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Kapsch: „Politisches Klima, das nur von Skandalen lebt“

22.06.2012 | 18:35 |  FRANZ SCHELLHORN UND JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Der Industriellen-Präsident Georg Kapsch erklärt, warum die IV keine Berührungsängste zur FPÖ hat. Und warum die Ganztagsschule gut ist.

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Die Presse: Sie wurden am Donnerstag fast einstimmig zum neuen Präsidenten der Industriellenvereinigung gewählt. Im Vorfeld der Wahl gab es Sorgen, Sie würden die IV zu stark nach links führen. Können Sie das nachvollziehen?

Georg Kapsch: Ehrlich gesagt nicht ganz, weil ich die Industriellenvereinigung weder links noch rechts sehe. Die IV ist eine politische Organisation, aber keine parteipolitische. Erfolg haben wir nur, wenn wir zu allen Parteien äquidistant stehen. Dass ich persönlich ein Sozialliberaler bin, daraus habe ich nie ein Hehl gemacht.

Wofür steht denn ein Sozialliberaler?

Dafür, dass die Freiheit des Individuums so weit wie möglich geht, ohne die Freiheit des Nächsten zu beeinträchtigen. Dafür, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht als Ressource gesehen wird. Wir müssen verstehen, dass nicht hier die Wirtschaft ist und dort die Gesellschaft, sondern wir alle Teil eines großen Ganzen sind.

Das könnte auch aus dem Grundsatzprogramm der Arbeiterkammer sein.

Im Unterschied zur Arbeiterkammer treten wir nicht nur für Verteilungsgerechtigkeit ein, sondern auch für Leistungsgerechtigkeit.

Äquidistanz zu allen Parteien hieße gleicher Abstand zu allen Gruppierungen. Wird die Industrie künftig alle Parteien unterstützen?

Unser Ziel ist es, den Wohlstand in diesem Land zu erhalten. Dazu gehört es auch, Projekte mit der einen oder anderen politischen Partei umzusetzen. Wir gehen dabei nach Inhalten vor, nicht nach der Farbe.

Sie haben also weder Berührungsängste zu Grün noch zu Blau?

Wir haben grundsätzlich keine Berührungsängste, aber wir haben Grundsätze. Dass wir uns mit dem Thema Ausländerfeindlichkeit schwertun, haben wir immer klargestellt. Dasselbe gilt für Forderungen nach noch mehr Staat.

Können Sie eine gewisse Politikverdrossenheit im Volk nachvollziehen?

Ja. Wir haben ein politisches Klima, das nur noch von Skandalen lebt. Und wenn das Downgrading der Republik (Verlust des AAA, Anm.) nur zu Lachern führt und Themen mit wesentlich geringerer Relevanz breitgetreten werden, kann ich die Politverdrossenheit durchaus nachvollziehen.

Wir haben also ein Problem mit dem politischen Personal?

Wir haben ein Problem mit dem Verständnis in diesem Land, was Politik überhaupt leisten soll.

Was soll sie denn leisten?

Sie soll den Individuen möglichst große Freiheit lassen, ebenso den Unternehmern, damit Arbeitsplätze geschaffen werden und Wachstum generiert wird.

In welchen Bereichen sehen Sie denn die größten Druckstellen?

In den Bereichen Bildung, Arbeitswelt und Steuersystem. Der universitäre Bereich funktioniert sehr gut. Wenn aber in Wien 24 Prozent der Schüler einer vierten und 19 Prozent einer achten Schulstufe nicht sinnerfassend lesen können, ist klar, wo die Probleme liegen.

Wäre die Ganztagsschule ein Schritt in die richtige Richtung?

Ich bin ein Befürworter der Ganztagsschule. Weil ich der Ansicht bin, dass eine entsprechend gute Betreuung der Kinder nur so zu gewährleisten ist. Aber nur dann, wenn die Nachmittagszeit sinnvoll verbracht wird, also nicht mit Computerspielen.

Sie sind ja auch ein großer Befürworter der Rot-Weiß-Rot-Card, die ausländische Fachkräfte nach Österreich holen soll. Funktioniert sie?

Die Rot-Weiß-Rot-Card ist noch nicht bekannt genug, wir müssen sie im Ausland stärker bewerben.

