23.05.2013 01:33 Merkliste 0

Supermarkt: Legenden, die Leiden schaffen

21.07.2012 | 17:38 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Die Freunde hoher Staatsausgaben greifen tief in die Trickkiste, um zu zeigen, dass alles Mögliche zur Krise führte. Nur hohe Staatsausgaben nicht.

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Sie hat schon früh begonnen zu zweifeln. Nicht an sich, sondern an den anderen. Vor allem an ihren Berufskollegen, die das hüstelnde Europa doch tatsächlich mit der „falschen Therapie auf die falsche Diagnose“ zu kurieren versuchen. So sieht das jedenfalls Sonja Ablinger. Sie kennen die Dame nicht? Sollten Sie aber. Sie ist die neue Ikone der österreichischen Linken, seit sie als einzige Abgeordnete der SPÖ im Nationalrat gegen den Fiskalpakt und damit gegen die geplante Eindämmung ausufernder Budgetdefizite gestimmt hat.

Nun könnte man natürlich meinen, dass es ausgesprochen unwichtig ist, was die Kultursprecherin der SPÖ zu den ökonomischen Verwerfungen der Eurozone zu sagen hat. Es interessierte sich ja auch zu Recht niemand dafür, wie die kunsthistorische Analyse der Finanzministerin nach deren jüngstem Museumsbesuch ausgefallen ist. Die von Sonja Ablinger in einem „Presse“-Gastkommentar (19.Juli) bemühten Argumente sind aber insofern relevant, als sie allesamt zum Standardrepertoire der Etatisten zählen. Krisenlegenden, mit deren Hilfe die Öffentlichkeit davon überzeugt werden soll, dass der Staat mit dem Schlamassel nichts am Hut hat. Schuld sind ausschließlich „die Märkte“ – also wir. Und zwar deshalb:


„Hohe Schulden sind nicht das Problem.“ Dieser These zufolge besteht nicht der geringste Zusammenhang zwischen wachsenden Staatsschulden und steigenden Zinssätzen. Das sei durch das Beispiel Japans bewiesen: Das Land sei mehr als doppelt so hoch verschuldet wie Deutschland, könne sich jedoch auf den internationalen Kapitalmärkten Geld zu den halben Zinssätzen besorgen. Eine steile Behauptung, zumal es nicht gerade zu den ungelösten Rätseln der Wirtschaftswissenschaften zählen dürfte, warum Japan trotz enormer Schuldenberge noch solvent ist: Weil sich der japanische Staat eben nicht auf den „internationalen Kapitalmärkten“ Geld besorgt, sondern fast ausschließlich im Inland. Etwa, indem er, der Staat, die großen Banken und Versicherungen nötigt, sich mit japanischen Staatsanleihen einzudecken, während die staatlich gelenkte Notenbank die Zinsen künstlich in den Keller drückt.

Japan zeigt vielmehr die verheerenden Folgen einer langen keynesianischen Irrfahrt. Das Land steckt – trotz exorbitant gestiegener Staatsausgaben – seit knapp 20 Jahren (!) in der Krise. Dafür stieg die Verschuldung von 74 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung auf 220 Prozent. Ein Schuldenberg, der nur dank der staatlich befohlenen Nullzinspolitik zu bedienen ist.


„Das deutsche Lohndumping hat den Süden ruiniert.“ Einer der großen Schlager in der sozialistischen Krisenhitparade. Geträllert wird das traurige Lied von den hinterfotzigen Deutschen, die ihre Löhne zwar nicht kürzten, aber deutlich schwächer steigen ließen als die Südländer (das nennt man in der SPÖ dann salopp „Lohndumping“). „Made in Germany“ wurde relativ gesehen billiger, vor allem für die Bewohner der Südländer, die damit quasi gezwungen waren, deutsche Produkte den eigenen vorzuziehen, und somit in ihr Verderben rannten.

Auslöser des ökonomischen Ruins der Krisenländer waren freilich Löhne, die deutlich schneller stiegen als die Produktivität – womit sich die Produkte spürbar verteuerten. In Irland erhöhten sich die Lohnstückkosten in den ersten zehn Jahren nach dem Eurobeitritt um 50, in Griechenland um 40, in Spanien, Italien und Portugal um über 30 Prozent. Gleichzeitig wurden die von den Hartwährungsländern für den ganzen Euroraum gesicherten Niedrigzinsen genutzt, sich günstig zu verschulden, um auf Pump Luxuswaren zu importieren. Die Kombination aus zu hohen Lohnabschlüssen und begünstigtem Konsum auf Kredit hinterlässt tiefe Spuren in der Leistungsbilanz. Etwa in der griechischen: 2011 lag das Minus bei elf Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Das Land konsumierte und importierte also allein im Vorjahr um 24Milliarden Euro mehr, als es selbst produzierte und exportierte. 1998 war die Leistungsbilanz Griechenlands noch ausgeglichen.


