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Die finanzielle Zukunft ist schon fix „verbraten“

19.09.2012 | 18:16 |  Von Josef Urschitz (Die Presse)

Die fixen Vorbelastungen für künftige Budgets summieren sich laut Rechnungshof schon auf 156 Milliarden Euro. Wenn da nicht gebremst wird, ist der „griechische Weg“ in die Pleite schon vorgezeichnet.

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Wir haben hier in Europa eine Staatsschuldenkrise, aber die betrifft Gott sei Dank nur Südeuropa und Irland. Wir sind von Staatsbankrott-Gefahr weiter entfernt als Athen von Wien. Richtig?

Wer das glaubt, dem empfiehlt sich die Lektüre des seit gestern vorliegenden Bundesrechnungsabschlusses 2011 des Rechnungshofs (abrufbar unter www.rechnungshof.gv.at). Als probate Medizin gegen Optimismus im fortgeschrittenen Stadium hilft vor allem das Kapitel „Finanzielle Auswirkungen auf künftige Finanzjahre“ (ab Seite 231 in der Langfassung). Dort sind jene Verpflichtungen des Bundes aufgelistet, die zwar fix zugesagt, für deren Bedeckung aber noch nicht einmal die Kredite aufgenommen sind.

Anders gesagt, das ist jener Betrag, um den die Staatsschulden in den kommenden Jahren selbst dann steigen werden, wenn der Bund ansonsten das Wunder eines ausgeglichenen Budgets zustande bringt. Eine Art Mindestschuldensteigerung sozusagen.

Diese Position ist 2011, bitte anschnallen, von 105,9 auf 156 Mrd. Euro angestiegen. Ein Plus von 47,4 Prozent in einem Jahr. Fesch!

Überwiegend deshalb, weil die Position „Eisenbahn-Infrastruktur“ innerhalb eines Jahres von von 2,6 auf 43,4 (!) Mrd. Euro hochgeschnalzt ist. Der Rechnungshof schreibt hier in die Spalte „prozentuelle Steigerung“ verschämt „k. A.“. Da ist wohl der Taschenrechner durchgebrannt. Wir helfen nach: Es sind knapp über 1500 Prozent.

So viel in einem Jahr zu verbraten schafft freilich nicht einmal das Verkehrsministerium. Des Rätsels Lösung lautet: Der Rechnungshof hat endlich durchgesetzt, dass das Ministerium wenigstens den größeren Teil der geplanten Bahn-Ausgaben samt voraussichtlichen Tilgungen und Zinsen in die Liste der „Vorbelastungen“ aufnimmt. Es ist ohnehin noch nicht alles, denn Investitionen, die nach 2018 geplant sind, kommen hier noch nicht vor und die Vorschau geht davon aus, dass die Bahn 30 Prozent der Investitionen selbst tragen kann. Dazu viel Glück!

Aber es bringt ein bisschen mehr Ehrlichkeit in die Staatsschuldendebatte. Und zeigt, wohin die Reise geht. Vor allem aber, dass die Budgetrechnung nach Maastricht, die Österreich eine Staatsschuldenquote von 72,6 Prozent des BIPs bescheinigt, viel zu freundlich angelegt ist.

Laut Bundesrechnungsabschluss hatte der Bund allein Ende 2011 Schulden in Höhe von 221 Mrd. Euro. Also annähernd so viel, wie die Maastricht-Rechnung für den Gesamtstaat (inkl. Länder und Gemeinden) ausweist. Dazu kommen noch außerbudgetäre Schulden von ungefähr 30 Mrd. Euro bei ÖBB und Asfinag.

 

Diese 220 Mrd. Euro werden sich durch die erwähnten „Vorbelastungen“ in den kommenden Jahren um 156 Mrd. Euro erhöhen. Da dürfen aber nicht allzu viele Haftungen schlagend werden, denn die summieren sich beim Bund zusätzlich auf 122 Mrd. Euro.

Zur Erinnerung: Das Bruttoinlandsprodukt Österreichs liegt jetzt irgendwo bei 300 Mrd. Euro. 220 Mrd. Euro Schulden und 156 Mrd. Euro fixe Vorbelastungen ergeben ein Schuldenpotenzial von weit über 100 Prozent des derzeitigen BIPs. Da reden wir noch gar nicht von Haftungen oder von den ebenfalls im hohen Milliardenbereich liegenden Vorbelastungen für künftige Pensionen, die ja immer noch unter den Tisch fallen.

