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Der Krampf mit dem ÖVP-Wahlkampf

12.09.2008 | 18:49 |  Hanna Kordik (Die Presse)

Markus Gull macht die Wahlwerbung für die ÖVP. Dort macht man sich wiederum Gedanken darüber, ob er die richtige Wahl war.

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Eigentlich könnte Markus Gull total zufrieden sein. Die aktuelle Werbekampagne, für die er verantwortlich zeichnet, ist in aller Munde. Sie ist Gesprächsstoff bei allerlei spätsommerlichen Events, sie wird diskutiert, sie regt auf, sie eckt an. Für einen Werbeagenturchef ist so etwas wie Weihnachten und Ostern zusammen. Mindestens. Werbung darf nämlich vieles, nur eines nicht: am Publikum spurlos vorübergehen.

Markus Gull hat es also geschafft. Seine Kampagne ist ein Aufreger. Blöd ist halt nur, dass es just sein Auftraggeber ist, der sich da furchtbar echauffiert.

Der Kunde ist niemand Geringerer als die ÖVP. Für die Volkspartei macht Gull die Wahlplakate – und bekommt damit Aufmerksamkeit, die eher nicht gewollt war: Je schlechter die Umfragen für die Partei ausfallen, desto lauter wird das Murren über seine Werbekampagne.

Große Entgeisterung herrschte schon, als die ersten Plakate affichiert wurden. Die sind ja reichlich unkonventionell, weil ordentlich textlastig: „Wer soll das bitte schön alles lesen – geschweige denn, sich davon angesprochen fühlen?“, fragt sich seitdem so manch konsternierter ÖVPler.

Auch die zweite Plakatwelle, die immerhin sogenannte Sujet-Fotos zeigt, fand parteiintern wenig Anklang. Doch die nunmehr aufgestellten Dreiecksständer mit dem Konterfei Wilhelm Molterers haben schlicht blankes Entsetzen ausgelöst: „Wie kann man nur“, empören sich viele ÖVPler, „einen Grauhaarigen vor einem so blassen Hintergrund ablichten?“ Sarkastischer Nachsatz eines Parteimanns: „Das ist wie ein schwarzes Schild in der Nacht.“

Und schon wird hingebungsvoll mit dem Schicksal gehadert: Warum, um Himmels willen, hat die Partei im Wahlkampf nicht auf Bewährtes vertraut?

Ja, warum wohl? Darüber gibt es in der Volkspartei nur Spekulationen. Und die lauten: ÖVP-Chef Molterer habe sich von seinem Vorgänger Wolfgang Schüssel halt irgendwie emanzipieren wollen. Nach der Devise: neuer Partei-Chef, neue Werbeagentur.

Schüssel hatte bei den vergangenen zwei Nationalratswahlen auf die Werbeprofis Wolfgang Slupetzky und Hemma Sassmann vertraut. 2002, als die beiden noch Chefs der Agentur Ogilvy waren, hatten sie das Land mit „Wer, wennnichter“-Plakaten zugepflastert. Schüssel gewann die Wahl. 2006 waren die beiden wieder – diesmal mit ihrer Agentur „Camp David“ – am Werk. Eine gute Kampagne, heißt es. Doch die ÖVP verlor den Bundeskanzler.

Slupetzky ist vor einem Jahr gestorben. Und Sassmann kam für Molterer wohl nicht in Frage. Er wollte halt etwas Neues probieren.

Anfang dieses Jahres entschied er sich für Markus Gull. Der ist 45 Jahre alt und im Bereich Werbung durchaus bewandert – immerhin hat er einst jahrelang gemeinsam mit Werbeprofi Alois Grill eine recht große Werbeagentur geleitet. Ende der Neunzigerjahre gingen die beiden getrennte Wege.

Seitdem macht Gull so etwas wie eine One-Man-Show. Was von ihm durchaus gewollt und Teil seiner Geschäftspolitik ist: „Ich bin direkter Ansprechpartner für meine Kunden, ich kümmere mich persönlich.“ Im Gegensatz zu großen Werbeagenturen, bei denen Kunden oft „von irgendeinem Mitarbeiter“ betreut werden.

Das war für Molterers Entscheidung denn auch ausschlaggebend: „Es ist wirklich nicht einfach, eine Werbeagentur für eine Partei zu finden“, sagt ein Insider. Abgesehen davon, dass sich die wenigsten Agenturen gerne politisch punzieren lassen, muss der Parteichef zu seinem Werbeexperten auch so etwas wie ein Vertrauensverhältnis haben. Das hat Markus Gull zweifellos zu bieten: „Ich fühle mich meinen Kunden gegenüber immer sehr verbunden“, sagt er. Täglich nimmt er um 7.30Uhr an der Lagebesprechung in der ÖVP-Zentrale teil. Wenn Gull von der ÖVP spricht, sagt er „wir“.

