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SuperMarkt: Flucht aus dem Wohlstand

18.08.2012 | 17:56 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Tausende hoch qualifizierte junge Menschen kehren Österreich jährlich den Rücken. Und das, obwohl das Land so viel zu bieten hat. Sagt man. Immerhin dürfte das Ausbildungsniveau besser sein als angenommen.

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Eigentlich ist Österreich ja ein unschlagbar tolles Land: Die Luft ist frisch, das Wasser rein, die Lebensqualität hoch, das Sozialsystem nicht gerade kleinlich, das Gesundheitswesen eines der besten der Welt, die Kluft zwischen Arm und Reich klein, die Wirtschaft so stark wie in kaum einem anderen Staat – und an die Menschen gewöhnt man sich früher oder später auch. Und dennoch fliehen jährlich tausende Absolventen österreichischer Hochschulen über die Landesgrenzen, weil sie sich dort ein besseres Leben erhoffen, wie eine von dieser Zeitung jüngst publizierte Studie offenlegt.

Nicht einmal jeder fünfte ausländische Abgänger einer heimischen Universität hält es für eine tolle Idee, sich in Österreich eine berufliche Existenz aufzubauen. Und das, obwohl der Zugang zum Arbeitsmarkt deutlich erleichtert wurde. Auch 20.000 Österreicher verlassen pro Jahr die Insel der Seligen, nicht nur Akademiker. Aber die Abwanderer „sind jung und hoch qualifiziert“, sagt Heinz Fassmann, Migrationsexperte und Vizerektor der Uni Wien.


Ermutigende Landflucht. Das ist ein erfreulicher Befund. Im Ernst. Immerhin dürfte das Ausbildungsniveau besser sein als angenommen, andernfalls fänden heimische Facharbeiter und Akademiker jenseits der Staatsgrenzen keine Jobs. Nicht weniger ermutigend ist, dass eine wachsende Zahl von jungen Menschen nicht mehr gewillt zu sein scheint, dem gekonnten Herunterwirtschaften des Landes tatenlos zuzuschauen. Sie verstehen nicht, warum sie sich nach einem ausführlichen Studium oder einer harten Lehrzeit die Hälfte ihres bescheidenen Arbeitseinkommens vom Staat beschlagnahmen lassen sollen, damit dieser ein Budgetdefizit nach dem anderen einfährt.

Jungen Menschen ist auch kaum zu vermitteln, warum sie jede Menge Geld an die staatliche Pensionskasse abzuliefern haben, nur damit ganze Vorgängergenerationen sanft in den Vorruhestand gleiten können. Zumal das staatliche Pensionssystem kracht wie eine Kaisersemmel und für die Zahler von heute nicht viel mehr bereithalten wird als ein bescheidenes Taschengeld.
Schutzpatron der Mittelmäßigen. Die jungen Leute wissen zwar, dass Österreich ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist. Aber nicht so sehr für gut Ausgebildete und Leistungswillige. Sondern für jene, die über die richtigen politischen „Connections“ verfügen und schon in zarten Jahren von der Politik in Positionen gehievt werden, um dort ihren Gönnern demütige Dankbarkeit zu erweisen. Der große Rest ist zum Frondienst am mächtigen Umverteilungsstaat verdammt. Die Arbeit ist hart, und sie beginnt früh. Wer hierzulande 2500 Euro brutto im Monat verdient, kostet seinen Arbeitgeber 3281 Euro. Davon darf der Beschäftigte netto 1669 Euro behalten, macht eine Besteuerung von flotten 49 Prozent. Bei 2500 Euro brutto. Hinzu kommen noch Verbrauchs- und Umsatzsteuern.

Nun wird den jüngeren Menschen von den Regierenden erklärt, dass auch den „Reichen“ stärker auf den Pelz gerückt werden soll. Vermögenssteuern und Solidarbeiträge sanieren aber weder Budgets, noch verbessern sie die Chancen junger Leute, ein von staatlichen Zuwendungen unabhängiges Leben führen zu können. Ihnen wird vielmehr vorgeführt, dass dem Staat auch jene Bürger nicht durch die Lappen gehen, denen das Kunststück gelungen ist, trotz hoher Steuern auf Arbeitseinkommen zu einem Vermögen zu kommen. Teil zwei der Lektion: Privatvermögen werden toleriert, solange der Schuldenrausch des Staates von den Finanzmärkten finanziert wird. Verliert der Zahlungsstrom an Kraft, wird ungeniert auf die privaten Vermögen der Bürger zugegriffen.

