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Bawag: Elsner will Flöttls Konten öffnen lassen

27.04.2010 | 11:09 |   (DiePresse.com)

Elsner will den Vorwurf gegen Wolfgang Flöttl erhärten, dass dieser Geld abgezweigt habe. Der Antrag auf die Kontoöffnung erfolgt im Zusammenhang mit der Anzeige wegen Amtsmissbrauchs gegen Bandion-Ortner.

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Der frühere Bawag-Chef Helmut Elsner, der seit über drei Jahren wegen des Verdachts der Untreue, Bilanzfälschung und des Betrugs in Untersuchungshaft sitzt, will nun Konten des Investmentbankers Wolfgang Flöttl, der in der Karibik rund 1,5 Milliarden Euro an Bawag-Geldern verspekuliert haben soll, öffnen lassen. Elsners Anwalt Andreas Stranzinger wolle damit den Vorwurf erhärten, Flöttl habe das verschwundene Geld nicht verspekuliert, sondern womöglich zum Teil in eigene Kanäle abgezweigt, schreibt das "WirtschaftsBlatt". Es gilt die Unschuldsvermutung.

Außerdem will der Elsner-Anwalt die vollständigen Prüfberichte von Arthur Andersen und Ernst & Young zu allen Firmen im Einflussbereich Flöttls und die Geschäftsberichte von Ross Capital Market sehen. Dazu fordere Stranzinger ein Rechtshilfeersuchen der österreichischen Justiz an die Strafverfolgungsbehörden der Vereinigten Staaten.

Verfahren gegen Bandion-Ortner

Der Antrag steht im Zusammenhang mit einem seit März vor der Staatsanwaltschaft Leoben laufenden Verfahren gegen die ehemalige Bawag-Richterin und jetzige Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (ÖVP) sowie den Bawag-Staatsanwalt Georg Krakow, nun Bandion-Ortners Kabinettschef. Diesen wirft Elsner Amtsmissbrauch vor. Bandion-Ortner und Krakow hätten entsprechende Beweisanträge im damaligen Gerichtsverfahren unterlassen und dessen Verlauf damit beeinflusst: "Wäre man damals dem Verbleib des Geldes nachgegangen, so hätte sich die Rolle Elsners wohl anders dargestellt", so Stranzinger im WirtschaftsBlatt.

Im Juli 2008 wurde Elsner wegen Untreue, schweren Betrugs und Bilanzfälschung nicht rechtskräftig zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Die acht - ebenfalls nicht rechtskräftig - zu unbedingten Haftstrafen verurteilten Mitangeklagten Elsners, darunter der Spekulant Wolfgang Flöttl, befinden sich alle auf freiem Fuß. Flöttl wurde vom Schöffengericht zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, davon wurden 20 Monate bedingt ausgesprochen. Falls das Urteil gegen Flöttl rechtskräftig wird, muss er zehn Monate ins Gefängnis.

(APA)

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10 Kommentare
Gast: Bandion o. R.grat
28.04.2010 10:36
0 0

Flöttl`s Konten immer noch nicht geöffnet, u. immer noch auf freien Fuss,ist schon ein wenig seltsam!

Und das alles auf Anordnung von Bandion-Ortner. Auch, dass Grassers Konten noch nicht geöffnet wurden, stinkt bis zum Himmel.......

Antworten Kreuzhans
28.04.2010 15:54
0 0

Re: Flöttl`s Konten immer noch nicht geöffnet, u. immer noch auf freien Fuss,ist schon ein wenig seltsam!

Ganz normal, nach dem Motto: Eine Krähe hackt der anderen Krähe kein Auge aus. eh klaR:

Gast: Ignaz Himmelbauer, Grammatneusiedl
28.04.2010 01:18
0 0

A los bobos se les aparece la madre de Dios!

El amor todo lo vence, el dinero todo lo alcanza, todo culmina con la muerte, el tiempo todo lo sella!

OGHaHa
27.04.2010 21:08
0 0

Die Frage ist auch, ob es rechtlich in den USA

überhaupt ausreichen würde die Flöttl Konten zu öffnen?

Er hat ja nichts besonders strafbares gemacht:

Er war in keinem Dienstverhältnis weder zu BAWAG noch zur Gewerkschaft.
Das Geschäftsverhältnis war ein reines Freundschaftsverhältnis zu Elsner.
DER hat ihm fremdes Geld zum Spekulieren gegeben, was den Flöttl ja nicht interessieren muss.
Elsner hat ihm da gar keine strengen Verhaltensregeln gegeben sondern, wie im Prozess herausgekommen, eher lockere und ein Fehlverhalten nicht angezeigt sondern vertuscht.

Da hätte eine Anzeige noch Sinn gemacht, nur wäre dann schon alles aufgeflogen.

Flöttl ist immer schön brav angereist und hat lieb und zuvorkommend alle Fragen beantwortet.

So einfach daherkommen und "Konten öffnen" wirds in USA eben auch nicht spielen.

