26.05.2012 22:09 | Meine Presse Merkliste 0

Millionenflop: „Casino-Sozialisten“ auf glattem Eis

09.11.2011 | 18:18 |  JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Die Glaubwürdigkeit des Kanzlers beim Kampf gegen Spekulanten würde steigen, wenn er damit in den eigenen Reihen begänne. Etwa im Linzer Rathaus, denn die Stadt Linz hat viele Millionen verspekuliert.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat kürzlich wieder zum Schlag gegen seine Lieblingsfeinde, die Spekulanten, ausgeholt: Würden diese Leute den mit ihren Casino-Finanzprodukten angerichteten Schaden wenigstens selbst tragen, könnte man damit noch leben, hat der Kanzler beim Parteitag der Vorarlberger SPÖ gemeint. Wenn aber die Allgemeinheit geschädigt werde, dann habe das nichts mit solidarischer Gesellschaft zu tun – und müsse abgestellt werden.

Es ist wenig wahrscheinlich, dass Faymann damit Franz Dobusch, seinen Parteigenossen auf dem Bürgermeistersessel der Stadt Linz, gemeint hat. Würde aber gut passen: Die Verantwortlichen der oberösterreichischen Landeshauptstadt haben sich nämlich – wie viele andere Gemeinden und Länder auch – auf das glatte Parkett der internationalen Finanzspekulation begeben. Und sind darauf – wie viele andere Länder und Gemeinden auch – grässlich ausgerutscht. Die Linzer könnte der Ausflug in die Welt der Swaps bis zu 420 Mio. Euro kosten. Das heißt: die österreichischen Steuerzahler, denn die werden den Schaden via Finanzausgleich letztendlich wohl „pecken“.

Die Geschichte um die missglückte „Absicherung“ einer Frankenfinanzierung füllt derzeit die Zeitungsseiten, muss hier also nicht im Detail wiederholt werden. Sie ist insofern „gschmackig“, als der böse Spekulant in dieser Sache auf jeden Fall in den Reihen der Partei Faymanns zu suchen ist. Denn Geschäftspartner der Linzer Rathaussozialisten war die bei Abschluss des Geschäfts noch im Besitz des ÖGB stehende und vom SPÖ-Wirtschaftsschwergewicht Ewald Nowotny (jetzt Notenbankgouverneur) geleitete Bawag.

Die Kontrahenten haben einander geklagt. Ob die Linzer schlicht zu dämlich für die internationale Finanzwelt waren oder von den Bankgenossen in Wien über den Tisch gezogen wurden, wird also ein Gericht klären. Dankenswerterweise hat der Linzer Bürgermeister aber seine Sicht der Dinge zusammengefasst und ins Internet gestellt (www.linz.at/swap4175.asp). Und da wird (wohl unfreiwillig) so richtig klar, welchen Giganten wir unsere Steuermilliarden zur Verwaltung überlassen.

Die Argumente kurz zusammengefasst:

• Die Stadt Linz hätte ein solches Geschäft gar nicht abschließen dürfen, weil es gegen zwingendes Landesrecht verstößt. Daran ist aber die Bawag schuld, denn die hätte das wissen müssen. (Ganz nebenbei: Das ist dem Bürgermeister erst aufgefallen, als der Swap 2010 ins Minus drehte. Vorher hat die Stadt Linz also Profite aus einem ihrer Meinung nach illegalen Geschäft gezogen).
• Die Bawag habe das Geschäft nur abgeschlossen, um damit „viel Geld zu verdienen und zwar mit einer für sich selbst geringen Risikokomponente“. (Ganz ehrlich, hätten Sie gedacht, dass Banken zu so etwas fähig sind?)
• Eine „Strategie des Verschweigens seitens der Bawag“ seidaran zu erkennen, dass der Stadtkämmerer 2010 erst von einer Schweizer Bank auf die „problematische Schieflage“ des Frankenkurses „aufmerksam gemacht“ worden sei. (Klar: Kein Frankenkreditnehmer interessiert sich für den Kurs – außer die Bank stößt ihn mit der Nase darauf).
• Der damalige Finanzdirektor der Stadt, der den Vertrag unterschrieben hat, sei „mangels hinreichender Treasury-Erfahrung, aber auch mangels finanzmathematischer Expertise“ daran gehindert gewesen, die Interessen der Stadt zu wahren und es sei „nicht auszuschließen“, dass er das, was er unterschrieben hat, „einfach nicht in der nötigen Tiefe verstanden“ habe. (Die Devise, nichts zu kaufen, was man nicht versteht, ist allerdings Teil des Einsteigerkurses „Investieren für Dummies1“, lieber Herr Bürgermeister, da braucht es keinen „Finanzdirektor“).

