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Bundesbahnen: Endstation Verschwendungssucht

06.11.2009 | 18:12 |  von Hanna Kordik (Die Presse)

Im allgemeinen ÖBB-Chaos wird deutlich: Peter Klugar wird sich im nächsten Jahr als Bahn-Chef verabschieden müssen. Die Suche nach seinem Nachfolger läuft an. Vielleicht werden es aber auch mehr.

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In den ÖBB geht's ja wieder einmal ganz schön turbulent zu. Zuerst die Krankenstandsaffäre, dann das alles andere als ermutigende Gutachten des Unternehmensberaters Roland Berger zur wirtschaftlichen Situation der Bundesbahnen. Und zuletzt sind auch noch einigermaßen kuriose Spesenabrechnungen von ÖBB-Aufsichtsräten an die Öffentlichkeit geraten. Das reinste Tohuwabohu.

Dafür herrscht bei den ÖBB anderweitig absolute Klarheit. Zum Beispiel über die Zukunft von ÖBB-Chef Peter Klugar. Erst im Mai vergangenen Jahres hat er den damals geschassten Martin Huber als obersten ÖBBler abgelöst. Doch jetzt schon ist klar: Klugar, dem ein ausgeprägter Hang zur Führungsschwäche vorgeworfen wird, braucht sich um eine Verlängerung seines Vertrags erst gar nicht zu bemühen. Somit wird er Ende 2010 gehen. Spätestens.

In den ÖBB werden jedenfalls schon erste Vorbereitungen für die Klugar-Nachfolge getroffen. Doch das ist natürlich alles gar nicht so einfach.

Derzeit besteht der Vorstand der ÖBB-Holding aus drei Personen: Peter Klugar, Josef Halbmayr und Gustav Poschalko. Schon mit dem Abgang von Martin Huber ist politisch vereinbart worden, dass der ÖBB-Vorstand von der politischen Farbenlehre her wieder ein ausgewogenes Bild ergeben soll. Sprich: Bleiben sollte der rote Klugar als Chef, ihm zur Seite stehen sollte der schwarze Finanzvorstand Halbmayr. Poschalko hingegen sollte verabschiedet werden. Er ist ein Roter zu viel.

Seit Monaten wird also mit Poschalko über dessen vorzeitigen Abgang verhandelt. Keine einfache Sache, da ihm nichts vorzuwerfen ist. Im Gegenteil: Offenbar fühlt man sich wegen des Kaufs der ungarischen MÁV Cargo, für den Poschalko verantwortlich zeichnete, zu großem Dank verpflichtet. Aber ausgemacht ist eben ausgemacht, und jetzt sind die Modalitäten rund um Poschalkos Abschied endlich ausverhandelt. Poschalko muss nur mehr unterschreiben.

Sobald das passiert ist, ist der Weg für eine groß angelegte Rochade in den ÖBB frei. Dann will ÖBB-Aufsichtsratspräsident Horst Pöchhacker einen neuen ÖBB-Vorstand ausschreiben lassen. Hintergedanke: Der Neue solle dann im Laufe des nächsten Jahres auch gleich den Alten, nämlich Klugar, beerben. Aus drei Köpfen sollen dann wieder zwei werden.

Wenn's so einfach wäre. Das Problem ist nämlich, dass der Vorstandsjob von politischer Seite offenbar gleich mehreren Kandidaten versprochen wurde. Friedrich Macher, Vorstand der ÖBB-Tochter Rail Cargo, zum Beispiel soll intern bereits eine entsprechende Zusage haben. Scheint tatsächlich so zu sein, denn ein Nachfolger für Macher als Rail-Cargo-Vorstand wird intern auch schon genannt: Dabei handelt es sich um Andreas Fuchs,seines Zeichens Konzernstratege der ÖBB.

Macher allerdings hat den nicht unwesentlichen Makel, dass er der „schwarzen“ Reichshälfte zugerechnet wird. Das ist gar nicht gut. Zumal die SPÖ darauf beharrt, dass die ÖBB-Chefetage keinesfalls „schwarze“ Schlagseite bekommen darf.

Doch dagegen ist ein Kraut gewachsen. Diesfalls ist das Andreas Matthä, Vorstand der ÖBB-Infrastruktur AG. Der hat sich zwar intern heftige Kritik zugezogen, weil er sich gegenüber den Unternehmensberatern von Roland Berger eher unkooperativ gezeigt haben soll. Andererseits wird Matthä der SPÖ zugerechnet und genießt maximale Unterstützung der Eisenbahnergewerkschaft. Wenn das kein Ass im Ärmel ist.