„Höhere Löhne sind die Lösung.“ Gemeint sind höhere Lohnabschlüsse in den produktiven Ländern und ein Ende der Lohnkürzungen in den Krisenstaaten. Damit würde zwar die Konkurrenzfähigkeit starker Länder geschwächt – aber zu wessen Gunsten? Griechenlands oder Spaniens? Nein, profitieren würden die wettbewerbsfähigen Anbieter Asiens. Und solange die Löhne nicht das Niveau der Produktivität abbilden, wird es in den Krisenländern kein Wirtschaftswachstum aus eigener Kraft geben. Weil Verbraucher, die aus Mitleid überteuerte Produkte kaufen, kein Massenphänomen sind.


„Die desaströse Sparpolitik verschlimmert die Lage.“ Würden alle europäischen Länder gleichzeitig die öffentlichen Ausgaben radikal kappen, dann wäre an dieser These etwas dran. Doch schon der verwendete Konjunktiv verrät, dass dem nicht so ist. Weil nämlich die öffentlichen Ausgaben in den großen Volkswirtschaften Europas keineswegs sinken, sondern weiterhin steigen. Nur eben schwächer als geplant.

Zudem ist ein Abbau horrender Defizite auch nicht gerade das, was man unter „Sparen“ versteht, vielmehr ein sanftes Bremsen der Neuverschuldung. Das wiederum geschieht nur über höhere Steuern und Abgaben. Das vom Staat ausgegebene Geld wird Bürgern genommen, die es mit Sicherheit besser investiert hätten als die unkündbaren Beamten und die auf Wiederwahl bedachten Volksvertreter.

Es wäre also tatsächlich höchst an der Zeit zu zweifeln. Nicht unbedingt an Leuten wie Frau Ablinger. Sondern an deren haltlosen Argumenten, die das Problem sind – und nicht die Lösung.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.07.2012)

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121 Kommentare
Gast: Der Notar
22.07.2012 13:53
5 0

The way we were

Die früher führenden Länder der ersten Welt sind durch den Konkurs des Kommunismus nun mit hunderten Millionen Menschen konfrontiert, die jahrzehntelang in ihrer Leistungskraft und in ihren Möglichkeiten unterdrückt worden sind. Diese künstliche Monopolsituation Europas verführte die Sozialisten aller Parteien zur Errichtung von Schlaraffia bei denen die Kausalität zwischen Leistung und Leisten-können vollständig entkoppelt wurde. Das Anspruchsdenken wurde hochgepäppelt, der Neid geschürt, das Lumpenproletariats Denken zum Maß aller Dinge. Nur um an der Macht zu bleiben (mit den Massen irren, als gegen die Massen recht zu behalten!). Der Rück- und Umbau des Gesellschaftsstruktur war – trotz zunehmender Konkurrenz und Abwanderung der Produktion – nicht möglich – die Geister die ich rief…- Stattdessen wurde durch Schuldenfinanzierung eine Illusion geschaffen, die jahrzehntelang gut ging. Massive strategische Fehler der Sozialisten aller Parteien verschärften die Situation jedoch dramatisch- die Nichtleistungsspirale und Anspruchsspirale dreht sich immer toller (Genderbeauftragte, Photovoltaik bei Alaska Sonnenstunden usw.) UND die Zuwanderung von bildungsresistenten, religiös fanatisierten) Unterschichten, die Milliarden kosten und nichts bringen. Dummschwätzer in den Parteien gibt es ja genug, den wahren Machthabern wird die Situation wohl bewusst sein, daher versuchen sie den zu erwarteten Explosionsknall in Richtung „Reich“ abzulenken. Vorher wird aber noch die Demokratie abgeschafft und die dummen Wahlschafe werden ruhig kauend dies auch noch hinnehmen.

Leider verwendet auch Schellhorn die irreführenden "Lohnstückkosten"!

