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Muhm gegen Banken: Das ist Brutalität

22.06.2012 | 18:34 |   (Die Presse)

Muhm stuft Ostkredite im Volumen von 100 Mrd. Euro als „Ramsch“ ein. Es sei notwendig, dass Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) ein Bankeninsolvenzrecht präsentiert,.

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Wien/Höll. Fast bei jedem öffentlichen Auftritt verteidigt Nationalbank-Chef Ewald Nowotny die Geschäfte der österreichischen Banken in Osteuropa. Das starke Ost-Engagement „ist und war eine Erfolgsgeschichte“. Er glaube nicht, dass sich daraus „irgendetwas“ ergeben werde. Doch nun fällt ausgerechnet Arbeiterkammer-Direktor Werner Muhm Nowotny in den Rücken. Muhm erklärte am Freitag, dass die Hälfte der von Österreichs Banken vergebenen Ostkredite als „hochriskant“ und „Junk“ (Ramsch) einzustufen seien. Konkret gehe es um Forderungen von 100 Mrd. Euro.

Es sei notwendig, dass Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) ein Bankeninsolvenzrecht präsentiert, sonst bleibe der Staat „weiter erpressbar“. Laut Muhms Berechnungen habe der Staat die Banken im Zuge der Finanzkrise mit 21 Mrd. Euro unterstützt, davon seien durch die Österreichische Volksbanken AG, Kommunalkredit und Hypo Alpe Adria bereits 3,9 Mrd. Euro verloren. Muhm ist ein Vertrauter und Berater von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ). Er saß jahrelang im Generalrat der Nationalbank. Doch Finanzministerin Fekter weigerte sich, sein Mandat zu verlängern. Dies sorgte für einen Koalitionsstreit.

Muhm geht aber davon aus, dass die Arbeiterkammer wieder im Generalrat vertreten sein wird.

 

Raiffeisen: „Das ist falsch“

Österreichs Banken weisen Muhms Darstellung zurück. „Dass jeder zweite Kredite in Osteuropa Junk sei, ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagt Erste-Bank-Sprecher Michael Mauritz. Bei der Erste Bank gebe es nur bei 8,8 Prozent aller vergebenen Kredite Rückzahlungsprobleme. Muhms Einschätzung über die 100 Mrd. Euro „ist schlichtweg falsch“, betont Ingrid Krenn-Ditz, Sprecherin der Raiffeisen Bank International (RBI). Laut einer Raiffeisen-Studie habe sich in Osteuropa der Anteil der notleidenden Kredite bei etwas unter sieben Prozent stabilisiert.

Muhm kritisiert Raiffeisen, weil das Institut nach Erhalt der Staatshilfe für 460 Mio. Euro die Mehrheit an der polnischen Polbank gekauft hat: „Die Banken gehen auch mit Staatsgeld weiterhin Risken ein.“ Die RBI kontert, dass sie in den vergangenen Jahren trotz der Krise durchgehend Gewinne ausgewiesen habe, die in Summe ein Vielfaches des Polbank-Kaufpreises ausmachen.

In der Nationalbank heißt es auf Anfrage, an der bisherigen Einschätzung des Osteuropa-Engagements habe sich nichts geändert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.06.2012)

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19 Kommentare

reif für den Rücktritt

ein hoher Nationalbankfunktionär, der seinem Generaldirektor derart in den Rücken fällt ist fachlich und menschlich in dieser Funktion untragbar und sollte von sich aus zurücktreten. Dazu kommt der Schaden, den er mit seinen Äußerungen dem österreichischen Bankplatz zufügt.

BM Fekter wäre dringend geraten, eine Wiedernominierung Muhms um jeden Preis zu verhindern.

Muhm, der AK Bonze und Failman Spin denkt zu wissen,

woher will er das wissen?


3 0

Muhm? Wo the f*ck is Muhm? Der nächste "Experte für eh ois..." (Scharlatan?) der uns mit seinen Kalenderweisheiten und Stammtischtheorien bullshitten will?


Gast: trader1
23.06.2012 16:54
2 0

Hm ..

man sollte wenn man solche behauptungen in dieser position aufstellt das selbstverständlich genau und mit zahlen belegen können ... also bitte die zahlen auf den tisch ....