Anders gesagt: Um die Schuldenquote in den kommenden Jahren stabil zu halten, müsste das BIP schon recht ordentlich wachsen. Jedenfalls mehr, als aus heutiger Sicht realistisch erscheint.

Wenn wir da nicht den griechischen Weg in die Pleite einschlagen wollen, werden in den kommenden Jahren also ein paar beherzte Bremsmanöver notwendig sein. Dass der Staatshaushalt mit ein paar „Gerechtigkeitssteuern“ sanierbar ist, kann angesichts der vom Rechnungshof genannten Zahlen außerhalb von ein paar politischen Träumerzirkeln wohl niemand ernsthaft glauben.

Vielleicht kann da der Rechnungshof noch ein bisschen stärker nachhelfen. Denn am Beginn der Sanierung steht ja erst einmal eine ehrliche Bestandsaufnahme, und da ist den Prüfern (siehe Hereinnahme der ÖBB-Verpflichtungen) ja schon einiges, wenn auch noch nicht genug, gelungen.

Doch das ist wohl ein Wunsch ans Christkind. Wenn man sieht, wie Bundesländer wie etwa Niederösterreich oder Kärnten mit unangenehmen Rechnungshofergebnissen und mit ihren Landesrechnungshöfen umgehen, dann müsste man wohl erst die schrille Form des österreichischen Föderalismus zerschlagen, bevor man an die Staatssanierung gehen kann.


E-Mails: josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.09.2012)

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105 Kommentare
 
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Das Geldsystem und der Zins, sind das Problem.


Geld ist nicht Ware, sondern die Bestaetigung fuer geleistete geistige oder manuelle Arbeit. Dieser Leistungsschein, Geld genannt, berechtigt zun Kauf, frei waehlbarer Gueter. Alles andere was zur Zeit mit dem Geld geschied ist Betrug an den arbeitenden Menschen.
Zinsen die sie bezahlen muessen, ist Sklavenarbeit. Wie viele Menschen sind schon in diese Zinsfalle geraten. Auch Oesrerreich ist in dieser Zinsfalle und hier die Zahlen:
Der Staat zahlt jaehrlich Zinsen in der Hoehe von:EUR 7.699.798.906 im Jahr 2009. im Jahre 2012 EUR 8.172.117.658.Die Zinslasst steigt von Jahr zu Jahr.
Die Erwebstaetigen zahlen im
Jahr 2009 EUR 1.883 und im
Jahr 2012 EUR 1.964
Zinsen fuer die Staatsschulden.Wie viele Stunden muessen dafuer arbeiten?
Sind sie noch immer fuer die Zinswirtschaft????

Gast: sooderso ....
29.09.2012 13:20
2 0

der schuldenabgrund kommt

Die EU ist ein Elite-Projekt, das von konformistischen Wissenschaftlern und Politikern auf Rechnung des Volkes konstruiert und subventioniert wird. Dieser Neo-Feudalismus ist nicht zu stoppen, denn Beamte schaffen sich nicht ab. Lieber reißen sie alles in den Schuldenabgrund (kommentar faznet).

Gast: sozibratereifürdiebanken
29.09.2012 11:13
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die von den politikern deregulierten banken- und finanzmärkte verbraten die zukunft der bürger. sozialabbau und schulden fürs volk und einer irrer reichtum für wenige. bankerlobbysozialisten wie gusenbuer, androsch, vranitzky u. faymann machtens möglich.


"Das Problem der Sozialisten ist, dass ihnen das Geld der anderen Leute ausgeht"


Doppelt soviele Einzahler ins System wie 1970, Abgabenquote auf 60% erhöht (Steuern + Soziales + 15% MWST) und Menschen deren Lebenserwartung sprunghaft über Nacht um 20 Jahre gestiegen ist.

Leider geht der Schuldensozialismus der Nadelstreif- u. Trachtensozialisten viel zu spät zu Ende.