Das Wort "Lohnstückkosten" erzeugt bei Unwissenden, wie z. B. bei Frau Ablinger, die Meinung, das das ein Maßstab für die Lohnhöhe wäre, dabei gibt dieser Begriff nur Auskunft über den Anteil der Einkommen der unselbständig Erwerbstätigen am BIP, wobei die Löhne fast immer umso höher sind, je kleiner dieser Anteil ist

Hoch industrialisierte Länder haben in der Produktion sehr hohe Kapitalkosten (für Maschinen, Immobilien u. dgl.), weshalb der Lohnanteil gering ist und hohe Löhne bezahlt werden können, weil sich das auf die Gesamtkosten nur wenig auswirkt.
Ähnlich ist es bei vielen (bes. Finanz-)Dienstleistungen, wo oft riesige Summen bewegt werden und die Lohnkosten trotz unverschämt hoher Einkommen nur eine unbedeutende Rolle spielen, was winzige Lohnstückkosten ergibt.

Alles das senkt die Lohnstückkosten eines Landes. Nimmt also der Einsatz von Maschinen oder der Anteil der Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft zu (wie es z.B. in Deutschland der Fall war) so wird der Anteil der Lohnkosten kleiner, weshalb die Lohnstückkosten sinken, obwohl immer höhere Löhne bezahlt werden können!

Deshalb ist der erste Eindruck, dass die Höhe der Lohnstückkosten ein Maß für die Lohnhöhe wäre, völlig falsch, wahr ist das Gegenteil: Niedrige Lohnstückkosten sind ein Zeichen für hohe, hohe Lohnstückkosten ein Zeichen für niedrige Löhne!

Re: Leider verwendet auch Schellhorn die irreführenden "Lohnstückkosten"!

Sie verwechseln "Lohnstückkosten" mit der "Lohnquote".

Die Lohnquote ist tatsächlich der Anteil der Löhne und Gehälter am BIP. Gibt es also weniger Unselbständige und mehr selbständige Gewerbetreibende, so sinkt diese Quote. Dies wird von ahnungslosen Kritikern zum Anlass für den Vorwurf genommen, die "Kapitalisten" beteilen Mitarbeiter nicht anständig.

"Lohnstückkosten" sind aber der auf eine Leistungseinheit (Ware) entfallende Teil der kalkulatorischen Lohnkosten.

Hoch industrialisierte Länder haben in der Produktion sehr hohe Kapitalkosten (für Maschinen, Immobilien u. dgl.),

Der Mann bekommt von seiner Bank bereits Maschinen und Immobilien geliehen.

Sieht dann etwa so aus:
Sie gehen in die Bank um einen Kredit zu beantragen. Der Bankangestellte verneint ihr Ansinnen, meint aber, sie können seinen Computer haben. Für diesen zahlen sie dann ein paar Jahre Zinsen, und danach bringen sie ihn einfach wieder zurück.


Re: Leider verwendet auch Schellhorn die irreführenden "Lohnstückkosten"!

Selten so einen Blödsinn gelesen.

Gast: Bankster hoch zehn
22.07.2012 11:16
1 6

So einen Blödsinn habe ich selten gelesen

Niemand hätte Schulden und dann? Wo kommen dann die Zinsen her wenn jeder Guthaben hätte?
Da wäre aber was los wenn die Kapitalisten selber um einen Hungerlohn arbeiten müssten und niemanden mehr auf der Welt zum ausbeuten hätten.

Re: So einen Blödsinn habe ich selten gelesen

Wenn es keinen Bedarf nach Krediten gäbe (völlig wirklichkeitsfremd übrigens) und auch niemand Geld zu 0 % Prozent zur Verfügung stellte, dann müssen die Bürger halt entweder selber mehr konsumieren oder mehr investieren (in eigene Projekte).

Sobald aber Nachfrage nach Krediten da ist und deshalb Zinsen über der Infaltionsrate gezahlt werden, gilt es abzuwägen: Kann ich selber aus dem Geld eine höhere Rendite erwirtschaften als am Kapitalmarkt angeboten?

So regelt sich alles selbst.

4 1

England kann man nicht als Hort des Sozialismus bezeichen

Meine Tochter lebt seit 7 Jahren in London. Ich kenne auch das Leben außerhalb ganz gut. England hat Riesenschulden. Woher kommen diese Schulden. Der Unterschied zwischen Arm und Reich ist weit größer als bei uns. Dem Durchschnittsbürger geht es also dort schlechter als in Österreich. Ich würde keineswegs tauschen. Bei ernstlichen Gesundheitsproblemen fliegt sie nach Österreich. Der Landbevölkerung geht es sicher nicht besser. Die sozialen Probleme sind riesig. Woran soll man erkennen dass das für die Bürger in England besser ist?