Wäre es nicht einfacher, qualifizierte Arbeitnehmer länger in Beschäftigung zu halten, statt im Ausland nach ihnen zu suchen?

Wir müssen Arbeitskräfte länger im Arbeitsprozess halten. Wir sollten aber auch ausländische Fachkräfte anwerben. In Spanien angebotene Deutschkurse sind weit überbucht. Europa ist offen, und es gibt keine Gefahr, von ausländischen Arbeitskräften überrannt zu werden.

Was hindert Unternehmen denn, Leute länger zu beschäftigen?

Ein großes Problem ist das Senioritätsprinzip. Wir haben in Skandinavien bei den Gehältern für ein und dieselbe Qualifikation vom Eintritt ins Berufsleben bis zur Pensionierung einen Lohnerhöhungsfaktor von ungefähr 1,6 – in Österreich liegt der Faktor bei 2,7. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Haben Sie in ihrem Unternehmen eine Altersgrenze für Neuaufnahmen?

Nein, wir haben keine. Wir nehmen auch 58-Jährige auf, wenn die Leistung stimmt und wenn sie bis 65 arbeiten wollen.

Wie tangiert Sie als Unternehmer eigentlich die Eurokrise?

Ehrlich gestanden beunruhigt sie mich gesellschaftspolitisch mehr als ökonomisch.

Sie fürchten also eher eine Spaltung Europas mit sozialen Folgen als „nur“ ökonomische Verwerfungen?

Ich fürchte eine Spaltung, wenn wir das nicht in den Griff bekommen. Die hätte aber sofort Auswirkungen auf die Wirtschaftspolitik. Die Antwort könnte sein, noch mehr zu reglementieren – und das wäre fatal. Spanien ist ein gutes Beispiel dafür. Die starke Regulierung des Arbeitsmarktes mit gut geschützten Verträgen für Beschäftigte hat zu einer Jugendarbeitslosigkeit von 50 Prozent geführt (Jugendliche bekommen oft nur noch temporäre Verträge, ältere Arbeitnehmer sind quasi unkündbar, Anm.). Der Großteil davon ist Langzeitarbeitslosigkeit und das ist das Schlimmste. Das Thema gibt es auch in Italien und Frankreich.

Und in Österreich?

Das Arbeitsrecht ist gut, aber das Arbeitszeitgesetz entspricht nicht den modernen Anforderungen von Flexibilität und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Ziemlich dramatisch ist dagegen die Performance des Wirtschaftsstandorts Österreich, der in allen Rankings abrutscht. Abgesehen vom Korruptions-Ranking. Was läuft denn da schief?

Ich glaube nicht, dass sich Österreich von anderen Ländern unterscheidet. Nur die Aufarbeitung der Korruptionsfälle läuft falsch. Vor allem dauert sie viel zu lange. Das macht ein schlechtes Bild nach außen und beeinflusst auch das Investitionsverhalten von ausländischen Unternehmen in Österreich.

Gehen Sie eigentlich zur Jagd?

Ja, aber ich meide Jagdrunden. Ich mag die Vermischung von privat und Geschäft nicht. Aber wir schütten hier auch das Kind mit dem Bade aus: Wir leben als kleines Land vom Netzwerken. Wenn ausländische Amtsträger nicht einmal mehr zu den Salzburger Festspielen oder zum Opernball eingeladen werden dürfen, dann wird das der Wirtschaft schaden.

Zur Person

Georg Kapsch (53) steht seit Donnerstag dieser Woche als Präsident an der Spitze der Industriellenvereinigung (IV). Kapsch ist seit 1989 in der IV aktiv, seit 2008 war er Präsident der Wiener Landesorganisation. In den 1990er-Jahren war er Mitglied des Liberalen Forums. Der zweifache Familienvater leitet den in der Verkehrstelematik tätigen Familienkonzern, der weltweit 5000 Mitarbeiter beschäftigt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.06.2012)

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52 Kommentare
 
12

Meine Ansicht ?

Ein kompetenzloser "Schnössl", das klingt mir alles zu perfekt "formuliert"!
Delegiertes Niveau, mein Herr?

Gast: 1. Parteiloser
23.06.2012 17:24
4 2

Steht selber und schweren Korruptionsverdacht und referiert über:

- Skandalöse politische Klima, obwohl er selber tief drinnen steckt. Da geht es um die Schnittstelle Parteien zur Industrie!