Der Vergleich mit der Schweiz zeigt, dass MILLIARDEN in Österreichs Bürokratie & ungedeckten Pensionen verbrannt werden.

http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/schweiz-bund-kanton-gemeinde-finanzen-1.15344128

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Alle Rentenfonds der €uro-Krise sind schon längst verbraten

Mir wäre am Liebsten, dass endlich der Schuldenschnitt stattfindet und dann Klartext gesprochen wird. Keine Rente? Kein Problem, die Leute können dann wieder aufbauen, die wirtschaftliche Unsicherheit der Krise ist weg, Investitionen kommen und die Wirtschaft wächst wieder. Die Leute werden wieder mehr Kinder bekommen und die negative Alterspyramide ist auch damit behoben.
So bekommen die Leute weniger Kinder, weil durch die hohe Abgabenbelastung und Karriereknick Kinder sich finanziell eher wenig auszahlen. Aber diese wenigen tragen so hohe Lasten auf ihren Schultern bereits jetzt, dass sie das nie leisten können. Beamte werden nie beim Staat oder bei sich selbst sparen, diese Folgen werden noch sehr schmerzhaft auch für uns zu spüren sein, aber am meisten für die nächsten Generationen.

Macht doch nix!

Wir können ja noch immer Pensionen kürzen und den Mittelstand weiter ausbluten lassen.

http://www.youtube.com/watch?v=0LXf8DakAf8

Vielen Dank posthum...

Re: http://www.youtube.com/watch?v=0LXf8DakAf8

hahaha

die sozis ........

unfähig wie eh und jeh!

Das Problem ist nicht das Geldsystem, sondern der Zinssatz

Sobald der erwartete Zinssatz über dem Wirtschaftswachstum liegt gibt es ein Problem. Ein auseinander klaffen von realer Steigerung aller Waren und Dienstleistungen und dem Zuwachs der Geldmenge. Daraus entsteht dann Inflation, zumindest wenn die Geldmenge auch in Umlauf ist. Momentan wird sehr viel Geld gehortet und in Realwerte investiert, was deren Preise steigert und damit "Wirtschaftswachstum" generiert. Das sind aber reine Spekulationsblasen und die echte Steigerung der Warenproduktion und Dienstleistungen kann mit der Steigerung der Geldmenge schon lange nicht mehr Schritt halten. Man müsste Nullzinsen oder Negativzinsen akzeptieren, dann ließe sich das Dilemma langfristig lösen.

Re: Das Problem ist nicht das Geldsystem, sondern der Zinssatz

Sorry, aber weil der Staat nicht haushalten kann, soll der Geldgeber Nullzinsen akzeptieren? Und das soll ein Problem lösen?

Re: Re: Das Problem ist nicht das Geldsystem, sondern der Zinssatz

Das hat nichts mit Staat oder privat zu tun. Bitte lesen Sie mal nach was ein Fiat-Geldsystem ist, so eines haben wir nämlich. Das Geld für die Zinsen eines Kredites gibt es noch gar nicht und muss über neue Kredite erst in Umlauf kommen, daher steigt die Geldmenge kontinuierlich, abhängig von der Höhe der Zinsen. Wenn die reale Wirtschaftsleistung da nicht mithalten kann, dann bringt das Inflation.

Re: Re: Re: Das Problem ist nicht das Geldsystem, sondern der Zinssatz

Schon klar, dass Geld erst geschaffen werden muss. Und auch, dass das über Wachstum zustande kommen muss. Was ich meinte: Wenn der Staat nicht haushalten kann und immer neue Kredite benötigt, wird er niemanden finden, der es zum Nulltarif verleiht.
Das einzige, was hier hilft ist, genau das zu nutzen, was der Markt versteht: Angebot/Nachfrage. D.h. eben, strukturell zu sparen und Kredite nicht "nachzufragen". Damit sinken die zu bezahlenden Zinsen von selbst.

