21.05.2013 15:16 Merkliste 0

Der Mann, der den Untergang des Euro prophezeite

04.08.2012 | 20:11 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Staatsführer der 1980er-Jahre hörten auf ihn. Die Notenbanker von heute folgen ihm. Und nicht nur Linke hassen ihn, der Nobelpreisträger musste sich Zeit seines Lebens Beleidigungen anhören: Milton Friedman.

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Als sich im April 1947 die wichtigsten liberalen Ökonomen ihrer Zeit auf einem Schweizer Bergrücken namens Mont Pèlerin versammelten, war das Ziel klar: Eine schlagkräftige Strategie müsse her, mit deren Hilfe die Werte der Freiheit global vermarktet werden können, um so den aufkeimenden Staatssozialismus zurückzudrängen. Der Versuch schien schon nach wenigen Stunden im Streit zu enden. Ludwig von Mises sprang wutentbrannt auf, um seinen Gesinnungsgenossen in aller Kürze den Marsch zu blasen: „Ihr seid doch alle nur ein Haufen von Sozialisten!“ Was den Geldtheoretiker so in Rage brachte, war die Diskussion darüber, wie viel Raum der intervenierende Staat im liberalen Denken haben soll.

Allein diese Frage zu stellen war für Mises abwegig.
Unter den beschimpften Gästen war auch ein gewisser Milton Friedman. Der Nobelpreisträger des Jahres 1976 musste sich Zeit seines Lebens jede Menge Beleidigungen anhören – „Sozialist“ steht auf der Hitliste nicht gerade ganz oben. Friedman, der am 31. Juli 100 Jahre alt geworden wäre, war vielmehr die erklärte Hassfigur aller Linken. Das ist er bis heute geblieben, obwohl er seit sechs Jahren tot ist. Er ist nämlich so etwas wie die personifizierte Fratze des neoliberalen Teufels.

Ein Mann, der hauptverantwortlich dafür ist, dass die Nationalstaaten heute so schwer zu leiden haben. Nicht die hohen Staatsausgaben, die seit Jahrzehnten schneller wachsen als die Einnahmen, sind das Problem. Auch nicht intervenierende US-Politiker, die per Gesetz dafür sorgten, dass Banken auch einkommenslosen Bürgern Kredite für den Erwerb von Eigenheimen zu gewähren hatten. Nein, es sind Leute wie Milton Friedman, die der politischen Elite Flausen ins Ohr setzten. Über Friedmans Einfluss auf Ronald Reagan und Margaret Thatcher sei es überhaupt erst zur großen Deregulierung der Finanzmärkte gekommen. Und das, so sind sich alle antiliberalen Ökonomen einig, habe die Exzesse in den obersten Etagen der Geldhäuser erst ermöglicht, weshalb heute kleine Steuerzahler große Banken zu retten haben (Letzteres ist auch nicht ganz gelogen).

Noch mehr als wegen seiner Ansichten verachteten ihn seine Gegner wegen seines Witzes und seines Showtalents. Friedman war der erste große Ökonom, der es verstand, die Massen über den Fernsehschirm zu betören. In eigenen Shows erklärte er in leicht verständlichen Worten, warum höhere Steuern niemals ein Budgetdefizit verringern können (weil jede Steuererhöhung sofort durch Mehrausgaben aufgefressen wird), warum Drogen nicht verboten werden sollen, die Wehrpflicht abzulehnen sei und der Staat die Kinder nicht selbst unterrichten solle, sondern lieber deren einkommensschwachen Eltern Bildungsschecks schicken solle (damit sie diese bei der Schule ihrer Wahl einlösen konnten – womit aus Bittstellern zahlende Kunden werden).

