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Bawag: Alle schuldig - 9,5 Jahre Haft für Elsner

04.07.2008 | 10:20 |   (DiePresse.com)

Ex-Bawag-Chef Helmut Elsner wurde zu 9,5 Jahren unbedingter Haft verurteilt. Alle Angeklagten wurden schuldig gesprochen, fast alle legten Rechtsmittel ein. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

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Im Bawag-Strafprozess sind heute Freitag alle neun Angeklagten schuldig gesprochen worden. Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richterin Claudia Bandion-Ortner hat den ehemaligen Bawag-Chef Helmut Elsner, den Spekulanten Wolfgang Flöttl und sieben weitere Angeklagte verurteilt.

Der Hauptangeklagte Ex-Bank-Generaldirektor Helmut Elsner wird wegen Untreue und Betrug sowie Bilanzfälschung zu 9,5 Jahren Haft verurteilt: Er habe den Aufsichtsrat der Bank getäuscht und Kredite an Wolfgang Flöttl vergeben, bei denen die Bank sich an ihrem eigenen Risiko besichert habe. Er müsste die vollen 9 1/2 Jahre im Gefängnis verbringen, die volle Haftstrafe ist unbedingt. Allerdings werden die 18 Monate Vor- und Untersuchungshaft angerechnet, somit muss er effektiv noch sieben Jahre hinter Gitter. Sein Verteidiger hatte im Schlussplädoyer noch gebeten, die verbleibende Lebenszeit des 73-Jährigen beim Urteil zu berücksichtigen.

"Ich schäme mich für mein Land", reagierte die Gattin von Helmut Elsner, Ruth, im ZiB-Interview nach der Urteilsverkündung.

2,5 Jahre für Flöttl, 20 Monate bedingt

Der Spekulant Wolfgang Flöttl wurde zu 2,5 Jahren Haft verurteilt. Davon sind allerdings 20 Monate bedingt. Das heißt, er muss nur die ersten zehn Monate im Gefängnis verbringen. Im Prozess hatte er eine Art "Kronzeugenrolle", weshalb das Urteil für viele Beobachter eher milde ist.

Fünf Jahre für Zwettler, unbedingt

Auch Elsners Nachfolger an der Bankspitze, Johann Zwettler, wird wegen Untreue zu fünf Jahren unbedingter Haft verurteilt.

Vier Jahre für Nakowitz, unbedingt

Der ehemalige Sekretär von Helmut Elsner muss für volle vier Jahre ins Gefängnis.

3,5 Jahre für Kreuch, unbedingt

Der ehemalige Bawag-Vorstand muss die vollen 3,5 Jahre im Gefängnis absitzen: Seine Haftstrafe ist vollständig unbedingt.

2,5 Jahre für Weninger, zwei bedingt

Der frühere Aufsichtsratspräsident der Bawag und ehemalige ÖGB-Finanzchef Günter Weninger wurde zu 2,5 Jahren Haft verurteilt, davon zwei Jahre bedingt.

Drei Jahre für Reiter, zwei bedingt

Der ehemalige Bawag-Wirtschaftsprüfer von KPMG Robert Reiter wurde wegen Beihilfe zur Untreue zu drei Jahren Haft verurteilt. Davon muss er das erste im Gefängnis verbringen, die anderen beiden sind zur Bewährung ausgesetzt.

Das Beratungsunternehmen KPMG steht dennoch hinter seinem ehemaligen Mitarbeiter: In einer Aussendung wird vorsätzliches Fehlverhalten von Reiter ausgeschlossen. Es gebe keinen Grund, an der persönlichen Integrität und fachlichen Qualifikation von Robert Reiter zu zweifeln. KPMG ist überzeugt, dass das Urteil "einer Nichtigkeitsbeschwerde nicht standhalten wird".

3,5 Jahre für Schwarzecker, unbedingt

Der ehemalige Bawag-Vorstand wurde zu 3,5 Jahren Haft verurteilt, die er vollständig im Gefängnis absitzen muss.

1,5 Jahre bedingt für Büttner

Der 51-jährige Banker mit enger Bindung zur Bayerischen Landesbank muss als einziger der Verurteilten nicht ins Gefängnis. Seine 18 Monate sind vollständig bedingt. Zusätzlich muss er 36.000 Euro Geldstrafe bezahlen.

