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Supermarkt: Legenden, die Leiden schaffen

21.07.2012 | 17:38 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Die Freunde hoher Staatsausgaben greifen tief in die Trickkiste, um zu zeigen, dass alles Mögliche zur Krise führte. Nur hohe Staatsausgaben nicht.

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Sie hat schon früh begonnen zu zweifeln. Nicht an sich, sondern an den anderen. Vor allem an ihren Berufskollegen, die das hüstelnde Europa doch tatsächlich mit der „falschen Therapie auf die falsche Diagnose“ zu kurieren versuchen. So sieht das jedenfalls Sonja Ablinger. Sie kennen die Dame nicht? Sollten Sie aber. Sie ist die neue Ikone der österreichischen Linken, seit sie als einzige Abgeordnete der SPÖ im Nationalrat gegen den Fiskalpakt und damit gegen die geplante Eindämmung ausufernder Budgetdefizite gestimmt hat.

Nun könnte man natürlich meinen, dass es ausgesprochen unwichtig ist, was die Kultursprecherin der SPÖ zu den ökonomischen Verwerfungen der Eurozone zu sagen hat. Es interessierte sich ja auch zu Recht niemand dafür, wie die kunsthistorische Analyse der Finanzministerin nach deren jüngstem Museumsbesuch ausgefallen ist. Die von Sonja Ablinger in einem „Presse“-Gastkommentar (19.Juli) bemühten Argumente sind aber insofern relevant, als sie allesamt zum Standardrepertoire der Etatisten zählen. Krisenlegenden, mit deren Hilfe die Öffentlichkeit davon überzeugt werden soll, dass der Staat mit dem Schlamassel nichts am Hut hat. Schuld sind ausschließlich „die Märkte“ – also wir. Und zwar deshalb:


„Hohe Schulden sind nicht das Problem.“ Dieser These zufolge besteht nicht der geringste Zusammenhang zwischen wachsenden Staatsschulden und steigenden Zinssätzen. Das sei durch das Beispiel Japans bewiesen: Das Land sei mehr als doppelt so hoch verschuldet wie Deutschland, könne sich jedoch auf den internationalen Kapitalmärkten Geld zu den halben Zinssätzen besorgen. Eine steile Behauptung, zumal es nicht gerade zu den ungelösten Rätseln der Wirtschaftswissenschaften zählen dürfte, warum Japan trotz enormer Schuldenberge noch solvent ist: Weil sich der japanische Staat eben nicht auf den „internationalen Kapitalmärkten“ Geld besorgt, sondern fast ausschließlich im Inland. Etwa, indem er, der Staat, die großen Banken und Versicherungen nötigt, sich mit japanischen Staatsanleihen einzudecken, während die staatlich gelenkte Notenbank die Zinsen künstlich in den Keller drückt.

Japan zeigt vielmehr die verheerenden Folgen einer langen keynesianischen Irrfahrt. Das Land steckt – trotz exorbitant gestiegener Staatsausgaben – seit knapp 20 Jahren (!) in der Krise. Dafür stieg die Verschuldung von 74 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung auf 220 Prozent. Ein Schuldenberg, der nur dank der staatlich befohlenen Nullzinspolitik zu bedienen ist.


„Das deutsche Lohndumping hat den Süden ruiniert.“ Einer der großen Schlager in der sozialistischen Krisenhitparade. Geträllert wird das traurige Lied von den hinterfotzigen Deutschen, die ihre Löhne zwar nicht kürzten, aber deutlich schwächer steigen ließen als die Südländer (das nennt man in der SPÖ dann salopp „Lohndumping“). „Made in Germany“ wurde relativ gesehen billiger, vor allem für die Bewohner der Südländer, die damit quasi gezwungen waren, deutsche Produkte den eigenen vorzuziehen, und somit in ihr Verderben rannten.