Was wohl auch daran liegt, dass er in den Achtzigerjahren Chef der Jungen ÖVP Salzburg war. So etwas verbindet natürlich auch.

Doch Gull hat keine echte Wahlkampferfahrung. Was er selbst nicht ganz so eng sehen will – mit Hinweis auf seine Zeit bei der Jungen ÖVP: „Ich bin ein Wahlwerber, der weiß, wie sich ein abgefrorener Arsch beim Wahlzettelverteilen anfühlt.“

Der Partei scheint das freilich als Qualifikation nicht ganz ausreichend zu sein. Warum, fragt man sich allerorts, hat Molterer nicht Hemma Sassmann genommen? Oder Alois „Luigi“ Schober? Der Chef der Agentur Young & Rubicam hat zwar den letzten Wahlkampf für die SPÖ bestritten. Aber hinter den Kulissen hat er auch im niederösterreichischen Wahlkampf für ÖVP-Landeschef Erwin Pröll gewerkt.


Die Verzweiflung in der ÖVP ist groß. Oder wird da bloß vorsorglich nach einem Sündenbock gesucht, sollte das Wahlergebnis zum Super-GAU werden? Faktum ist, dass keine Wahl ausschließlich dank guter Werbung gewonnen wird – wie sogar die Gull-Kritiker einräumen müssen. Aber schaden tät's halt auch nicht.

Gull tut sich sichtlich schwer, seinen Unmut über die Kritik zu verbergen. Zumal sie bisher „niemals an mich direkt herangetragen wurde“. Und vor allem: Die Leitlinien für die Kampagne seien von Molterer himself gekommen. Der habe von Anfang an klargestellt, dass der Wahlkampf „kein Schönheitswettbewerb“ werden solle – er wolle „Themen“ in den Vordergrund stellen. Außerdem, betont Gull: „Es gibt kein Plakat, keinen Werbespot, der nicht von der Parteispitze abgesegnet wäre.“ Andererseits: Wäre es nicht die Aufgabe eines Werbefachmanns, seinen Kunden vor so einer Strategie zu warnen?

Einem ÖVP-Granden kann all das Für und Wider herzlich egal sein. Wolfgang Schüssel engagiert sich gerade sehr in seinem Wahlkreis Wien-Südwest. Werbetechnisch vertraut er dabei auf Hemma Sassmann.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.09.2008)

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25 Kommentare
 
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Gast: sig210
15.09.2008 11:46
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Themen der ÖVP

Es gibt auch noch politische Themen außerhalb des Einkommens und der Mehrwertsteuer. Hier hat die ÖVP und Einzelne ihrer Madatare oftmals gegen die Interessen ihrer Wähler agiert. Busek und andere urbane Bobos haben hier viel Vertrauen verspielt.
Aber letztendlich hilft auch der beste Wahlkampf nichts, wenn einige Woche vor der Wahl ein Mann wie Josef TAUS losjettet und mit der Aussage zurückkommt "Der Elsner ist ein gebrochener Mann".

Gast: fmj
15.09.2008 09:03
0 0

Schämen für die eigenen Wähler

Eines der Probleme der ÖVP ist, dass sie sich offenbar für ihre Klientel, welche die Masse ihrer Wähler ausmacht, schämt. Das Ferrero-Waldner sogar schon offen ausgesprochen. Offenbar wünschen sich einige Spitzenfunktionäre, in einer anderen Partei zu sein!!!
Loyalität zwischen Wählern und Gewählten ist keine Einbahnstrasse.

Gast: Selbstständiger
14.09.2008 19:23
0 0

Theoretisch gehörte ich zur Zielgruppe der ÖVP


Ich bin Selbstständiger und habe eine eher konservative Lebenseinstellung. Und ich habe früher ÖVP gewählt.

Werde ich das diesmal wieder tun? Sicher nicht! Weil ich mich von der ÖVP nicht vertreten, sondern eher verraten fühle. Ich gehöre zu jenen, die die wirkliche Steuerlast in Österrreich tragen. Hat die ÖVP etwas für mich gemacht? Nein! Aber jenen Multimillionären, die dank ihrer Stiftungen prozentuell WENIGER Steuern als ich und hundertausende anderer Selbstständiger, denen hat die ÖVP Millionegeschenke gemacht. Gut, dann sollen alle, die Privatstiftungen haben, die ÖVP deshalb wählen. Ich tue es sicher nicht. Und da ist es völlig egal, welche Wahlplakate die ÖVP bewerben. Für mich zählen Taten, nicht verlogene Wahlversprechen.

