23.05.2013 10:50 Merkliste 0

Österreich verdoppelt Strafen für Bargeld-Schmuggel

22.06.2012 | 12:27 |   (DiePresse.com)

Wer einen Geldbetrag von mehr als 10.000 Euro nicht beim Zoll deklariert, muss in Zukunft mit einer Strafe von 100.000 Euro rechnen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Das österreichische Finanzministerium erhöht im Kampf gegen Geldwäsche, Korruption, Steuerflucht und Terrorismusbekämpfung die Strafen. Wer einen Geldbetrag von mehr als 10.000 Euro vorsätzlich nicht beim Zoll deklariert, muss in Zukunft statt 50.000 mit 100.000 Euro Strafe rechnen, geht aus dem Begutachtungsentwurf zum Abgabenänderungsgesetz (AbgÄG 2012) hervor. Die Strafdrohung bei vorsätzlichen Zuwiderhandlungen gegen die Bargeldkontrolle werde angehoben, da Österreich ein "Ausweichtransitland" für Deutschland sei, wo die Strafdrohung bis zu ein Millionen Euro betrage, lautet die Begründung.

Zum Hintergrund: Der Bargeldtransport in und aus der EU ist ab einer Summe von 10.000 Euro deklarationspflichtig. Wer also etwa aus Liechtenstein nach Österreich einreist und mehr als 10.000 Euro in bar einführt, müsste diese Summe den österreichischen Behörden anzeigen. Wer den Bargeldbetrag nicht anmeldet, muss - falls er entdeckt wird - mit der Beschlagnahme und dem Verfall der ganzen Summe und darüber hinaus mit einer Geldstrafe rechnen.

Dies ist in der EU-Verordnung "über die Überwachung von Barmitteln, die in die Gemeinschaft oder aus der Gemeinschaft verbracht werden" vom 26. Oktober 2005 (wirksam ab 15. Juni 2007) so geregelt. Die Anmeldung muss genaue Angaben enthalten zum Anmelder (jene Person, die das Bargeld über die Grenze bringt), zum Eigentümer und zum Empfänger der Barmittel. Detailliert müssen Höhe und Art der Barmittel, Herkunft und Verwendungszweck, Reiseweg und Verkehrsmittel angegeben werden.

Um die Betrugsbekämpfung zu verbessern, werden bestimmte Einkünfte ab dem Jahr 2014 - Meldung erfolgt 2015 - automatisch an andere Mitgliedsländern gemeldet. Davon betroffen sind Vergütungen aus unselbstständiger Arbeit und Ruhegehälter, bestimmte Lebensversicherungen, Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen sowie das Eigentum an unbeweglichen Vermögen und Einkünften daraus.

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

41 Kommentare
 
1 2
0 0

Re: Das zeigt auf, wie es um den Euro steht

Ach sorry, das haben Sie in Ihrem letzten Satz ja auch alles selbst erwähnt. Man sollte ganz fertig lesen bevor man antwortet... Gruß ;)

1 1

Re: Das zeigt auf, wie es um den Euro steht

Soweit ich weiß müssen sie keinen Cent "blechen", wenn sie in der Schweiz ein Frankenkonto eröffnen und dort ihre Euros hin überweisen oder sie meinetwegen auch in Bar zu ihrer schweizer Bank bringen.

Es sei denn das Geld, das Sie in die Schweiz bringen wollen ist nicht Ihres oder nicht sauber versteuert und soll verschwinden bzw. sie wollen auf zukünftige Kapitalerträge keine Steuern entrichten und den Verbleib des Geldes deshalb geheim halten.

Ansonsten sehe ich (im Moment) kein Problem für Sie, wenn Sie Ihre Euros aus dem Euroraum bringen wollen.

Das ist ja wie im Kommunismus


Moment einmal ...?

Antworten Gast: zimmermann xy
22.06.2012 15:10
7 0

Re: Das ist ja wie im Kommunismus

Fehlt noch der Zwangsumtausch

Gast: zgv
22.06.2012 13:23
14 1

Solche Schikanen zeigen die Verzweiflung der herrschenden Klasse auf

Keiner vertraut mehr dem Euro.

Das ist ein Missverständnis

Der Artikel sagt´s ja: Es geht nur um "Geldwäsche, Korruption, Steuerflucht und Terrorismusbekämpfung".

Sie sehen, es ist nur zu Ihrem Besten. Zu Ihrer Sicherheit gewissermaßen;-)

Gast: Gruftmaus
22.06.2012 13:19
6 0

tja...

Der ESM wirft seine Schatten voraus.
Es wird den Gefangenen nicht erlaubt ihre, durch jahrzehntelange Arbeit erworbenen Schätze in Sicherheit zu bringen.

Ätsch...hab schon vor einem Jahr!! :D

1 3

Re: tja...

durch arbeit werden sie kaum solche schätze bei sich tragen können, jeden falls nicht der kleine mann den sie ansprechen!

99,99% ist es schwarzgeld, drogengeld, ... ich weiß nicht, warum der kleine mann also was dagegenhaben könnte.

Antworten Antworten Gast: Gruftmaus
22.06.2012 14:09
0 0

Re: Re: tja...

Ja genau !
@hw007
Ich würde auch gerne Quellen von ihnen erfahren!

Antworten Antworten Gast: gast1984
22.06.2012 14:00
1 0

Re: Re: tja...

Zinseinnahmen von Österreichischen Staatsanleihen haben sie vergessen...nicht alles ist immer "Schwarzgeld"

Antworten Antworten Gast: gast1984
22.06.2012 14:00
0 0

Re: Re: tja...

Zinseinnahmen von Österreichischen Staatsanleihen haben sie vergessen...nicht alles ist immer "Schwarzgeld"

Re: Re: tja...

Nur einer von 10.000 Personen, die 10.000€ besitzen und somit "bei sich tragen können" haben das Geld durch Steuerhinterziehung und/oder Drogengeld erworben?

Quelle?

Re: Re: Re: tja...

Aus irgendeinem seltsamen Grund lässt sich der eigene Kommentar nicht richtigstellen.
Ist natürlich verkehrt herum gemeint, also "...haben das Geld *nicht*..."

Gast: smilefile
22.06.2012 12:57
7 0

Tja,...



besonders nützlich für die "Diplomatenpass" Besitzer!,..

& ...ist es schon soweit??

Gast: KGH ....
22.06.2012 12:47
3 0

was...

nützen die Gesetze wenn sie eh nicht angewendet werden? Gilt doch eh nur für die kleinen. ziemlich mies.

3 0

Re: was...

die anderen haben einen diplomaten- und/oder dienstpass!

 
1 2

Hobbyökonom