Auslöser des ökonomischen Ruins der Krisenländer waren freilich Löhne, die deutlich schneller stiegen als die Produktivität – womit sich die Produkte spürbar verteuerten. In Irland erhöhten sich die Lohnstückkosten in den ersten zehn Jahren nach dem Eurobeitritt um 50, in Griechenland um 40, in Spanien, Italien und Portugal um über 30 Prozent. Gleichzeitig wurden die von den Hartwährungsländern für den ganzen Euroraum gesicherten Niedrigzinsen genutzt, sich günstig zu verschulden, um auf Pump Luxuswaren zu importieren. Die Kombination aus zu hohen Lohnabschlüssen und begünstigtem Konsum auf Kredit hinterlässt tiefe Spuren in der Leistungsbilanz. Etwa in der griechischen: 2011 lag das Minus bei elf Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Das Land konsumierte und importierte also allein im Vorjahr um 24Milliarden Euro mehr, als es selbst produzierte und exportierte. 1998 war die Leistungsbilanz Griechenlands noch ausgeglichen.


„Höhere Löhne sind die Lösung.“ Gemeint sind höhere Lohnabschlüsse in den produktiven Ländern und ein Ende der Lohnkürzungen in den Krisenstaaten. Damit würde zwar die Konkurrenzfähigkeit starker Länder geschwächt – aber zu wessen Gunsten? Griechenlands oder Spaniens? Nein, profitieren würden die wettbewerbsfähigen Anbieter Asiens. Und solange die Löhne nicht das Niveau der Produktivität abbilden, wird es in den Krisenländern kein Wirtschaftswachstum aus eigener Kraft geben. Weil Verbraucher, die aus Mitleid überteuerte Produkte kaufen, kein Massenphänomen sind.


„Die desaströse Sparpolitik verschlimmert die Lage.“ Würden alle europäischen Länder gleichzeitig die öffentlichen Ausgaben radikal kappen, dann wäre an dieser These etwas dran. Doch schon der verwendete Konjunktiv verrät, dass dem nicht so ist. Weil nämlich die öffentlichen Ausgaben in den großen Volkswirtschaften Europas keineswegs sinken, sondern weiterhin steigen. Nur eben schwächer als geplant.

Zudem ist ein Abbau horrender Defizite auch nicht gerade das, was man unter „Sparen“ versteht, vielmehr ein sanftes Bremsen der Neuverschuldung. Das wiederum geschieht nur über höhere Steuern und Abgaben. Das vom Staat ausgegebene Geld wird Bürgern genommen, die es mit Sicherheit besser investiert hätten als die unkündbaren Beamten und die auf Wiederwahl bedachten Volksvertreter.

Es wäre also tatsächlich höchst an der Zeit zu zweifeln. Nicht unbedingt an Leuten wie Frau Ablinger. Sondern an deren haltlosen Argumenten, die das Problem sind – und nicht die Lösung.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.07.2012)

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121 Kommentare
 
12 3

Teil des Problems!

Der Sozialdemokratismus ist nicht die Lösung, sondern Teil bzw. Ursache des Problems.

Gast: burcher
23.07.2012 11:53
0 0


Herr Schellhorn, was ist das passiert

Normalerweise sind die Kommentare von ihnen jedesmal eine Anregung, meine Medienförderung einzustellen.
Aber he, auf einmal Fakten, Aufbereitungen, Begründungen, ...
Es gibt also noch Hoffnung.

Ein bißchen üben müssen wir aber doch noch:
Besonders bei der "Koppelung" von Produktivität und Entlohnung von Mitarbeitern:
Genau nach "Schema Fr. Ablinger" wird im Artikel unterstellt, dass die Entlohnung bezüglich Produktivitätssteigerung nachgezogen wird.

Was überhaupt nicht mehr der Fall ist. Unternehmer und Manager verdienen einiges mehr als ihnen per "Produktivitätssteigerung" zustehen würde.
Und das geht auch, weil ein moderner Unternehmer nicht mehr auf Arbeitskräfte angewiesen ist!
Die meiste Steigerung kommt durch Maschinen und IT. Eindrucksvoll wurde das bei Mirko Kovats bewiesen. Der hat nur auf billigste Arbeitskräfte gesetzt, und wurde dann durch ein paar gute Techniker und deren Firmen an die Wand gespielt.
Zweites Beispiel: Green Jobs, Die passieren auch nicht mehr, weil die Produktionsanlagen bei Wind, Photovoltaik, ... voll automatisiert sind. Man braucht nur mehr ein paar Spitzentechniker, die das Produkt/die Produktion verbessern.

Den Umstand einfach nicht zu merken oder nicht zu erwähnen zeugt von einer wirtschaftlichen Ausbildung in den 70ern/80ern.