Junge Menschen dürfen hierzulande auch tagtäglich Minister und Regierungschefs bestaunen, die nicht wissen, wohin die Reise eigentlich gehen soll. Gut bezahlte Manager des Staates, die keine Antwort auf die Frage haben, warum ausländische Delegationen in zehn Jahren Österreich besuchen sollen, um sich bahnbrechende Entwicklungen vor Ort anzusehen. Stattdessen wird den jungen Leuten eingehämmert, dass allein verrückt spielende Märkte für alle Probleme dieser Welt verantwortlich seien und der Staat für alles die Lösung sei. So einfach kann die Sache sein.

Weniger einfach ist es, sich in Österreich selbstständig zu machen. Wer es versucht, braucht vor allem eines: Zeit. Neben einer in staatlichen Schulen antrainierten Risikoaversion zügeln professionelle Bürokraten und Zwangskammern den Unternehmergeist. Bis alle Amtswege zur Firmengründung beschritten sind, vergehen in Österreich 28 Tage. Laut Weltbank bedeutet das Platz 134 von 183 untersuchten Ländern. Wer dann auch noch erfolgreich wirtschaftet, darf den Lohn für seine Mühen und die eingegangenen Risken mit einer unbeteiligten Allgemeinheit teilen. Wer scheitert, wird allein gelassen und als Versager geächtet.


Starke Konkurrenz. Demgegenüber stehen Länder wie Kanada, Neuseeland, Australien oder die Schweiz. Allesamt Staaten mit niedriger Verschuldung, tragfähigen Haushalten, guten Schulen, tadellosen Krankenhäusern und bestens befahrbaren Straßen. Freie Marktwirtschaften, in denen die Mehrheit der Bevölkerung nicht glaubt, dass es der Staat ist, der für hohen Wohlstand sorgt. Sondern gut ausgebildete, talentierte und leistungsbereite Menschen, die auch dementsprechend behandelt werden. Allesamt Länder, die zeigen: Frische Luft, sauberes Wasser und hohe Lebensqualität gibt es nicht nur in Österreich. Jungen Menschen ist es nicht zu verdenken, sich diese Gegenden etwas genauer anzusehen. Im Gegenteil.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.08.2012)

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113 Kommentare
 
12 3
Gast: beschwerer
21.08.2012 22:33
0 1

privatisiert schellhorn!


Gast: filippinho
20.08.2012 21:52
0 1

Der Artikel ist einfach schlecht.

Der Artikel ist einfach schlecht. 20 Themen in einen Topf geworfen, kräftig umgerührt und am Ende entsteht eine diffuse emotionale Suppe aus ein bißchen von Allem aber nix wirklich Profundem.
Highlight ist dann das Finale, bei dem der Autor die ganze Welt abgrast um dann doch noch 4 Länder zu finden, von denen 3 neun bzw. über zwanzig Flugstunden von Österreich entfernt sind, aber angeblich starke Konkurrenz für unseren Arbeitsmarkt sein sollen.

Gast: Sebastio
20.08.2012 15:06
0 0

Schreib von unterwegs !!