Antworten Gast: BKM
22.07.2012 12:04
4 1

Re: England kann man nicht als Hort des Sozialismus bezeichen

Es darf daran erinnert werden, daß 1997 bis 2010 Labour regierte.

Re: Re: England kann man nicht als Hort des Sozialismus bezeichen

Offenbar keine Ahnung über den Unterschied von Labour und unserer Sozialdemokratie. In dieser Zeit wurde natürlich alles auf den Kopf gestellt, gell!

Antworten Antworten Antworten Gast: Martin_S
22.07.2012 14:08
3 1

Re: Re: Re: England kann man nicht als Hort des Sozialismus bezeichen

SIE haben wohl keine Ahnung...
Labour (Arbeit-): Das waren die mit dem Grinse-Premier Tony Blair.... der ja von Schröder (SPD) vergöttert wurde und zusammen haben sie den Blair-Schröder-Kurs erfunden: Abzocken was geht, mit schönem Lächeln, und nach em Job flugs in Unternehmen abtauchen wie zB Schröder...

Antworten Antworten Antworten Gast: BKM
22.07.2012 13:39
2 0

Re: Re: Re: England kann man nicht als Hort des Sozialismus bezeichen

Warum so aufgeregt? Klären Sie mich auf, bin ganz Auge.

12 1

Auch eine Kultursprecherin könnte etwas von Wirtschaft verstehen, Frau Ablinger gehört aber mit Sicherheit nicht dazu!


Gast: 1. Parteiloser
22.07.2012 09:59
10 0

Die Gier die Leistungen der Anderen zu verbrauchen ist ungebremst!

Es scheint, dass der Glaube mit den Geldern (=Leistung) der einen Mitmenschen den anderen Mitmenschen was Gutes zu tun viel zu stark ist. Um sich selber das gute Gefühlt geben zu können etwas Gutes zu tun braucht man dann natürlich die Gelder der Anderen, eventuell auch einen Kredit, welcher am Ende auch von Anderen (den Kindern) bezahlt werden muss.

Der Glaube ist teilweise so stark, dass es überhaupt keine Rolle spielt ob auch wirklich etwas Gutes gemacht wird oder die eingesetzten Mittel auch bi den gewünschten Menschen ankommt. Es spielt auch keine Rolle ob man mit den Zuwendungen den Begünstigten etwas Gutes tut, oder diesen Menschen eine Zwangsbeglückung zukommen lässt. Wenn die Menschen die Beglückungen nicht wollen, dann wird schnell mal eine neue Verpflichtung erfunden, damit selber das Gefühl bekommen kann etwas Gutes getan zu haben.

Dass diese sehr hohen Summen, welche ja durch Zwangsabgaben aufgebracht werden müssen, vor allem in den geschützten Bereichen verbrannt werden, das ist heute aber auch klar. Alleine von der Zwangsversicherung zur Arbeitslosenversicherung werden an die Bedürftigen keine 50% der einbezahlten Beträge mehr ausgeschüttet, der Rest versickert im "System".

Über Alles betrachtet hat Österreich am Ende gesamte Staatsausgaben von 44.000.- Euro pro Haushalt und die Staatsausgabengierigen sind dann noch der Meinung, dass diese selber etwas Gutes für die Menschen machen.

20 5

Ein klares Wort....

Schellhorns Kommentare sind erfrischend klar geschrieben und stimmen zumeist auch noch. Einer der wenigen Journalisten, der die Zusammenhänge richtig darstellt. Und auch diesmal hat er bei seiner Kritik an der Schuldenpolitik Europas völlig recht!

Gast: Raimund Kirchbichler
22.07.2012 08:58
24 3

Muss mal gesagt werden

Der Herr Schellhorn ist das Beste was die Presse zu bieten hat. Die meisten Pressemitarbieter sind halt typische Wischi-Waschi Mainstream-Schreiber.

Da iste s wirklich erfrsichend und stets vergnüglich jemeanden zu lese, der etwa smehr drauf hatr,
danke

Re: Muss mal gesagt werden


Kann Ihnen nur zustimmen. Allerdings mit einem Zusatz: Herrn Urschitz solltma bei den Positiva der "Presse" nicht vergessen.

