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Energie: Kraftwerk ohne Kraft

04.11.2011 | 17:25 |  von Hanna Kordik (Die Presse)

Probleme ohne Ende beim neuen Verbund-Gaskraftwerk Mellach: Die von Siemens errichtete Anlage weist offenbar erhebliche technische Mängel auf. Dem Industriekonzern drohen Millionen-Pönalezahlungen.

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In der Sache steckte von Anfang an der Wurm drin. Daher war in der Strombranche auch niemand sonderlich überrascht, als Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber vor wenigen Tagen verkünden musste: Das nigelnagelneue steirische Gaskraftwerk Mellach muss um 110,3 Millionen Euro abgewertet werden. Die Gaspreise sind nämlich unvermindert hoch – und damit ergibt sich für das Kraftwerk eine „schwierige Profitabilitätssituation“, wie Anzengruber formulierte. Man könnte auch einfach sagen: Gewinne aus der Mellach-Produktion sind so bald nicht zu erwarten.
Aber wie gesagt: Bei Mellach sind die Dinge ohnehin nie sonderlich rund gelaufen. Und das von Anfang an: 2006, als der Bau des Kraftwerks ausgeschrieben wurde, folgte ein Streit mit dem unterlegenen Bieter – der Jahre kostete. Dann, 2009, konnte endlich mit dem Bau begonnen werden. Die Inbetriebnahme war für Anfang 2012 geplant. Doch auch daraus wird wohl nichts: Wie sich nun im Probebetrieb herausgestellt hat, hat das Kraftwerk erhebliche technische Mängel. Insidern zufolge werden sich die Reparaturarbeiten bis in das erste Quartal 2012 hinein ziehen.
Ironie am Rande: Das ist das Beste, was Verbund-Chef Anzengruber passieren konnte. Denn dem Stromkonzern winken saftige Pönalezahlungen des Kraftwerkerrichters. Und der ist immerhin Siemens Österreich.

Für den Industriekonzern ist die Kraftwerkspanne natürlich eine hochnotpeinliche Angelegenheit. Möglicherweise sind auch konzerninterne Rochaden der jüngeren Vergangenheit vor diesem Hintergrund zu sehen: Ende September – da waren die Mellach-Probleme schon längst akut geworden – schied der langjährige Siemens-Vorstand Gunter Kappacher plötzlich „einvernehmlich“ aus dem Konzern aus. Kappacher, dem einst sogar ein Sprung an die Konzernspitze zugetraut worden war, war für den Bereich Energie zuständig.
Jetzt leitet Siemens-Chef Wolfgang Hesoun den Bereich interimistisch. Bei einer Krisensitzung, die in der Causa Mellach vor wenigen Wochen mit dem Stromkonzern Verbund abgehalten wurde, war er dennoch nicht dabei. War wohl besser so: Der Baukonzern Porr hat nämlich das Kraftwerk seinerzeit mit Siemens errichtet – und Hesoun war damals Porr-Chef. Jedenfalls schickte Siemens einen Manager aus dem deutschen Mutterkonzern zu den Gesprächen.
Und die nahmen einen einigermaßen ernüchternden Verlauf. Offiziell wird das Problem mit dem 850-Megawatt-Gaskraftwerk seit zwei Monaten heruntergespielt: Es gebe bloß Probleme mit den Generatoren, und an deren Behebung werde gearbeitet, heißt es stereotyp. „Das ist ja auch der Sinn eines Probebetriebes“, sagt Siemens-Sprecher Harald Stockbauer, „man erkennt allfällige Probleme und behebt diese dann.“
Bei dem Krisengipfel wurde hingegen Klartext geredet: Siemens musste seinem Auftraggeber gegenüber zugeben, dass die sogenannte Linie 1 des Kraftwerks, die Mitte Dezember in Betrieb hätte gehen sollen, gröbere technische Mängel aufweist. Man hoffe, dass das Problem binnen 100 Tagen behoben werden könne. Bei der Linie 2 gebe es auch technische Schwierigkeiten. Mit ein bisschen Glück seien es die gleichen Probleme wie bei Linie 1 – aber Genaueres wisse man derzeit nicht. Darüber hinaus weise die Gesamtanlage auch noch allerlei technische Wehwehchen auf.
Das wird teuer. Der Verbundkonzern hat seinerzeit mit Siemens Pönalezahlungen im Fall von technischen Mängeln und der Nichteinhaltung vereinbarter Termine vertraglich festgelegt. Interne Berechnungen gehen nun von 20 Millionen Euro an Strafzahlungen für Siemens aus – als unterste Grenze. Möglich seien aber durchaus auch 30 bis 40 Millionen.
Das ist natürlich eine ordentliche Summe Geld. Und ein echtes Ärgernis für Siemens – immerhin hat sich der Konzern seinerzeit regelrecht um den Auftrag gerissen. Beziehungsweise hat die damalige Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer alles darangesetzt, den Auftrag an Land zu ziehen. Mit Erfolg. Doch das war dann auch der Beginn einer langen Kette von Problemen.
Siemens bekam nämlich den Zuschlag. Doch der unterlegene Bieter setzte juristisch alle Hebel in Bewegung, um die Entscheidung anzufechten. Man hätte es sich denken können: Der Unterlegene war nämlich just der Industrielle Mirko Kovats – und der ist ja gemeinhin als eher streitbar bekannt.