Zwei Kandidaten für einen Posten also – das kann sich nicht ausgehen. Doch es wären nicht die ÖBB, gäbe es nicht probate Lösungen. Variante eins: Macher und Matthä werden in den Vorstand gehievt. Wobei Matthä als Poschalko-Ersatz in die Chefetage käme. Macher wiederum würde den schwarzen Halbmayr ersetzen. Was allerdings eher unrealistisch ist: Gründe für einen Abschied Halbmayrs gibt es jedenfalls weit und breit keine.

Variante zwei wiederum ist im großkoalitionären Österreich durchaus realistisch: Demnach würde der ÖBB-Vorstand auf vier Personen zulegen. Zwei „rote“ und zwei „schwarze“ natürlich.

Auch in diesem Fall würden Matthä und Macher in den ÖBB-Vorstand kommen, Halbmayr würde bleiben – und für ÖBB-Chef Peter Klugar würde ein externer Kandidat gesucht werden. Ein Roter selbstverständlich, darüber gibt es großkoalitionären Konsens.

Doch woher nehmen und nicht stehlen? Im Personalreservoir der SPÖ herrscht ja bekanntlich Ebbe. Die Liste möglicher Kandidaten ist dementsprechend dürftig: Siemens-Chefin Brigitte Ederer wird angeblich immer wieder bekniet, den undankbaren Job zu machen. Doch sie will nicht. Neuerdings geistert in der SPÖ die Idee herum, dass Porr-Chef Wolfgang Hesoun ein brauchbarer Kandidat wäre – zumal auch Martin Huber und Horst Pöchhacker seinerzeit aus dem Baukonzern zu den Bundesbahnen kamen. Vereinzelt fällt auch der Name Herbert Kasser – das ist der Generalsekretär im Infrastrukturministerium von Doris Bures.Immerhin: Als Aufsichtsrat der ÖBB-Holding und der ÖBB-Infrastruktur AG ist Kasser fachlich bewandert und wird von Politikern aller Couleurs geschätzt. Als fachlich unumstritten gilt auch Csaba Székely. Der war einst Sprecher von Verstaatlichtenminister Viktor Klima. Seit über zehn Jahren ist Székely Chef der Raaberbahn.

Die Chefsuche wird also zweifellos eine große Herausforderung für Aufsichtsratschef Pöchhacker. Allerdings könnte es sich um seine letzte große Aufgabe für die Bundesbahnen handeln. Gerüchten zufolge sind auch seine Tage in den ÖBB gezählt – angeblich soll Bures mit seinem Wirken einigermaßen unzufrieden sein. Die Vertrauenbasis dürfte jedenfalls nachhaltig gestört sein. Außerdem scharrt schon ein möglicher Nachfolger Pöchhackers in den Startlöchern: Angeblich würde Kurt Eder, früherer SPÖ-Abgeordneter und ÖBB-Aufsichtsrat, den Job des Aufsichtsratspräsidenten nur zu gern machen.

Vorher muss aber noch ein schwarzer Aufsichtsratsvize gefunden werden. Der Linzer Rechtsanwalt Eduard Saxinger hat sein Mandat ja bereits im Sommer zurückgelegt, seitdem ist der Posten vakant. Mittlerweile hat sich die ÖVP auf Ex-Staatssekretär Helmut Kukacka als Nachfolger geeinigt. Doch der Segen der SPÖ steht noch aus.

auf einen blick

Entgleisungen gibt es bei den ÖBB derzeit laufend: Die Krankenstandsaffäre und überbordende Spesenabrechnungen für Aufsichtsräte haben für Skandale gesorgt. Zuletzt hat das Beraterunternehmen Roland Berger vor einer wirtschaftlichen Katastrophe gewarnt. Die Konsequenz: Für ÖBB-Chef Peter Klugar wird ein Nachfolger gesucht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.11.2009)

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20 Kommentare
Gast: LA
11.11.2009 21:35
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Gute Nacht Österreich

Zum Glück haben unsere lieben ÖBB keine anderen Probleme :P
Anstatt einfach einen fähigen Mann an die Spitze zu stellen wird nur um Macht gestritten und die Leittragenden sind wie immer die Bürger.
Hat vieleicht schon einmal jemand daran gedacht dass dieser Mensch auch politisch vollkommen inaktiv sein könnte??

neeeiiin gerechte Machtverteilung is viel wichtiger als kompetentes Führungspersonal welches eventuell Entscheidungen zur zufriedenheit der Kunden treffen könnte...

Der Artikel ist echt super geschrieben, mir wird nur leider trotzdem schlecht wenn ich ihn lese...