Wie gesagt: Da müssen wir noch üben. Aber grundsätzlich: Weiter so. Wird schon noch.

Gast: ggggggggg
22.07.2012 17:50
3 2

Bei (fast) jedem Thema gibt es zwei Lager:

eines, das recht hat, und eines, das unrecht hat. Schellhorn gehört in dieser Frage zum Lager, das recht hat. Leider ist es aussichtslos, das Lager, das unrecht hat, von der eigenen Unwissenheit zu überzeugen. Das ist eine Sache der geistigen Reife. Dabei ist die Wahrheit so einfach: das Lager, das unrecht hat, lebt in dem absurden Wahn, dass ein System, in dem man konkrete Güter und Dienstleistungen mit bedruckten Papierfetzen (oder gar nur noch mit Zahlen in Computern), die nichts (mehr) wert sind, kaufen kann, auf Dauer bestehen kann. Lächerlicher geht es nicht. Derlei Systeme sind im Laufe der Geschichte auch dementsprechend jedesmal jämmerlich gescheitert. Es ist ebenso unverständlich wie auf gewisse Weise schon wieder lustig, mit welch verzweifelter Hartnäckigkeit das Lager, das unrecht hat, darauf beharrt, dass Wohlstand durch Schulden - also Wohlstand, der auf einer blanken Illusion gebaut ist - auf Dauer gut gehen kann. Wie nachgerade rührend fanatisch wird diese irre Illusion verteidigt! Das Erwachen wird umso bitterer. Aber Klugheit und Gier schließen einander aus. Das gilt selbstverständlich auch für die sog. Kapitalisten.

Gast: b754
22.07.2012 16:49
1 4

http://orf.at/stories/2132167/2132166/

die vielgepriesenen neoliberalen in wirklichkeit die größten wirtschaftsverbrecher die uns ausrauben wie nie zuvor in der geschichte und nicht vergessen jeder kann ein mateschitz werden nur wer will schon ein asozialer werden

Re: http://orf.at/stories/2132167/2132166/

.........und ewig stinkt die löchrige rote Socke ......

Antworten Antworten Gast: ghjkp
23.07.2012 12:26
0 0

Re: Re: http://orf.at/stories/2132167/2132166/

Die Qualität des Kommentars zeugt von dem geistigen Zustand des Verfassers.

Gast: Paria
22.07.2012 16:33
3 7

Sa-gen-haft...

Schellhorn hat den Kettenbrief "Geldsystem" immer noch nicht durchschaut.

Schon mal was von Nachschuldnerproblematik gehört? Nein? Dann muttu dich halt a bissi mit den Grundlagen beschäftigen tun.

Wenn Unternehmen und Private sich nicht weiter verschulden können (und das müssen sie in diesem unseren Kapitalismus), dann muss der Staat ran. Sonst gibt's was? Richtig: Deflation. Und die ist ganz, ganz böse mein lieber Simpel. Deswegen hat der Greenspan nach dem Platzen der Internetblase (ca. 2000) die Subprimeblase aufgebläht. Sonst wären wir schon seit ca. 12 Jahren am Arsch.

Außerdem geht es den Gläubigern nicht um die Rückzahlung der Staatsschulden. Was sollen sie auch mit der heißen Luft anfangen? Nein, es geht einzig und allein um die Bedienung der Zinsleistungen. Ist diese nicht mehr ausreichend gewährleistet wird downgerated und das Land in den Ruin getrieben.

Die intelligenteste Form der Diktatur.

Re: Sa-gen-haft...

wie man unterschiedlichste Erklärungsmodelle vermischen kann um den "Kapitalismus" das Versagen in die Schuhe zu schieben.

1) Deflation ist nicht cool, aber Hayek und Mises haben gezeigt, dass es ein notwendiger Schritt zur Normalität ist und keineswegs ein Beinbruch bedeutet.

2) Und dass Greenspan sich als Liberaler gegeben hat, kann nicht daruüber drübertäuschen, dass er eigentlich ein Keynsianer war, der bei der Regulierung einen liberalen Kurs gefahren hat.

3) Dass Staatsverschuldung den Bewegungsfreiraum einschränkt, haben die Schweden in den 90er bemerkt und behoben. Durch Sparen!