Gast: Ry Cooder
14.09.2008 15:26
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graue Maus mit grauem Programm

Was sollte denn hier die Agentur unternehmen? Den Kandidaten höchstpersönlich auswechseln? Diese Partei verfügt aktuell über den Charme einer nordkoreanischen Hotelclub-Animiertruppe.

Gast: mike
14.09.2008 13:54
0 0

Auf Plakaten

" runter mit den Steuern " zu fordern, nachdem man vorher Steuern und Abgaben kräftig erhöht hat, kann wohl nur als Ver- ar- pardon - höhnung der Wähler angesehen werden.
Anscheinend braucht die ÖVP noch einige Wahlniederlagen, um aus ihrer Abgehobenheit herunterzukommen.

margin
14.09.2008 00:12
0 0

Schlechtes Progamm, noch schlechtere Umsetzung

Nehmen wir z.B. das "volle Härte" Plakat:
#1: für den Inhalt kann Gull nichts, die Idee sich am rechten Rand anzubiedern kam wohl von der ÖVP. Traurig genug.
#2: der Text sugeriert, daß die ÖVP die Auslegung des Gesetzes beeinflussen will. Da wir aber eine Gewaltenteilung haben ist das wohl die Sache einer unabhängigen Richterschaft und nicht einer Partei. Diese Idee hätte ich eher HC Strache zugetraut.
#3:Das Foto zeigt zwei als Richter verkleidete Models die über eine Kinderschänder urteilen und der Betrachter des Plakates ist in der Position des Verurteilten! Ein Anfängerfehler!
#4: In der Werbung niemals die Marke mit negativ besetzten Begriffen in Zusammenhang bringen. Nach einiger Zeit erinnert sich der Konsument nur noch an die Begriffe aber nicht mehr an den Zusammenhang. Was bleibt ist "ÖVP <-> Kinderschänder!" Noch ein Anfängerfehler. Besser wäre "ÖVP für mehr Sicherheit"
#5: Gott sei Dank war das Plakat grafisch so schlecht, daß viele es nicht gelesen haben

margin
13.09.2008 22:59
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Scheisse Programm , scheisse umgesetzt

Nehmen wir als Beispiel das "volle Härte" Plakat

17und4
13.09.2008 19:33
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ein schlechtes Produkt könnte auch ein

gute Werbung nicht nachhaltig und vor allem in so kurzer Zeit wirkungsvoll bewerben.

Gast: Hans39
13.09.2008 17:10
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Werbung für die Dummen

vielleicht hat die Övp nur den Fehler gemacht genausoviel wie die Spö zu versprechen. Den Werbung für die Dummen hat sich auch bei der letzten Wahl ausgezahlt, und umgesetzt hat die Spö nichts.

Gast: bessermachen
13.09.2008 14:37
0 0

gute werbung ist nich so schwer

... ohne viel geld, aufwand und werbeagentur gehts auch. SO müsste die övp ihre werbung aufziehen: www.gerrytheking.at

Gast: isidoro
13.09.2008 14:02
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zum vergessen

Lt. Meinungsumfragen liegt man in Kärnten unter 10 %. Man hat hier auf eine komplett falsche Richtung gesetzt - eine für Kärntner Verhältnisse fast unbekannte Spitzenkandidatin. Die anderen Kandidaten wollen keinen Kontakt mit der Öffentlichkeit aufnehmen.
Den Vogel hat aber der Molterer selbst abgeschossen - er bezichtigt immer andere über den hohen Schuldenstand - er hat aber in den letzten 5 Jahren 15 Milliarden neue Schulden gemacht. Die Bevölkerung ist in dieser Hinsicht genau aufgeklärt.
Der Pröll soll ein Machtwort sprechen, ansonsten landet man für die nächsten Jahre in der Versenkung.

Antworten Gast: Sparefroh
14.09.2008 08:26
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Re: zum vergessen

der Zinsendienst, den Österreich aufgrund der von der SPÖ Alleinregierung etc. anghäuft hat, beträgt ca. E 7,xx Milliarden
Also fast genau soviel wie Österreich für Bildung und Wissenschaft ausgibt!
Hätten wir diese Schulden nicht - wir könnte uns alles leisten was die SPÖ jetzt fordert! Aber so machen sie weiter Schulden und Schulden....
sie können es halt nicht besser!

