild Zeitung" und "manager magazin"

Ach, wie naiv doch manch Analyst sein kann ... und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Re: "Bild Zeitung" und "manager magazin"

"Zu spät kapiert die Gewerkschaft, dass die Zeiten nach wir vor ernst sind und sie Schlecker ruiniert hat indem Missstände bei der Beschäftigung in der ÖFFENTLICHKEIT breit getreten wurden. Nun ist es aber zu spät um freiwillig mehr zu arbeiten - zumindest in Deutschland."

Schlecker hat einfach die letzten Jahre verschlafen und daher haben dort immer weniger Leute eingekauft und der Umsatz ist massiv eingebrochen ein anderes Verhalten der Gewerkschaft hätte Schlecker auch nicht retten können.

Hobbyökonom