Kurz zusammengefasst: Die Stadt Linz hat viele Millionen verloren, indem sie offenbar gesetzwidrig ein Produkt gekauft hat, das ihre Verantwortlichen nicht einmal im Ansatz verstanden haben. Schuld ist, klar, der Verkäufer.

Fällt ihnen in diesem Zusammenhang etwa auch der Ausdruck „nasse Fetzen“ und was man damit alles machen könnte ein? Wenngleich: Ähnlich hat man ja auch bei Spekulationsverlusten der ÖBB argumentiert. Und die Stadt Wien, die sich mit einer Frankenfinanzierung schon rund 200 Millionen Euro „Buchverlust“ eingehandelt hat, wird wohl auch zu solchen Methoden greifen, wenn kein Frankenwunder geschieht.

Man sieht, der Kanzler hat bei seinem Kampf gegen Spekulanten noch viel zu tun. Die Glaubwürdigkeit würde steigen, wenn er damit bei den „Casino-Sozialisten“ in den eigenen Reihen begänne.


E-Mails: josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

119 Kommentare
 
1 2 3
Gast: soko
14.11.2011 15:14
1 0

ÖVP, FPÖ oder gar SPÖ

Das ist eigentlich egal.

Man weiß doch, politisch groß werden nicht unbedingt die nettesten Menschen und...

Freundalwirtschaft, Vitamin B für die Politikerkinder, Korruption ... da hat man über jede Partei viel zu erzählen.

Na, ja immerhin tut die ÖVP viel Gutes für unsere Wirtschaft und damit auch für den Wohlstand und immerhin setzt sich die FPÖ für die Österreicher ein.

Sicher diese Partein haben ihre Fehler aber sie sind nicht so wie die SPÖ deren Bonzen uns alle gröhlend mit:

Freiheit, Gerechtigkeit, Fairness

veräppeln um sich hinterher noch besser als alle anderen zu bedienen.

Gast: soko
14.11.2011 13:17
0 0

Der Mensch

Der Mensch ist unvollkommen, was man gerne verzeiht.

Oft, wenn der Schaden nicht groß ist, auch mit einem Lächeln.

Nur verzeiht man denen nicht, die sich durch ihre eigne Rechtschaffenheit und Güte profilieren und gerne dabei auf andere arme Sünder zeigen.

Bolzen
11.11.2011 10:05
1 0

Wenn Rote zocken...

...sind Verluste auf Kosten der Allgemeinheit zu akzeptieren.
Denn wer nur Gutes im Sinn hat, der tut auch Gutes sebst wenn es schlecht ist.

Antworten Gast: toro
11.11.2011 10:14
0 0

Re: Wenn Rote zocken...

Das dürfte kaum farbgebunden sein: siehe NÖ.

Iason
11.11.2011 08:58
2 0

Fällt ihnen in diesem Zusammenhang etwa auch der Ausdruck „nasse Fetzen“ und was man damit alles machen könnte ein?

JA!

Da ich ja kein Linzer Finanzdirektor bin, verstehe ich noch nicht ganz, wie man bei einem Absicherungsgeschäft über Swaps Verluste machen kann.

Ein Absicherungsgeschäft funktioniert in der Regel so, dass die abzusichernde Basis (Frankenkredit, etc.) immer gegenläufig zu der Versicherung läuft und daher ein Nullsummensoiel sein sollte. Aber wie gesagt, alles kann man nicht verstehen - tut ja anscheinend auch der Hr. BK nicht immer.

Gast: Delta
11.11.2011 07:35
2 0

Bin gespannt

mit welchem Gschichtl sich die Sozis diesmal aus der Verantwortung stehlen wollen.

mecreant
10.11.2011 23:58
1 0

wurde in Wien nicht eine Milliarde verzockt?