es ist aber auch schön in österreich (seen,berge) !! halleluja, werde ich bald wieder mit meinen skiern die hänge hinunter sausen,gut essen u. trinken gehen u. eben eine menge kohle verprassen in boutiquen/geschäften aller art (wobei mir aber z.b diese vignette echt am zeiger geht,u. wenn sie auch nur 1.- kosten würde) , aber um all das tun zu können musste ich österreich verlassen u. um unter anderem in deutschland geld zu verdienen ,mir fiele beim besten willen nichts ein wie ich in österreichs kleinen privatwirtschaft(auch die schweiz ist klein) jemals so viel geld verdienen könnte ,aber auch an verantwortung u. möglichkeiten die man eben hat in ländern die international(er) aufgestellt sind als dies österreich ist (leider) würde es scheitern !! ps: es bräuchte meines erachtens eine abkehr von dieser leidigen beamtenkultur ,diesen staats u. staatsnahen unternehmen mit ihren unterkommern u. ausnutzern denn gute leute haben "wir" genug in österreich das sieht man schon alleine im fremdenverkehr(u. auch bzgl. der öst. leute auf die ich geschäftlich im ausland so stoße) auf den man auch "immer wieder" positiv angesprochen wird im ausland,diese stimmung aber dann oftmals kippt wenn es ins geschäftliche geht,dem mühsamen vertrieb wegen --> "kenn ma net-brauch ma net", der bürokratie,der oftmals kleinbürgerlichen einstellungen ,wettbewerbsverzerrende subventionierte staatsnahe konkurrenz usw. usw. !!

Gast: Alfred
20.08.2012 13:53
0 0

„Eine österreichische Wirtschaft“ halt


Jugendwahn der Wirtschaft, Frühpensionierung,
Prekariat, Freunderlwirtschaft


Gast: wen wunderts?
20.08.2012 10:53
5 0

wen wunderts?

Ich lebe seit 13 Jahren im Ausland, davon 6 Jahre in der Schweiz.

Beispiel gefällig?
Einstiegsgehalt Grundschullehrerin: 65,000 CHF. Steuern + Sozialabgaben je nach Wohnort 10 bis 15 % Total ! Ein Pärchen, das also den Berufseinstieg als Grundschullehrer wagt, verdient nette zusammen 9,200 bis 9,600 CHF. Die Miete ist mit 2,500 CHF nicht billig, aber relativ zum Einkommen ok. 3,000 bis 4,000 Lebenshaltungskosten reichen für einiges an moderaten Ausflügen, Abendessen und einen Urlaub pro Jahr. Sparquote: zwischen 3,000 und 3,500 CHF pro Monat. Könnte ein Grundschullehrerpärchen in Oesterreich ähnliche Summen auf die Seite legen?

Aehnlich ist es in allen Branchen. Ausserdem ist man hier nicht neidig, genausowenig wie in den USA. End-20er könnnen in der Schweiz durchaus schon 150,000 bis 200,000 CHF bei entsprechender Leistung als top qualifiziertes Kaderpersonal verdienen.

In Oesterreich? Da muss man sich zuerst mal jahrzehntelang anbiedern und den Mund halten, um dorthin zu gelangen.

Wundert Euch nicht. Oesterreich ist ein Land für wohlhabende Pensionisten, aber nicht für Mitt-30er, die Vermögen aufbauen wollen.

Neid, Missgunst, Klassenkampf, hohe Steuern, hohe Sozialabgaben, wenig unternehmerische Freiheit, viel Bürokratie und über allem schwebt… die Hand der Parteipolitik

Mfg

Antworten Gast: yamo
20.08.2012 14:31
1 1

Re: wen wunderts?

Der Unterschied ist: wenn man in Österreich, als österreichischer Lehrer, so etwas schreibt, dann kommen die Neidmeldungen von wegen viel Geld für wenig Arbeit.

Schreibt das ein in die Schweiz ausgewanderter Lehrer, wird es als Bestätigung für die tolle Schweiz (bzw. eigentlich das versumpfte Österreich) gesehen.

Mit anderen Worten, es ist alles nur Nörgelei und Selbsthass. Sonst nichts.

Antworten Antworten Gast: wen wunderts?
20.08.2012 16:37
1 0

Re: Re: wen wunderts?

Ich bin ja auch kein Lehrer. Es war ein Beispiel, vorallem die Lohnnebenkosten sind sehr gering. Der Punkt ist aber auch, dass Lehrer hier wesentlich mehr arbeiten, und nicht 10 Wochen in einem Urlaub haben. Weiters herrscht hier ein grosser Wettbewerb zwischen Schulen. Und Lehrer sind kündbar !