- Verteilungs- und Leistungsgerechtigkeit
(meinst er die Schmiergelder?)

- Ganztagsschule zur Betreuung der Kinder (Lernen wieder ausgeblendet!)

- Anwerben von noch mehr Zuwanderern (Abwanderungsstopp von Österreichern auch nicht erkannt, Problem der unkontrollierten Massenzuwanderung auch ausblendet!)

- Wohlstand durch pol. Parteien, Muahaha!
Die nahmen den Österreichern doch nur den Wohlstand!

- Deutschkurse in Spanien!?
Ein Thema für die IV?

- Hohe Kosten für reife Arbeitnehmer ohne die gesetzliche Diskriminierung der jungen Menschen auch nur anzusprechen!
Dieses Arbeitsrecht soll auch noch gut sein?

Kapsch Geschäfte laufen fast ausschließlich mit der öff. Hand oder mit Staatsunternehmen. Diese Geschäfte sind allesamt sehr mutmaßlich mit hohen Honoraren und Provisionen verbunden, also sehr mitmaßlich korrupt.

Man kann nur hoffen, dass die Tschechische Justiz es schaffen wird die Vorgänge der Kapschgeschäfte in Tschechien vollständig aufzuklären und diesen Herrn von dem grausigen Verdacht zu befreien, oder Österreich von diesem Herrn zu befreien.

Nur linke und Raabenmütter ohne jedes Gefühl,

lassen Ihr Kind in einer linken Tagesschule verwahrlosen und verrotten.

Antworten Gast: toro
25.06.2012 14:20
0 0

Re: Nur linke und Raabenmütter ohne jedes Gefühl,

Raabenmütter?

sind das die Mütter von Stefan Raab?

Gast: alter Kapschler
23.06.2012 12:00
5 3

Schon seit Jahren

sind in Wien 12, Wagenseilgasse die Produktionsstätten planiert worden. Riesige Bürotürme entstanden.Aus dem ehemaligen IIer Werk ein Parkplatz.Tausende Mitarbeiter klein scheibchenweise entsorgt, damit es in der Öffentlichkeit nicht so auffällt. Soviel zur sozialen Kompetenz des Herrn Kapsch. Die alten Kapsch Brüder würden im Grab rotieren wenn sie sehen könnten was aus ihrer einst so sozialen Firma geworden ist.

10 6

Kapsch ist der Ansicht dass eine gute Betreuung der Kinder nur in der Ganztagsschule zu gewährleisten ist.

Also nehmt den bösen Hausfrauen endlich die Kinder weg, damit sie auch gut betreut werden und nebenbei auch mit der "richtigen" Ideologie gelehrt werden.
Aber nein, Kapsch ist NICHT links.

3 0

Re: Kapsch ist der Ansicht dass eine gute Betreuung der Kinder nur in der Ganztagsschule zu gewährleisten ist.

Nehmen Sie das mit der linken Ideologie nicht so ernst. Der ist so "links" wie der Soros, ein anderer großer "Sozialliberaler".

Es ist seit bald dreißig Jahren in At üblich, dass sich die IV über die Köpfe der ÖVP hinweg auf kurzen Wegen mit der SPÖ verständigt. Und das bedeutet halt vor allem, dass das große Geldverdienertum in allen kulturellen Fragen, also in allen, die die gesellschaftlichen Grundlagen betreffen (und an denen es also per se kein Interesse hat), den Linken überlässt, und sich dafür in seiner eigentlichen Wirkungssphäre von jenen eximieren lässt. Ein Vernebelungsbegriff hiefür ist "sozialliberal".

Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, da der entsprechende Ausdruck lautete: "liberal-konservativ", sich die IV-Präsidenten mit Otto Habsburg abbildeln ließen, und freilich auch leichter als heute an die damals noch marktgängigeren Eigenjagden herankamen.

Alles halb so wild mit der Gesinnung. Heute ist "konservativ" halt semantisches No go, und da sind sie halt "sozial".

Gast: 1. Parteiloser
23.06.2012 10:24
5 2

Die Diskriminierung der jungen Menschen ist durch den Gesetzgeber gemacht!