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Elsner muss Pensionsabfindung rückzahlen

Ex-Bawag-Chef Helmut Elsner muss seine Pensionsabfindung in Höhe von 6,8 Millionen Euro an die Bawag zurückzahlen.

Alle neun Angeklagten mit Ausnahme von Christian Büttner wurden zudem zu ungeteilter Hand zu einer Schadenswiedergutmachung an die Bawag in Höhe von rund 67,6 Mio. Euro, Helmut Elsner, Johann Zwettler, Wolfgang Flöttl und Peter Nakowitz von zusätzlich rund 8,6 Millionen Euro verurteilt.

 

Auszug aus der Begründung

Das harte Urteil gegen Helmut Elsner sei gefällt worden, weil er seine Befugnisse "wissentlich missbraucht" habe, so Richterin Claudia Bandion-Ortner. Hier ein Auszug aus der Urteilsbegründung:

  • Helmut Elsner hat als Bawag-Vorstand die ihm eingeräumten Befugnisse wissentlich missbraucht und der Bank einen Vermögensnachteil von 1,72 Milliarden Euro zugefügt.
  • Elsner habe Verluste unrichtig dargestellt, Kredite seien "technisch zerlegt" worden, obwohl es sich um genehmigungspflichtige Großveranlagungen gehandelt habe. Damit sei suggeriert worden, es handle sich um "ein sicheres Geschäft", obwohl Elsner bekannt war, "dass Flöttl in hochriskante Papiere investiert".
  • Elsner habe durch Täuschung weitere Kreditmittel erschlichen.
  • Elsner habe verlangt, dass Flöttl "aggressiv und risikoreich" veranlagt.
  • Es hat keine anrechenbare Absicherung der Kreditausfallsrisikos gegeben, das Risiko sei durch unrichtige Darstellung "bewusst verharmlost worden".
  • Johann Zwettler hat als Vorstandsmitglied seine Befugnisse, über das Vermögen der Bawag zu verfügen, wissentlich missbraucht und im Zusammenwirken mit Elsner der Bank einen Vermögensnachteil von 1,63 Milliarden Euro zugefügt.
  • Der Bankvorstand habe behauptet, es habe sich um keine Spekulationsgeschäfte gehandelt. Dabei sei Elsner bekannt gewesen, dass Wolfgang Flöttl hohe Risiken eingegangen sei.
  • Peter Nakowitz habe unter anderem durch seine Protokollführung, Mitwirkung und Anwesenheit bei Sitzungen zur Ausführung strafbarer Handlungen beigetragen.

 

Urteile nicht rechtskräftig

Nach Verhängung der neun Urteile haben heute alle Angeklagten außer dem Spekulanten Wolfgang Flöttl Rechtsmittel gegen die Strafen eingelegt. Flöttls Anwalt Herbert Eichenseder erbat sich drei Tage Bedenkzeit. Der Anwalt von Ex-Bawag-Chef Helmut Elsner, Wolfgang Schubert, legte unter anderem Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung gegen die Höhe der Strafe ein. Auch die anderen Anwälte meldeten Rechtsmittel an.

Staatsanwalt fordert teils höhere Strafen

Staatsanwalt Georg Krakow verzichtet auf Rechtsmittel gegen die Haftstrafe für Ex-Bawag-Chef Helmut Elsner. Auch bei Johann Zwettler, Peter Nakowitz, Hubert Kreuch und Josef Schwarzecker werde die Anklage kein Rechtsmittel einlegen, sagte Krakow Freitagnachmittag gegenüber der APA.

Bei Günter Weninger, Christian Büttner und Robert Reiter legt die Staatsanwaltschaft Berufung gegen die Strafhöhe ein, beantragt also höhere Strafen. Bei Wolfgang Flöttl meldet der Staatsanwalt Nichtigkeitsbeschwerde und Strafberufung an. Flöttl sollte auch wegen der schiefgegangenen Millionenspekulationen mit den Unibonds bestraft werden, fordert Krakow.

(Ag./Red.)