Gast: Schuhputzer
10.11.2011 19:52
3 0

Die ALG-Partei SPÖ

Mit ALG (anderer Leute Geld) haben sich die Roten schon immer leicht getan.
Das Programm der Sozis ist im Grunde ganz einfach:
NEHMEN (von den anderen)
AUSGEBEN (für die eigene Klientel)
und wenn wider Erwarten was übrigbleibt:
VERWIRTSCHAFTEN!

dadada
10.11.2011 17:32
2 0

die linzer verantwortlichen sollen sofort

zur verantwortung gezogen werden!

komisch ist allerdings, dass in der presse nur die roten finanzgenies mit ihren millionenverlusten erwähnt, die schwarzen finanzgenies aber nicht erwähnt werden....

aber die eigentümer nehmen ja keinen einfluss, nein wo den auch, das erledigt der sogenannte voreilige gehorsam ganz von selbst...

0 1

Die Stadt Linz wird diese Verhandlung verlieren

Aber sicher nicht weil die BAWAG im Recht ist.

Es ist leichter erträglich rd. 189.400 Bürgern eine Rechnung von 418 Mio. Euro hinzuknallen, als der Hausbank einen dementsprechenden Verlust aufzubürden.

Die Roten werden es lieber in Kauf nehmen jeden Bürger in Linz mit ca. 2200,- € zu verschulden, als den Österreichischen Steuerzahler generell zur Kasse zu bieten weil, wie im Fall von Pröll's mitsamt der Verwicklung von RBA als Haftungsträger für die HAA, die "systemkritische" Hausbank Ausfälle verbuchen müsste.

Es wäre ein Drama würde die Bank auf der die fetten Fonds und Stiftungen mit übriggebliebenen Wahlkampfgeldern liegen in Richtung Zahlungsunfägikeit rutschen.

0 0

Re: Die Stadt Linz wird diese Verhandlung verlieren

bitten, natürlich.

Gast: Gast248
10.11.2011 15:12
6 0

Das Lachen bleibt einem im Hals stecken

"Kurz zusammengefasst: Die Stadt Linz hat viele Millionen verloren, indem sie offenbar gesetzwidrig ein Produkt gekauft hat, das ihre Verantwortlichen nicht einmal im Ansatz verstanden haben. Schuld ist, klar, der Verkäufer."

Musste Lachen, leider bleibt einem das Lachen beim zweiten Blick im Halse stecken. Offenbar werden wir von Leuten regiert, deren Intelligenz von deren Gier massiv übertroffen wird....


Antworten Iason
11.11.2011 09:01
2 0

Re: Das Lachen bleibt einem im Hals stecken

Dabei gibt es bei Ländern und Gemeinden hoch bezahlte Finanz- Direktoren ("Experten"), die das alles verstehen sollten, oder irre ich mich?

Eventuell sitzen die auch nur auf diesem Posten, weil sie sonst zu nichts zu gebrauchen waren - es gilt die Unschuldsv...

Antworten mecreant
10.11.2011 23:55
2 0

Re: Das Lachen bleibt einem im Hals stecken

Wunderbar
Die Linzer Verantwortlichen zeigen im kleinen Massstab ihr Nichtverstehen im Spiel der Großen
Genauso wenig verstehen die verantwortlichen Politiker in der EU die großen Zusammenhänge in der Finanzwelt.
Wie bitte soll denn z. B. eine Fekter bestehen können, wenn sie sich mit den echten Finanzhaien zum Pokern an den Tisch setzt?
Sie kennt ja nicht einmal annähernd die Regeln für das Spiel...

Antworten Antworten Iason
11.11.2011 09:17
1 0

Re: Re: Das Lachen bleibt einem im Hals stecken

Mit fremdem Geld lässt es sich in der Regel auch ganz unbekümmert zocken. Dass es nicht gesetzeskonform ist, wen kümmert das heute? Die Kontrolle gibt es natürlich, aber die hat mitgezockt, weil das eben üblich ist.