Re: wen wunderts?

perfekt, genau meine Ansicht.
Dieses Land ist so verfilzt mit Parteipolitik, dass es ein Graus ist.

Gast: Dr. Josef K.
20.08.2012 10:52
0 0

Auch wenn es die Euro-Fanatiker abstreiten



http://ftalphaville.ft.com/blog/2012/08/17/1123391/greece-portugal-and-spain-really-have-benefitted-most-from-the-euro/

„we’d note the particularly cruel decade suffered by Austrians“


Gast: Gastname*
20.08.2012 09:01
1 1

Überschrift*

cooler artikel. danke!
der artikel beschreibt ja gut, warum unser land so lebenswert ist, weil es ja eben nicht auf (messbare) leistung ankommt.

österreicher leisten eben nur was unter deutscher führung *lol* aber das hat ja auch nix gebracht.

da ist der stronach schon besser. den wähle ich sicher. der hat auch ein ablaufdatum ... sehr bequem!

Gast: advo
20.08.2012 07:23
3 1

Flucht aus der Steuer- und Parteienfilzokratie

Die Aussichten gut zu verdienen und seiner Familie einen gewissen Standard zu gewähren ist in Österrreich so gering, dass es verständlich erscheint, dass junge Leute die sich etwas zutrauen ins Ausland gehen.
Für die Weggehenden kommen dafür Asylanten und Zuwanderer, die vielfach aufgrund geringer Sprachkenntnisse kaum geiegnet sind die entstandenen Lücken zu füllen.
Wie heißt es so schön, jeder kriegt das was er verdient!



Gast: Die brutale Wahrheit:
20.08.2012 07:17
6 0

Einige haben es sich gerichtet, die Masse arbeitet fürs nackte Überleben!

Wer es nicht glaubt, möge sein Gehalt hernehmen und die Fixkosten abrechnen.

Da fallen Miete, Nahrung, Transport, Kleidung,.. an, unterm Strich bleibt nicht viel!

Auch wenn am Gehaltszettel die 2000-er Grenze überschritten wird, ist man oft an der Kippe zur Armut. Die Preise sind in den letzten Jahren wahnsinnig gestiegen, auch die ganzen Steuern und Abgaben!

Das ganze Steuergeld geht an die Kernwählerschichten von ÖVP und SPÖ: Landwirte, Betriebe, die EU, Großindustrielle und auch an Massen von Leuten, die NIE einen Handgriff Arbeit machen.

Der SPÖ werde ich nie verzeihen, daß Immigranten sich vier Kinder zulegen können und alles vergünstigt kriegen. Als Einheimischer ist bei zwei Kindern Schluß, ich muss ALLES und oft doppelt zahlen!

Österreich ist ein SCHÖNES, lebenswertes Land !!


Leider sind die unSozialpartner von einer hilfreichen Nachkriegsorganisation zu einer KINDER-Ausplünderungsorganisation verkommen.

Gerechtigkeitsempfinden u. Intelligenz sind laut Psychologie gekoppelt. Das ergibt etliche Fragen an die Gewerkschafts-Prolos, Arbeiterkämmerer u. Feigmänner...

Verglichen mit der Schweiz oder Schweden sind wir ein "deutschsprechender Balkanstaat" ohne Transparenz.

Schweiz: 35% Abgabenquote + 7% MWST + BUDGETPLUS. GLEICHE Sockelpension für ALLE ab 65, VÖLLIGE Transparenz aller Geldflüsse im öff. Bereich. Keine endversorgten Politiker in staatsnahen Betrieben. Keine selbstherrlichen, ökon. halbgebildeten Landespolitiker u. Bürokraten. KEINE Sonderverträge, KEINE BEAMTEN mehr usw. usf.

Somit ist klar: Treibt das zynische Politiker & unSozialpartnergesindel aus dem Land.

DANKE

0 0

Re: Österreich ist ein SCHÖNES, lebenswertes Land !!