Re: Re: Re: Re: Das Problem ist nicht das Geldsystem, sondern der Zinssatz

Naja, wenn der Staat das Geld nicht in Form von Krediten aufnimmt, dann muss das eben die Privatwirtschaft tun, die sich dann eben mehr verschuldet. Man kriegt das Problem nur auf zwei Arten in den Griff. Entweder man schafft es dem Geldmarkt klar zu machen, dass Renditen von 5% mittelfristig nicht realistisch sind, weil das Wirtschaftswachstum nicht so hoch ist, oder man schafft es das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Hohe Zinsen ohne Wachstum gehen eben nicht, das sollte die Wirtschaftspolitik den Akteuren mal verdeutlichen. Und dazu gäbe es natürlich eine ganze Reihe von Instrumenten um den Markt ein wenig in sinnvolle Bahnen zu lenken, denn der freie Markt irrt leider ziemlich oft.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Bärenfalle...
20.09.2012 22:04
1 0

Re: Re: Re: Re: Re: Das Problem ist nicht das Geldsystem, sondern der Zinssatz

In Zeiten in denen der "Preis" für das wichtigste, in allen Produkten und Dienstleistungen enthaltene, Gut genannt "Zins" von einer zentralplanerischen Kommission vorgegeben wird von einem Irrtum des freien Marktes zu sprechen.

Das war jetzt ironisch gemeint, oder ?

An alle, die gegen die Politiker schreien

Es ist noch nicht so lange her, da wurde jemand Bundeskanzler weil er einen Brief an die Pensionisten geschrieben hat, wo Geldgeschenke versprochen wurden.

Hat sich da was geändert?
Es werden in Ö jene gewählt, die einem das Meiste Versprechen. Die anderen, die sich vor wagen und die Probleme lösen wollen, werden als asozial, neoliberal, Blockierer, Parasiten, ... beschimpft.
Die Standesvertreter ala ÖGB (beutet die Arbeiter für eigene Pensionsprivilegien auch über die AK aus), Industriellenvereinigung (brauchen Förderungen, damit wir bestehen können; Weg mit den bankrotten Unternehmen), ...
sind die einzigen Freunde?

Wähler sollten sich selbst an der Nase nehmen, ob Ihnen nicht der Mantel mehr wert wahr, als das eigene Hemd.

Antworten Gast: wuki
20.09.2012 21:56
1 2

@neoliberal

wer in Ö ist neoliberal, d.h. ordoliberal ?

Der Etikettenschwindel wird deswegen nicht wahrer weil er öfter propagiert wird.

"Liberal" hieße z.B. 100% Erbschaftssteuer - welcher "Neoliberale" in Ö hat das schon von sich gegeben ?

Was hierorts als "Neoliberal" verkauft wird ist Strukturkonservativismus. Leistungshemmend, innovationsfeindlich, verblödend, fäulniserregend.

Das dekadente Zersetzungsgift das unsere Gesellschaft mehr und mehr in den Orkus treibt ist auch zum guten Teil "Neoliberal".

Re: An alle, die gegen die Politiker schreien

"Die anderen, die sich vor wagen und die Probleme lösen wollen, werden als asozial, neoliberal, Blockierer, Parasiten, ... beschimpft."

Wohl dann in erster Linie von Ihnen - weil sie entweder zu faul oder geistig nicht in der Lage sind neue Konzepte zu verstehen - aber gleich mal reflexartig draufhauen.


Gast: SE42
20.09.2012 13:14
7 0

Gute Nacht

Für wen das eine Überraschung ist, der hat die letzten Jahrzehnte verpennt. Wohl auch der Herr Redakteur.

Antworten Gast: Gast4711
29.09.2012 17:38
0 0

Re: Gute Nacht

Sorry, aber dann haben Sie die letzten Jahre verschlafen. Denn gerade Urschitz gehört zu denen die schon seit langem vor dieser Entwicklung warnen. Bisher leider vergebens.

Gast: Vernunftwende
20.09.2012 13:03
12 0

Wir brauchen Europa gar nicht um pleite zu machen - da sind wir autark :-). Wenn die Kohle wenigstens sinnvoll INVESTIERT d.h. Rückflüsse generieren würde. Stattdessen bohren wir Löcher in die Alpen.

Wer da wohl wieder sein Handerl aufgehalten hat?

Fürchterlich...

wie einige Teile des öffentlichen Bereichs Schulden anhäufen und dann glauben, die Bund oder eine andere Körperschaft wird ihnen schon einen bailout schenken.

Die Verfassung Ös begünstigt solches Wirtschaften auch noch und niemand muss mit Konsequenzen rechnen...