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74 Kommentare
 
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aber insgesamt sind sie schon gesund?

und was das mit der monarchie zu tun hat, ist überhaupt schleierhaft. hätten sie aber nur den hauch einer ahnung, dann würden sie wissen, dass die damalige österreichische strafjustiz nicht gerade eine vorzeigeinstitution war, haarsträubende fehlurteile und urteile die den gleichheitsgrundsatz bestenfalls verhöhnen inklusive

meine antwort galt dem kommentar von beobachter, 05.07.2008, 05:55


Gast: Beobachter
05.07.2008 05:55
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Jetzt wird es erst richtig interessant

Wird Elsner leise freigelassen? Oder wird er versuchen auszupacken, daher rasch im Gefaengnis "Selbstmord" begehen? Oder hat die Paddei genug Druckmittel, Elsner im Gefaengnis schweigen zu lassen?
Fragen ueber Fragen. Jedoch normal fuer die Paddei. Lachhaft dabei ist jedoch nur, dass es der Paddei gelang, den Begriff "Austrofaschismus" mit den einzigen wirklichen Patrioten, die Oesterreich liebten und schuetzten, zu verbinden. Mein Oesterreich ist 1918 untergegangen, wenn ich es einmal vergesse, solche Ereignisse erinnern mich immer wieder daran.

Gast: Pour le merite
04.07.2008 23:35
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Man kann nur hoffen

dass jetzt auch der letzte Soze überzeugt ist, dass man mit diesem Gesocks am falschen Dampfer ist.

Denn dieser Skandal ist nicht begrenzt auf eine Bank, sondern auf die gesamten Sozialisten, samt ÖGB, Vranitzky und co.

Gast: GeierSturzflug
04.07.2008 18:45
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Woran erkennt man im Forum

die Gewerkschaftsmitglieder und bezahlten Claqeure ? Sie freuen sich wie die kleinen Kinder, dass Marcel angeblich sitzen gehen muss. Ich glaube, denen kann man auch den Schmäh mit dem Christkind aufs Auge drücken!

roda-roda
04.07.2008 17:44
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Bin weder Richter noch Rechtsanwalt

Ich finde dem Elsner ( einem 73 jährigen !! ) haben sie zuviel gegeben ( viel mehr wäre eh nicht mehr gegangen )und dem Flöttel eindeutig zuwenig. Mit dem hat doch die ganze Miesere begonnen, oder liege ich da falsch?

Was bekommt ein Kinderschänder in Österreich? Nicht viel mehr wie der alte, unkooperative Elsner!

Antworten Gast: Österreich
05.07.2008 00:20
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Verglichen zur Refco-Strafe in den USA

sind die 9,5 Jahre sicher zu mild!
Wobei noch zu bedenken ist, daß es bei Refco eine objektive Gutmachung des glaublich gesamten Schadens in Höhe von 1,7 Milliarden Euro gegeben hat -- durch den ÖGB-BAWAG. Es wurden nämlich (um das zu erzwingen) die BAWAG-Gelder in den USA eingefroren.
Die obj. Schadensgutmachung schlägt sich als wichtiger Milderungsgrund zu Buche. So gesehen ist die Elsner-Strafe gerade zu mild (weil es außer bisheriger Unbescholtenheit keinen anderen Milderungsgrund gibt)!

Und wenn nach dem Verbleib der 3,7 Milliarden ÖGB-Vermögens gefragt wird: 1,7 Milliarden davon sind mit Sicherheit in die USA zur Gutmachung für die Refco-Geschädigten geflossen, während die Geschädigten in Österreich praktisch leer ausgegangen sind.

Das nur zur amerikanischen "Großherzigkeit"!

Begonnen hat die ganze Geschichte mit dem Vater Flöttl,

der seinem hoffnungsvollen Sprößling die BAWAG-Milliarden zum Spekulieren in das Handerl gedrückt hat! Der ÖGB hat eben immer so viel Geld gebraucht, das mit normalen Bankgeschäften nicht zu verdienen war.......

Antworten Antworten Gast: Höchststrafe
04.07.2008 19:05
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Drakon, schau oba!

Für wiederholt unentschuldigtes Fehlen im Forum kann es nur eine Strafe geben: Drei Stunden unbedingt mit Rezi. Ulrik(e) und Babsi in der Golden Times! Und das ist gut so!

Antworten Gast: Ben d'Oro
04.07.2008 17:57
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Respekt, Frau Richterin!

