Exporte: „Abhängigkeit von Europa verringern“

21.06.2012 | 16:34 |   (Die Presse)

Vier Fünftel der Exporte bleiben auf dem Kontinent. Für künftiges Wachstum müssen österreichische Firmen aber weiter gehen und die Abhängikgeit von Europa verringern, sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.

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Wien/Auer. Heuer ist es so weit: Asiens Firmen werden mit ihren Exporten erstmals mehr Geld verdienen als europäische Betriebe. Diesem Trend kann sich auch Österreich nicht entziehen: Der Anteil der heimischen Ausfuhren am Weltexport sank im Vorjahr leicht auf 1,07 Prozent. Und das, obwohl Österreichs Exportvolumen um 11,7 Prozentpunkte auf den Rekordwert von 122 Mrd. Euro stieg.

Sechs von zehn Euro erwirtschaftete das Land jenseits der Grenzen. Doch die wirtschaftliche Schwäche Europas macht das immer schwieriger. Der Kontinent ist zwar „der drittgrößte Markt der Welt, hat aber nur fünf Prozent der Bevölkerung“, sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Für Österreichs Betriebe sei es an der Zeit, die Abhängigkeit von Europa zu verringern. Unterstützt würden sie von der 35 Mio. Euro teuren Initiative „Go International“, die WKO und Ministerium vor Jahren gestartet haben.

„Brauchen keine höheren Löhne“

Gemeinsam mit Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl zog Mitterlehner am Donnerstag eine „positive Zwischenbilanz“. Zwar bleiben noch vier Fünftel aller Exporte des Landes auf dem Kontinent. Der Anteil verringerte sich allerdings seit 2008 um gut zwei Prozentpunkte. Mehr als die Hälfte aller österreichischen Waren kaufen Deutschland, Italien, USA, Schweiz und Frankreich. Die Ausfuhren in Wachstumsmärkte wie Brasilien, Russland, Indien und China stiegen auf sechs Prozent. „Wir stoßen an keine Grenzen des Wachstums“, zeigte sich Leitl überzeugt. Heuer soll der Außenhandel die Rekordmarke von 125 Mrd. Euro knacken.

Kritik an wirtschaftlichen Ungleichgewichten, die von zu starken Exportländern hervorgerufen würden, konnte Mitterlehner nur teilweise nachvollziehen. So gebe es in Deutschland zwar eine Debatte über höhere Löhne, um den Konsum im Land zu stärken. Für Österreich sieht der Wirtschaftsminister nach dem guten Lohnabschluss der Metaller im vergangenen Jahr aber keinen Bedarf an stark steigenden Löhnen.

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3 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
22.06.2012 14:19
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Eine tolle Leistung der Österreicher der Realwirtschaft!

Hinter dem Exporterfolg über satte 125 Mrd. Euro steckt eine Superleistung der Menschen aus der Realwirtschaft. Diese Menschen müssen ja auch schon die eigene Existenz im Export suchen, weil der Inlandsmarkt ja gewaltig schwächelt oder Inlandsaufträger von korrupten Parteibonzen der geschützten Bereiche vergeben werden (auch immer weniger).

Es ist auch kein Zweifel, dass die Menschen, welche diese Superleistung erbringen dann vom Staat ausgeraubt werden. Dieser Staat kassiert ja schon Zwangsabgaben, welche bis über 50% der Wertschöpfung der Menschen gehen. Der Staat kassiert also den größeren Anteil der Leistung ohne irgendetwas dazu beigetragen zu haben. Kein Wunder, dass schon 43% der KMU permanent in der Verlustzone operieren und die Menschen, welche die Leistung erbringen, immer mehr dem Phänomen von working poor ausgeliefert sind.

Die Parteifunktionäre Leitl und Mitterlehner spielen mit dem Wunsch noch mehr Superexportleistung dann den Grausigen von ÖAAB und GÖD perfekt in die Hände, weil diese Interessensgruppen die Hauptprofiteure der grausigen Vorgänge zur Umverteilung in Österreich sind.
Diese Politik hat schon Wirkung gezeigt und noch viel mehr Wirkung zeigen. Das deshalb, weil sich diese Kotzstaatlichkeit ja dem einnahmenseitigen Sparen zum Aufrechthalten der immer unbrauchbareren geschützten Bereiche samt deren irren Kosten entschlossen hat.

Diese grausige Politik zeigt auch schon erhebliche Wirkung und wird in Zukunft noch mehr Wirkung zeigen.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
22.06.2012 15:19
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Die Resultate der grausigen Politik gegen die Leistungsträger!

- Kaum mehr Unternehmensgründungen neben EPU

- Immer mehr Überlegungen zur Verlagerung von Produktionen

- Österreicher entwurzeln sich zunehmen selber sind schon länger Nettoabwanderer, sind also auf der Flucht!

- Sogar Staatsunternehmen (ver)investieren vorwiegend nur im Ausland (Verbund, Telekom). Die OMV hat schon länger administrative Aufgaben nach Bratislava verlegt!

- Der Armutsbereicht zeigt immer mehr Menschen in manifester Armut, schon mehr als 1/2 Mio. Menschen betroffen, mehr als 1 Mio. in Armutsgefährdung!

- Diese Staatlichkeit buch auch noch Ruhegenüsse bis über 100.000.- EUR pro Jahr unter "Soziales"

- Die Gebietskörperschaften, Bildung, Polizei, Justiz, Verwaltung funktionieren immer schlechter kosten aber immer mehr.

- Die Selbstbedienung in den Parteibonzenhochburgen wird immer exzessiver. Die "Betriebspensionen" bei der WKO, dem ORF, der OeNB, etc. sind nur noch krank und basieren auf einer menschenrechtswidrigen Umverteilung.

Die Leistungserbringung hat in Ö doch keinen Sinn mehr!

Es wird immer ein Staat bestehen aus Planwirtschaft, Korruption (auch dem korrupten Poster- und Amterlschacher), einem Förder- und Frühpensionswahnsinn. Es wird also eine Gesellschaft, welche immer weniger Leisten kann und so der Gesellschaft die zur Versorgung notwendige Leistung entzieht. Das Endresultat wird ein riesiger geschützter Bereich ohne Leistung sein, welcher mit einer Riesenmasse an Transferleistungsempfängern garniert sein wird.

Antworten Antworten Gast: biersauer
27.06.2012 06:36
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Re: Die Resultate der grausigen Politik gegen die Leistungsträger!

..und diese "Superinvestitionen" zu Kreiskys Zeiten, haben der öst. Volkswirtschaft den Nerv gezogen, wie"Bajou", wo die Schulden angefangen haben zu explodieren.
Wo Industriebetriebe neugebaut und dann abgerissen worden sind.
Die olitik der Grünen mit dem Wasserkraftwerksverbot tat das Übrige und sie sind schon wieder aktiv mit dem Schlagwort "No go Areas:
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1071667

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