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Faymann drängt auf ein Ende der ÖIAG

19.06.2012 | 16:48 |   (Die Presse)

Die Bundesregierung ist sich uneins über die Zukunft der Staatsholding. Weitere Privatisierungen kommen für die SPÖ nicht infrage. Entscheidung wurde vertagt. In der ÖIAG selbst wird Beyrers Nachfolge vorbereitet.

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Wein/PRI. Wenn es nach dem Kanzler geht, ist die Zukunft der ÖIAG geklärt: Sie hat keine. Er halte die Staatsholding nicht für zukunftsträchtig, man sollte sie daher auflösen und die Anteile an OMV, Telekom und Post „direkt“ den Ministerien überantworten, sagte Werner Faymann (SPÖ) nach der Regierungssitzung am Dienstag – und bekräftigte damit die Position der SPÖ in einer Debatte, die ÖIAG-Chef Markus Beyrer durch seinen Wechsel zum europäischen Arbeitgeber-Dachverband Businesseurope ausgelöst hatte.

Doch der Vorschlag des Kanzlers ist in der Koalition nicht paktfähig. „Wir sind hier unterschiedlicher Auffassung“, erhob Michael Spindelegger (ÖVP), im Pressefoyer neben Faymann stehend, sogleich Einspruch. Der Vizekanzler wäre vielmehr dafür, die Unternehmen „mit einem kleinen Staatsanteil“ zu privatisieren – was auch einer Auflösung gleichkäme. Denn dann wäre die ÖIAG obsolet. Das lehnt aber die SPÖ ab.

Daher einigten sich Faymann und Spindelegger auf einen vorläufigen Kompromiss: Finanzministerin Maria Fekter wurde beauftragt, Vorschläge für eine „ÖIAG neu“ zu erarbeiten. „Darüber werden wir dann reden“, kündigte der Kanzler an. Ob sich eine Reform noch in dieser Legislaturperiode ausgeht, konnte oder wollte Faymann nicht beantworten. Er spielte den Ball an Fekter weiter: „Ich kann nicht einschätzen, wie sich die Finanzministerin in diesen Fragen verhält.“

Doch die Staatsholding sorgt nicht nur in der Regierung für Differenzen – auch in der ÖVP gibt es unterschiedliche Ansätze. Die ÖIAG sei „eine wichtige Einrichtung, aber nicht gottgegeben und zu hinterfragen“, erklärte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner unmittelbar vor der Ministerratssitzung. Als Plädoyer für eine Auflösung wollte er seine Aussagen aber nicht verstanden wissen: Das Ende der ÖIAG sei „eine Variante von vielen“. An eine Entscheidung vor der Wahl im Herbst 2013 glaubt Mitterlehner jedenfalls nicht.

Vorstand wird im Herbst bestellt

In der ÖIAG selbst wird gerade Beyrers Nachfolge vorbereitet: Der Vorstandsposten werde „in den nächsten Wochen“ in der Wiener Zeitung ausgeschrieben, sagte ein Sprecher der Staatsholding am Dienstag zur „Presse“. Aus Regierungskreisen war zu hören, dass im August eine Shortlist der Kandidaten erstellt werden soll. Die Entscheidung für einen der Bewerber werde „bestenfalls im September oder Oktober fallen“, hieß es. Bis dorthin bleibt Beyrer im Amt.

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11 Kommentare

Das Ende...

der ÖIAG ist auch das Ende der SPÖ.
Faymann hat für alles eine Erklärung oder sagen wir lieber für fast alles. Denn für das hat er keine Erklärung, da lässt er ausrichten: ER Bundeskanzler, nicht zuständig.
http://wp.me/ppWn1-11

Gast: Vogel Strauss
20.06.2012 11:00
1 0

Hat ihm das der Herr Muhm eingegeben??


Gast: Gastdozent
20.06.2012 10:30
2 0

ÖIAG gehört den Steuerzahlern und nicht ahnungslosen Parteipolitikern!

die verbliebenen ÖAIG-Unternehmen sind alle AG und damit auch börsennotiert, d.h. auch dem aktienrecht unterworfen.
jetzt kommen parteipolitiker der SPÖ, die noch niemals in der privatwirtschaft gearbeitet,geschweige hier erfolg gehabt hätten(sind ja dem parteistatut unterworfen)
daher und fordern die sofortige auflösung unsere staatsanteile( das sollten sie mal in schweiz versuchen)
Österreich soll sich hier auf 25% plus einer aktie zurückziehen, ja
aber die strategieschen Unternehmen,die uns allen bürgern gehören, einfach zu verscherbeln,
das ist ungeheuerlich
darüber müßte eine "Volksabstimmung" aber verbindlich, stattfinden.
wo bleibt die opposition und die Bürgerinitiativen?

Gast: hahahallo
20.06.2012 08:10
4 0

ich dränge auf eine Ende von Faymann

als Bundeskanzler.

Rücktritt

Bitte Faymann, tritt zruck.Ein Sack Erdäpfel hat einen höheren IQ.

Auflösen und privatisieren

Die ÖIAG auflösen und OMV, Post und Telekom vollständig privatisieren und dazu noch die ÖBB.
Würde eine Menge Geld sparen.

Re: Auflösen und privatisieren

da denken sie falsch.

das muss eigentum des staates bleiben.
der staat sind SIE!

sehen sie sich die privatisierung der post an.
...als beispiel.

wollen sie wasser vollständig privatisieren?

Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
20.06.2012 07:36
1 0

Re: Re: Auflösen und privatisieren

Wenn Sie der Staat sind, warum überweisen sie nicht gleich ihr ganzes einkommen dem Finanzministerium?

Die sind sicher besser organisiert und wissen was sie brauchen.

Weitere Privatisierungen kommen für die SPÖ nicht infrage

da kann ich froh sei. ich sponser so gern skylinks, auas, öbbs usw...

Re: Weitere Privatisierungen kommen für die SPÖ nicht infrage

Sie müssen verzeihen, aber das heisst jetzt Check In 3, nicht mehr Skylink, nur der politischen Korrektheit halber;)

3 0

Was ist der Uneterschied zwischen zwei Sack gutem altem Portland Zement

und Windellecker und Failmann?

Der Zement hat Standfestigkeit, eiert nicht herum, ist ein vergleichsweise (obwohl an sich dumm wie Bohnenstroh) intelligentes Produkt und ist, was besonder wichtig ist, nützlich.

Hobbyökonom