Das ware nur 3 Punkte, Sie sollten sich mal ein wenig mit Ökonomie auseinander setzen und ein paar Österreicher lesen (Hayek,Mises und auch Schumpeter!) und nicht nur den Predigten ihren Parteiideologen lauschen.

Und die Diktatur wurde in Schweden einfach abgelegt. Durch SPAREN!
Die Aufgabe der Entscheidungsfreiheit haben wir selbst verschuldet, weil wir den Stimmenkäufern nachgelaufen sind.
Und ja, man kann die Freiheit wieder zurückholen (was man unter Stalin und Mao nicht geht)!


Re: Re: Sa-gen-haft...

sehr richtig,

viele leute verstehen nicht, dass sie trotz deflation, faellenden loehnen reicher werden, wenn die produktpreise schneller fallen als ihre eigenen loehne sprich daher ihre kaufkraft steigt

die meisten leute sind schlicht und einfach intelektuell dazu nicht in der lage es zu verstehen

die schauen nur auf steigende preise und steigende lohne, nicht verstehend, dass die preise schneller steigen als ihre loehne und daher ihre kaufkraft schwindet und das volk dadurch aermer wird.

eine freie marktwirtschaft tendiert automatisch zur deflation, weil aufgrund des konkurrenzdrucks die preise "natuerlich" fallen

siehe tvs, computer, cell phones, laptops, dvd player, etc. etc.

da sind ueberall fallende preise zu verzeichnen (aufgrund der freien marktwirtschaft in diesen wirtschaftssegmenten und nichtintervention des staats) und TROTZDEM machen die hersteller profit und die kunden kaufen jedes jahr, weil sich fuer sie ein mehrwert ergibt (neue technologie, stromsparender, mehr funktionen, etc.)

Antworten Antworten Gast: Captain Jean-Luc Picard (alias Paria)
23.07.2012 14:11
1 0

An Lieutenant Commander Geordi La Forge...

hier nur einige, kurze Gegendarstellungen zu Ihren Bemerkungen/Anschuldigungen:

* Deflation ist nicht nur nicht cool, sie ist desaströs. Bitte dies nochmals für die Realität durchdenken, abseits der "österr." Theorien. Wir leben in der Realität.
* es ist vollkommen egal ob Greenspan Liberaler oder Keynesianer war. Er hat die Schuldenblase nochmals aufgepumpt, da sonst das "ganz dolle" kapitalistische System schon 2000 im Orcus gelandet wäre
* ich habe nie gesagt, daß ich ein Anhänger von (übermäßiger) Verschuldung bin, nur ist Auf-/Verschuldung in diesem System unabdingbar und Schuldenreduzierung wirkt deflationär (siehe oben)
* ich lausche keinen Parteiideologen, da ich politischer Agnostiker bin
* Gratulation an Schweden. Nur haben die auch ihre Banken verstaatlicht und (damals) unter Kontrolle gebracht. Nicht sehr liberal, oder? Und sie waren damals allein auf weiter Flur. Derzeit müssten alle westlichen Staaten massiv sparen, was wiederum zu massiver Deflation führt (siehe oben)

Ihr ökonomischer Dualismus sei Ihnen unbenommen, ich für meinen Teil beschäftige mich weder ausschließlich mit linken (Marx,Keynes, Minsky etc.) noch rechten (Hayek,Mises,Friedman etc.) Ideologen. Hier gilt es, wie immer, die goldene Mitte zu finden.

Und ja, ihr "heiliger" Kapitalismus ist als gescheitert anzusehen. Face the truth.

Re: An Lieutenant Commander Geordi La Forge...

Zur Deflation: Die "Österreicher" sind dafür, dass die Wertänderung von Geld bei 0 (in Worten NULL) liegt. Also keine Inflation, keine Deflation, weil dann das Geld seine Wertaufbewahrungsfunktion leisten kann. Durch Geldmengenregulierung geht das.

Zur aufgeblasenen "Schuldenblase":
Die Dot-Com-Blase war keine Schuldenblase, sondern eine "ich habe zu viel Geld, wohin damit"-Blase. Und das Platzen war schlimm für einige Investoren (selbst schuld) aber dem System wars wurscht oder hatte sogar reinigende Wirkung. Die Leute haben trotzdem nichts daraus gelernt und ja, ich gebe Recht, die FED hat das angeheizt, obwohl sie bremsen hätte sollen.