Das stärkt das Vertrauen in eine funktionierende und unbestechliche Justiz.
Und die offenbar souveräne Leitung eines solchen Monsterverfahrens ist schon eine eindrucksvoll professionelle Leistung!

Kito
04.07.2008 17:37
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Vergleich

Nun, bei Chodorkowski zeigt sich jeder erschüttert, daß er zu acht Jahren verknackt wurde, obwohl es sich in seinem Falle um ähnliche Summen handelt. Bei Elsner johlt die Meute.
Eigenartig.

Vielleicht sollt¿ der Elsner auch immer so lieb dreinschauen wie der Ch., anstatt unentwegt vor sich hin zu granteln.

Strafmaß aus meiner Sicht: Völlig in Ordnung - in beiden Fällen. Gut, Sibirien ist nicht Sonnberg, wohl wahr. Dennoch: Wer Unternehmenspapiere fälscht, soll aufgrund seiner Erfahrung Tüten kleben.

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Verhältnismäßigkeit

Priklopil hätte max. 10 Jahre bekommen.

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Nichtigkeitsbeschwerde

Den Vranitzky haben sie vergessen. Er hat ÖS 1 000 000 erpresst, damit er das Maul hält. Und eine zweite wollte er auch noch.

@Thomas Fuhringer

Sie sind wohl ein echter "Insider". Es ist Ihnen schon klar, dass Sie in Ihrer Meldung einen klaren kriminellen Tatbestand "aufgedeckt" haben. Wenn Sie mit Ihren Unterlagen nicht zur Staatsanwaltschaft gehen, machen Sie sich der Mitwisserschaft und Begünstigung schuldig. Dafür gibt's auch genug "Schmalz".

zsolnai
04.07.2008 16:46
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Wer denkt an....

..die Mitarbeiter des autoritären Hauptangeklagten, die jahrelang nach der Parole handeln mussten : Maul halten, nichts sehen, nichts hören und weitermachen!
...die Untergebenen, die seiner Willkür ausgeliefert waren (sich ducken und Abstand einhalten).
...die hohen Geldsummen, deren Verbleib nicht aufgeklärt , die aber sicher nicht im Meer versenkt wurden und zur Entdeckung bereitliegen. Kommt Zeit, kommt...Gerstl!
...die Vermögenswerte, die nach wie vor unangetastet geblieben sind (Penthouse, Villa etc.).
...das Leid, das den Angehörigen der Mitangeklagten zugefügt wurde, nur weil diese "gestandenen Männer" sich einfach nicht getraut haben, gegen einen Kriminellen Widerstand zu leisten.
Und wenn man das und viel mehr noch bedenkt, sind die verhängten Urteile gar nicht so brutal.

Gast: gargamel
04.07.2008 15:02
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Zur Erinnerung

http://www.youtube.com/watch?v=pxYFDeJjgIY&feature=related

Antworten Ratio
04.07.2008 17:13
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Und auch noch die "feine Gesellschaft":

http://www.youtube.com/watch?v=CTklhBhs1uU&NR=1

Ratio
04.07.2008 14:05
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Nicht außer acht lassen sollte man ...

dass Elsner keinen einzigen SPÖ-Politiker ans Messer geliefert hat - keinen einzigen! Dabei war die BAWAG die Haus- und Hof-Bank der roten Granden.
Na ja, schau ma moi, wie lange Elsner tatsächlich sitzen wird.
Und wenn volle Länge, dann können wir gespannt sein, wann er vor lauter Ärger, weil ihm die Genossen nicht helfen, zu plaudern beginnt.

Antworten Gast: Sparerin
04.07.2008 14:52
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Re: Nicht außer acht lassen sollte man ...

Er wird aus lauter ohnmaechtiger Wut zu plaudern beginnen. Da werden ja einige zittern.
Und bitte wovon lebt seine Luxusgattin? Wurden seine Privatkonten nicht gesperrt? Und was passiert mit seinem Anwesen in Frankreich?