Das ist wie eine Einladung zum Schuldensozialismus.

Gast: pächter der wahrheit
20.09.2012 12:17
5 0

Die österreichische Verwaltung und Politik - eine Einzigartigkeit im Tierreich

In vielen Ökosystemen gibt es Symbiosen, das sind Formen der gegenseitigen Abhängigkeit und gegenseitiger Nutzen des Systems; oft gibt es auch eine frühere Symbiose, wo sich ein Symbionten mit der Zeit zum Parasit entwickelt und sich vom Wirtstier aushalten lässt; diesen Status hat das österreichische System erreicht: Die Parasiten haben eine Größe und ein Eigenleben entwickelt welche das Gesamtsystem in seiner Existenz bedrohen. Und das ist schier einzigartig: Normalerweise schwächt der Parasit den Wirt aber er bringt ihn nicht um.

In Österreich bringt das Verhalten und die Entscheidung der Politik und Verwaltung den Staat als ganzes in Gefahr. Leider wurde noch kein (legales) Gegenmittel gegen diese Bedrohung gefunden, weil sich der "Wirt" der Bedrohung noch gar nicht gewahr ist.

Antworten Gast: Leon Walras
20.09.2012 13:02
5 0

Re: Nein, da liegst Du falsch ...

... das funktioniert so mehr oder weniger überall auf der Welt. Schuld sind nicht die Beschäftigten, sondern das SYSTEM. Dem kann sich anscheinend niemand entziehen, und sei er noch so ambitioniert und tüchtig! Gegenmittel sind bekannt, vom "Produktkatalog" (Auflistung der Leistungen aller Öffis) über die Prozesskostenrechnung bis hin zur "Balanced Scorecard" zur Steuerung von Gesetzen. Leider herrscht viel zu wenig Engagement, dies alles umzusetzen. Der Wirt ist informiert, es geht ihm allerdings noch nicht schlecht genug, um ernsthaft gegen die Krankheit anzukämpfen ...

... ein paar beherzte Bremsmanöver notwendig sein ...

Eine solidarische Umschuldung würde schon reichen. Aber bisher hat man diesbezüglich immer weggesehen.

Vielleicht ist es erst dann ein Thema, wenn die Menschen in Österreich aus Stolz den Weg auf die Straße über das Fenster nehmen ("der griechische Weg").

Frau Fekter!
Geben sie den Österreichern ihre Staatsbürgerbank! Diese kann den Bürgern einen Kredit von 1 % Zinsen zum Kauf von Staatsanleihen zu 3% Zinsen geben (in der Höhe der pro Kopf Verschuldung) und schon ist der Schulden-Spuk vorbei.

http://oekonetik.info/umschuldung

PS: Bitte das der Schotter-Mizi auszurichten! Die Bürger haben genug Schotter die Schulden solidarisch zu übernehmen (und dann zu streichen).

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Re: ... ein paar beherzte Bremsmanöver notwendig sein ...

Damit finanziert sich der Staat dann quasi selbst, druckt also sein eigenes Geld?
Sehr schlau....

Re: ... ein paar beherzte Bremsmanöver notwendig sein ...

Sicher nicht!

Der Vorschlag erlaubt ihr, den Stimmenkauf weiter zu finanzieren!

Viel wichtiger wäre ein Zinssatz von 12% für Schulden.
Dann müssen sich die Politiker einmal was überlegen.

Eine Bürgerbank würde nur eins bringen:
Reiche Menschen können sich in den Staat einkaufen, werden dort Gläubiger und können noch mehr Druck machen.
Und wenn der Staat ex geht, (auch der Bürgerbank geht irgendwann das Geld aus) wurden die Bürger dazu angehalten ihr Erspartes in einen windigen Staat zu stecken, als es besser in nachhaltigen Besitz(Gemüsegärten, Firmen, Bildung) anzulegen.

Verschuldung bedeutet Möglichkeiten in der Zukunft aufzugeben.
Im Sinne eines Investments macht es vielleicht Sinn, aber wenn man billiges Geld bekommt, macht man Investments, die ineffizent sind.

Daher ist die Bürgerbank ein Weg, den "Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben".

Sie sollten sich das hinter die Ohren schreiben!


 
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