Antworten Gast: b754
22.07.2012 09:25
2 10

Re: Muss mal gesagt werden

jetzt schreib sich der schellhorn schon seine eigenen postings

Hey

wer gibt schon gern zu dass er ein Depp ist? Wir haben die letzten Jahrzehnte alle extrem über unsere Verhältnisse gelebt und haben eine Schmarozergesellschft aufgebaut in der jeder schon zu glauben scheint dass ihm schon ab Geburt ein Leben in Saus und Braus zusteht.

Wir werden Kreide fressen müssen.

Re: Hey

Absolut richtig. Perverserweise wird bei uns Leistung und Kreativität bestraft (absurde Steuern und Abgaben, Hohn und Neid), während Minderleistung belohnt wird (Sozialleistungen ohne Gegenleistung, Posten im aufgeblähten geschützten Bereich).

Die Konsequenzen sind bekannt.

Re: Hey


Ist's nicht vielleicht außerdem so, dass die Polit-Bonzen seit Jahrzehnten über unsere Verhältnisse gelebt haben? Wir mussten sie nicht nur ertragen, sondern mit all ihren Privilegien und ihren Hofstaaten erhalten.

Und jetzt müssen wir zusätzlich die offenen Rechnungen für die Herrschaften bezahlen, während die Privilegien und Pfründe weiterhin ausgeweitet werden. Diese Art eines absolutistischen Parteien- und Privilegien-Staates ist schon längst nicht mehr finanzierbar!

Re: Re: Hey

Das stimmt schon aber es greift zu kurz. Wir haben uns ja selbst zu Komplizen dieser Politverbrecher gemacht. Indem wir uns in ein Uferloses Sozialsystem fallen lassen, indem wir den beamteten Manger einer staatsnahen höher bewerten als den wahrhaft selbstständigen Würschtelbudenbetreiber, indem wir zwar aufs System schimpfen aber fast alle auf einen Job aus dem System hoffe, indem wir die verlogenen Säcke immer wiederwählen, indem wir das alles und mehr tun machen wir uns zu Handlangern.

Es ist einfach zu sagen, die da oben müssen es richten. Zuallererst müssen wir uns selber richten. Wir müssen uns die Menschenwürde wieder verdienen indem wir selbstständigere, verantwortungsvollere Menschen werden. Ich bin selbstständig und habe das von Null geschafft, ohne Kredite oder andere Beihilfen. Wenn ich das kann kann das jeder.

Antworten Antworten Antworten Gast: freiheit
22.07.2012 16:53
1 0

Re: Re: Re: Hey

Respekt!

ein genialer einstieg in den kommentar.

der hinweis auf frau ablinger ("...dass es ausgesprochen unwichtig ist, was die Kultursprecherin der SPÖ zu den ökonomischen Verwerfungen der Eurozone zu sagen hat") könnte für schellhorn allerdings zum bumerang werden.
denn es ist ebenfalls ausgesprochen unwichtig, was der stellvertretende chefredekteur einer zeitung (fast) ohne leser zu ökonomischen zusammenhängen zu sagen hat, von denen er 90% intellektuell eh nicht durchschaut sondern lieber aus seinem lieblingsbuch "neoliberalismus ist das paradies auf erden" absatzweise abschreibt.
das erringen eines stv. chefredakteursposten durch einen talentlosen weist auf dessen einfluss hin. daher nehme ich an, dass in den fluren der presse eher unterwürfiges schweigen herrscht, wenn schellhorn vorbeirauscht.
das eigentlich angebrachte laute gelächter gibt es stattdessen ausserhalb des presse-gebäudes: bei allen, die seine kommentare lesen und noch ein paar deka hirn im schädel haben...

Re: ein genialer einstieg in den kommentar.

...und hier wiedereinmal der Löwelstraßencontainerfake !

Antworten Gast: Vogel Strauss
22.07.2012 11:31
4 1

Re: ein genialer einstieg in den kommentar.

Verstehe den Neid und Hass, den Oberst u. b754 auf den Hr. Schellhorn haben, nicht ... wohl selber erfolgose Wirtschaftsjournalisten???

1 2

Re: ein genialer einstieg in den kommentar.

Schellhorn bezeichnet ja auch eine Hagelversicherung als Spekulationspapier.

17 3

nicht alle

Schellhorn versteht, worum es geht und ich schätze seine Kommentare sehr, mich interessiert, was er zu sagen hat.
Sie hingegen schreiben nur inhaltslosen Quatsch und beleidigenden Schmarrn, es befindet sich kein einziges "Argument" in ihren Posting.
Hören sie endlich auf damit, sie nerven!!

