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Pensionen: Rechnung geht an den Steuerzahler!

03.10.2012 | 18:23 |  Von Josef Urschitz (Die Presse)

Es gibt "das Pensionssystem" nicht. Die sich dramatisch zuspitzende Pensionsmisere hat in Wahrheit einen einzigen Grund: Das jahrzehntelange großflächige Versagen von Regierung und Sozialpartnern.

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Experten haben neulich vorgeschlagen, das Pensionsdilemma zu lösen, indem nur noch das an Pensionisten ausgeschüttet wird, was diese im Laufe ihres Lebens auf ihr verzinstes Pensionskonto eingezahlt haben.

Eine an sich gute Idee, die am Anfang freilich hohe Investitionen erfordert: für tausende Suppenküchen, mit deren Hilfe dann in Ruhestand getretene Bauern, Eisenbahner, Notenbanker und andere, deren Pensionen nicht einmal zu einem Viertel durch Beiträge gedeckt sind, vor dem Hungertod gerettet werden. Ganz im Ernst: Das heimische Pensionssystem hat ein wirklich gravierendes Problem, das aber gelöst werden kann, wenn man wirklich will. Dazu ist es aber erst nötig, die Karten offen auf den Tisch zu legen. Das wird nicht so schnell geschehen, denn dann würde man ja sehr rasch erkennen, was das eigentliche Problem ist: ein gravierendes und großflächiges Versagen von Sozialpartnern und Regierung. Stattdessen wird mit Nebelgranaten geworfen, werden falsche Zahlen in den Raum gestellt und wird ein unnötiger Jung-Alt-Konflikt geschürt.

Zum Beispiel mit der immer wieder gehörten Behauptung, das System müsse notgedrungen „krachen“, weil immer mehr Pensionisten immer weniger Beitragszahler gegenüberstünden. Ein kurzer Blick in die Zahlenkolonnen der Statistik Austria zeigt: Das genaue Gegenteil ist wahr. Von 2004 bis 2010 etwa ist die Zahl der „Erwerbspersonen“ in Österreich um 346.000 gestiegen. Die der Pensionisten aber „nur“ um 192.000. Auch die Erwerbstätigenquote, also der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren, ist gewachsen. Und zwar deutlich

Dass sich das nur ungenügend in den Beiträgen niederschlägt, weil Arbeitsplatzwachstum derzeit überwiegend über Teilzeitjobs und prekäre Arbeitsverhältnisse stattfindet, ist richtig. Aber wohl ein Problem des Arbeitsmarktes.

Dann die Behauptung, dass das „Pensionssystem“ schon zu einem Drittel budgetfinanziert sei. Die Wahrheit ist: Es gibt „das Pensionssystem“ nicht. Die meisten Pensionisten beziehen ASVG-Pensionen, und dieses System ist zu neunzig Prozent beitragsfinanziert. Es lässt sich allein dadurch weitgehend selbsttragend machen, indem man das tatsächliche Pensionsantrittsalter (derzeit unter 60) an das gesetzliche (derzeit 65) heranführt und diese Grenze dann mit der Steigerung der Lebenserwartung nach oben anpasst. Denn das sogenannte demografische Problem (die absehbare deutliche Zunahme der über 60-Jährigen) ist nur dann eines, wenn Arbeitnehmer weiter als Endfünfziger ins Ausgedinge gedrängt werden.

Diese Sanierung des ASVG-Systems ist seit Jahrzehnten überfällig: Das effektive Pensionsantrittsalter war 1970 fast drei Jahre höher als jetzt. Seit 1980 pendelt es zwischen 58,1 und 59,1 Jahren. Die durchschnittliche Rest-Lebenserwartung eines 60-Jährigen war 1980 übrigens 16,3 Jahre, jetzt sind es 21,7. Das erklärt wohl schon einiges. 32 Jahre lang ist also viel geredet worden und nichts geschehen.

Klar, hätte ja Arbeit bedeutet. Um Menschen länger in Arbeit zu halten, müsste man etwa Karriereverläufe neu konstruieren und die steilen Lohnkurven in den Kollektivverträgen abflachen. Das ist unangenehm. Da ist es einfacher, eine Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Koalition zur frühzeitigen „Entsorgung“ der zu teuer gewordenen alten Arbeitskräfte zu bilden und die Rechnung dem Steuerzahler umzuhängen.