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Es wird sich nie ändern!

Seit Jahren immer wieder die selben Berichte. Warum ändert sich in diesem Land einfach nichts?
Die Politiker erstellen Gesetzte, geben Richtlinien vor (Corporate Covernance), und greifen unverändert in Unternehmen ein, auf Aufsichtsräte zu und entfernen jeden der selbst denkt. In die Verantwortung mit diesen Leuten, anständiges Geld bezahlen und in die Haftung für ihre Entscheidungen nehmen. Es können noch Scharen von Unternehmensberatungen auf die Problemfelder hinweisen wenn die Umsetzung dem jeweiligen Politwillen nicht entspricht wird sich nie etwas ändern. So wie ein Bürgermeister Scheucher abgewählt wurde oder eine Aufsichtsratsvorsitzender Nedwed der sich in die Pension verabschiedet hat, die "Früchte" ihrer STW Entscheidungen nicht mehr verantworten müssen wird es auch auf Bundesebene keinen verantwortlichen Politiker geben, der für den durch politischen Einfluß erzeugten Schaden zur Rechenschaft oder gar zu Schadenersatzansprüchen herangezogen werden wird.
Mehr zum Thema Aufsichtsrat und Lernfähigkeit von politischen Führungskräften finden Sie auf: www.lauer-lauer.com

Antworten hw
08.11.2009 13:00
1 0

Re: Es wird sich nie ändern!

schauen sie sich doch die post und telekom an.
die ruiniert der staat gerade mit hohen dividenden zahlungen an sich selbst!

schuldige werden später dann schon wieder gefunden, gegen mio. zahlungen, das hört man dann in den medien und alle schreinen auf. nur "das verbrechen" findet jetzt statt. kein journalist traut sich drüber und sogar die postgewerkschaft sieht zu.

kraehe
07.11.2009 17:53
0 0

Ex-Staatssekretär Kukacka

Hat der Mann als Staatssekretär nicht schon genug Schaden bei den ÖBB angerichtet ?

Antworten hw
07.11.2009 18:12
1 0

Re: Ex-Staatssekretär Kukacka

einen "öbb feindlicheren" mann gibts eigentlich eh nimmer.

der macht aus der westbahn eine 2te westautobahn.
frage wie oft saß der herr schon im zug? (ausgenommen zwangsvergatterung)

hw
07.11.2009 17:37
2 0

zeit

offenbar dauern ja die nachfolgediskussionen schon laenger als deren amtszeit.
und der eigentümer sollte über strategieen diskutieren nicht über die farbenlehre.

da weiß man jetzt schon, dass das nix wird.

Gast: alex1968
07.11.2009 12:28
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hallo? stellenanzeige?

wär doch was...

Gast: ET
07.11.2009 10:05
0 0

Typisch für den geschützten Bereich!

Lange und schwierige Diskussionen über die Personen welche dann sinnlos auf den Posten sitzen. Wann werden endlich Lösungen für diese Organisationen diskutiert, gefunden und umgesetzt.

Es ist ja nicht mehr so, dass es sich nur um eine unerträgliche Situation für die Österreicher handelt. Inzwischen ist es eine starke Bedrohung für die 2. Republik geworden, weil das Land so in die Zahlungsunfähigkeit geht. Offensichtlich sind die wesentlichen Zusammenhänge bei den Entscheidungsträgern aber noch nicht angekommen.

Wann kommen die Entscheidungsträger endlich ihren Aufgaben nach?

Antworten Carretto
07.11.2009 12:47
0 0

Re: Typisch für den geschützten Bereich!

Geb ihnen durchaus Recht. Mit geschützten Bereich aber allein die ÖBB in Verbindung zu bringen ist kurzsichtig und durchschaubar. Ihre "unerträgliche Sorge" als Bedrohung für die 2. Republik darzustellen klingt weniger rechtschaffen als politisch motiviert.

Allein die ASFINAG hat ähnliche Schulden wie die ÖBB. Dort läuft es ja nach dem gleichen Muster. Das sich etwa der Bildungsbereich längst zu einem Moloch entwickelt hat steht wohl außer Frage. Nicht weil das Geld zu den Studierenden und Schülern gelangt und dort Früchte trägt, PISA läßt grüßen. Milliarden fließen im Gießkannenprinzip in die Pensionen der Pädagogen, neue Schulen und beschäftigungstherapeutische Maßnahmen für joblose Absolventen der Bildungsanstalten.

Der Rechnungshof kritisiert, das etwa die Landeslehrer im Schnitt mit 55 Jahren und gut 80% davon krankheitsbedingt in die Frühpension gehen. Spitzenreiter NÖ. Fast ausnahmnslos wegen psychischer Erkankungen. Wer sind die wahren Sozialschmarotzer die die Pensionkassen plündern?