Kovats ging jedenfalls bis zum Höchstgericht. Dort blitzte er zwar ab, aber sollte es auch sein Ziel gewesen sein, die Errichtungsarbeiten zu verzögern, dann war er wenigstens in dem Punkt erfolgreich: Mit dem Bau konnte erst Anfang 2009 begonnen werden. Und damit hatte sich das Projekt in der Zwischenzeit auch verteuert. Ursprünglich hatte Siemens ein Angebot von 500 Millionen Euro unterbreitet. Durch die zwischenzeitliche Verteuerung von Komponenten waren es nun 550 Millionen – immerhin ein zehnprozentiger Aufschlag.
Zores gab es dann auch noch bei der Beauftragung einer Baugesellschaft durch Siemens. Ederer entschied sich für Porr, obwohl Konkurrent Alpine ein günstigeres Angebot gelegt hatte. Offenbar hatte sie damals schon einen engen Draht zum damaligen Porr-Chef Wolfgang Hesoun, der im September 2010 auf ihr Betreiben ja auch ihr Nachfolger an der Siemens-Spitze wurde.
Ederer, mittlerweile Personalchefin im deutschen Mutterkonzern, hat natürlich auch ein gewichtiges Wort bei der Suche nach einer Nachfolge für Gunter Kappacher für den Siemens-Bereich Energie mitzureden. Gesucht, gefunden: Eveline Steinberger-Kern wird den Job per 1. Jänner übernehmen. Die Wahl wird in der Branche mit viel Applaus bedacht: Steinberger-Kern sei im Bereich Energie bestens qualifiziert, zuletzt war sie Geschäftsführerin beim Klima- und Energiefonds, davor fünf Jahre in leitender Funktion beim Verbundkonzern.
Womit sich der Kreis wunderbar schließt.

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25 Kommentare
 
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Gast: Baubranche-Insider
07.11.2011 10:47
0 0

Ederer entschied sich für Porr, obwohl Konkurrent Alpine ein günstigeres Angebot gelegt hatte.

Nicht ganz, denn es gab eine zeitlich befristete projektgebundene Exklusivitätsvereinbarung zwischen Siemens und der Baufirma Bilfinger & Berger, welche Bestbieter war. Beauftragt wurde schlussendlich eine ARGE aus Porr / Strabag. Ergebnis Mehrkosten i.H.v. 20 Mio. EUR für Siemens.

Gast: Ösi in NYC
06.11.2011 18:47
0 0

Ja, der Vergleich macht mich wirklich sicher!

Wenn Siemens jetzt das Stromnetz von New York modernisiert, dann bitte betet und kommt dem Dollar-Noten-Satz: "in God we trust" nach!

Wie schon mein Vorposter geschrieben hat: Wenn man nicht einmal mehr eine Gasturbine mit Generator aufbauen kann (was man schon konzernweit hunderte Mal gemacht hat!), wie kann man den dem Konzern noch zutrauen, Leitungen in NYC intelligent zu verlegen?