Gast: paddeikader
23.06.2012 16:42
1 0

die SPÖ mit einem AK SPÖ funktionär Muhm drängt mit allen mitteln in die OenB bankenszene mit ihren Luxuspensionen. die haben jede glaubwürdigkeit verloren. die arbeitnehmer u.asvg pensionisten können durch solche karriere-paddeifunktionäre gar nicht mehr vertreten werden.


Gast: keinmumm
23.06.2012 15:51
2 0

und so etwas gibt ein "Nationalbanker" von sich??!

-wäre es wahr, wäre es unverantwortlich von einem, der in der ÖNB arbeitet bzw. dort war und wieder dort hin will.

-ist es unwahr, so ist es noch dreister, wenn jemand, der in dieser Institution war und zu deren Aufgabe die Bankenaufsicht gehört, so etwas von sich zu geben und damit sich selbst den Ast absägt, auf dem er sitzt.

Gast: Vogel Strauss
23.06.2012 11:19
3 1

Faymanns Wirtschaftsberater eben

Was soll so jemand - vollgestopft mit linker marxistischer Ideologie - schon groß von Wirtschaft verstehen? Wir brauchen einen Tahrir-Platz!!!

Gast: Kopfkratz
23.06.2012 10:43
0 0

völlig wurst,

wer, wieviele, welche Kredite als hochriskant einstuft, und welche Banken als gefährdet oder doch nicht. Was, bitte, hat die aktuelle Situation irgendeiner Bank mit der Notwendigkeit eines Bankeninsolvenzrechtes zu tun? Ein Verfahrensrecht zur Abwicklung von Banken ist jedenfalls erforderlich. Kommt es nicht dazu, es anwenden zu müssen, umso besser!

Die RBI kontert, dass sie in den vergangenen Jahren trotz der Krise durchgehend Gewinne ausgewiesen habe

Cool.
Und warum muss sie dann zum Steuerzahler betteln gehen?

Ach ja, weiss schon wieder. Weil sie völlig unverständlicherweise von der Allgemeinheit dazu angehalten werden soll, zumindest einen kleinen Teil jenes Geldes, das sie verleiht, auch selbst zu besitzen. Das ist natürlich schon hart.

So falsch liegt Muhm nicht

wenn er die Lüge von der Erfolgsstory der Ostgeschäfte heimischer Banken auf die Realität reduziert. Deshalb wurden ja die Banken
mit schlechteren Ratings bestraft, was auch auf die Kreditwürdigkeit der Staatsanleihen starken Einfluss hat. Dass die banken jetzt aufschreien, ist als natrürliche Reaktion zu werten. Es muß ja verhindert werden, daß die Menschen Angst um ihre Ersparnisse ahben und es dadurch zu einem Bankenrun kommt. Die permanente Desinformation in den Medien trägt das ihre dazu bei, daß viele Menschen den Ernst der Lage nicht sehen, oder ihn aber erst zu spät erkennen werden.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
23.06.2012 10:39
0 0

Re: So falsch liegt Muhm nicht, Hysterie bringt aber gar nichts!

Mit einem Ausfallsrisiko von 50% und einer Summe von 100 Mrd. liegt Muhm gewaltig daneben, wenn man die Gesamtkreditvergabe betrachtet. Man muss dazu aber die wesentlichen Gruppen der Kreditnehmer separat betrachten.

Privatkredite
In diesem Bereich waren die Banken einfach unvorsichtig und aggressiv. Die Raiffeisenwerbung in HU passt da genauso dazu wie die Vergabe über Handelsketten, wo die Kunden für einen Kühlschrank Kredite im Geschäft nahmen und diesen gleich am Parkplatz zum halben Preis verkauft haben (um Nahrung für die Kinder zu bekommen?) Bei Privatkrediten kann es teilweise Ausfallsquoten von bis zu 50% geben, teilweise abgefedert durch sehr hohe Zinsen. Betrifft wahrscheinlich aber nur etwa 20% der gesamten Kreditvolumens.

Kredite an die öff. Hand
Die meisten Länder stehen mit der Verschuldung gar nicht schlecht da und können auf Hilfen vom IWF, EU etc. zählen. Da wird es kaum zu erheblichen Ausfällen kommen. Betrifft aber wahrscheinlich nur etwa 20% der aushaftenden Kredite.

