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ÖBB: Wie in der tiefsten Dampflok-Zeit

06.12.2011 | 18:27 |   (Die Presse)

In der derzeitigen Organisationsform hat die Eisenbahn keine Zukunft. Da ist es höchst fahrlässig, für unkoordinierte Investitionsorgien das „Triple A“ des Landes zu riskieren.

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Die großen Infrastrukturprojekte der Bahn (Koralm, Semmering, Brenner), für die sich das Verkehrsministerium gerade eine „Ermächtigung“ über 65 Mrd. Euro holt, würden über den Zeitraum der Kreditlaufzeiten einschließlich Betriebskosten in Wirklichkeit bis zu 200 Mrd. Euro kosten, schrieb das japanische Investmenthaus Nomura kürzlich an seine Großkunden. Und dieser Brocken gefährde das „Triple A“-Rating der Republik.

Starker Tobak. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Investitionen auch unter Experten höchst umstritten sind. Und dass sie für die Infrastruktur eines Verkehrsmittels ausgegeben werden, das in seiner jetzigen Organisationsform keinerlei Zukunft hat. Und deshalb trotz irrwitziger Zuschüsse fast überall seit Jahrzehnten sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr Marktanteile verliert.

In Österreich muss der Bund mit knapp sieben Mrd. Euro im Jahr mehr als zehn Prozent der gesamten Bundessteuereinnahmen unter verschiedensten Titeln (von Investitionen über Sozialtarife bis zu echten Zuschüssen) aufwenden, um das Werkel mehr schlecht als recht am Laufen zu halten. Nirgendwo in Europa, auch nicht in der viel gelobten Schweiz, kommen Bahnsysteme auch nur annähernd in die Nähe der finanziellen Selbsterhaltung.

Das ist aber auch kein Wunder, wenn man sich die Organisation des europäischen Eisenbahnwesens anschaut: absolut retro, frühes 20. Jahrhundert. Lauter Staatsbahnen, die auf politischen Zuruf investieren und ineffizient geführt werden. Schon deshalb, weil deren Chefs – auch wenn es sich formell um Aktiengesesellschaften handelt – weder Investitions- noch Personalentscheidungen in größerem Stil autonom treffen können. Politische Spielmassen eben, deren wahrer Geschäftszweck vielerlei beinhaltet. Und ganz nebenbei auch die Beförderung von Gütern und Passagieren.

Dazu kommt nationale Eigenbrötelei: Unterschiedliche Signal- und Sicherheitssysteme, unterschiedliche Traktionssysteme und nationale Eifersüchteleien machen einen durchgehenden Europaverkehr praktisch unmöglich. Zwischen Österreich und Italien gibt es auf der Südbahnstrecke – der vielfach herbeifantasierten baltisch-adriatischen Verkehrsachse, die politisch in Brüssel jetzt sogar als TEN-Projekt durchgedrückt wurde – aus diesem Grund de facto keinen Personenverkehr mehr.

In ein derartiges Murks-System 200 Milliarden mit ungewissem Ausgang zu investieren, erscheint doch ein bisschen grob fahrlässig. Zumal die oben beschriebene Desorganisation die Eisenbahnen ihrer wahren Stärken beraubt: dem effizienten gebündelten Güterverkehr über längere (und damit grenzüberschreitende) Strecken und dem komfortablen, schnellen Personenverkehr über mittlere Strecken. Dafür würden es sich wirklich lohnen, viel Geld zu investieren – sofern diese Investitionsentscheidungen begründet sind und nicht auf Zuruf von Landeshauptleuten und Baulobbys erfolgen. Das geht in der derzeitigen Organisationsform aber nicht. Wie übrigens auch der Einsatz privater Bahnen in diesem Umfeld zu sinnlosen Reibungsverlusten führt.

 

Zu lösen ist das Problem nur durch eine völlige Neuorganisation, etwa nach dem Muster Straße oder Luftfahrt. In Österreich etwa so:

•Die Infrastruktur wird aus den ÖBB herausgelöst und zu einer Art Schienen-Asfinag umgebaut. Die nimmt mit Staatsgarantien Kredite auf, baut damit sinnvoll die Infrastruktur aus und finanziert sich über kostendeckende Schienenentgelte, die allen Benutzern verrechnet werden.