Friedman, der Soziale. Noch heute wird Milton Friedman von seinen Widersachern gerne als eiskalter Rationalist inszeniert. Ein asozialer Rechner, der für Schwache nichts übrig habe. Dabei war es Friedman, der als erster ein bedingungsloses Grundeinkommen forderte. Menschen mit niedrigen Einkünften sollten über „Steuerausschüttungen“ Zuwendungen vom Gemeinwesen erhalten. Was ihm liberale Wegbegleiter bis heute nicht verziehen haben.
Im Gegensatz zu seinen Kollegen John Maynard Keynes und Friedrich A. von Hayek machte er auch Bekanntschaft mit bitterer Armut. Friedman war das vierte Kind jüdischer Einwanderer, die dem österreichisch-ungarischen Galizien entflohen, um in den USA das große Glück zu suchen. Vorgefunden haben sie vorerst nur ein Leben voller Entbehrungen. Seinen Vater verlor er früh, weshalb sich der hochbegabte Bub sein Schulgeld mit Gelegenheitsjobs selbst verdienen musste.

Warum er „trotzdem“ überzeugter Kapitalist wurde? „Der große Verdienst des Kapitalismus liegt nicht in der Anhäufung von Besitz. Sondern in der Vielzahl von Möglichkeiten, die er den Menschen zur Ausweitung, Entwicklung und Verbesserung ihrer Fähigkeiten verschafft“. Friedman nutzte seine intellektuelle Grundausstattung nach Kräften. Er zerpflückte das noch heute geltende Dogma, wonach Depressionen nur durch höhere Staatsausgaben überwunden werden können. Diese schaffen aber keine Jobs, sie beschleunigen nur die Entwertung des Geldes.

In seinem 1963 veröffentlichten Werk „A Monetary History of the United States“ wies Friedman nach, dass die große Depression der 1930er-Jahre nicht die Folge von zu wenig Konsum gewesen sei. Auch habe nicht der Kapitalismus versagt, es waren die Notenbanker mit der Verringerung der Geldmenge. So sieht das übrigens auch Ben Bernanke, aktueller Präsident der US-Notenbank „Fed“. Wenn er meint, die Märkte müssten in depressiven Phasen mit Geld geflutet werden, beruft er sich dabei auf Milton Friedman.

Friedman, der Unberechenbare. In der Art der Krisenbekämpfung war er also deutlich näher bei Keynes als bei den erzliberalen „Österreichern“. In seiner gefestigten Skepsis gegenüber dem intervenierenden Staat war es genau umgekehrt. Mit Hayek teilte er auch die Erkenntnis, die Keynes gänzlich fremd war: Nämlich jene, alles Mögliche zu sein, nur eines nicht: unfehlbar.
Nicht gerade widersprechen kann man Friedmans Aussagen vor der Einführung des Euro. Dieser müsse am Ende einer politischen Union stehen, nicht am Anfang. In einem Interview mit der „Presse“ vom 12. Dezember 1997 sagte er: „Ich prophezeie, der Euro wird bald nach seiner Einführung auseinanderbrechen [. . .]. Die Zentralbank wird den Euro ausgeben, um Anleihen zu kaufen – französische, deutsche, österreichische, spanische. Die Franzosen werden wollen, dass die Zentralbank französische Anleihen kauft, die Österreicher werden österreichische Anleihen vorziehen. Können Sie sich die Konflikte vorstellen, die daraus unter den Gouverneuren entstehen?“

Ja, das können wir.

franz.schellhorn@ diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.08.2012)

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170 Kommentare
 
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Gast: CDSXX
06.08.2012 11:46
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euro-skepsis ist wohl kein verdienst

also bitte - zu prophezeien, dass der euro nicht halten wird, dass ist nun wirklich alles andere als eine große leistung gewesen. dass haben damals so ziemlich alle wichtigen ökonomen getan, von links bis rechts. das jetzt als "beweis" für die wichtigkeit und die intelligenz für diesen mann zu nehmen ist ziemlich lächerlich.

aber immerhin zeigt das wiedermal sehr gut, wie sehr so mancher einzelne das schicksal des ganzen planeten beeinflusst haben.

und noch was: nicht er war es, der den rechten und konservativen seine lehren verkauft hat - am ende waren es die politiker die ihn zur untermauerung ihrer thesen verwendet haben. freiheit für die märkte - fesseln für das volk, so schaut die große neoliberale, konservative politik aus. zum glück weiß man's heute besser.