Viellicht meinen die Ex-Politiker, die man bei Siemens untergebracht hat, ein Wolkenkratzer könne ja ohne Probleme mit 16 A abgesichert sein? :-)

BTW: Was die Gasturbinenschaufeln betrifft, so hoffe ich doch, dass diese in Kaofenberg hergestellt wurden, obwohl Hans W. schon in Pension ist.

Antworten Gast: Nostalgiker N.
06.11.2011 20:38
0 0

Re: Ja, der Vergleich macht mich wirklich sicher!

Noch mehr als Siemens für den Gasturbinenlapsus müssten sich aber die Amis schämen, für ein Strom und Telefonleitungsnetz das in manchen Gegenden das Niveau eines Dritteweltstaates hat. Wo dort überall Freileitungen hängen, ist ja schon makaber.

Antworten Antworten freeman
07.11.2011 13:25
0 0

Freileitungen

sind vielleicht nicht schön, aber ungemein praktisch.

Schnell verlegt, im Fehlerfall (Erdbeben, etc) kein Problem, schnell erweiterbar.

Die hiesige Grabungssucht ist möglicheweise ästhetischer und fördert die Bauwirtschaft, mehr aber auch nicht.

Gast: MönchMaier
06.11.2011 00:33
1 0

Wo Siemens draufsteht

ist nicht unbedingt immer Qualität drin. Ich erinnere mich da an ein Geschäft mit den Saudis, wo die Maschinen schon verschifft wurden, obwohl das nie mit Software getestet wurde, weil dieselbige Monate zu spät war (wegen den billigen Indern im Vorfeld und den teuren, hiesigen Nacharbeiten).
Aber dass die heute noch nicht mal mehr eine Gasturbine mit Generator aufbauen können, tss....

Gast: Techniker
05.11.2011 19:01
0 0

Der Vergleich macht Sie sicher (alter Siemens Slogan)

Siemens hat es mit seinen Konsumgütern ja bewiesen, was sie können. Der Konzern war einer der weltweit größten Handy-Anbieter, es gab Computer, es gab Weißware und vieles mehr.

Ja, es GAB, denn Siemens hat mit all dem kaum Geld verdient! (Am Mobiltelefonmarkt war man die Nummer 3 am Weltmarkt, aber man schrieb Verluste.) Das Max.Mobil (damals noch Ö-Call) Netz wurde von Siemens gebaut, mit einer Hardware und einer Logik, die damals Nokia unterlegen war. Nokia war einfacher, weniger kompliziert.

Und wenn man in die Industrie schaut: die Sienumerik Steuerung ist ebenfalls komplizierter und mindestens gleich teuer jene von Fanuc und Heidenhein. Es gibt bei den Steuerungen keinen Grund, Siemens den Vorzug zu geben.

Welche sind die USPs von Siemens? Sowohl als Privatmensch als auch als Techniker habe ich sie bisher nicht erkannt.

Gast: W. Schussel
05.11.2011 18:00
1 0

Offenbar hatte sie damals schon einen engen Draht zum damaligen Porr-Chef Wolfgang Hesoun, der im September 2010 auf ihr Betreiben ja auch ihr Nachfolger an der Siemens-Spitze wurde.

Und genau diese Sachverhalte ziehen sich durch alle Vorstandspöstchen und sind der Grund warum mancher Politiker so gerne in die Privatwirtschaft Seilschaft wechselt, den auch dort kann man der Gemeinschaft gut bezahlt Schaden zufügen.

1 0

Die rote Ederer wurde mir diesem Posten belohnt

da sie uns damals u.A. in die EU hineingelogen hat. Diese Micky Mouse und der Heliumsprecher-Faymann sind wirklich ein Zeichen für "kompetente" Rote-Manager.