Re: nicht alle

alter, du nervst ebenfalls.

weil du dich als volkswirtschaftlicher null-checker entlarvst, wenn du glaubst, schellhorn "verstehe, worum es geht".

jeder der sich auch nur hobbymäßig mit diesem thema befasst, kann sich bei schellhorns IDEOLOGISCHEN beiträgen unter dem mäntelchen der volkswirtschaft nur an den kopf greifen.

es geht hier um volksverblödung via zeitungskommentaren. bei krone und anderen medien ist das eh schon offensichtlich. bei der presse dient das "qualitätsmedium" als feigenblatt. naja, den unterberger hat die presse eh nur dank vieler vieler millionen aus dem budget sowie von der styria überlebt. wenn schellhorn so weitermacht, werden wieder viele millionen fällig...


Antworten Antworten Antworten Gast: Generalmajor Lafaffel
22.07.2012 14:01
4 0

...alter du nervst..?

ist wohl in der SJ oder in der Vordenkersektion Wien 8 üblich, wie ein pickeliger Facebook-Affinato zu reagieren. Und den Checker gibt auf DMAX bei den Schrottautos.

Re: Re: nicht alle

ihre kenntnis an volkswirtschaftsleere ist wieder mal beeindruckend!

Antworten Antworten Antworten Gast: BKM
22.07.2012 11:59
4 0

Re: Re: nicht alle

Fast schon beeindruckend, dieses Ausmaß an polemischer Inhaltsleere und Selbstdisqualifikation.

Re: Re: nicht alle

und immer noch kein einziges inhaltliches argument für ihre behauptungen. nur beleidigungen. schade. und schwach.

Re: Re: nicht alle

:-)))))))

"Alter"???
Sie wissen nicht, wie alt ich bin.

Und per Du sind wir auch nicht.

Schellhorn for Kanzler!

vielleicht mit Stronach reden? nach vielen Jahren wär endlich wieder jemand wählbar.
Weg mit den korrupten, inkompetenten Schuldenmachern.


Re: Schellhorn for Kanzler!

dann haetten wir ja leute in der politik - die volkswirtschaft verstehen - das geht schon mal gar nicht in oesterreich ... ;-)))

Gast: Freiheit
22.07.2012 00:25
8 2

sie haben vollkommen recht nur leider checken es

wenige. alle glauben, dass die jetzige krise die ursache ist jedoch egal welche krise gekommen waere wir haetten das gleiche problem weil die laender schon vor der krise massiv ueberschuldet waren. die kosten (natuerlich rein politisch gesteuert sind und jeglicher wirtschaftlichen logik widersetzen) sind nur das i stuepfchen. die ursache war schon davor da.....

Gast: gäst
21.07.2012 23:47
3 3

Bitte, bitte

macht Schellhorn zum Finanzminister. Sogar für den Ökonomiemainstream äußerst einfältig, wird seine Politik wohl zum baldigen Ende des Kapitalismus führen (zumindest so wie wir ihn kennen)

Der Irrtum

Die Ursache für die Schulden des Staates ist einfach erklärt. In der BWL kann niemand mit dem Ansatz, Umsatz+Kredit=Gewinn überleben. In der VWL glaubt man, dass dies mit der Rechnung Staatseinnahmen + Neuverschuldung = Verteilungsmasse geht. Das Problem der Ökonomen bestimmter Herkunft ist, dass sie die Logik der Grundrechnungsarten in ihrem Langzeitgedächtnis gelöscht haben. Sie haben auch vergessen, dass der Grundsatz in offenen Volkswirtschaften gilt: ein Syystem ist nur so gut, wie es Idoten gibt es bezahlen zu wollen, Steuerzahler oder Käufer von Staatsanleihen. Das krankhafte Verdrängen dieser einfachen Regeln, das schon pathologisch ist, wird durch das Namhaftmachen anderer vermeintlicher Schuldiger ausgeglichen. Die neoliberalren Amerikaner haben den armen Europäern das Unglück gebracht, so heißt es. Fakt ist nur, dass niemand die Europäischen Banken beauftragt hat die toxischen Papiere zu kaufen. Die Käufer waren zu faul und zu blöd die Emissionsprospekte zu lesen, in denen alle Risiken beschrieben wurden. Sie begnügten sich nur mit dem Lesen von 3 Buchstaben der Ratingagenturen. Frau Mattäus-Maier, die tapfere Tante an der Spitze der KfW Bank konnte auch nicht lesen. In Österreich waren alle im Generalrat vertreten, die heute Gift spucken, auch sie waren zu intellektuell unkoordiniert die austritzsche Ausformung der Bankenkrise zu verstehen. ÖVAG, Hypo und Kommunalkredit ist ein Versagen der Aufsicht, in der die Begabungslosen herumtanzen.