Stört die selben Politiker, die medial Sorgen über den Zustand der, durch ihre "Reformen", darniederliegenden ÖBB monieren nicht im geringsten. Schamloses Sumper- und Strizzitum treibt hier wie dort unter dem Schutzpatronat der Politik ihr Unwesen.

Vom Rest des öffentlichen Dienstes gar nicht zu reden. Die Botschaften hören wir seit Jahrzehnten. Doch die eigene Klientel behandeln die ums Steuergeld Besorgten sehr dienlich. Anstand eine unbekannte Kategorie.

Antworten Antworten Gast: ET
07.11.2009 14:47
0 0

Re: Re: Typisch für den geschützten Bereich!

Die Unterstellung ET hätte eine parteipolitische Motivation ist sicher nicht haltbar. Dazu müssten Sie nur die vielen Kommentare zu anderen Schweinereien in Österreich lesen.
Die ethischen Werte sind bei ET noch vorhanden, daher ist es unmöglich einem Parteiensauhaufen anzugehören, egal welche Partei. Die Parteien, auch egal welche, sind am besten Weg Österreich in das Elend zu stürzen. Das könnte noch einige Jahre dauern, wir sind aber am besten Weg dorthin,

Die Vorgänge rund um die ÖBB sind aber ein sehr gutes Beispiel wie die Parteien wirtschaften. Wir haben davon sehr viele Beispiele. Die Regierungsparten (alle, welche jemals beteiligt waren) aber auch die Oppositionsparteien haben weder die Fähigkeiten noch den Willen für Österreich und die Österreicher Verbesserungen zu schaffen. Es geht immer nur um die eigene Kassa und den eigenen Einflussbereich.

Diesem Treiben kann man nur ein gewaltloses Ende setzten, wenn es zur kollektiven Abgabenverweigerung der echten Privatwirtschaft kommt.

Antworten Antworten Antworten Carretto
07.11.2009 18:28
0 0

Re: Re: Re: Typisch für den geschützten Bereich!

Ihre Antwort klingt schon wesentlich neutraler und überzeugender als ihr Ersteintrag.

Die sogenannten staatstragenden Parteien haben dieses Land, zwecks Aufrechterhaltung umfassender Verteilungsmechanismen, in Geiselhaft genommen.

Das die Jugend auf intelektuelle Tagediebe pfeifft, die nicht davor zurückschrecken sich organisiert über dutzende Gesetze hinwegzusetzen ist verständlich und notwendig.


Gast: markus trullus
07.11.2009 09:55
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Chance...?

Typisch Österreichisch: 5,4 Milliarden Verluste, und es wird gestritten, welche Parteibonzen hier zum Zug kommen. Schafft endlich den Parteieinfluss in der Wirtschaft ab, der ist ekelerregend!
Es git nur eine winzige Chance, die ÖBB zu retten: Raus mit der Politik und eine Strukturbereinigung mit Ziel, wie sie die SBB gemacht hat: Erst prima abgestimmte Fahrpläne, dann kommen auch zahlende Kunden. Wer auf den aktuellen Bedarf setzt, fährt eine Anbwärtsspirale. Weniger Bedarf, weniger Angebot, noch weniger Bedarf usw... Das muss aufgebrochen werden, sonst seh ich schwarz! Vielleicht fahren in zwanzig Jahren wie am Balkan oder den USA nur noch Busse....

amber104
06.11.2009 23:07
1 0

Ohne Parteibuch chancenlos

Wenn die VP bei Verstand wäre würde sie einfach nur echte Fachleute ohne Ansicht derer Parteibücher entsenden. Die ÖBB geht so oder so in den nächsten Jahren den Bach runter. Je weniger man beteiligt ist, desto besser,
Aber wir schreiben 2009, und da zählt nur das Parteibuch. GroKo sei dank.

Antworten Gerald
07.11.2009 08:53
0 0

Re: Ohne Parteibuch chancenlos

Auf den ÖBB-Chefsessel kann man nur einen Parteilemuren setzen, denn jeder andere der noch halbwegs bei Verstand ist, lehnt diesen Job ab. Die ÖBB werden nicht vom Chef geleitet, sondern von den roten Eisenbahnergewerkschaften. Da wird jedes Reformvorhaben im Keim erstickt. Die ÖBB sind nicht samierbar, solange die Politik und da vor allem die SPÖ nicht willens ist die Eisenbahnergewerkschafter zum Verzicht auf ihre Fundamentalblockade zu zwingen.

