Ruth Elsner will Wolfgang Flöttl "zu Fall bringen"

Ehefrau des Ex-Bawag-Chefs meint nun: „Das Geld ist sicherlich nicht verspekuliert worden.“ Beweise dafür bleibt sie schuldig. Ursprünglich sprach sie von einer „Anzeige“, wollte dies später aber nicht bestätigen.

Ruth Elsner verschaerft Angriffe
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Ruth Elsner verschaerft Angriffe
(c) Dapd (Hans Punz)

WIEN (m.s.). Nachdem dem erstinstanzlich zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilten Ex-Bawag-Boss Helmut Elsner (75) eine Überstellung in den Hausarrest (inklusive Fußfessel) verwehrt wurde, wandte sich dessen Ehefrau Ruth Elsner am Donnerstag einmal mehr an die Medien. Sie sei überzeugt, dass die angeblich bei Spekulationsgeschäften verlorenen Bawag-Vermögenswerte noch vorhanden seien. Wolfgang Flöttl, jener Mann, dem die Gelder der Bank anvertraut wurden, habe die Finanztransaktionen vor Gericht falsch dargestellt.

Zuletzt hatte Flöttls Anwalt Herbert Eichenseder unterstrichen, dass sein Mandant (Wolfgang Flöttl erhielt im Bawag-Verfahren 30 Monate teilbedingte Haft, nicht rechtskräftig) alle zur Verfügung stehenden Unterlagen dem Gericht übermittelt habe. Dazu nun Ruth Elsner: „Herr Flöttl hat 50 Ordner mit vollkommen wertlosen Zetteln auftürmen lassen.“ Nun werde sie in den USA (Flöttl hat einen Wohnsitz in New York) entsprechende rechtliche Schritte zur Aufklärung setzen. Was darunter zu verstehen sei, wollte sie aber nicht angeben.

Ursprünglich sprach sie von einer „Anzeige“, wollte dies später aber nicht bestätigen. Ruth Elsner erklärte, sie habe seit Beginn der U-Haft ihres Mannes (Februar 2007) „viele Stunden in Angst, Einsamkeit und Wut verbracht“, nun werde sie „alles versuchen, um diesen Menschen (Wolfgang Flöttl, Anm.) zu Fall zu bringen“. Vor Auffliegen des Bawag-Skandals waren Helmut Elsner und Wolfgang Flöttl noch Freunde.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.09.2010)

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