Antworten Antworten Ratio
04.07.2008 17:06
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Die Luxusgattin glaub ich, lebt schon in einer anderen Welt ... Dort glaubt man, dass Porsche fahren normal

für jeden Österreicher ist,dass jeder Österreicher irgendwo seine Villa am Meer hat - sie haben sie eben in Südfrankreich,dass jeder Österreicher eine Penthouse-Villa haben könnte,denn EUR 250.000,-- in der Innenstadt sind ja nicht so viel u.dass schließlich jeder Arbeiter u.Angestellte zwar nicht EUR 6.500.000,-- Abfertigung bekommt, weil ja nicht jeder Generaldirektor ist, aber so die Hälfte oder ein Drittel wirds schon sein.
In dieser Welt lebt sie. Entweder unabsichtlich,weils der Geist so zuläßt,dann ist sie zu bedauern oder absichtlich,weil sie dekadent ist - dann sollte sie jetzt auch angeklagt werden, da sie Mitwisserin und Nutznießerin dieser Malversationen gewesen sein könnte. Es ist schwer vorstellbar, dass ein Schlaraffenland unbemerkt über einen hereinbricht u.man sich keine weiteren Gedanken dazu macht, wie denn so ein plötzlicher Reichtum zustande kommt. Wer sollte z.B. ein Interesse an einem Penthouse-Geschenk an das Ehepaar E. haben?(Es gilt die Unschuldsvermutung).

Antworten Gast: Omerta
04.07.2008 14:42
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Re: Nicht außer acht lassen sollte man ...

Reden ist Silber ... Wer so geschwächt ist, daß er nicht einmal mehr reden mag, dürfte auch haftunfähig sein. Da Dr. Gross nicht mehr unter uns weilt, muß halt wer anderer das neutrale Fachgutachten erstellen. Was drin stehen soll. kann demnächst auf der Lewelstreet-Homepage nachgelesen werden. Motto:

Wählt SPÖ und ÖVP.
Dann tut dem Elsner keiner weh!

Und das ist gut so!

Logos21
04.07.2008 14:00
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Die sozialistischen Betrüger

Elsner & Co sind als Kriminelle verurteilt worden.
Die SPÖ-Mitglieder Elsner und Co. wandern ins Gefängnis.
Und der ÖGB, der im Prinzip den Vorstand gestellt und dominiert hat, "gratuliert" verlogen zu diesem Urteil. Heuchlerei, dein Name ist SPÖ.

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Hoffentlich gibt es

beim
Hypo-Alpe-Adria-Prozeß auch eine ähnlich objektive Gerichtsbarkeit im Zusammenhang mit den Spekulationen des Mister Kulterer!?

Noah von der Arche am Berg der Freude

Gast: skimpy
04.07.2008 13:43
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crime pays

wie wir franzosen zu sagen pflegen.

q.e.d.
04.07.2008 13:33
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Gutes Urteil. Aber wie gehts weiter?

Irgendwo habe ich mal im Prozess aufgeschnappt: Die Spekulationen seien notwendig gewesen, weil die BAWAG ja auf Biegen und Brechen die billigste Bank sein musste. Auf Forderung des Eigentümers, der Gewerkschaft. Egal wie.

Und irgendwie glaube ich das sogar.

Woher das Geld kam war ja nicht das Problem der Gewerkschaft. Für die Drecksarbeit hatten sie ja ihre hoch bezahlten Flöttls und Elsners.

In diesem Sinne: Mutige, gute Entscheidung diese Urteile. Aber viele der eigentlichen Verursacher blieben aus politischen Gründen verschont.

Antworten Ophicus
04.07.2008 13:49
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Re: Gutes Urteil. Aber wie gehts weiter?

Tja, als Eigentümer darf man unrealistische Wünsche haben. Siehe Meinl-Kleinanleger.
Aus genau dem Grund hat aber der Eigentümer bei einer AG keine Möglichkeit Entscheidungen zu treffen. Man kann einen Aufsichtsrat einsetzen und der überwacht die Tätigkeiten des Vorstandes.

Wenn Vorstand und Aufsichtsrat unter dem Druck zusammenklappen und die Regeln brechen ist das verständlich, aber eben dennoch ihre eigene Schuld. Ein seriöser, verantwortungsbewußter Manager müsste auf solche Wünsche mit einem trockenen "geht nicht" antworten. Was nebenbei bemerkt auch auf Politiker zutrifft, die sich mit ebenso unrealistischen Wählerwünschen auseinander setzen müssen.

 
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