Re: Der Irrtum

Die ÖBB beispielsweise operieren, wie man letztens erst lesen konnte, nach dem Motto "Umsatz + Subvention = Gewinn".

Herr Kern sollte möglicherweise Nachhilfe in BWL nehmen.

13 1

Re: Der Irrtum

Zu ergänzen wäre nur noch, dass die "toxischen Papiere" nicht nur in Österreich hauptsächlich von Banken gekauft wurden, die mehrheitlich dem Staat gehören, und die daher von Politikern gelenkt werden (typisch die deutschen Landesbanken, die alle "gerettet" werden mussten).

Dass auch eine private Bank so viel von diesem Mist gekauft hätte, dass sie in ernstliche Schwierigkeiten geraten wäre, habe ich noch nirgends gelesen.

Trotz aller Ausreden auf "Bankster" und "Märkte" sind es in Wirklichkeit immer nur die unwissenden und verantwortungslosen Politiker, die uns die Krisen bescheren!


herr schellhorn - vielen dank - ihre artikel sind sehr gut!

sehr praezise, kurz & uebersichtlich und auf den punkt gebracht wo die ursache des problems liegt bzw wie man den status quo veraendern koennte.

wenn die amtierenden politiker nur halb soviel volkswirtschaftliches verstaendnis haetten wie, waere oesterreich bereits weltspitze.

Re: herr schellhorn - vielen dank - ihre artikel sind sehr gut!

naja? ernsthaft? nichts von dem gesagten irgendwie belegt, Alles genauso Behauptungen und bla bla.. die Leute kaufen lieber billige produkte aus China statt teurere bei uns- deswegen müssen wir den Lohn an deren Einkommen anpassen??? das soll eine Lösung sein? in der FPÖ vielleicht

Re: herr schellhorn - vielen dank - ihre artikel sind sehr gut!

ich meinte "wie sie"

7 30

unangemessener Artikel

Sehr geehrter Herr Schellhorn,
ich trage durchaus vieles mit, aber ich mag nicht die verunglimpfende Art anders Denkender, die Sie in Ihrem Artikel mitschwingen lassen.
Bedenken Sie das die Ursache der Überschuldung in der neoliberalen Politik liegt, wodurch wir unsere Wirtschaft in einen erbarmungslosen Wettbewerb mit Niedrigstlohnländern gebracht haben. Als Folge sind lohnintensive Fertigungen abgewandert und die Menschen massiven Lohnkürzungen und steigender Arbeitslosigkeit ausgesetzt. Finanzkrise, steigende Staatsschulden und Eurokrise sind die Auswirkungen.

Jetzt kann das Problem nur durch mehr oder weniger starke Reduzierung der Sozialsysteme gelöst werden. Klar - aber das nun den Betroffenen und Linken in die Schuhe zu schieben, ist einfach unseriös. Dass es darüber hinaus unangemessene Entwicklungen in einigen Südländern gegeben hat, bedarf der Korrektur. Aber: ist es hier in Österreich alles so viel besser? Sind Sie da sicher? Wie ist es mit ÖBB oder Politikskandalen?

Antworten Gast: Freiheit
22.07.2012 00:33
15 1

Re: unangemessener Artikel

ich finde es immer lustig wenn personen die probleme dem neoliberalismus und dem markt in die schuhe schieben wollen. ich stelle mal die frage wie hoch ist denn der anteil der freien marktwirtschaft in oesterreich? 45% des BIP macht der Staat, + Staatsbetriebe, etc.... etc... + gewerkschaftsbetriebe, betriebe der parteien und kammern.... da bleibt nicht mehr viel uebrig. in den meisten laendern ist es doch sehr aehnlich.... auch in den USA. was sie meinen sind diese pseudo kommunistenkapitalisten die im politbuero hocken (also staatsnahen sicheren betrieben) und fuer persoenliche vorteile den markt verwenden wollen aber sobald er gegen sie bewegt sofort den staat um hilfen bitten. die meinen sie. jene die sich jetzt hinter dem staat verstecken. aber mit dem freien markt hat das nichts damit zu tun, denn ihr einkommen und ihre macht passiert nur auf schutz des staates von anfang an.