Gast: Bürge(r)&Zahler ltd.
05.11.2011 09:23
3 0

Das Resümee

Ordentliche Bieterverfahren sind lästig. Die Wellen stecken, wenn sie nicht geschmiert sind.
Könnte man glauben. Resümee 2: Ohne Konkurrenzbieter wäre es 50% teurer und würde genau so gut/schlecht laufen. Ich will ja nicht hoffen, dass ausgerechnet das Fundament am wackligen Betrieb Schuld ist. Das wäre fatal für die Yoghurtkönigin. Auf jedenfall gibt es zu wenig umfassend gebildet und erfahrene Leute im oberen Management. Einen erfahrener multitalentierten Techniker der nach betriebswirtschaftlicher Weiterbildung ins Management wächst ist nicht durch einen WU Absolventen mit Kurzpraxis und Polit bzw. Verhaberung(weiberung)sschub zu ersetzen. Denn dann fehlt üblicherweise die perfekte Gesprächsbasis nach unten, die es aber aufgrund der Komplexität braucht.
Jaja der Kreis schließt sich.
Warum wird das Grazer Strassenbahnchaos (neues Gleis für schlechte Strassenbahn) nicht zerpflückt. Alle Parteien beteiligt? Wir halten Zsamm. Die Bürger sollen zahlen. Echte Piraten
nicht zu erkennen.

Iason
05.11.2011 08:16
2 0

Heute bauen Baukonzerne als GU ein Kraftwerk

Früher waren zumindest auch Kesselbauer (Spezialisten) wesentlich in der Verantwortung eingebunden. Heute sind diese nur mehr Unterlieferanten der Baufirma.
Wen wundert da, wenn vieles technisch schief läuft?

Für die Überewachung der Leiferanten wird möglichst wenig Geld ausgegeben, denn die kann man ohnehin im Nachhinein dann juristisch bekämpfen. Das betrifft den Verbund und die Baufirma. Das ist eine Fehlentwicklung. Es wird bekanntlich immer mehr im fernen Osten zugekauft und die Qualifikation und Erfahrung der abwickelnden Leute steigt durch die vielen Umorganisationen in den Unternehmen auch nicht unbedingt an.

Im Vorfeld muss man wirklich kompetente Leute haben, die das auch technisch im Griff haben, nicht nur Zuckerbäcker und Juristen. Aber hier wird leider meist am falschen Fleck gespart. Wozu braucht man heute noch guteTechniker?
Und wenn man welche findet, dann drückt man diese auch noch in der Bezahlung.
Banker muss man heute sein!


Antworten Zapflhuber
05.11.2011 20:34
0 0

Re: Heute bauen Baukonzerne als GU ein Kraftwerk

Als Techniker muß ich sagen: Perfekte Analyse. Dem ist nichts hizuzufügen.

enzo
05.11.2011 05:36
4 0

Das es bei Siemens an

Führungskompetenz mangen wird war ja mit dem Einstieg von Frau Ederer abzusehen.
Und das bei Siemens die Erbsenzähler das Sagen haben ist auch nicht neu.
Und dass die Rote Gitti der Porr den Vorzug gibt ist ja bei der Einfärbung nicht ungewöhnlich.
Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken !!!!!

Gast: ist der presse redakteur noch bei sinnen?
05.11.2011 00:09
2 0

Applaus ?- da lachen ja die hühner

Steinberger-Kern sei im Bereich Energie bestens qualifiziert, zuletzt war sie Geschäftsführerin beim Klima- und Energiefonds, davor fünf Jahre in leitender Funktion beim Verbundkonzern.

sie hat bereits vor jahren einen inzwischen ex-verbund vorstand (jetzt öbb chef) geheiratet - das ist ihre wirkliche qualifikation !!!!

Gast: Käfer aus München!
04.11.2011 23:34
0 0

Frau Ederer......

.....wenn sie jemals wieder aus München nach Österreich zurückkehren sollten, ERSCHRECKEN SIE NICHT, wenn ihnen an den provisorischen Grenzen viele Bettler mit leeren Hüten entgegenkommen und sie um Almosen bitten,.....zeigen sie Grösse und geben sie diesen Menschen einen Tausender in ihre Hüte, als kleine Wiedergutmachung,...... sie sind schon im richtigen Land, DAS LAND, in welchem sie mit ihrem Ederer-Tausenderer den Untergang eingeläutet haben, HAUPTSACHE IHNEN GEHT ES GUT! Für uns Österreicher wurde alles teurer, aber das hat ja sie nicht zu berühren!