•Dieses Schienennetz steht, wie die Autobahn, jedem frei, der die Gebühr entrichtet. Für die Verteilung der „Slots“ sorgt eine unabhängige „Schienen-Control“.

•Die Staatsbahn genießt darauf keine Sonderrechte. Was sie automatisch zu Effizienz zwingt. Beim Start springt der Staat einmalig ein und hilft beispielsweise bei der personellen Umstrukturierung.

•Die Nebenbahnfrage ist ideologiefrei zu lösen: Nebenbahnen sind weder ein Menschenrecht noch besonders umweltfreundlich (gegen einen dieselbetriebenen Triebwagen mit drei Passagieren ist jeder Hummer ein Ökomobil). Wenn sie nicht wirtschaftlich betrieben werden können, müssen entweder Regionen Betreiber suchen und das Ganze finanzieren. Oder es fährt eben der Bus.

Das ist ohnehin nichts Neues: Es wird ja seinen Grund haben, dass die ÖBB selbst schon jetzt mehr Passagiere im Bus befördern als im Zug und der größte Straßenfrächter Österreichs sind.

Natürlich hat das nur Sinn, wenn es europaweit gemacht wird. Und natürlich ist das bei uns unmöglich, solange die Bahn kein Verkehrsunternehmen, sondern ein gewerkschaftsgesteuerter Baukonzern mit angeschlossenem Eisenbahnbetrieb ist. Aber dafür ein Triple A zu riskieren – da sollte man die Infrastrukturministerin zur Verantwortung ziehen.


E-Mails: josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.12.2011)

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37 Kommentare
 
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Gast: Christy
14.12.2011 10:17
0 0

Text von Herrn Urschitz zeigt Inkompetenz!

Von der Presse erwarte ich mir Recherche und keine Polemik - Josef Urschitz entsprach mit seinem Artikel über die ÖBB bei weitem nicht diesem Niveau!

Alleine, dass er noch den Begriff "Nebenbahnen" verwendet, zeigt, dass er keine Ahnung hat! Funktionierende Bahnsysteme wie in der Schweiz oder Bayern nennen solche Bahnen "Regionalbahnen" und deren Züge sind zu fast jeder Zeit gut besetzt! Warum? Weil ihr Angebot stimmt! Statt "auszudünnen" wie bei uns, gibt es einen konsequenten Taktfahrplan mit hoher Verkehrsdichte - auch außerhalb der "normalen Spitzenzeiten" und gut abgestimmt auf den Fernverkehr! Dieses Angebot wird angenommen! Herr Urschitz - bitte besuchen Sie mal mit der Bahn den Bayrischen Wald!

Selbst wenn mal nur "drei Personen" im Zug sitzen würden, wär's aber immer noch kein Problem! Bei der Bahn hat man 80 % Fixkosten und nur 20 % Variable, da kann ruhig mal ein Zug auch leer fahren - wichtig ist, dass er fährt, dann ist er eine Alternative zum Auto! Ein Interview mit Dir. Mackinger von der Salzburg AG könnte diesbezüglich z. B. Ihren Horizont erweitern, Herr Urschitz! Er sagte einmal bei einem Vortrag: "Die Menschen fahren dann mit mir, wenn sie das Gefühl haben, sie können immer fahren - auch am Feiertag früh morgens!" Gewaltige Fahrgaststeigerungen bei den von ihm geleiteten Bahnen sind sein Lohn!

Herr Urschitz: mit Ihrer "Bus statt Bahn"-Argumentation sind Sie definitiv von "Vorgestern" und das hat "Die Presse" und das haben wir als ihre LeserInnen nicht

Gurgiser
08.12.2011 12:56
0 0

Ein Kriminalfall.