Antworten Gast: A. Rand
06.08.2012 13:33
3 0

Re: euro-skepsis ist wohl kein verdienst

die eurokrise war keine prophezeiung friedman's sondern er hat "ledeglich" die fakten/probleme(schon in den achtzigern) aufgezählt die eine gemeinschaftswährung verschiedener staaten allg. mitsichbringen würden !! über neoliberal konservativ u. soziale marktwirtschaft kann u. muss immer diskutiert werden denn sie gehen mit der demokratie u. der demokratischen entwicklung eines landes einher, über den sozialismus braucht man das nicht mehr(eigentlich nicht mehr),es wurde bereits alles gesagt bzw. aufgezeigt dass er eine untaugliche form des zusammenlebens ist ausser man steht auf armut,willkür,keine eigenverantwortung zu haben u. ohne selbstbestimmung zu leben ---> ob dies die masse behirnt weiss ich nicht,es ist zu hoffen denn sie entscheidet über die zukunft(in dem fall eben gerade in europa) u. nicht die "friedmänner/frauen" die nur einem klitzekleinem teil der bevölkerungen bekannt sind bzw. etwas sagen !!

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egal, wie man es betrachtet ...


ab dem Zeitpunkt, wo "Menschen" ohne Leistung reich werden konnten, indem sie ihr Geld arbeiten ließen, begann der Untergang. Die Zinsesverzinsung, somit der exponentielle Anstieg der zu erbringenden Überfinanzierung, ist der Strick um den Hals der Realwirtschaft. Wir konnten nur so lange weiterwerken, weil wir die Rohstoffe nie dem wahren Lieferanten, der Erde, abgelten mussten. Jetzt sind wir aber an einem Punkt angelangt, wo die Pyramide der theoretischen Werte - betrachten wir nur die Überbewertung so mancher börsennotierten Firma - nicht mehr durch Stützungen aus der realen Wirtschaft weiter gebaut werden kann. Egal, wie sie alle heißen, die Experten, jeder Normalbürger und besonders jede Normalbürgerin ( früher hätte man auch Hausfrau sagen dürfen ) erlebt es täglich, wer immer ein Vielfaches der Einnahmen ausgibt, stürzt ins Chaos. Es leben die studierten Experten und Expertinnen und ihr Blendwissen!

Gehts noch

geldgieriger als in der EU?!

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friedmanns freunde

Lauter geldgierige diktatoren.

Gast: Faktenchecker
05.08.2012 21:04
0 1

Krisen-Mythen

Nicht nur, dass Schellhorn wenig Ahnung von Friedman (geschweige denn von Keynes) hat. Er wiederholt auch ständig längst wiederlegte Krisen-Mythen.

Friedman hat natürlich nicht „nachgewiesen“, dass die Depression von den Notenbanken verursacht wurde. Er hat gezeigt, dass der Crash des US-Bankensystems zu einem Schrumpfen der Geldmenge und damit zu Deflation führte, und dass die US-Fed das verhindern hätte können, wenn sie nur die Druckerpresse ordentlich angekurbelt hätte. Und selbstverständlich wurde die Depression von „zu wenig Konsum“ verursacht. Das ist auch genau das, was Friedman meinte: Unterangebot am Geldmarkt bedeutet Unternachfrage am Gütermarkt.

Aber man kann ja nicht erwarten, dass der Autor von „Supermarkt“ was von Märkten versteht…

Gast: Fredak
05.08.2012 20:29
2 0

uns Normal Bürger glaubt ja keiner was........