Antworten 17und4
13.09.2008 19:35
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Re: zum vergessen

28 Milliarden seit 2000.
Zwischenunter 3.Quartal 2007 sogar 47 Milliarden mehr, von Ausgangsbasis 140 Milliarden 2000.

Gast: pollux
13.09.2008 14:01
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Das Grauen vor der Volkpartei...

...erfasst weite Kreise. Da passen die grauen Plakate von einem grauen Molterer ja trefflich.
Man fragt sich, warum die ÖVP die plakatierten Dinge in den Jahren ihrer Regierung nicht umgesetzt hat?
Die Kleinen haben Grasser und Molterer eiskalt abgezockt, während Industrie und reiche Stiftungen begünstigt wurden.
Jetzt, vor der Wahl werden sogar die Schwarzen sozial -
das glaubt der ÖVP kein Mensch!
Wie weit es mit christlicher Gesinnung der ÖVP her ist, sah man bei der Ausländerpolitik. Platter ordnete Treibjagden auf Flüchtlingsfamilien an, war aber unfähig die Kriminalität einzubremsen. Fekter führt den populistischen Kurs fort und lässt halt die Kriminalstatistiken fälschen. Dass ihr die Handtasche geklaut wurde, offenbart die harte Realität.

Gast: Name
13.09.2008 13:18
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es liegt nicht an der Werbung

die övp liefert einfach eine katastrophale politik ab. parteiinteressen derart offensichtlich vor die staatsinteressen zu stellen, wie die övp das in wirklichkeit seit 1986, besonders offensichtlich aber in den letzten 18 monaten betrieben hat, muss einfach bestraft werden. personelle und vor allem inhaltliche erneuerung tut not. nach 22 jahren an der regierung wirds einfach zeit für die opposition.

Gast: Gast
13.09.2008 13:08
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Für selbst-legalisierte Räuber, Berufslügner und rechte Menschenverhetzer

wirbt es sich eben schlecht, auch wenn der Werbeboss selbst von der Partie ist. So viel kann man vor allem bei der ÖVP gar nicht retuschieren, schönen und leugnen, was es da bräuchte, damit einem beim Anblick der Plakate nicht zutiefst übel wird.

Parteien-Plakatwerbung gehört allgemein verboten!
Warum sollte man noch seine eigene Verarschung goutieren und bezahlen?
Diese gigantische Verschwendung für Polit-Eigenwerbung ist nur eine weitere Erregung des Volkszorns.
Unsereins muss dank völlig fehlgeleiteter Politik jeden Euro dreimal umdrehen und sparen, während die zu unserem Ärgernis zig Millionen Steuergeld verjubeln.

Gehts noch deutlicher verantwortungs von den Großparteien? Nein.
Man darf gespannt sein, was die Wähler dazu sagen.

citoyen
13.09.2008 12:29
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Falscher Kandidat, falsche Agentur

Eine grauenhafte Kampagne, ein grauenhafter Spitzenkandidat, den die Partei nicht will und der in der Öffentlichket nicht ankommt.

Die ÖVP wird die Wahl verlieren und sich - vielleicht - in der Opposition erneuern. So, wie sie sich derzeit darstellt, braucht sie niemand. Das ist traurig, aber leider wahr.

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Das wirklich Schwierige an politischer Werbung...

...ist die bisherige Erfahrung der Bevölkerung mit der zu "betreuenden" Partei! Wenn eine Agentur z.B. ein neues Produkt, das noch niemand kennt, zur Markteinführung bewirbt, so kann sie jeden Schmäh erzählen, der ihr gerade dazu einfällt; es gibt ja noch keine für den potentiellen Konsumenten zugängliche Vergleichsmöglichkeiten. Es wird also seitens der PR-Agentur ZUKÜNFTIGES schön geredet. In der Wahlwerbung hingegen VERGANGENES! Und dazu kann sich schließlcih JEDER politisch Interessierte seinen eigenen Reim darauf machen...

Das kritischste Hauptargument, das man den bisherigen Regierungsparteien entgegen schleudern kann, lautet ja so: Wenn Ihr eh wißt, was zu tun ist, weil¿s nötig ist im Land: Warum habt er es denn dann nicht schon längst getan?