myzypresse
04.11.2011 22:22
4 0

Siemens gehen offenbar die guten Techniker aus

man hört ja immer, dass immer mehr Wirtschaftsabsolventen mit erhobenen Zeigefinger herumlaufen und Techniker in die Schranken weisen, dreinreden und sekkieren.
Wenn nicht mehr die Techniker, sondern immer mehr Geldtheoretiker das Sagen haben, dann geht halt immer mehr den Bach runter.
Und so nebenbei mußte auch das System komplett umgestellt werden, früher hatte man halt viele wichtige Freunde bei der Hand....
Wenn man bedenkt, was oft wenige Techniker und Praktiker zustande bringen, bei Mittelständischen Firmen, dann ist das schon eine Schande für die Siemens.
Ja es fehlt an Führungskompetenz und Fachkompetenz.
Es zeigt sich eben, dass auch Menschlichkeit gefragt ist, sonst geht noch mehr schief.

Antworten Iason
05.11.2011 08:28
0 0

Re: Siemens gehen offenbar die guten Techniker aus

Ich kenne eine Firma, die hatte Siemens vor rund zwei Jahren für ein Kraftwerksprojekt eine technische (planerische, beratende) Dienstleistung angeboten.
Woran war der Auftrag gescheitert?
Daran, dass Siemens leider keinen angemessenen Preis für technische Dienstleistungen bezahlen wollte.
So läuft das dort eben.
Woran ist die Preisverhandlung gescheitert? An den unflexiblen Strukturen bei Siemens in Wien.

Technische Fachkompetenz wird leider nur mehr selten wirklich geschätzt. Entscheidend sind heute Juristen. Aber die können das Werkel leider nicht dazu bringen, dass es auch die gewünschte Performance bringt. Und im Nachhinein wird das dann sehr teuer. Aber dann kommen die Banker ins Spiel und verdienen sich auch noch eine goldene Nase.


Toni54
04.11.2011 20:42
2 2

In Klagenfurt ist der gleiche Blödsinn geplant

Verbundgesellschaft, Stadt Klagenfurt (Stadtwerke) und das Land Kärnten planen die Errichtung eines völlig sinnlosen Gasdampfkraftwerkes (GDK) in Klagenfurt.
Kennzeichen dieses Projektes sind
- Komplette Fehlberechnung des zugrunde liegenden Energiebedarfs
- Völlig verfehlte, bzw. nicht vorhandene, Wirtschaftlichkeitsberechnung
- Erhöhung der Co2 Kostenbelastung um 1 Mio. to CO2
- Verdopplung der aktuellen Nebelbelastung im Klagenfurter Becken
- Überschreitung der WHO-Grenzwerte für hochgefährliche PM2,5 und PM10 Feinstaubimmissionen
Der Verbund ignoriert seine bisherigen Verluste aus dem Kraftwerksbereich und plant munter weiter – das kann sch halt nur die „Verstaatlichte“ leisten!
Tiefer Grund: Die abgeschlossenen Lieferverträge mit GAZPROM – man muss das bestellte Gas irgendwie loswerden.
Nähere Informationen
http://www.gaskraftwerk.at/


Antworten Iason
05.11.2011 08:34
0 0

Re: In Klagenfurt ist der gleiche Blödsinn geplant

Seit wann emittiert ein Gaskraftwerk Feinstaub?
Verwecehseln Sie das nicht mit einem Kohlekraftwerk?

Da sollten Sie sich einmal die Dieselfahrzeuge in Klagenfurt genauer ansehen ;-)

Aha, das KW ist eine Nebelmaschine, interessante Theorie.

Tatsache ist, dass der Strombedarf unaufhörlich weiter steigt und dass man Strom jetzt auch gut nach D verkaufen kann. Die montieren ja bekanntlich ihre AKWs ab.