Die Politiker sollten mehr auf uns Allten hören. Ich hab weder für die EU gestimmt noch sonstwas. I hob a gsogt, seinerzeit des geht in die Hosn der Euro. Wäre gut wenn das Volk in Zukunft mitreden darf.

Antworten Gast: pfff...
05.08.2012 23:38
1 1

Re: uns Normal Bürger glaubt ja keiner was........

damit einer gewinnen kann, müssen viele verlieren.
für Sie und für mich, ging der euro in die hose aber für wenige... in die hosentasche... und die wenigen profitieren davon enorm (tatsächlich). die haben die mittel um die politik dahingehend zu beeinflussen wo wir sind und noch desweiteren bruchlanden werden.
ich denke es läuft wohl alles exakt nach plan, nur natürlich nicht in unserem sinne...
es ist pure phantasie dass unsere politiker weltweit dämlich wären. sie handeln aus unserer perspektive dämlich, aber unsere perspektive ist irrelevant. weil wir das nicht überreissen, sind wir die eigentlich dämlichen. aber was macht der dumme? er erklärt jeden anderen für noch dümmer. was den politikern sehr gelegen kommt, die führen sich mit unseren finanzen auf wie die irren im anstalt. und wenn wieder 100milliarden weg sind, fragen wir: bittu dämlich? und er nickt und springt und sagt jaja, und transferiert noch 100milliarden. also wer ist nun dämlich? - na der, der dabei zuschaut dass er lachend (für generationen) ausgenommen wird.

Friedman war nicht alleine!


Beinahe jeder Wirtschaftswissenschaftler war der Ansicht, dass Europa noch nicht bereit, für den Euro ist..
Die Leute in der FED genau so wie in der Österreichischen Nationalbank, oder sonst wo.

Nur dieses Wissen war nichts Wert, da sich kein Politiker wirklich dafür interessiert hat..
Typisch Politik, zuerst handeln und erst im Nachhinein denken..

Gast: b754
05.08.2012 18:06
2 6

warum fleischhacker und nicht schellhorn

der mann stellt nur beahauptungen auf ohne jeglichen beweis und kompetenz

Also bitte Hr. Schellhorn....


...es gibt auch Leser, die auch etwas Ahnung von der Materie haben.

Es stimmt, Friedmann warnte. Aber er hat keinen Alleinstellungsanspruch!

Vor 14 Jahren, vor Euro-Einführung, haben 155 Wirtschaftswissenschafter in einem offenen Brief
hingewiesen, daß der Euro zu früh kommt und die Strukturen und wirtschaftlichen Verhältnisse zu unterschiedlich sind.

Das Scheitern war schon damals wissentschaftl. Kalkül.

Gast: Paria
05.08.2012 16:00
2 7

Und schon wieder falsch Herr S. ...

1) 80% der Not leidenden Immobilienkredite in den USA sind nicht unter dem, zuerst von Carter eingesetzten und dann von Clinton erneuerten, "Community Reinvestment Act" ausgegeben worden. Dies hat sogar die BIZ in einer Studie 2009/2010 festgehalten

2) Herr Friedman war ein, von Ehrgeiz zerfressener, Ideologe, der zur Durchsetzung seiner kruden Theorien auch nicht davor zurückschreckte, mit Massenmördern wie Augusto Pinochet zu fraternisieren. Solche Menschen sind alles Mögliche, nur keine Vorbilder