Gast: g9853
10.11.2011 13:56
2 0

ABGB

ABGB in der Stammfassung unter Maria Theresia:

"Schwachsinnige, Blödsinnige und die Gemeinden vermögen nicht ihre Geschäfte selbst zu besorgen"

Gast

Antworten fefe
10.11.2011 22:43
1 0

Re: ABGB

Danke. Wo findet man das bitte?

Gast: Mühlviertler
10.11.2011 13:12
3 0

Hoffentlich kein Vergleich und rasches Urteil

Hoffentlich gibt es keinen Vergleich und ein rasches Urteil zugunsten der BAWAG. Die Stadtregierung von Linz dürfte samt den Rechtsberatern, denen die SPÖ-Riege von Linz hörig ist, kein entsprechendes Rechtsbewußtsein entwickelt zu haben.
Denn wenn ich jahrelang die fehlende Vollmacht bei Abschluss eines Geschäftes negiere und vom Ertrag lebe und dann, wenn sich der Ertrag in einen Verlust verwandelt, die fehlende Formerforderniss moniere, dann darf ich mich nicht wundern, wenn dann der Richter für die BAWAG entscheidet.

Auch kann man der BAWAG nicht vorwerfen, dass sie von der fehlenden Vollmacht wissen hätte müssen und die entsprechenden Kommunalgesetze kennen hätte müssen. Im Grunde genommen muss die BAWAG nur das ABGB und die allenfalls damit zusammenhängenden Vorschriften zB das UGB beachten - aber das Wissen um Verwaltungsgesetze kann man der BAWAG nicht vorschreiben.

Vielleicht wird dann bald auch die Stadt Linz Klage gegen Gastronomieeinrichtungen einbringen, weil dieser einen Antrag auf einen Schanigarten gestellt haben - die aber möglicherweise von einem NICHT nach der Geschäftsordnung zuständigen Mitarbeiter bewilligt wurden und man so meint, dass ein Schaden entstanden wäre.

Hoppla - da wird dann bald erkannt werden müsssen, dass weder die BAWAG noch der Warme Hans oder der Leberkas-Pepi es wissen hätten müssen, wer was darf und wer nicht!

Aber hoffentlich werden die roten Kaiser in Linz mal am Boden der Realität zurückgeholt.

Antworten Gast: Alien (Dauerzensuriert)
10.11.2011 16:26
1 0

Und trotzdem...

... werden viele Wähler ihr Kreuzerl wieder bei dieser Padei machen. Das ganze Debakel kostet uns zwar Millionen, aber die SPÖ Linz wahrscheinlich kaum Wählerstimmen.
Das liegt leider auch daran, daß man von Sozialisten keinen verantwortungsvollen Umgang mit Geld erwartet und es ihnen daher auch weder vorhält noch übel nimmt.

Gast: Aktionär
10.11.2011 12:56
4 0

Gehebelte Finanzprodukte!!

Sozialisten werden ihr ganzes Leben gehebelt,gehebelt von den Wirtschaftlern u. Nettozahlern des jeweiligen Landes , u. manch Sozialist (so ab 40+) wird dann oft auch noch in die böse Privatwirtschaft gehebelt (weil er draufgekommen ist das die sozialistische Idee Schwachsinn ist u. Buisness- Anzug besser ist in unseren Breitengraden als die Fidel Castro Revolutionsjacke) PS: Generell muss man dazu sagen: das spekulieren für Nettoempfänger(Beamte) auf Staatskosten egal welcher Partei sie angehören sofort unterbunden werden muss..... nach dem Motto ---> Feuer,Wasser,Schere,Licht sind für .......

diaboli
10.11.2011 12:35
0 0

Kann man die Richter hebeln?

Die Stadt und die Partei sollten alle Hebeln ziehen, um dem Gericht klar zu machen, dass man nicht immer kalt nach den Buchstaben des Gesetzes urteilen darf. In Fällen wie diesen sollte auch ein Gericht die Interessen der Menschen einer Kommune an die erste Stelle setzen, wie dies auch verantwortungsbewusste sozialdemokratische Politiker ganz selbstverständlich täten!

3 0

Jeder Dorfsepp weiß schon sehr lange,

dass Fremdwährungskredite ein Risiko in sich bergen. Und dass ausgerechnet die "tiefrote" BAWAG eine "tiefrote" Stadt schlecht beraten bzw über den Tisch gezogen hat, soll glauben wer will...