Antworten Antworten Gast: nachgeacht
05.11.2011 10:08
0 0

Re: Re: In Klagenfurt ist der gleiche Blödsinn geplant

Sg. Herr/Frau "Iason" - schon mal was von "Sekundär Aerosolen" gehört? Bitte erkundigen Sie sich mal! Und ja: KW mit 8 Kühltürmen (weil kein Fluss in der Nähe), in welchen pro Sekunde bis zu 120 Liter Wasser verdampft werden (!!!), als Nebelmaschine - stellen Sie sich das vor - und das wird vom Umweltmediziner in 2. Instanz nicht mal mehr bestritten (obwohl was macht das schon 15, 25 oder 60 zusätzliche Nebeltage - "der Mensch gewöhnt sich an alles" - so Univ.Prof. Dr. Neuberger! Hohe Luftfeuchtigkeit in einer klimatisch schlechtest möglichen Lage wie dem Klagenfurter Becken, macht das möglich! Solche Kraftwerke werden, ausser in Klagenfurt, ja nicht umsonst in gut durchlüfteten gegenden direkt an grossen Flüssen gebaut (um solchen Wasserdampfmengen vorzubeugen)! Nur: Klagenfurt/Kärnten ist anders - hier wird Geld gebraucht ... KOSTE ES WAS ES WOLLE ... das verlustreiche Millionengrab Stadion muss durch ein weiteres millionengrab GDKK querfinanziert werden, oder?

Antworten Antworten Antworten Gerald
05.11.2011 15:32
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Re: Re: Re: In Klagenfurt ist der gleiche Blödsinn geplant

Natürlich erzeugt ein Gasdampfkraftwerk Dampf. Damit werden aber die Dampfturbinen zur Stromerzeugung angetrieben und dieser Dampf nicht einfach in die Umwelt hinausgeblasen. Die Wirtschaftlichkeit des geplanten Gaskraftwerks bei Klagenfurt kann man natürlich in Frage stellen, wie man hier am Beispiel Mellach lesen kann. Die Behauptung mit den mehr Nebeltagen und der Zunahme der Feinstaubbelastung ist jedoch absoluter Nonsens. Ein Gasdampfkraftwerk ist ja keine neue Technologie, davon gibt es weltweit schon tausende und nirgendwo hat das zu mehr Nebeltagen geführt.

Antworten Antworten Antworten Antworten freeman
07.11.2011 13:31
0 0

Und wohin geht der Dampf am Ende?

Um die Turbinen mit maximaler Effizienz zu betreiben braucht es am Ende eine massive Wärmesenke (Kühlturm oder Gewässer).

In einem Kühlturm verdampft jede Menge Wasser, um um die gewünschte Abkühlung zu erreichen, dabei entsteht notgedrungen Nebel - bei entsprechenden Witterungsbedingungen löst sich dieser nur schwer auf.
Allerdings glaube ich, daß ein natürlich auftretender Nebel dadurch vielleicht etwas verstärkt wird, daß man damit an einem an sich klaren Tag Nebel schafft glaube ich bei den installierten Leistungen eher nicht.

Antworten Antworten Antworten Iason
05.11.2011 11:33
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Re: Re: Re: In Klagenfurt ist der gleiche Blödsinn geplant

Möglich, dass die Kühltürme in ungünstigen Tagen im Winter ein paar Wolken erzeugen. Aber das gleich als Drama darzustellen ist etwas übertrieben.
Die Alternative wäre Klagenfurt mit ein paar Windräder zu beglücken (staat dem Lindwum). Dann hätten sie das Laufgeräusch, den Schattenwurf, die Gefahren für Vögel, ...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Herbert12
05.11.2011 19:24
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Re: Re: Re: Re: In Klagenfurt ist der gleiche Blödsinn geplant

Alternative

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Herbert12
05.11.2011 14:45
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Re: Re: Re: Re: In Klagenfurt ist der gleiche Blödsinn geplant

Der SCHATTENWURF erscheint mir besonders gefährlich!

Soll wohl bedeuten, dass man keine Alternive zu einem Gaskraftwerk hat...

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Iason
06.11.2011 17:45
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Re: Re: Re: Re: Re: In Klagenfurt ist der gleiche Blödsinn geplant

Man benötigt dazu keine Alternative, WEIL ein Gaskraftwerk zu den effizientesten Kraftwerken gehört, weil es sehr sauber ist und weil der erzeugte Strom auch günstiger ist, als aus JEDER Alternative.

Außerdem ist Erdgas noch für viele Jahrzehnte ausreichend verfügbar.

 
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