Tom93
27.04.2010 19:51
0 0

ich fass es nicht

die haben die konten vom flöttl noch nicht geöffnet? da brauchen sie eine antrag vom elsner dazu?

diese staatsanwaltschaft ist ja noch korrupter und unfähiger als ich dachte.

OGHaHa
27.04.2010 19:50
0 0

Da kommt er reichlich spät drauf,

dass wäre seine ureigenste Aufgabe als "Supergeneraldirektor" bereits nach den ersten verschwundenen Millionen gewesen.
Aber der feine Herr hatte nichts besseres zu tun, als dem noch weitere Millionen in den Rachen zu werfen.

Aber von der Justiz jetzt Wunder erwarten, nachdem schon ein wahrer Urwald drübergewachsen ist.
Wär doch zum Brüllen, wenn nicht alle Konten des Herrn Flöttl schon längstens alle blütenweiss wären.
Zudem sich diese noch im Ausland befinden und der Zugriff gar nicht einfach, wenn nicht unmöglich, wäre.

Alte Ganovenregel: Jedes Schriftl is a Giftl.
Glauben ja nur wirklich naive Dodln, dass der alle Schriftln der Justiz unter die Nase reibt.
Und wo nix is hat der Kaiser sein Recht verloren...

Der Herr Elsner schmort mit Recht in seiner Zelle, demnächst gibts die Bestätigung der 9 Jahre, da möchte er unbedingt noch der Frau Minister und dem StA ans Bein pinkeln.

Als geschädigter Gewerkschaftseinzahler möchte ich mich bei Fr. Bandion Ortner und bei dem StA für die gute Arbeit bedanken.

Es wurde garantiert geprüft, an diese "verschwundenen" Millionen irgendwie ranzukommen. Aber völlig falsch und unverantwortlich wäre es, bei einer aussichtslosen Suche, weitere Millionen (in USA ist ja nix gratis) zu verlieren.

Ausserdem hat der Elsner ohnehin das "FBI eingeschaltet" wurde gemeldet.
Die lachen dort wahrscheinlich noch heute drüber.

Antworten Blitzky
27.04.2010 20:23
0 0

Re: Da kommt er reichlich spät drauf,

Wie bitte hätte Elsner Flöttls Konten öffnen lassen sollen????????
So etwas können nur Gerichte verlangen und die Frau Bandion war damals die zuständige Richterin.
Es ist also ein Faktum, dass der Flöttl behauptete, er habe die 4 Milliarden der PSK zu 100% (!!!!) mit Fehlanlagen verspekuliert, und niemand hat sich je auch nur die Mühe gemacht, einen Blick in seine Konten zu werfen.

Antworten Antworten OGHaHa
27.04.2010 20:39
0 0

Re: Re: Da kommt er reichlich spät drauf,

Er hätte nicht so naiv sein müssen die Konten überhaupt und immer wieder zu füllen.

Wenn sie als Richter Finanzexperten offiziell einschalten (geschehen) und die sagen "keine Chance", geben Sie dann Millionen für eine Kompanie amerikanischer Anwälte und Banken aus?

Was glauben sie, wie die dort zittern wenns heisst "österreichisches Gericht"!

Papier ist sowieso geduldig, insbesondere in einem anderen Staat. Da bekommen sie wahrscheinlich locker jede gewünschte Bestätigung als Insider wie der Flöttl.

4 Milliarden warens soviel Wiki und ich wissen nicht.
Sondern "nur" 1,72.

Gast: Eurrora
27.04.2010 17:14
1 0

Elsner will unbedingt raus,er wird ja nicht jünger

daher wird er jetzt auspacken ; lassen wir uns überraschen ,was er so aus dem Zaubersack ziehen wird.

Gast: ET
27.04.2010 11:49
2 0

Ein unglaubliches Versagen!

Dass nicht schon während der Untersuchung der Vorfälle rund um die Bawag die Konten aller Beteiligten geöffnet wurden, kann nur eine bewusste Unterlassung sein.

Es galt doch auch auf jeden Fall eine Untersuchung mögliche kick back Effekte zu untersuchen. Sollte dieser auch festgestellt werden können, dann wäre es sofort schwerer Betrug aller Beteiligten gewesen. Auch der Schaden wäre dann etwas geringen gewesen.
Die Staatsanwaltschaft, aber auch die Richterin, sind der Unterlassung schuldig. Dieser Meinung bin ich auch, wenn andere Menschen von einer Unschuldsvermutung ausgehen. Die Staatanwaltschaft und die Richtern haben sich auch Schuldig gemacht. Diese sind der Verantwortung gegenüber Österreich und den Österreichern nicht nachgekommen!

War die Belohnung dafür der Ministerposten?

Oder kam der Ministerposten nur dadurch, weil es auch noch viele andere Parteibonzen zu schützen galt und die Zuverlässigkeit bewiesen war?

Hängt das vielleicht doch mit der HGAA, Skylink, den Spekulationen der öff. Hand, der Buwog, etc. zusammen?

Es scheint so, dass das alles Recht ist. Es scheint auch so, dass diese Vorgänge im Rahmen der Demokratie laufen.

So geht Österreich auf jeden Fall zugrunde!