Gast: E.T.
05.08.2012 15:18
3 1

Für mich sind

alle Wissenschaftler, Politiker und Personen, die weit weg von jeglicher politischer oder wirtschaftsozioligischer Kenntnis sind, in Prognosen genauso ernst oder auch nicht ernst zu nehmen, wie die "Experten".
Der einzige Vorsprung eines Experten, ist der, dass er sich mit dem Thema befasst und nach seiner Meinung aufgrund der Vergangenheit eine Zukunftsprognose stellt, die aber nur dann zutrifft, wenn sein Rechenbeispiel linear verläuft, was aber nie möglich ist.
Somit ein Fischen im Trüben. Natürlich kann man Fakten aufzeigen, so war es, so könnte es die und die Auswirkung haben, aber gesunder Hausverstand trifft genauso oft ins Schwarze wie die Expertenmeinungen, da diese oft nur allzu starr in eine einzige Richtung blicken wollen und damit dann oft den wirklichen Vorsprung der Kenntnis der Zusammenhänge wieder verspielen.
Der Ansicht, dass der Euro am Schluss der EU erst stehen sollte und nicht am Anfang - damit kann ich mit Herrn Friedman aber vollinhaltlich anschließen.

Gast: Guter Artikel, was leider zu selten ist.
05.08.2012 12:56
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Toller friedmanischer Widerspruch: Da steckt wohl mehr ein Wort wie „manisch“ als „Fried“, weil im Fried, da ist es ruhig, was die Manie nicht leisten kann.

„… Er zerpflückte das noch heute geltende Dogma, wonach Depressionen nur durch höhere Staatsausgaben überwunden werden können. Diese schaffen aber keine Jobs, sie beschleunigen nur die Entwertung des Geldes … nicht der Kapitalismus versagt, es waren die Notenbanker mit der Verringerung der Geldmenge. So sieht das übrigens auch Ben Bernanke, aktueller Präsident der US-Notenbank „Fed“. Wenn er meint, die Märkte müssten in depressiven Phasen mit Geld geflutet werden …“

☛Ein Dogma zerpflücken: Man soll etwas auch mal anders sehen.

NUR durch höhere Staatsausgaben: Es gibt also Alternativen wie das Gegenteil davon: Das wäre sparen (Reduzierung der Geldmenge!).

Sie beschleunigen die Entwertung des Geldes: Inflation!

Die Notenbanker haben versagt mit der Verringerung des Geldes: Deflation!

Bernanke sieht es gleich – deshalb: Flutung des Marktes mit Geld: Inflation!☚

Alles klar? Wie Busch schon erklärte: Der Widerspruch hat viel für sich, gesetzt den Fall, ich tadle mich …

Oder Erich Fried in „Was ist es“schon schrieb:

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Nur wissen tun sie alle nichts: Nicht Friedman und schon gar nicht der Bernanke!

Antworten Gast: shopperimarbeitsmarkt
05.08.2012 18:47
0 0

Re: Toller friedmanischer Widerspruch: Da steckt wohl mehr ein Wort wie „manisch“ als „Fried“, weil im Fried, da ist es ruhig, was die Manie nicht leisten kann.

Sparen ist schön und gut, und auch richtig, aber s müsste was für den Arbeitsmarkt auch getan werden.

Antworten Antworten Gast: Da muss eben eine
05.08.2012 22:30
0 0

Tobin- und eine Dallingersteuer her,

dann würd's sich schon richten mit der Zeit!

Antworten Gast: G. Dudenh.
05.08.2012 16:28
0 1

Mann, Sie erwarten ganz schön viel von den Sandkastenkindern, die

sich in diesem Blog hier tummeln, so auktorial wie Sie schreiben. Autsch, jetzt müssen die auch noch dieses Wort nachschlagen. Aber, ich bin da voll und ganz Ihrer Meinung. M. F. handelte, sprach und schrieb eben stets situationsabstrakt! Aber mit solchen, selbst herauszufindenden Textlücken, Anspielungen und Zusammenhängen die sie als gegeben voraussetzen, werden Sie in diesem Blog nur sehr, sehr wenige Leser beglücken können. Trotzdem: Meinen Glückwunsch zu Ihrer Erkenntnis!

Antworten Gast: Oh, ich
05.08.2012 16:01
0 0

muss da was korrigieren:

Erich Frieds Gedicht heißt nicht "Was ist es?", sondern:

Was es ist

Und: "… wie „manisch“ als „Fried“ dahinter …"
Oder: “… Darin steckt wohl mehr ein Wort wie „manisch“ als „Fried“, weil …“

Gast: Ökonom (38)
05.08.2012 10:49
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M. Friedman ist reiner Ideologe und war nie ein Wissenschaftler.