Das wird auch beim Betrachten der Daten der Statistik Austria sehr klar erkennbar. Alle Daten im arith. Mittel und die Jahresbruttoeinkommen.

Unselbstständig Erwerbstätige:
20-29 Jahre: 18.388.-
30-39 Jahre: 27.671.-
40-49 Jahre: 33.599.-
50-59 Jahre: 38.410.-

Vertragsbedienstete:
20-29 Jahre: 21.627.-
30-39 Jahre: 28.759.-
40-49 Jahre: 33.414.-
50-59 Jahre: 35.818.-

BeamteInnen:
20-29 Jahre: 33.641.-
30-39 Jahre: 39.397.-
40-49 Jahre: 47.001.-
50-59 Jahre: 57.617.-

Es ist doch keine Frage, dass es eine massive Diskriminierung von jungen Menschen ist und damit ein Verbr.echen gegen die Menschengrundrechte.

Der Hammer an Verbr.echen gegen die Menschenrechte sind aber die Ruhegenüsse der Beamten (Nullleister!), welche weit über den Aktiveinkommen der Menschen der Realwirtschaft liegen.

Diese Umverteilung basiert aber vorwiegend auf der geltenden Rechtslage. Diese "Recht" wurde in Österreich mit einer Dominanz der Interessensvertreter (alte Lobbyisten) für diese Lobbyisten gemacht!

Die Parteien, welche gewählt wurden um die Verantwortung für Ö und die Österreicher zu übernehmen, diese Parteien haben die Macht der Gesetzgebung nur dazu verwendet um die eigenen Bereiche, nach eigenen Interessen, umzuverteilen. Die Prinzipien der Menschenrechte spielten bei den Überlegungen der Lobbyisten überhaupt keine Rolle, genauso wenig wie die schweren gesellschaftlichen Disbalancen!

Gesetzgebungsmisthaufen?

Antworten Gast: Johann S
23.06.2012 14:31
0 1

Re: Die Diskriminierung der jungen Menschen ist durch den Gesetzgeber gemacht!

Die Menschenrechtserklärung kennt keine Nullleister und auch keine Realwirtschaft.

Weiters gibt es auch keine dezidierte Aussage über den Ruhegenuß in den verschiedenen Systemen,welche in Zukunft zusammengeführt werden.
Nicht immer selbst zusammengestoppelte Menschenrechte verwenden,empfiehlt mit Fr Gr J S

Re: Re: Die Diskriminierung der jungen Menschen ist durch den Gesetzgeber gemacht!

Auch wenn Sie die Frau Grüßen bemühen, die ich übrigens nicht kenne, so kann ich Ihnen bestätigen, dass es die Nullleister tatsächlich gibt. Mehr, als Ihnen und der Fr. Gr. wahrscheinlich lieb sind.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
23.06.2012 17:20
0 0

Diesmal sowohl betreffend der Argumentation als auch der Interpretation der Menschenrechte ordentlich daneben gegriffen!

Auch wenn die Menschenrechte in der Formulierung auf die Begriffe Nullleister und Realwirtschaft verzichten so haben die Menschenrecht auch für die älteren Menschen genauso Gültigkeit wie für die jungen Menschen.

Sie können doch nicht wirklich so naiv sein diese fehlenden Begriffe dazu verwenden um die exzessive Diskriminierung junger Menschen, ein schwerer Verstoß gegen die Menschenrechte, dann einfach nur abzulehnen.

Die Menschenrechte beinhalten auf jeden ein Eigentumsrecht des Individuums und damit auch die Verfügungsgewalt über die Entlohnung des selbst geschaffenen. Eingriffe durch die Gesetzgebung, also der Staatlichkeit, sind nur soweit zulässig als diese das Aufrechterhalten der Staatlichkeit dienen.

Jetzt ist aber so, dass die Finanzierung der viel zu hohen Ruhegenüsse zu mehr als 80% durch die Zwangsabgaben der Mitmenschen, also einen staatlichen Eingriff in die Verfügungsgewalt über das selbst Geschaffene bedürfen. Und, es ist auch so, dass diese gesetzliche Umverteilung zur Bereicherung der Ruhegenießer dienen, die Menschen welche sich aktiv um die Versorgung der Gesellschaft kümmern aber arm machen. Das ist nur noch grausiger Vorgang, welcher sicher nicht dem Aufrechterhalten der Staatlichkeit dient. Daher ist ein Vergehen gegen die Menschengrundrechte, begangen durch das Ö Parlament.