Die wahre Lösung des Problems wäre also wohl, die Sozialpartnerpräsidenten so lange in einen Raum zu sperren, bis sie durch aufsteigenden weißen Rauch signalisieren, dass sie den gordischen Knoten aus leistungsentkoppelten Lohnkurven und fehlenden Altersarbeitsplätzen durchschlagen haben. Wenn das gelingt, dann sind auch die Horrorszenarien, die den Jungen derzeit drohen, Geschichte.

Neben dem ASVG-System gibt es natürlich echte „Problembären“, die sich nicht so einfach einfangen lassen. Die Beamtenpensionen etwa, die darunter leiden, dass sie nach oben nicht begrenzt sind und dass der Staat die Dienstgeberbeiträge zur Sozialversicherung lieber in unnötige Tunnels steckt. Und echte Privilegienpensionen wie etwa die der Nationalbanker oder der Eisenbahner. Letztere werden zwar sukzessive abgebaut. Aber dass das bis 2060 (!) dauern soll, ist ein Treppenwitz, den wir nicht sonderlich lustig finden.

Eine echte Pensionsreform kann wohl nur so aussehen, dass man das Pensionsalter möglichst rasch an die gesetzlich vorgesehenen 65 Jahre heranführt und alle Pensionssysteme ebenso rasch an das ASVG angleicht. Dass Pensionsexperten und Politiker das flach spielen, mag damit zusammenhängen, das sie selbst allesamt an privilegierten Systemen hängen. Aber weiterwursteln wie bisher geht wirklich nicht mehr.


E-Mails: josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.10.2012)

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47 Kommentare
 
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Gast: Hans M..
05.10.2012 05:56
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Das Problem

Sind Leute wie dieser komische Porf.Marin der sein Leben lang nichts einbezahlt hat und einmal eine Luxusrente kassieren wird falls er nicht schon eine kassiert.
Und die Schwächung der Rentenkassa durch die Privat Vorsorge. Jeder der sein Geld in die privaten Versicherungen reinsteckt sieht sein Geld nie mehr wieder. Hätten wir nicht die Banken gerettet wäre das Geld jetzt schon weg. Aber über den ESM und die EZB schimpfen.

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wer in oesterreich jung und gut im speziellen gut gebildet ist

soll so schnell wie moeglich das weite suchen. ich habe mit 34 gerade noch die kurve gekrtzt, wueder in jedem fall, wenn ich es noch einmal machen wuerde keinerlei zeit verlieren und sogar versuchen im ausland zu studieren.

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Re: wer in oesterreich jung und gut im speziellen gut gebildet ist

wenn einem eine Akademikersteuer angedroht wird, dann ist das eine gute Entscheidung.

Gast: noch_20_Jahre
04.10.2012 18:46
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Arbeit lohnt sich nicht

20 % Sozialversicherung Dienstnehmer und 20 % Sozialversicherung Dienstgeberbeitrag - dazu noch 35 % Lohnsteuer ... keiner der heutigen Pensionisten hat soviel abgezogen bekommen und trotzdem werden die "Jungen" von heute länger arbeiten und ganz sicher weniger bekommen. Arbeit lohnt sich in Österreich bald nicht mehr, 45 Jahre Einzahlen und dann gibts maximal die Mindestsicherung.

Antworten Gast: Held der Arbeit
05.10.2012 11:22
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Re: Arbeit lohnt sich nicht

wieso glauben sie, dass sie nach 45 beitragsjahren die mindestsicherung bekommen? ich weiss ja nicht, wie alt sie sind aber eines ist fix, wenn der staat mal pleite ist und das wird in österreich passieren, wenn man diese SPÖVPGrüngesprenkleten Einheitssozialisten weiterwerkeln lässt, oder die blauen Sozialisten mit nationalem Einschlag ans ruder kommen, dann bekommens gar nix mehr (stimmt nicht: sie bekommen dann jeden monat jede menge bunt bedrucktes papier, wo jeden monat eine null mehr drauf steht, und sie sich trotzdem nix drum kaufen können).