Und tatsächlich ist die 2008 ausgebrochene gewaltige Weltwirtschaftskrise ein klarer Beweis, dass sich liberalisierte Märkte nicht zum Positiven regeln.

P.S.: Es gibt sehr viele bürgerlich denkende Ökonomen, die Friedman nachhaltig kritisieren.

Re: M. Friedman ist reiner Ideologe und war nie ein Wissenschaftler.

Hypothekenbanken geben zahllosen Menschen Kredite, und zwar hohe Kredite, deren Rückzahlung fraglich war. Ein sicheres Rezept zur Auslösung einer Krise gibt es wohl kaum. Nur hat das nichts mit liberalisierten Märkten zu tun, sondern mit der Regierung Clinton, die sich sich Wählerstimmen kaufen wollte und die ausreichend Einfluß auf die Banken hatte.

Antworten Antworten Gast: Febobo
06.08.2012 21:16
0 0

Re: Re: M. Friedman ist reiner Ideologe und war nie ein Wissenschaftler.

Selbst die CRA zwang zu keinem Zeitpunkt Banken Kredite an wen auch immer zu vergeben.

Das waren immer Einzelentscheidungen von Banken, die die Kreditzinsen und als Sicherheit Immobilien sahen, die "immer weiter steigen".

Selbst die Kredite, die unter dem CRA vergeben wurden, hatten höhere Rückzahlungsquoten als "normale" Kredite.

Klassisches Marktversagen, das durch die Krise 2008 bereinigt worden wäre. Leider sind die destruktiven Kräfte des Kapitalismus so stark, dass sie die gesamte Zivilisation in den Abgrund gerissen hätten.

Antworten Gast: bill2
05.08.2012 12:06
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Re: M. Friedman ist reiner Ideologe und war nie ein Wissenschaftler.

Die Krise 2008 hat nichts mit liberalisierte Märkte oder sonst was zu tun.

Die Krise 2008 ist auch keine Weltkrise, sondern nur des Westens, der 40 Jahre über seine Verhältnisse gelebt hat und nun die Rechnung präsentiert bekommt.

Wie üblich werden Schuldige gesucht und durch Gelddrucken das Ganze hinausgezögert und damit explosiv verschlechtert.
Aber irgendwer muss irgendwann diese Rechnung bezahlen.
>Wir zahlen nicht für eure Krise>ist nur Verdrängung. Da steht keiner hinter uns, dem wir die Rechnung weiterreichen können.

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Tatsächlich wurden es griechische Anleihen...

Hätte Friedmann vorhergesagt, dass die EZB griechische, irische, spanische und italienische Staatsanleihen kaufen wird müssen, dann hätten es damals schon die Leute verstanden.

Die EU-Austrittspartei ist jedenfalls für eine Rückkehr zur österreichischen Schilling-Währung.

Antworten Gast: gutalsoo
05.08.2012 18:48
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Re: Tatsächlich wurden es griechische Anleihen...

Gut, dann hätten wir den ÖS. Was passierte dann?

Re: Tatsächlich wurden es griechische Anleihen...

Hat er, keine Sorge. Natürlich nur in groben Zügen, welches Land den Anfang machen würde und in welcher Reihenfolge die Eurokraten welchen Unsinn machen würden, das war wohl etwas schwer vorherzusagen, aber im Großen und Ganzen hat er die Schwächen des Euro vorhergesehen.

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Re: Re: Tatsächlich wurden es griechische Anleihen...

Ja, im großen und ganzen gat er es richtig vorhergesagt und gut beschrieben.

Übrigens ahnte es auch 1/3 der österreichischen Bevölkerung, die schon bei der Volksabstimmung 1994 gegen den EU-Beitritt Österreichs gestimmt hat.

 
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