Kredite an Unternehmen
Diese stellen den Hauptteil der aushaftenden Kredite dar. Die Lage ist momentan eher stabil kann sich aber mit einer neuen Krise schnell verschlechtern (wie 2009). Heute ist das Risiko durch die Marge gut gedeckt und kann laufend abgefedert werden. Wenn es in Zukunft Schwierigkeiten geben sollte dann sind aus diesem Bereich meist gute Sicherheiten vorhanden.

Mit einem Risiko von 10 bis max. 20% des Kreditvolumen ist die Lage aber ernst genug.

Gast: Mai
23.06.2012 00:29
3 1

Es wird Zeit

Der Mann wird langsam unerträglich.
Muss weg.

Gast: 1. Parteiloser
22.06.2012 20:34
3 4

Muhm ist ein Volldebbater!

Es ist doch keine Frage, dass die Österreichischen Großbanken bei der Kreditvergaben im CEE Raum sehr aggressiv waren und ein erhebliches Risiko besteht.

Es ist aber auch so, dass im heftigen Krisenjahr 2009 weniger als 30% der Kredite als NPLs registriert wurden. Das war noch vor der vielen Stundungen und Umschuldungen. Zusätzlich ist zu bemerken, dass auch für diese riskanten 30% der Kredite, wenigstens teilweise, Sicherheiten vorhanden waren.

Seit dem Jahr 2009 hat sich aber doch Vieles verbessert und die Banken haben das Ausfallsrisiko erheblich reduzieren können. Ich würde das Ausfallsrisiko heute bei max. 10% der Bilanzsumme sehen, also noch immer ordentlich und kann zu einem 30 Mrd. Euro Problem führen.

Negativ für die Banken waren die Zwangskonvertierungen in Ungarn, welche gewaltige Rückstellungen und Kosten verursachten. Auch die vielen Bankenabgaben, welche schnell eingeführt wurden, die haben dne Banken die notwendigen Korrekturen wesentlich erschwert. Bei diesen Aktionen der Gesetzgeber hätte man behutsamer, also langsamer, vorgehen müssen.

Ein Aufsichtsrat bei der OeNB sollte aber Kenntnis dieser Vorgänge haben, weil ja die OeNB eines der Aufsichtsorgane der Banken ist.

Der Muhm, mit seiner Darstellung eines 50% Ausfalls ist ein Volldebbater. Das Problem für die Banken ist auch bei einem 10%igen Ausfallsszenario, auch nur wenn keine Sicherheiten einbringlich sind und eine Wirtschaftskrise kommt, groß genug.

Antworten Gast: Vogel Strauss
23.06.2012 11:18
0 1

Re: Muhm ist ein Volldebbater!

Was bitte ist ein 'Volldebbater'? Jemand, der voll debbaddiert??

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
23.06.2012 17:26
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Re: Re: Muhm ist ein Volldebbater!

Die Überschrift haben Sie offensichtlich nicht verstande. Wenn Sie eher ein optischen Typ sind, dann können Sie zu dem verwendeten Wort ganz oben im Artikel auch das Foto dazu finden.

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Ich fürchte, das Wort "Volldebbater" wird auf sie zurückfallen!

Außerdem ist es nicht sinnvoll, Koreferate zu Tageszeitungsartikeln zu verfassen.

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Re: Ich fürchte, das Wort "Volldebbater" wird auf sie zurückfallen!

außerdem heißt es 'deppater',mit hartem p.man schreibt ja auch 'depp' u. nicht 'debb'.anders ist es bei 'debil',von woher sich 'depp' ableitet.man soll es nicht glauben,aber depp ist ein lateinisches wort.'trottel' dürfte germanischen ursprungs sein

Re: Re: Ich fürchte, das Wort "Volldebbater" wird auf sie zurückfallen!

entschuldigung schon, es heisst bei den roten auch paddei und partei!

so viel zeit muss sein!

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
23.06.2012 10:42
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Re: Ich fürchte, das Wort "Volldebbater" wird auf sie zurückfallen!

Was hat Ihr Kommentar mit dem Thema zu tun?

Was trägt Ihr Kommentar dazu bei die Aussagen dieses Totalversagers in ein korrektes Licht zu stellen?

Was qualifiziert Sie die Sinhaftigkeit meiner Kommentar in Frage zu stellen?

Sind Sie ein Teil des kranken Kammerhaufens, egal aus welcher Ecke die auch immer kommen?

Hobbyökonom