Gast: Omniszienz
04.10.2012 18:01
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Klientelpolitik

Die Klientelpolitik aus der Ära Schüssel hat dazu geführt, dass die notwendigen Reformen mit irrwitzig langen Übergangsfristen ausgestaltet wurden. Mit der von der Wiener Stadtregierung betriebenen Verweigerung der Anpassung der Pensionsreform summiert sich das natürlich zu erheblichen Beträgen. Das Ergebnis sind die weit über dem europäischen Durchschnitt liegenden Belastungsquoten der Arbeitseinkommen (insbesondere der Mittelschicht).

Pension

Asvg vs. Beamten das kommt immer gut als Neiddebatte. Haben alle im Asvg Zukunftsängste, mir ist das Wurscht ob einer mehr kriegt als ich. alle die sich im leben immer benachteiligt fühlen, und dabei gesund sind, gehören zum Deppendoktor.

Gast: NocheinParteiloser
04.10.2012 16:22
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Es ist doch nur noch Selbstbedienung an den Leistungen der Anderen!

Die Gruppen, welche die Möglichkeit dazu haben, die bedienen sich an den öff. Geldern um sich selber zu bereichern.

Das ist es was von den Parteien Ös auch als REGIEREN verstanden wird. Die Vorgänge basieren ja alle aus gesetzlichen Grundlagen!

Es geht nur um die Umverteilung der Gelder (=Leistungen!) der Anderen um sich selber bereichern zu können.

Ös Regierungen haben diese Vorgänge, eben die Bereicherungen der jeweiligen Gruppen durch Umverteilung, auch perfektioniert. So perfektioniert, dass sich die Menschen, welche keinerlei Leistung mehr zur Versorgung der Gesellschaft erbringen, an den Leistungen der Anderen bereichern können.

Um diesen Wahnsinn durchsetzen zu können, dazu waren 2 wesentliche rechtliche Interpretationen notwendig, welche nur noch krank sind:

1) Beamte gehen niemals in Pension und können daher rechtlich besser gestellt werden. Der Gleichheitsgrundsatz wurde so ausgeschalten.

2) Der Gleichheitsgrundsatz wurde dazu missbraucht einen einseitigen Vertrauensschutz zu schaffen. So konnten diese Umverteilung rechtlich einbetoniert werden und die Anderen zu Bezahlen bis ans Lebensende verpflichtet werden.

Dass dieser Irrsinn des vollen Abkassierens dann noch mit sittenwidrigen "Betriebspensionen" begleitet wird, welche durch Zwangsabgaben (zB ORF, WKO) finanziert werden, passt dann doch herrlich.

Kein Wunder, dass die Neidpropaganda der Roten auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Die Gefühle waren vorhanden, das Ganze verdrehen und passte schon.

Gast: Bedenker
04.10.2012 15:27
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EUweit

Kein Wort über die Misere in anderen EU Staaten. Wie sieht die vorbildliche Lösung der Problematik z.B. in Dänemark, in Belgien, in Portugal aus?

Und dann das "Elend" der Beamtenpensionen. Seit wann gibt es diese überhaupt? Eine Pensionsversicherungsansstalt der Beamten?

Ursprünglich war nur von einem Ruhebezug, von einer Entgeltfortzahlung während des Ruhestandes die Rede.
Der Landesbeamte erhält seine Pension vom jeweiligen Land.

Ursprünglich:
Rentner erhalten eine Versicherungsleistung und scheiden aus der Firma.
Beamte erhalten einen Ruhebezug vom Arbeitgeber und bleiben dem Arbeitgeber weiterhin verpflichtet.


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Pensionssystem an das ASVG heranführen, ja, aber dann

hätte ich als Aktiver um 30 mehr verdienen müssen als ich 'jetzt' (!) als Beamter Pension bekomme, und das, obwohl bei den niederen Beamtengehältern immer davon gesprochen wurde, dass das Lebenseinkommen dem eines in der freien Wirtschaft ensprechen müßte.

Nicht berücksichtigt ist dabei, dass heute die Steuern und Abgaben weit höher sind als in meiner Aktivzeit.
Andersgesagt: zweimal betäuscht,
und dann solche verhetzenden Presseartikel.