Die ÖBB und ihr Umfeld werden aus meiner Sicht zu einem Kriminalfall, denn wer auf politischer Ebene GEGEN die Vorgaben des Bundesfinanzierungsgesetzes Milliarden an öffentlich anvertrauten Steuergeldern in Projekte investieren will, denen sämtliche Grundlagen einer Investition fehlen und wo man sich nicht einmal scheut, bundesweit mit "Studien, Daten, Expertisen" etc. Wirtschaftlichkeit etc. vorzugaukeln, die bei näherem Hinterfragen nicht bestätigt werden können, der handelt jedenfalls nicht mehr "sauber". Aus meiner Sicht werden die ÖBB derzeit bewusst auf das Abstellgleis manövriert und ruiniert, sie haben allein deshalb ein "Kern"problem, weil die Verantwortlichen von Kanzler über Verkehrsministerin bis hin zum Vorstand es zulassen, dass die ÖBB "still und schleichend" in eine Tunnelbaufirma umgewandelt werden und damit ihr "staatspolitisch aufgetragenes Tätigkeitsfeld", die flächendeckene Mobilitätsversorgungen nicht mehr finanzieren können. Bestes Beispiel der derzeitige "Schwarzbau Brennerbasistunnel". Details finden Sie auf:
www.buergerklub-tirol.at
www.transitforum.at
Als bereits 25-jähriger engagierter Bürgerpolitiker beadure ich diesen Verfall.
LG, Frtiz Gurgiser

Gast: jimmyblue
07.12.2011 18:35
1 0

ich wette

500 millionen draufpacken und verschenken.
wobei damit das wer nimmt müssen wir wahrscheinlich noch 2 Nullen anhängen. (und ich meine keinen aus der bundesregierung)

und was haben wir von dem system gehabt? außer spesen nix gewesen! 100.000 (ehemalige) mitarbeiter haben halt umfangreiche "kaufkraft" ergaunern können

Gast: Frank Fugstrand
07.12.2011 16:42
2 1

ÖBB-Hasser ?

Mass muß die ÖBB nicht HASSEN, um die Westbahn zu mögen ....

SIEHE: erst ab 11.12. WLAN, Snack (als Kopie des WESTbahn Angebots) etc.
VIELLEICHT sogar freundliche Schaffner statt Amtpersonen ?!?
ODER GAR Tickjets an Bord OHNE Aufpreis ?!?

Man kann sie Besser machen !!

Gast: Frank Fugstrand
07.12.2011 16:36
1 0

Westbahn

Dazu passt die neue Westbahn Aktion um 7.- Euro am 8.12.

Gast: kuenstlerstadt
07.12.2011 15:38
2 1

sauber recherchiert ...

... herr urschitz und nicht irritieren lassen. wer vom system bahn technisch und kaufmännisch (also leistungsorientiert und somit ausnahmnweise mal nicht politisch) redet, wird um das von ihnen vorgestellte system nicht herum kommen. immerhin stellt es einen der wenigen auch praktisch erprobten mittelwege zwischen schweizer staatsprotektionismus und englischer tot-liberalisierung dar, das kann ich mit eigener berufserfahrung im auftrag mehrerer privat- und staatsbahnen (auch öbb) bestätigen. in deutschland z.b. ist neben einem neutralen netzzugang (mit der zulassungsbehörde EBA und einem klaren gesetz, der EBO) mit neutralen ausschreibungen auch ein transparenter markt geschaffen, um den private wie staatsbahn gleichermaßen motiviert rittern. unmöglich bei uns? nein, nur wie üblich etliche jährchen langsamer. auch in deutschland wissen bahnbetreiber noch zu erzählen von den bei uns üblichen brandreden aller coleurs ... am lagerfeuer. tja, damals ...

Antworten Gast: christy
14.12.2011 12:26
0 0

Re: sauber recherchiert ...

Dieser Artikel ist überhaupt nicht sauber recherchiert! Er lässt die erfolgreichen Bahnregionalverkehrskonzepte unserer Nachbarländer was das Angebot betrifft (Bayern, Schweiz, Südtirol) völlig außer Acht! Wie können Sie so etwas so falsch sehen? Die Schweiz als Beispiel zu nehmen wäre sicherlich kein Fehler!

Pilatus
07.12.2011 12:01
0 2

sorry

sollte heißen ...ist auch NICHT der Weisheit letzter Schluss.

Pilatus
07.12.2011 12:00
3 4

Ist ja toll

was Herr Urschitz da von sich gibt. Die Asfinag hat keine Schulden? Die Autobahnen werden nur von den Benützern bezahlt? Schön wär's. Wenn man die Bahnen einstellt und alles auf die Straße verlagert, dann ist das gut? Schon mal in die Schweiz geschaut, Herr Urschitz? Dort fahren neben der SBB noch viele, u.a. von den Kantonen finanzierte Nebenbahnen und das sehr erfolgreich. Allerdings sind die Schweizer begeisterte Bahnfahrer und nützen die Angebote, was man von den Österreichern nicht behaupten kann. Viele sind zu bequem, ein paar Meter zum Bahnhof zu Fuß zu gehen. Die ÖBB müssen unbedingt "reformeriert" werden, keine Frage. Aber die Bahnen im Ganzen zu verdammen ist auch der Weisheit letzter Schluss.

