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Zwist zwischen AUA- und Tyrolean-Betriebsrat

19.06.2012 | 16:57 |   (DiePresse.com)

Vertritt der Tyrolean-Betriebsrat bald 2300 Piloten und Flugbegleiter der AUA? Deren jetzige Belegschaftsvertretung will das mit einer Klage verhindern.

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Nach Ansicht des Lufthansa-Tochter AUA ist nach dem Betriebsübergangs am 1. Juli nur noch der Betriebsrat der Tyrolean offizieller Ansprechpartner. Das will der AUA-Betriebsrat mit der Klage verhindern. Das sagte der Anwalt der AUA-Fliegenden, Roland Gerlach. Die beiden Betriebsräte von AUA und Tyrolean sollen zumindest vorerst weiter für die jeweilige Belegschaft Ansprechpartner bleiben. Es könne nicht sein, dass die 2300 Piloten und Flugbegleiter der AUA von der kleineren Tyrolean (950 Fliegende) vertreten werde, so Gerlach. Der AUA-Betriebsrate fordert deshalb, dass nach dem 1. Juli bei einer konstituierenden Sitzung ein gemeinsamer Betriebsrat einberufen wird.

Auch der AUA-Betriebsratschef Karl Minhard hält das für einen "Schwachsinn, was da passiert", wie er am Dienstag der APA sagte. "Das ist kein Betriebsübergang, sondern ein Merger." Der Tyrolean-Betriebsrat sehe offensichtlich die "Chance, sich Sachen zu holen, die ihnen nicht zustehen". Für Minhard seien die Tyrolean-Kollegen nicht legitimiert, das fliegende Personal der AUA zu vertreten. Außerdem würde der Tyrolean-Betriebsrat beim vom Management angesetzten Betriebsübergang mitspielen und "kapieren nicht, dass sie die Nächsten sind".

Durch eine einstweilige Verfügung rechnet Gerlach in den "ersten Julitagen" mit einer vorläufigen Entscheidung. Der Antrag soll entweder diese oder nächste Woche vor Gericht eingebracht werden. Dies sei nicht früher möglich gewesen, weil die AUA das erst jetzt gesagt habe, so Gerlach.

Tyrolean: "Wollen nicht AUA-Flugzeuge stürmen"

Der Tyrolean-Betriebsrat strebt in einer Stellungnahme gegenüber der APA eine gemeinsame Belegschafts-Vertretung an. Die Situation sei juristisches Neuland, man will ebenfalls Rechtsmeinungen dazu einholen. Tyrolean-Betriebsrats-Sprecherin Alexandra Patzal: "Es ist nicht unser Ziel, die AUA-Flugzeuge zu stürmen und die Cockpitplätze der AUA-Kollegen streitig zu machen."

Der Tyrolean-Betriebsrat lieferte der Gewerkschaft und dem AUA-Management am Montag einen ersten Vorschlag, wie der neue geplante Konzernkollektivvertrag aussehen könnte. Es handle sich dabei um eine Diskussionsbasis "weil sich seit Monaten nichts bewegt hat", wurde betont. Der Vorschlag sieht eine neue Aufteilung der Flugzeugflotte und ein neues Senioritätsprinzip (Karrieremodell für Piloten und Flugbegleiter) vor. Der AUA-Vorstand hat sich von dem Vorschlag distanziert. Ein neuer Kollektivvertrag für das ganze Bordpersonal sei das erklärte Ziel des Managements. Wie und wann dieser Kollektivvertrag für den für den zur Lufthansa gehörenden AUA-Konzern entstehen soll, sei bisher nicht thematisiert worden, schrieb der Vorstand. Man appelliert daher an die Arbeitnehmervertreter, ein Verhandlungsteam zu benennen.

Klage wegen Betriebsübergang

Neben der Betriebsrats-Angelegenheit bereitet Gerlach für die Gewerkschaft vida eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof (OGH) vor. Der Antrag, der nächste Woche eingebracht wird, soll klären, ob der Betriebsübergang überhaupt zulässig ist. Nach Gerlachs Rechtsansicht dürften sich die Arbeitsbedingungen bei einem Betriebsübergang nicht verschlechtern. Außerdem klagt Gerlach für scheidende, aber auch für Piloten und Flugbegleiter, die trotz des Betriebsübergangs geblieben sind, Pensionsabfindungen und fehlende Beträge von der AUA ein.

(Ag.)

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13 Kommentare
Gast: saniererwunderwuzi1
30.06.2012 14:51
0 0

Betriebsübergang

die BRBs werden sich schon einigen, da meine ich sollte nicht soviel Augenmerk gelegt werden. Die Vorstände werden das schon lenken, "in ihrem Interesse". Viel mehr sollten die Medien auf das gesamte Unternehmen schauen und dementsprechend kommentieren. Warum wird das fliegende Personal in den billigeren KV von Tyrolean eingegliedert und nicht der Backofficebereich. Wäre eine spannende Geschichte und würde die Vorstände ein wenig ins schwitzen bringen in ihrem klimagekühlten Büro.Warum werden Freelancer beschäftigt wenn ein Überhang an Piloten und Flugbegleiter vorhanden ist .Warum werden gegangene Führungskräfte weiterhin als Berater herangezogen. Scheint so als wären die drei Vorstände ein wenig überfordert. Haben sie die Sanierung nun im Griff oder nicht. Wenn nicht dann gehören Sie sofort ausgetauscht.