Das Gleiche gilt für die grausigen Betriebspensionen, zB WKO und OeNB, welche eine Umverteilung von Zwangsabgaben ist.

Antworten Antworten Antworten Gast: Johann S
23.06.2012 18:04
0 1

Re: Diesmal sowohl betreffend der Argumentation als auch der Interpretation der Menschenrechte ordentlich daneben gegriffen!

Ganz klar kennt die Menschenrechtserklärung keine dezidierten Fälle,sondern kann nur allgemein zitieren.
War deswegen etwas polemisch von mir zitiert.
Mir ist schon klar,was Sie meinen,nur der Begriff "Nullleister"scheint mir irgendwie suspekt zu sein,als handle es sich um unnützes "Gesocks"welches nie etwas für die Gesellschaft beigetragen hat.

Diese Nullleistermentalität hatte die ehemalige DDR,welche ihren Nullleistern mickrige Pensionen gewährte und diese Personen die Ausreise ermöglichte.

Die MR sprechen davon,jedem im Alter eine entsprechende Lebensqualität zu sichern.
Fr Gr

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
25.06.2012 10:14
0 0

In jedem im Alter eine entsprechende Lebensqualität?

Ist es nicht genau der Punkt, welchen ich mit meinen Tabellen als nichterfüllt aufgezeigt habe?

Haben wir nicht eine massive Diskriminierung von jungen Menschen, eine Diskriminierung durch den Gesetzgeber in Österreich?

Kann es sein, dass diese Problematik mit den Zuständen in der DDR nur soviel zu tun hat, als es im heutigen Ö genauso wie in der damaligen DDR vor allem den Funktionären sehr viel besser geht?

Ist es nicht so, dass das Mehrparteiensystem in Ö die gleiche grausige Umverteilung an die eigenen Parteibonzen und Parteibonzerl macht wie es das Einparteiensystem in der DDR gemacht hat?

Sind es nicht genau diese grausigen Vorgänge, welche in Ö die gewaltigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Disbalancen geschaffen haben?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
25.06.2012 09:48
0 0

In jedem Alter eine entsprechende Lebensqualität?

Ist es nicht genau der Punkt, welchen ich mit meinen Tabellen als nichterfüllt aufgezeigt habe?

Haben wir nicht eine massive Diskriminierung von jungen Menschen, eine Diskriminierung durch den Gesetzgeber in Österreich?

Kann es sein, dass diese Problematik mit den Zuständen in der DDR nur soviel zu tun hat, als es im heutigen Ö genauso wie in der damaligen DDR vor allem den Funktionären sehr viel besser geht?

Ist es nicht so, dass das Mehrparteiensystem in Ö die gleiche grausige Umverteilung an die eigenen Parteibonzen und Parteibonzerl macht wie es das Einparteiensystem in der DDR gemacht hat?

Sind es nicht genau diese grausigen Vorgänge, welche in Ö die gewaltigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Disbalancen geschaffen haben?

Wie kann man "in jedem Alter" anders verstehen, als dass auch die jungen Menschen ein Teil davon sind?

Re: Die Diskriminierung der jungen Menschen ist durch den Gesetzgeber gemacht!

Sorry, man kann sich gerne über Lohnunterschiede zwischen Privatangestellten und Beamten unterhalten, man kann auch Verteilungsgerechtigkeit besprechen, aber Beamten als Nullleister zu bezeichnen ist einfach nur polemisch und zeugt von einer mit Abscheu und Hass geführten Debatte.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
23.06.2012 17:22
1 0

Re: Re: Die Diskriminierung der jungen Menschen ist durch den Gesetzgeber gemacht!

Sie haben offensichtlich ein schwere Problem mit dem sinnerfassenden Lesen!

Ich habe die ruhegenießenden Beamten als Nullleister bezeichnet. Das ist genauso korrekt wie auch die anderen Pensionisten Nullleister sind.

Wenn Sie, nur weil Sie nicht wirklich Lesen können, dann eine mit Abscheu und Hass geführten Debatten erkennen, dann ist das alleine Ihr Problem.