Antworten Gast: Martin_S
21.07.2012 23:15
16 1

Re: unangemessener Artikel

"Bedenken Sie das die Ursache der Überschuldung in der neoliberalen Politik liegt, wodurch wir unsere Wirtschaft in einen erbarmungslosen Wettbewerb mit Niedrigstlohnländern gebracht haben."
Sehr putzig!
Erstens, erklären Sie bitte die "neoliberale" Politik!
Zweitens, in welchen Staaten gab es "Neoliberale" auf der Regierungsbank?
Tatsächlich ist es so, dass jahrzehntelanges Ausgeben eines nicht vorhandenen Geldes als gäbe es kein Morgen zu Schulden geführt hat - und der Wähler brav immer jene Partei gewählt hat, die das meiste versprochen hat! Irgendwann platzen dann halt die Träume vom "Wachstum auf Pump" - die Bankekrise war nicht Auslöser, aber der "letzte Tropfen"...
Und zu ÖBB: Da sitzen seit Jahrzehnten nur die Linken drinnen, aufgepäppelt vom Steuergeld jener, die NOCH Steuern zahlen... vergleichen Sie die AUA: Da muss der Steuerzahler keinen müden Cent mehr reinschieben. Und DAS sollte auch bei der ÖBB passieren. Und Politikskandale: Überall da, wo der Staat seine Finger drinnen hat (via AUfsichtsrat, Vorstand oder "Freunderlwirtschaft") - dort wird bestochen und selbstbedient was nur geht.

Re: Re: unangemessener Artikel

Es gibt keine Gruppe oder Richtung, die sich neoliberal nennt. "Neoliberal" ist einfach ein Schimpfwort mit beliebigem Inhalt!

Re: Re: unangemessener Artikel

Ronald Reagan, Maggi Thatcher, Graf Lambsdorf - um einige Schlüsselfiguren zu nennen. Chicagoer Schule, um Ihnen beim Begriff weiter zu helfen.
Es ist kleinkariert, in der österreichischen Freunderlwirtschaft die Ursache der Krise zu sehen, diese Freunderlwirtschaft gibt es Links und Rechts und ist ein Ausdruck gesellschaftlicher Egozentrik, die bekämpft gehört. In der Realität sind es Pensions- und Sozialausgaben, die das Ungleichgewicht dominieren. Und es zahlen immer weniger Menschen Steuern, nicht weil sie so schlau sind, sondern weil die Masse immer weniger verdient. Und das liegt an den Linken, die das so wollen?? Oder an zu wenig Wettbewerb?

Antworten Antworten Antworten Gast: Generalmajor Lafaffel
22.07.2012 14:04
2 0

zu wenig Wettbewerb??

es liegt daran, dass die mit tiefer wertschöpfung produzierenden Branchen schon längst das Weite gesucht haben. Nämlich vor Neid, Missgunst, Betriebsräten, Gewerkschaftswauwaus, und hunderttausend anderen Bremsklötzen.

Antworten Gast: LegendIn
21.07.2012 20:57
24 2

Re: unangemessener Artikel

Sie verkennen völlig die Ausgangslage: Was hätte man denn tun sollen nach dem Fall des eisernen Vorhanges und nachdem die nicht im "erbarmungslosen Wettbewerb" stehenden Wirtschaften des Ostens am Boden lagen? Grenzen zu und im eigenen Saft braten lassen?

Seit die ersten Aminosäuren sich zu reproduktionsfähigen Gebilden zusammenschlossen steht die Welt in einem "erbarmungslosen Wettbewerb", denn ansonst würden sie und ich noch heute irgendwo in der Ursuppe als bestenfalls Einzeller herumtreiben.

Wann hätte denn der "erbarmungslose Wettbewerb" anhalten sollen? 1700? Vor der Dampfmaschine? 1800? vor der elektrischen Energie? 1900? Vor dem Auto? 1930? Vor dem Penicilin?

Warum meinen sie dass gerade jetzt schluss sein muss mit dem Prinzip des Besseren, welches eben das Gute verdrängt? Weil wir sooo gut sind?

PS: Was eine nicht im "erbarmungslosen Wettbewerb" stehende "Firma" so alles an Volksvermögen verschlrudert sehen sie ja selbst an ihrem Beispiel ÖBB.

Hobbyökonom