Murray
07.12.2011 11:14
3 4

Kleiner Vergleich

Die ÖBB beschäftigen ca. 40.000 Mitarbeiter etwa gleich viel wie BNSF, eine der größten Bahngesellschaften der Welt (an die 50.000 Streckenkilometer).
Mit dem Aufwand, den die ÖBB betreibt, kann man auch ein Viertel der USA servicieren...

Antworten Murray
07.12.2011 14:26
1 0

Re: Kleiner Vergleich

Ich vergaß zu erwähnen: in den USA ist der Anteil der - privaten - Bahnen am Güterverkehr höher als in Europa. Wir verschwenden Steuergelder, um die Fracht auf die Strasse zu scheuchen...

Antworten Antworten Murray
07.12.2011 14:27
4 1

Re: Re: Kleiner Vergleich

Und - horribile dictu - die Bahnen machen noch Gewinn bei Konkurrenz mit den subventionierten Strassen...

Gast: HJ
07.12.2011 10:56
0 1

Ja ja die ASFINAG!

.......Bei der ist es jedem egal, wieviel Schulden die hat.......oh Franz Kafka wenn du wüsstest wie wahr deine "Geschichten" bis heute sind.
Wie dumm dieses Volk noch immer ist. Es ist zum Fürchten. Aber Strache ist ja schon Erster!
Er wird diesem Volk aus Hinterwäldlern die ihm gebührende Regierung verpassen, danke lieber HC oh Messias der Dummen.

GeraldC
07.12.2011 10:39
3 5

Die ÖBB

ist nix anderes als ein Stimmenkaufprogramm der SPÖ.
Weg damit!

0 0

Re: Die ÖBB

das erklärt die uberproportional vielen MA.

Gast: Na ja...
07.12.2011 10:05
2 4

Eines sei gesagt:

Die Politiker jedes Bundeslandes wollen "ihre" Projekte durchgesetzt sehen.

Egal, ob sinnvoll oder sinnlos. Und zahlen soll´s wer anderer...

In der jetzigen Form ist die Bahn zu teuer und langsam, auch die vielen Verspätungen sind kein Lorbeerblatt.

Der Individualverkehr auf der Straße ist einfach überlegen.

Gast: Plach2
07.12.2011 09:41
4 5

Was für AUA, OMV, BUWOG, Telekom gut war,

kann doch für die ÖBB nicht schlecht sein!

Hochbezahlte und freigestellte Gewerkschaftsbonzen verhalten sich bei der ÖBB so als ob ihnen das Unternehmen gehören würde!

Als Dank dürfen die tiefroten Genossen ab 50 in Pension gehen.

(Damit man gleich merkt wo die SPÖ das Sagen hat, ist das Firmenemblem rot gefärbt: ORF, ÖBB, AK, ÖGB, Gem. Wien usw.)

Gast: 1116
07.12.2011 09:30
6 10

Liebe Öbb-Hasser!

Derzeitige Strukturform ist ein Werk von Schwarzblau.
Negativpropaganda dauert schon 11 Jahre,warum soll die Öbb sich noch wehren?

Immer wenns bei den 487.000 Beamten und Vertragsbediensteten zu heiss wird,werden die bösen 40.000 Eisenbahner in den Dreck gezogen!!!

WIRD SCHON FAAAAAD !!!!!!!!


Antworten Gast: Weisswähler
07.12.2011 11:29
1 0

Re: Liebe Öbb-Hasser!

Fad wirds sicher nicht in österreich u. in nächster zukunft(vor allem nicht für die nettozahler) bei mind. 300 milliarden euro staatsschulden/100% staatsschuldenquote u. den 487.000 + 40.000 nettoempfängern ---> halleluja !! kleiner insidertip meinerseits für ausländische investoren u. spekulanten: österreichische staatsanleihen werden eine immer höhere rendite bringen, erst recht durch eine erhöhung der beamtengehälter(=erhöhung der staatsschulden,entkräftigung der schuldenbremse,verlust des triple a! u. noch dazu ist weit u. breit keine lösung des megaproblems öbb in sicht = toprendite) werden die zinsen für staatsanleihen kräftig steigen !! ps: so müssen die bösen reichen ja immer reicher werden,bei so einem deppensicheren aufgelegten elfer !