Antworten Gast: Omniszienz
04.10.2012 17:52
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Re: Pensionssystem an das ASVG heranführen, ja, aber dann

Dass Beamte weniger verdienen als in vergleichbaren Positionen in der Privatwirtschaft ist schon lange durch die Einkommensstatistik widerlegt. Und die im Öffentlichen Dienst nicht existente Abfertigung wird durch die weitaus höhere Pension mehr als ausgeglichen.

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Re: Re: Pensionssystem an das ASVG heranführen, ja, aber dann

so lange ist das nicht so, und das auch nur, seit es die Durchrechnung gibt. Ein Unsinn bei einem jahrzentelangen genau vorgeschriebenem Verdienstweg

Antworten Gast: Josef VIII
04.10.2012 15:39
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Re: Pensionssystem an das ASVG heranführen, ja, aber dann

In Österreich sind von den jährlich ausbezahlten Pensionen rund ein Drittel nicht gedeckt, also nie durch eingezahlte Beiträge abgesichert worden.
"Die Finanzministerin muss derzeit jährlich rund 14 Milliarden Euro zuschießen", erklärt Pensionsexperte Bernd Marin. Das könne nur durch immer neue Schulden finanziert werden. "Aber irgendwann bekommt man das Geld nur noch zu italienischen oder griechischen Konditionen – oder gar nicht mehr", warnt er.
Die meisten Pensionen in Österreich seien sehr wohl beitragsgedeckt. ASVG-Pensionen etwa zu 90 Prozent, bei der PVA insgesamt zu mehr als 80 Prozent.
Das Problem seien zu hohe Versprechungen bei Sonderverträgen, bei Beamten, Altpolitikern, Sozialversicherungen oder der Nationalbank: "Dort werden – im Schnitt – 600.000 Euro pro Kopf ins Pensionssystem eingezahlt und 2,3 Millionen Euro ausgezahlt, unterhalb der Direktoriumsebene. Dafür muss der Steuerzahler aufkommen."

Beachtenswert ist auch dass die luxuriösen Dienstpensionen der SV-Bediensteten, statistisch hinter den Zuschüssen zu ASVG versteckt werden und daher die ASVG-Deckung zusätzlich drücken. Vermutlich wären ASVG-Pensionen ohne diese Kuckuckseier aus PVA-, SVA- und Nationalbankschmarotzern sogar mit 120 Prozent gedeckt.

http://kurier.at/nachrichten/4512334-ruinoese-pensionsversprechen.php


sorry aber als beamter haben sie die arbeitswelt in der freien wirtschaft nicht kennengelernt!

defakto ist die lebensverdientssumme des beamten im durchschnitt viel höher, aber auf kosten des asvg, der in der regel wirklich eine leistung in der wirtschaft erbracht hat - das ist die sauerei!

Also endlich ein Pensionskonto - damit es dem letzten tr..tel klar wird!

Antworten Antworten Gast: G 2025
04.10.2012 15:13
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Re: sorry aber als beamter haben sie die arbeitswelt in der freien wirtschaft nicht kennengelernt!

Ich glaube, auch die Beamten erbringen eine Leistung. Ich sehe es eher als Problem an, dass diese Leistung oft für etwas erbracht wird, was man ganz leicht vereinfachen könnte wie zum Beispiel eine komplizierte Gesetzgebung im Steuerrecht u.a. Hier wären ganz einfach große Einsparungspotentiale vorhanden, indem man beispielsweise das Steuerrecht entrümpelt und vereinfacht. Ausgehend von diesem vereinfachten Gesetz braucht man dann nicht mehr so viele Mitarbeiter, die den Vollzug und die Umsetzung kontrollieren. Aber das hat ja schon Tradition in Österreich, dass man über komplizierte Gesetze Leute in Beschäftigung bringt!
Die Bezahlung der Beamten ist natürlich ein anderes Kapitel. Hier haben anscheinend die Beamten die Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft überholt. Hier wäre eine radikale Diätkur empfehlenswert, sonst können die Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft diese Last bald nicht mehr tragen!

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Re: Re: sorry aber als beamter haben sie die arbeitswelt in der freien wirtschaft nicht kennengelernt!