Und DAGEGEN ist selbst die kreativste Werbung machtlos! Nun fällt der ÖVP die seit 2006 praktizierte Blockade jeglicher vernünftigen Zusammenarbeit in der Koalition endgültig auf den Kopf.Herr Gull hat daran wohl die geringste Schuld!

zkk
13.09.2008 10:39
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geh bitte

was soll der schwachsinn? was heißt zuviel text auf den plakaten? soll ich auf so schwachsinnstexte wie "einkommen zum auskommen" oder "sozial, entschlossen, zuverlässig" mit null-information als möglicher wähler angesprochen werden? wenn ja, dann heißt das ja nur, dass mich die partei für dumm hält und verkaufen will.

auch die bilder vom dauergrinser strache und dauerlächler faymann sind eine optische provokation.

die fotos der 2. und 3. övp-plakatwelle gefallen mir gut, auch die plakate der grünen, lif und (ja auch) des bzö sind optisch angenehmer als die von spö und fpö.

geschmäcker sind verschieden, aber mir ist ein betont seriöser wahlkampf lieber als marktschreierische volksverdummung.

wenn die övp diese wahl nicht gewinnt, dann sind andere faktoren daran "schuld", die plakate können am wenigsten dafür. es gibt doch studien, dass plakatwerbung sowieso kaum wahr genommen wird bzw. wenn, dann als ärgernis.

andere "ausrede" suchen bitte.

Frotzel
13.09.2008 09:18
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Eine Werbeweisheit besagt: Schlechte Produkte verschwinden mit guter Werbung am schnellsten vom Markt!

So gesehen ist die Dankbarkeit der ÖVP eher Undankbarkeit!

Paige
13.09.2008 07:59
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Wenn die Presse nicht dauernd betonte,

dass die ÖVP Werbung schlecht ist, wäre sie es dann auch? Die ganze Story ist doch nur Munkelei und Unterstellung. Haben ÖVPler wirklich gesagt, einen Grauhaarigen soll man nicht vor hellem Hintergrund abbilden? Ja?
Man liest "Molterer himself" und "Super-GAU". Ich darf darauf hinweisen, dass diese unnötige Vermischung Deutsch-Englisch als Gossen-Jargon rüberkommt und dass ein GAU schon der größte anzunehmende Unfall ist... das Attribut "super" ist daher unsinnig.

hw
13.09.2008 01:01
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klientel

Markus Gull kann nix dafür, dass kleinunternehmer nicht mehr von der ÖVP vertreten werden. und auch im wahlprogramm ist wenig ernsthaftes zusehen.
entlastung der KMU hat jeder im programm.
wer, wieviel und wann? das ist die frage, die uns interessiert.

gute werbung kaschiert einmal das produkt, dann ist der zug abgefahren.

Gast: GAST
12.09.2008 23:07
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ÖVP wird immer unbeleherbarer...

ich bin kein roter parteifuzzi, und fühel mich auch nicht wirklich einer anderen Partei hingezoen. Daher könnte man mich mehr oder weniger auch schon als Politikerverdrossen sehen...

AAABER!!!!!
- die ÖVP gibt der Krone für dies und das die schuld
- mittlerweile muss auch der Plakatgestalter (OK, diese Plakate sind wirklich hässlich) herhalten

aber warum ist die arrogante und abgehobene ÖVP nicht einmal zu sich selbst so ehrlich (uns wahlvolk kann es ja eh egal sein) und sieht ENDLICH ein, dass ES REICHT.
nämlichst UNS VOLK reicht es EDNGÜLTIG von dieser ÖVP. nurmehr an siche selber denken, taktieren wie man die anderen madig aussehen lassen kann, nix weiterbringen, alles blocken...aber wenn es um die eigene partei und das eigene säckchen geht jedem proporz unterstützen, wie es nur geht.

ich denke die ÖVP wird bald mit den grünen um den dritten platz zittern müssen, denn mehr oder weniger übel werden bei dieser wahl vor allem die blauen und ev. auch die roten das rennen mac

Gast: modestus
12.09.2008 21:42
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Was kann der Gull dafür, dass das Produkt Mist ist?




Gast: gast
12.09.2008 21:30
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Der schwärzeste Tag für die ÖVP.....

.....kommt immer näher. Schuld ist am Total-Absturz von Molterer ist aber nicht die Werbeagentur. Sie kommuniziert den "sterbenden schwarzen Schwan" aber sehr pointiert.

"Wer? NUR NICHT ER!", "Eine neue Koalition, diesmal OHNE Missethon!", "Da macht es einen Polterer und WEG IST ER, der Molterer!!!".

 
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