Die Schuldenkrise wäre dann vielleicht früher gekommen, weil man den Saustall in den Staatsbilanzen schon früher hätte ausmisten müssen. Es ist aber trotzdem noch immer kein Problem des Wirtschaftssystem sondern ein Problem für:
- Politiker, die nicht mehr ihre Wähler füttern können
- Funktionäre, die nicht mehr ihre Wähler füttern können
- staats/landesnahe Betriebe, die kein Futter mehr bekommen
- Manager (hier sind keine Unternehmer gemeint), die sich nicht mehr selbst füttern können
- Banken, die sich nicht mehr gegenseitig füttern können.

All die müssen auf einmal ihren Job machen; das ist ungewohnt.

Und dazu kommt noch: Die Amerikaner haben größere Probleme als wir, aber das bessere Marketing und einen Umverteilungsmechanismus. Darum glauben wir, dass wir die Schuldigen sind.

Re: An Lieutenant Commander Geordi La Forge...

das einzige was gescheitert anzusehen ist, ist ihr oekonomieverstaendnis und die irrlehren eines gewissen john m. keynes, der interventionist und planwirtschaftler

Gast: whoever
22.07.2012 16:10
2 0

Zu ergänzen wäre noch, ...

dass überteuerte Produkte Lohnerhöhungen annullieren, sofern sie überhaupt gekauft werden. Falls nicht, dann dürfen sich, wie beschrieben, die Asiaten freuen.

Gast: böse
22.07.2012 15:12
3 11

Haltlos

Selten so einen Schwachsinn gelesen.
Gerade die, die seit Jahren nach Deregulierung geschrien haben, die Banken, haben sich von den Staaten ,mit viel Geld retten lassen!
Deregulierte Märkte funktionieren nicht, weil wir in keiner neoliberalen Modellwelt leben, sondern in der Wirklichkeit. Das hat man nach der Wirtschaftskrise in den 1930 eingesehen und Reguliert.
Ab den 70ern hat man wieder begonnen zu deregulieren.
Die Folgen waren eine Krise nach der anderen. Das jetzt, ist nur der Gipfel.

Für das Volk Kapitalismus, für die Banken Sozialismus.
Das ist die Devise, nach der es momentan geht.

Ihre Argumente Herr Schellhorn sind haltlos. Und es ist schon allerhöchste Zeit an diesem Neoliberalen Schwachsinn zu zweifeln.


Antworten Gast: wd
22.07.2012 18:12
3 0

Re: Haltlos

Dazu kommt noch die Frage, wer unsere armen, naiven, unschuldigen und nur dem Wohl der Bürger verpflichteten Politiker mit vorgehaltener Pistole gezwungen hat, sich bis zur Zahlungsunfähigkeit zu verschulden.

Denn ohne Staatsschulden bis über Oberkante Unterlippe ginge das Spiel ja nicht so großartig.

Re: Haltlos

Was wir haben, ist aber eine Staatsschuldenkrise!

Davon sind nur solche Banken betroffen, die unter der Fuchtel der Politik gezwungen wurden, ziemlich wertlose Staatspapiere teuer zu kaufen und dann darauf sitzen geblieben sind, weil sie niemand haben will!

Dass die von der Politik gerettet werden müssen, ist klar, denn wer sonst sollte ihnen die Staatsschuldverschreibungen, ohne die sie nicht leben können, abnehmen?

Das Gerede von der Bankenaufsicht ist deshalb im Sand verlaufen, weil ja nur von den Politikern gelenkte Banken in Schwierigkeiten gerieten. Was soll sich da bessern, wenn sich die Politiker selbst beaufsichtigen?!

Antworten Antworten Gast: böse
22.07.2012 16:39
1 4

Re: Re: Haltlos

Sie schreiben ausgesprochenen Blödsinn.

Die Krise wurde durch Fehlkalkulationen der Banken im subprime Markt ausgelöst. Die Banken waren nichtmehr zahlungsfähig und wurden von den Staaten gerettet, die nun wiederum verschuldet sind.
American International Group, Fannie Mae, Freddie Mac, UBS und die Commerzbank sind alles andere als Staatsbanken.