Antworten Antworten Gast: Be-obachter
23.06.2012 13:25
1 1

Re: Re: Nullleister

Damit ist eigentlich gemeint, dass Beamtenpensionisten (Nullleister, wie auch alle übrigen Pensionisten) im Gegensatz zu PVA-Pensionisten mehr Pension erhalten, als ein Arbeiter oder Privatangestellter jemals als Aktiver verdienen kann.

Das hat nichts mit Hassdebatte zu tun.

Re: Re: Re: Nullleister

Sie haben auch mehr dafür einbezahlt!

Re: Re: Re: Re: Nullleister

das ist allerdings falsch

Re: Re: Re: Re: Re: Nullleister

Warum?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Be-obachter
24.06.2012 09:23
0 0

Re: Re: Re: Re: Nullleister

Die Beamten "selber" haben nichts davon einbezahlt. Hat alles Väterchen Staat erledigt. Und mehr arbeiten als ein Hackler in der Privatwirtschaft kann der beste Beamte nicht...

Re: Re: Re: Re: Re: Nullleister

Sie vergessen eine Kleinigkeit: Für Beamte gibt es im Gegensatz zu ASVG-Versicherten keine Höchstbemessungsgrundlage - Beamte zahlen also mehr ein!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
24.06.2012 11:39
0 1

Kranke, sachlich falsche, Darstellung!

Auch diese Aussage stimmt so nicht.

Aus der Sicht der Versicherung kommen, kamen schon immer, von den Beamten Beiträge (bei gleichen Bruttogehalt), welche nur etwa 60% der ASVG Versicherten waren. Die fiktiven Arbeitgeberbeiträge wurden ja niemals bezahlt und standen daher auch niemals den Pensionsversicherung zur Verfügung.

Wenn Sie nun Argumentieren, dass die Beitragsleistungen höher waren weil die Höchstbeitragsgrundlage nicht wirksam war, dann es ist auch so, dass die Beamten ein um 80% höheres Bruttogehalt gehabt haben müssen um den gleichen Anspruch wie ein ASVG Versicherter zu decken.

Diese grundlegende Prinzip der Versicherung, also die Deckung durch die eigene Beitragsleistung wurde blieb nicht nur unberücksichtigt, das wurde auch noch weiter ausgehoben. Die notwendigen Versicherungszeiten sind ja bei den Beamten auch noch verkürzt worden, der Ruhegenussanpruch dazu noch erhöht, weil vor allem aus den sehr hohen Letztbezügen berechnet.

In Summe hat dieser Wahnsinn bei den Beamten (definitv gestellten) zu einer Eigendeckung von unter 20% geführt. Auch wenn weiter pragmatisiert worden wäre, die würde die Eigendeckung auch keine 40% erreichen.

Das Resultat:
https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2012/201205hauptueberblicke.htm

Nur die Bundeszuschüsse zu den Pensionen, aus den Zwangsabgaben der Mitmenschen, betrugen in den ersten 5 Monaten 2012 irre 3.932 Mio. Euro!

Ein Verbr.echen an den Menschengrundrechten durch den NR!

Re: Kranke, sachlich falsche, Darstellung!

Dass die Arbeitgeberbeiträge nicht bezahlt wurden, kann man den Arbeitnehmern (=Beamten) wohl nicht vorwerfen!
Die Verkürzung der notwendigen Versicherungszeiten sehe ich nirgends - im Gegenteil! Außerdem gibt es seit Jahren bei den Bundesbematen die Durchrechnung, die zu einer geringeren Pension führt. Dass die Länder hier nachhinken, ist auch nicht die Schuld der dort bediensteten Personen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
24.06.2012 17:17
0 1

Re: Re: Kranke, sachlich falsche, Darstellung!

Ganz wie Sie meinem, Ihre Meinung steht Ihnen frei.

Das gilt auch dann, wenn die Argumentation nach dem primitiven Motto "Die Anderen sind Schuld" gemacht wird.

Re: Die Diskriminierung der jungen Menschen ist durch den Gesetzgeber gemacht!

Schuld sind die Kollektivverträge, die Betonierer in der Arbeiterkammer und die "wohlerworbenen Rechte" der Beamten, die nicht mehr in unsere heutige Zeit passen.

 
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Hobbyökonom