Auf den ÖBB-Chefsessel kann man auch die Facility Managerin (Neusprech für Putzfrau) setzen, die freut sich wenigstens über das nette Salär und die hohe Abfindung bis die Politik auch sie nach ein paar Monaten als Bauernopfer absetzt.

LUPO
06.11.2009 21:59
0 0

ÖBB, wenn aus

politischer Verantwortung, politische Bereicherung wird. Diese Praktiken haben sich die Parteien gleich selbst legitimiert und wollen jetzt allen einreden, dass dies legitim ist, es steht ja im Gesetz. So richtig dürften sie das mit dem Wahlergebnis noch nicht kapiert haben und was politische Verantwortung ist.

Gast: Peter
06.11.2009 21:31
1 0

warum nur?

Ich bin zwar auch VPler und CVer aber dieser Psotenschacher egal ob durch SP oder VP oder FP oder wem auch immer in Österreich regt mich mehr und mehr auf. Zählt denn Leistung nichts mehr? Vorallem wenn die Situation des Betriebs schon so schlecht ist. Wir sollten endlich ORF, ÖBB und Co. parteifrei führen lassen. So wie zBsp SF oder SBB in der Schweiz. Ausserdem ist eingehend zu diskutieren (eventuell mit Volksbefragung/-abstimmung): Was für eine Bahn wollen wir (Regionalverkehr etc) und wie viel wollen wir sie uns kosten lassen...aber vermutlich zerstört der Poulismus jedes gewichtige und nachhaltige Argument, egal ob es von Gegnern oder Freunden der Bahn kommt. So gesehen vielleicht doch keine gute Option. Schade.

Antworten Condor
07.11.2009 05:11
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Re: warum nur?

so sehe ich das auch. ich bin auch kein vbler oder spler aber wennwirkliche fachleute mit kompetenz zum zuge kommen, kann man die öbb sicher in ein wirtschaftliches gesundes unternehmen umwandeln

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Zählt denn Leistung nichts mehr?

Hat noch nie gezählt, bei Cap & co im Parlament, auf Parteifreunderlwirtschaft kam es hierzulande immer an, das ist und war das Wichtigste Kriterium

Carretto
06.11.2009 19:52
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Die Weltmeister im Krenreiben.....

sind wieder in ihrem Element. Lieblingsbeschäftigung: Spesenabrechnung und Menschenschach.. ähh..., Postenschacher. Das wird teuer.

Interessant zu erfahren etwa, dass die ÖBB einen Konzernstrategen haben. Hätte man in dem Saustall schwerlich vermutet. Der Mann müßte ja mindestens drei Studien abgeschlossen haben. Möglicherweise war er dem Pöchhacker aber nur bei seiner Spesenabrechnung unabkömmlich um unbemerkt geblieben zu sein? So genau weiß man ja nie was Bahnkapazunder gerade treiben. Kann aber auch sein, das der Mann schlicht den Überblick verlor und wegen Erfolglosigkeit neues Terrain, in Form einer höheren Stufe in der Karriereleiter, anstrebt. Soll ja kein unbeliebtes Spiel in diesen Kreisen sein.

Wer sich das "Who's who" der noch spekulativen Ehrengarde zu Gemüte führt kommt aus dem staunen und schmunzeln nicht heraus. Keine Sorge, die Krenreiber dürften nicht aussterben. Im Gegenteil: Es gibt Potenzial zur Steigerung. Fehlt nur noch der geniale Reformbrüter Kukacka im Aufsichtsrat und der koalitionäre Friede zu Lasten des Steuerzahlers hält wieder- bis zum nächsten Skandal. PORR sei Dank.

Mit dem Problem Kunde scheint sich die Truppe ohnehin nur noch marginal zu beschäftigen. Wie prophezeite glaube ich Keynes schon vor hundert Jahren? Die Verwaltung verwaltet sich selbst. Und wenn der letzte Mitarbeiter eingespart und nichts mehr produziert wird, die Verwaltung arbeitet unbeirrt weiter. Beängstigend wie nahe die ÖBB diesem Zustand schon sind.

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Alles nur nicht Kuckacka

Der Postenschacher ist ja kaum aushaltbar und bezahlbar aber ja nicht Kuckacka in irgendeine Funktion hieven. Die ÖVP OÖ ist zwar froh ihn dann wieder los zu sein und nach dem Sieg von Pühringer hat er in OÖ kaum Chancen. Aber der Mann ist einer der Väter des Desasters bei der ÖBB, daher muß er verhindert werden. Die ÖVP wird doch noch fähige Leute haben.