1 0

Re: Liebe Öbb-Hasser!

weils vorher noch schlimmer war

Antworten MiziTante
07.12.2011 09:59
1 0

Re: Liebe Öbb-Hasser!

Ganz im Gegenteil! Das wird noch lange nicht fad.

Gast: Pips
07.12.2011 09:26
5 7

Die

gesamte ÖBB samt Zweigvereinen sollte auf der Stelle geschlossen werden. Ein Milliardengrab! Das war es immer schon. Früher in ÖS jetzt bereits in Euro. Der "Vorsitzende Genosse" Kern jammert über fehlende Unterstützung durch die Politik!!! HaHa. Der Saustall hat immer und wird immer allein von der SPÖ regiert. Quasi eine Aussenstelle der Löwelstraße. Die Roten sind auch allein an den Milliardenverlusten schuld. Nicht nur bei den ÖBB. da gibts auch andere Brocken. Überall dort, wo der Betriebsrat regiert, oder ein Genosse-Geschäftsführer. Verluste sind das offizielle Markenzeichen der Roten.

Wo darf ich unterschreiben?

Also Bahn-Gesamt-Reform-Paket BGRP????

- keine Tunnels
- Schienen ASFINAG
- vollkommene Privatisierung
- Alle raushauen

Wo bitte, wo???

Gast: nix fir unguad
07.12.2011 08:34
4 2

Bauarbeiten am Koralmtunnel und Brenner einstellen!

Der Semmeringtunnel ist der einzige der Sinn macht. Beim Brennertunnel ist noch nicht viel verloren, und beim Koralm muss man eben die Fehlinvestitionen akzeptieren. Ein weiteres Haider Erbe eben - vielleicht kann man die Rechnung an seine Schwester schicken.
Mit dem Brenner sollte man warten bis man sieht wie sich der Gottharttunnel entwickelt. Wenn man dann dort einen Flaschenhals in der Zukunft sehen kann, dann ist der richtige Zeitpunkt am Brenner weiterzubauen. Das Güteraufkommen über den Brenner kann man erhöhen idem man die Personenzüge durch Busse ersetzt. Güterzüge brauchen auf dieser Strecke nicht mit Höchstgeschwindigkeit fahren.
Im Personenverkehr kann die Strecke München - Mailand trotz Tunnels nicht unter 4 Stunden bewältigt werden. Das Flugzeug hat da die Nase vorn. Die Nachfrage im Personenverkehr rechtfertigt keinen Tunnel. Es gibt nur ein einziges Zugspaar pro Tag.

Gast: wer wenn nicht er
07.12.2011 08:20
5 7

200 Milliarden für 3 Löcher = Verdoppelung der Staatsschulden

Die Bahn verschlingt seit Jahrzehnten Staatsgeld in ca. der Höhe des Defizits. Im Grunde flossen somit locker die Hälfte aller angehäuften Staatsschulden in die Bahn (Pensionen, Infrastruktur, Erhaltung unrentabler Strecken etc.).

Würde man nur einen Bruchteil davon z.B. in thermische Sanierung investieren, wäre der Umwelt ein 100x größerer Dienst getan (CO2-Reduktion), als durch das Graben von drei Löchern.

Die Bahn muss endlich marktwirtschaftlich agieren dürfen. Politischer Einfluss ist Mord an Unternehmen, egal ob diese Konsum, BAWAG oder ÖBB heißen...

Gast: heizer
07.12.2011 07:44
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Auch die Presse ist absolut retro

wo ist z.B. bei der Schweizer Bahn die "tiefste Dampflokzeit" ersichtlich?
Die unnötigen Tunnels werden doch nur auf Druck von Konrad für seinen Günstling Haselsteiner durchgeführt.
Also bitte wenigstens ein Minimum an Objektivität - auch wenns schwerfällt und nicht der Blattlinie entspricht - Hr.Urschitz!

Aber immerhin: die Bahnhasser können sich hier im Forum wieder unreflektiert und intellektuell limitiert, austoben. Also - auf gehts mit der Rotstrichorgie!

 
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