Lesen sie sich mal ein bischen in die Materie ein bevor sie hier so einen Schwachsinn schreiben.

Re: Re: Re: Haltlos

Die Subprime-Krise ist längst vorbei, jetzt haben wir die Staatsschuldenkrise!

Und auch die toxischen Subprime-Papiere wurden nur von Banken gekauft, die von Politikern abhängig waren! Ich kenne keine Privatbank, die unter dieser Krise gelitten hätte.

Die Schulden der Staaten sind durch die Rettung ihrer Banken nur unwesentlich gestiegen, allerdings waren sie schon vorher so hoch, dass jeder Tropfen das Fass zum Überlaufen bringen musste!

Fannie Mae und Freddie Mac waren immer schon mehrheitlich in Staatsbesitz, inzwischen sind sie das vollständig. Sie waren es, die im Rahmen von Bill Clintons Programm "Jedem Amerikaner sein Haus" massenhaft Hauskredite an praktisch zahlungsunfähige Schuldner gegeben und dann die "toxischen" Bündel mit diesen faulen Krediten den europäischen staatsabhängigen Banken angedreht haben!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: hergey
22.07.2012 19:32
0 0

Re: Re: Re: Re: Haltlos

"Ich kenne keine Privatbank, die unter dieser Krise gelitten hätte." Lehman?

Re: Re: Re: Re: Re: Haltlos

Ich habe nur von europäischen Banken gesprochen!

Antworten Gast: b754
22.07.2012 15:54
1 8

Re: Haltlos

nicht möglich bei einem mann mit dem gesitigen horizont eines verblendeten ideologen wie unser fachmann schellhorn

Re: Re: Haltlos

....und ewig stinkt die löchrige rote Socke .....

Gast: b754
22.07.2012 14:31
0 2

http://www.krone.at/Welt/Reiche_horten_bis_zu_26_Billionen_Euro_in_Steueroasen-Immenser_Schaden-Story-328589

alles fleißige und anständige neoliberale verbrecher

Gast: Paddeisoldat
22.07.2012 14:22
2 1

Abteilung Borobbaganda

Die Roten sind schuld.

Die Sozialisten können nicht wirtschaften.

Wir haben über die Verhältnisse gelebt.

Hr. Schellhorn ist objektiv.

Gast: Der Notar
22.07.2012 13:53
5 0

The way we were

Die früher führenden Länder der ersten Welt sind durch den Konkurs des Kommunismus nun mit hunderten Millionen Menschen konfrontiert, die jahrzehntelang in ihrer Leistungskraft und in ihren Möglichkeiten unterdrückt worden sind. Diese künstliche Monopolsituation Europas verführte die Sozialisten aller Parteien zur Errichtung von Schlaraffia bei denen die Kausalität zwischen Leistung und Leisten-können vollständig entkoppelt wurde. Das Anspruchsdenken wurde hochgepäppelt, der Neid geschürt, das Lumpenproletariats Denken zum Maß aller Dinge. Nur um an der Macht zu bleiben (mit den Massen irren, als gegen die Massen recht zu behalten!). Der Rück- und Umbau des Gesellschaftsstruktur war – trotz zunehmender Konkurrenz und Abwanderung der Produktion – nicht möglich – die Geister die ich rief…- Stattdessen wurde durch Schuldenfinanzierung eine Illusion geschaffen, die jahrzehntelang gut ging. Massive strategische Fehler der Sozialisten aller Parteien verschärften die Situation jedoch dramatisch- die Nichtleistungsspirale und Anspruchsspirale dreht sich immer toller (Genderbeauftragte, Photovoltaik bei Alaska Sonnenstunden usw.) UND die Zuwanderung von bildungsresistenten, religiös fanatisierten) Unterschichten, die Milliarden kosten und nichts bringen. Dummschwätzer in den Parteien gibt es ja genug, den wahren Machthabern wird die Situation wohl bewusst sein, daher versuchen sie den zu erwarteten Explosionsknall in Richtung „Reich“ abzulenken. Vorher wird aber noch die Demokratie abgeschafft und die dummen Wahlschafe werden ruhig kauend dies auch noch hinnehmen.

 
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Hobbyökonom