Eine Sache war da aber, die beide Vertragspartner nicht kalkulieren konnten - nämlich den zwischenzeitlichen neuen Eigentümer. Wäre dieses Malheur nicht passiert, dann hätte die BAWAG die 400 Millionen Miese wohl im Kulanzwege geschluckt - Brüdern tut man ja nicht weh. Die linzer Stadtväter durften also getrost darauf vertrauen auch im schlimmsten Falle schadlos zu bleiben. Dumm nur, dass ein Cerberus keine rote Melkkuh ist... ;-)

diaboli
10.11.2011 12:23
2 0

Ahnungslose sollten nicht mit Hebeln spielen!

Das schreit nach einer gesetzlichen Teilentmündigung kommunaler, Landes- und ÖBB-Politiker!
Alle Geschäfte, die in irgend einer Weise gehebelt sind, müssen vorher durch das Finanzministerium genehmigt werden!

11 0

Millionenflop: „Casino-Sozialisten“ auf glattem Eis

Herr Urschitz bestätigt damit die gegen Faymann und seine Verbündeten gerichteten Vorwürfe, wie es im Buch Tatort:Justiz zu lesen ist. Insgesamt aber erschwerend war, dass die Justiz, hier die Staatsanwaltschaft, in alle von der SPÖ begangenen, strafrechtlich relevanten Tatbestände Kenntnis hatte und zwar über viele Jahre hindurch. Dies würde aber auch bestätigen, dass bereits unter Frau BM Dr. Berger im Wesentlichen Einfluss auf die BAWAG- Affäre genommen wurde, und dies im Interesse jener Partei, deren sie angehörte und von der ihr nach dem Abgang von dem Ministerposten ein weit höher dotierter Posten versprochen wurde. So ist sie seit Oktober 2009 Richterin am Europäischen Gerichtshof, Nowotny, der weit tiefer in die BAWAG Affäre involviert war als die SPÖ dies zugeben will, wurde Gouverneur der Nationalbank. Nicht vergessen sollte man die Position des heutigen Ministers Hundstorfer, der auch die Karriereleiter hinauffiel, nachdem auch er innerhalb der BAWAG Manipulationen vornehmen musste. Der Parteikollege Schicker, der ebenso mit einem höheren Posten innerhalb der Stadt Wien- Verwaltung belohnt wurde, hatte dies in einem unbedachten Moment ausgeplaudert. Vor Zeugen. Und dies ist dem ersten Banken U- Ausschuss hinlänglich zur Kenntnis, und daher in wenigen Tagen zur Einstellung gelangt. Auch der jetzige, u. A. gegen Faymann gerichtete Ausschuss, wird nichts ergeben, außer einem Postenschacher innerhalb der mafiosen Parteien. StA wie OStA wird sich weiter bedeckt halten.

Antworten lisa27
10.11.2011 17:36
0 0

Re: Millionenflop: „Casino-Sozialisten“ auf glattem Eis

Die Logik dieser Verschwörungs-theorien bleibt mir verborgen

0 0

Re: Re: Millionenflop: „Casino-Sozialisten“ auf glattem Eis

Ja, denn erstens es ist keine und zweitens, in Tatort : Justiz sind so ziemlich alle namentlich angeführt, die in irgendeinem Zusammenhang mit der Bankenaffäre gestanden hatten. Und dass es sich nicht um Verschwörung handelt, werden Sie spätestens dann merken, wenn die Justiz zu der möglichen Theorie kommt, in der über ein Abrücken von weiteren Strafverfahren gegen die Ex-Bankenmanger der Bawag in nachgedacht wird. Und wenn Sie auf die in diesen Skandal der ONB Tochter OeSD angeführten Namen kommen, da treffen Sie auf viele Namen wieder, die auch während der Bawag-Verfahren an Amnesie gelitten hatten und eben wegen dieser „Gedächtnislücken“ zum Bundeskanzler, Minister, Abg.ZNR, Stadträte und Gouverneur wurden. Spannende Stunden werden es jedenfalls, auch wenn das Schreib- und Fehlerteufelchen massiv zuschlug. Dafür ist es umso authentischer.

 
1 2 3