Da soll man sich auskennen

Auf der einen Seite stimmt der OS-BRB zu, ausgetretene Besatzungen als Freelancer wieder herein zu holen, um den wirtschaftlichen Schaden möglichst gering zu halten.
Auf der anderen Seite wird die Firma mit existenzbedrohlichen Klagen eingedeckt, was etwaige Ansprüche aus dem gekündigten KV betrifft.

Antworten Gast: Vielflieger sen.
20.06.2012 07:14
1 0

Re: Da soll man sich auskennen

dem Herrn OS- BRB geht es um seinen Posten,egal ob alles den Bach runtergeht.Der hat noch immer nicht begriffen das die Deutschen das Sagen haben.Der will unbedingt im Recht sein und nur keine Macht abgeben.Die von Tyrolien können einem Leid tun,solche mit hasserfüllten Kollegen zu bekommen.

Re: Re: Da soll man sich auskennen

Es ist ganz einfach:
Für diejenigen die Bleiben sollen alle rechtlichen Maßnahmen ergriffen werden ihre Rechte zurückzuerhalten, bzw. entsprechend abgegolten.
Für das Weiterbestehen des Unternehmens ist es nötig so viel Flugverkehr wie möglich im Konzern zu belassen, auch wenn dafür Freelancer eingesetzt werden sollen die die Kündigung annahmen.
Tyrolean hat damit nur periphär zu tun, als Statthalter des Betriebsübergangs.
Der Vorstand kommt seiner Aufgabe nicht nach, was nicht weiter verwundert seid Franz im Konzern dort aufräumt wo es nötig ist mit Mitteln die den Konzern ruinieren können!

Re: Da soll man sich auskennen

Und der Konzern-KV wird nur kommen, wenn die Belegschaft alle etwaige noch offenen Klagen zurückzieht......

Gast: Woddan
19.06.2012 19:28
0 1

Ist der letzte Flug . . .

. . . dieser "Fluglinie" schon bekannt? Den Champagner habe ich bereits kalt gestellt, und ich mag fast nicht warten bis es soweit ist !!!

Tja

Da sieht wohl jemand seine Felle davonschwimmen... Oder in diesem Fall davonfliegen?

Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Herrschaften AUA-Betriebsräte sich etwas in Demut üben sollten. Nix mehr mit Bonzen-Power.

OS=Original Staff

es kann nicht sein dass die angelernten der Tyrolean plötzlich auf OS Maschinen sitzen. und dass der VO Betriebsrat glaubt plötzlich auch f die IS Kollegen zu sprechen ist wohl der größte Witz. Minhard ist der einzig qualifizierte Ansprechpartner dafür.

Antworten Gast: Schubse28
20.06.2012 10:17
0 0

Re: OS=Original Staff

Lieber Airbus320!

Langsam glaub ich reicht es wirklich mit Aussagen wie "angelernt" und "die können ja nix", "die wollen uns nur unsere Flieger wegnehmen" "OS= Original Staff", "We don't speak Tyrolean"... blablabla

Endlich mal gemeinsam an der ZUKUNFT arbeiten, dass wäre sinnvoll!!!!
Aber du bist gerne eingeladen, im gemeinsamen OS/VO-Forum zu posten!! Das läuft dann alles nicht mehr so anonym. Mal schaun, ob dann die Klappe immer noch so groß ist!

Antworten Gast: Vielflieger sen.
20.06.2012 07:08
1 0

Re: OS=Original Staff

anscheinend haben sie noch immer nicht begriffen Lufthansa ist ihr Chef und hat das Sagen!Jeder der nicht dort arbeiten will kann sich ja verabschieden.Wo ist das Problem,was ist los mit ihnen?

Re: Re: OS=Original Staff

Haben sie sich schon jemals um ihr Recht gekümmert?
Sind sie ein Weichei!
Oder noch schlimmer, Manager???

Antworten Gast: johoooo
19.06.2012 19:39
2 2

Re: OS=Original Staff

Also, sie (airbus 320), Gott der Aviatik, Diamant der Lüfte und Eliteabsolvent der Fliegerausbildung...unterziehen sie sich gefälligst einer Flugtauglichkeitsüberprüfung durch einen qualifizierten Psychologen.Ihre Äussererungen sind unerträglich!
Sie habenbestimmt nur ganz wenige Freunde (max 1-2, einer davon der Minhard Karli), zu hause einen MACH-Schirm stehen und auf ihrem Smartphone ´Flightradar´als APP installiert.Verlassen sie mal ihren Mikrokosmos AUA...sie werden sehen, die Welt hat einiges zu bieten.

Antworten Antworten Gast: woddan
19.06.2012 19:58
0 0

Re: Re: OS=Original Staff

. . . verlassen sie mal ihren Mikrokosmos AUA...sie werden sehen, die Welt hat einiges zu bieten . . .

Aber sicher nicht in Österreich!

Hobbyökonom