[Wien/juk] Die Suche nach Investoren für die österreichische Schlecker-Tochter gestaltet sich schwierig: Erst kurze Zeit, nachdem in Österreich überhaupt damit begonnen wurde, die Kette einem neuen Eigentümer schmackhaft zu machen, wird die Chance, ihn zu finden, bereits wieder totgesagt.
"Nach dem Aus für Schlecker Deutschland droht auch der Österreich-Tochter die Pleite", so das deutsche "Manager Magazin" unter Berufung auf Insider. Arndt Geiwitz, Insolvenzverwalter von Schlecker Deutschland, habe "bisher keinen strategischen Investor für die gut 900 Filialen gefunden". Ein einzelner Finanzinvestor verbleibe als letzter Interessent.
In Österreich gab es zuletzt zwei Investoren, die Interesse an Schlecker Österreich bekundet haben - die MTH von Josef Taus und der Linzer Finanzinvestor Recap. Beide bestätigten der "Presse", dass die Gespräche mit dem Insolvenzverwalter weiter laufen und ihr Interesse aufrecht ist. Das es weiter Interessenten gibt, bestätigte am Dienstagabend auch Geiwitz. Schlecker-Anwalt Klaus-Ferdinand Lughofer kann sich "die Meldung nicht erklären", wie er der APA sagte.
Das Problem in Österreich dürften nicht die fehlenden Interessenten sein: "Es gibt keine Unterlagen zu Schlecker Österreich", sagte ein Insider. So habe Insolvenzverwalter Geiwitz die Absicht gehabt, Spanien (neben Österreich die zweite große Auslandsgesellschaft unter dem Dach der deutschen Mutter) losgelöst von Deutschland zu verkaufen. Österreich hingegen sei in den Verhandlungen vor der Abwicklung der deutschen Mutter als "Anhängsel" vermarktet worden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.06.2012)
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