überholt, sie sagen es richtig, aber das gilt nicht für die derzeit in Pension befindlichen, die ohnehin durch Pensionserhöhungen weit unterhalb der Infaltion ohnehin stringent an die Mindestpension herangeführt werden.
Dank Schüssel und seinem Khol.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Micaela
04.10.2012 21:42
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Re: Re: Re: sorry aber als beamter haben sie die arbeitswelt in der freien wirtschaft nicht kennengelernt!

Wissen Sie nicht, dass es schon seit über 10 Jahre keine Beamten mehr gibt? Es sind wie in der Privatwirtschaft Vertragsbedienstete. Sie haben ein Beamtenbild von vor 50 Jahren. Ich kenne eine Freundin in einem Ministerium, die muß bei Sitzungen ständig für andere einspringen, weil es Personalmangel gibt. Es gibt auch keine Beamtenprivilegien mehr. Die diese haben, sind heute über 80 Jahre alt und werden demnächst sterben.

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Re: Re: Re: Re: sorry aber als beamter haben sie die arbeitswelt in der freien wirtschaft nicht kennengelernt!

schön, dass sie diesen unschönen Zustand so beschreiben,
dann ist ihr Posting an meine Adresse etwas verfehlt.

wenn man schon mit zahlen hantiert

seit 1970 hat sich 32 jahre lang nichts getan ???

Wo ist das Problem? - Pensionskonto und fertig!

Alle die mehr herausbekommen als sie eingzahlt haben werden auf die Mindestpension gekürzt !!!

Re: ... mehr herausbekommen als sie eingzahlt haben?

"Den Teufl werden sie tun" - was meinen Sie, passierte im Beamtenapparat, wenn solches "auch nur angedacht" würde?
.
Graz hat das Bettelverbot schon durchgedrückt; pensionierte Finanzbeamte könnten mit keinerlei Unterstützung rechnen; Polizisten wären akut gefährdet!

... was heissen würde, dass wir einer menschenverachtenden Diktatur der Beamten ausgeliefert sind!


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Re: ... was heissen würde, dass wir einer menschenverachtenden Diktatur der Beamten ausgeliefert sind!

ihnen ist entgangen, dass viele pensionsreformen von Richtern des VfGHs (sind Beamte) zu Fall gebracht wurden? Wurde dogmatisch als Lehre der wohlerworbenenen Rechte zementiert. daher gibt es un Ö immer ewig lange übergangsregeln im Pensionsrecht.

Gast: Rudi77
04.10.2012 11:22
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Die Jungen sollen zahlen.

Was haben wir nicht für dieses Land geleistet. Viele Entbehrungen mussten wir auf uns nehmen und nun sind uns die Junge auch noch die Pension neidig. Die Jungen sollen etwas leisten und mal ordentlich arbeiten, dann können wir weiter reden.

Welcher Jahrgang sind Sie?

Was haben Sie denn wirklich aufgebaut?
Außer einem gewaltigen Schuldenberg?

Auf Kosten der nachkommenden Generationen lässt es sich wunderbar leben.

Zuerst ein bequemes Leben in einem geschützten Sektor geführt und dann in die staatlich geförderte Frühpension abgerauscht und die verbleibenden 20-40 Jahre auf Kosten der Arbeitenden verbracht.

So schauen die Biographien der "Aufbauleister" in Wahrheit aus.

Antworten Gast: Na und?
04.10.2012 13:10
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Warum ich mit den ach so armen Pensionisten wenig Mitleid habe:

Ihr beruft Euch auf Entbehrungen, die in Wahrheit Eure Elterngeneration, nicht ihr gehabt habt.

Der heutige Pensionist hat lächelnd in den besten Zeiten zugesehen, wie Verschuldung und Sozialsystem unfinanzierbar geworden sind.

Das war in den 80er Jahren der Fall.

Im Hinterkopf hat man sich gedacht: Zahlt eh wer anderer, ich bin in der Pensi, wenns soweit ist. Klar, daß man schon vor 60 in den Ruhestand geht...

Zuckersüß auch die Versprechungen von SPÖVP: Eure Pensionen sind sicher!

So, jetzt steht das Wasser bis zum Hals, und die Jungen sollen es ausbaden.

Genau das ist das Denken der Pensionisten. Kein Wunder, wenn die Jugend zornig ist auf die Alten und die Politik!

 
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