Wien/Es/Ag. Österreich hat aufgeholt: Im direkten Vergleich der Wirtschaftsleistung der EU-Länder pro Einwohner lag Österreich Daten der Eurostat zufolge 2011 mit 129 Prozent des EU-Schnittes an dritter Stelle. 2010 belegte Österreich noch Platz fünf. Wie in den Vorjahren liegt Luxemburg mit deutlichem Abstand an der Spitze. Das Großherzogtum verzeichnete 2011 mit 274 Prozent einen Wert von mehr als dem Zweieinhalbfachen des EU-Schnittes. Knapp vor Österreich auf Platz zwei rangieren die Niederlande mit einem BIP pro Kopf, das 31 Prozent über dem EU-Schnitt liegt.
Diese Reihung bestätigt, was andere Wohlstandsindikatoren wie die Arbeitslosenrate oder die Leistungsbilanz zeigen, bei denen die Reihung ganz ähnlich ausfällt. So hat Österreich EU-weit mit 3,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenrate der EU. Und das, obwohl es aktuell in Österreich um 4,4 Prozent mehr Arbeitslose gibt als im Vorjahr. Auch bei der Leistungsbilanz verzeichnet Österreich seit zehn Jahren ein kontinuierliches Plus. Im Vorjahr belief sich die Leistungsbilanz auf 1,9 Prozent des BIPs und lag damit innerhalb der von der EU vorgeschriebenen Stabilitätsgrenze zwischen minus vier und plus sechs Prozent des BIPs.
Das Armenhaus in der EU bleibt Bulgarien mit einer Wirtschaftsleistung pro Einwohner, die 2011 nur 45 Prozent des EU-Durchschnittes erreichte. In Italien und Spanien entsprach das BIP etwa dem EU-Mittelwert.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.06.2012)

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