... nach Strasser, Elsner, Gerharter, Grasser, Kärnten, Burgenland ... und mit Faymann, wird sich nichts ändern, es wird der Parteifilz noch dicker, Geld wird weiter in dubiosen Parteivereinen und bei Freunderln versickern. Es wird weitergetan als ob es all die Strassers und Grassers nicht gäbe.
Pfeiferlkonzert gabs jeden Do gegen Schwarz/Blau, ich gehe sofort hin wenn es gegen Rot/Schwarz zu pfeifen gilt, nur weg aus Österreich mag ich halt nicht.

dem ist nichts mehr hinzuzufuegen

bin auch schon weg sein ein paar jahren ;-))

Re: dem ist nichts mehr hinzuzufuegen

ich meinte seit

Gast: yamo
20.08.2012 00:08
0 0

Sis kauntri is tu smoll

warum aber der Autor obiger Zeilen, die sicher ganz genauso toll, korrekt und hochintelligent sind wie der Autor selbst, immer noch hier beheimatet ist, hat er vergessen dazu zu schreiben.

Gast: heino ist cooler als du
19.08.2012 22:31
0 0

woher...

....weiss das der herr schellhorn eigentlich. wurden die betroffenen befragt, gibt es eine studie dazu oder sind es einfach nur seine ideen warum es so ist. lebe auch im ausland....

Gast: Jose Mario Branca
19.08.2012 19:37
2 0

Sucht Euch andere Länder

Wer arbeitet schon gerne für einen Herrn Feigmann und Kosorten.

So einfach ist das.

Und keiner unserer Sozialutopisten sieht es kommen. Dieses Land ist nicht umsonst Ausländer- und leistungsfeindlich.

In ein paar Jahren gibt es hier nur noch Beamten, viele alte Nazis und ein paar Sozen, die sich als Frühpensionisten wundern werden, warum sie sich um den wieder als Währung eingeführten Schilling nix kaufen können.

Warum so negativ?

Ich habe international gelebt und kenne kaum ein Land, welches seinen Menschen einen so hohen Lebensstandard bietet, wo die soziale Abfederung extreme Armut verhindert, wo jugendlichen Chancen geboten werden.

Österreich hat EU-weit die geringste Arbeitslosigkeit, Wien wird international von vielen als lebenswerteste Stadt der Welt angesehen.

Wenn man selbständig werden will, muss man die Befähigung nachweisen, nur darum kann es länger dauern, ansonsten geht das Gründen in wenigen Tagen und kostet ein paar hundert Euro. Das ist gut so und fördert die Qualität. Wer am Kammerbeitrag (150€/Jahr) scheitert, hat vielleicht generell ein Problem mit seiner Wettbewerbsfähigkeit.

Die Schulausbildung ist auf hohem Niveau, wer seine Kinder im Ausland zur Schule schicken musste, weiss das.

Das so etwas nicht umsonst ist und Solidarität braucht, versteht sich von selbst.

Sicher - man kann immer noch besser werden. Immerhin, Herr S., haben Sie diesmal die Lohnnebenkosten richtig gerechnet.

Antworten Gast: Bärenfalle...
19.08.2012 19:17
2 1

Re: Warum so negativ?

Sie lasen eine Werbesendung der SPÖVP.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
19.08.2012 18:49
11 0

Realistätsferne Argumentation!

Jugendliche Chancen?
Die Realität schaut, nach den realen Einkommen, doch so aus:

Unselbstständig Erwerbstätige:
20-29 Jahre: 18.388.-
30-39 Jahre: 27.671.-
40-49 Jahre: 33.599.-
50-59 Jahre: 38.410.-

Vertragsbedienstete:
20-29 Jahre: 21.627.-
30-39 Jahre: 28.759.-
40-49 Jahre: 33.414.-
50-59 Jahre: 35.818.-

BeamteInnen:
20-29 Jahre: 33.641.-
30-39 Jahre: 39.397.-
40-49 Jahre: 47.001.-
50-59 Jahre: 57.617.-

Dazu kommt noch, dass schon etwa 400.000 Ruhegenießer gibt, welche sich aus den öff. Geldern noch mehr nehmen als die aktiv Beschäftigten überhaupt verdienen.

Warum geringe Arbeitslosigkeit?
Um den Regierungsschmäh zu erkennen, dazu braucht man sich nur die verfügbaren Arbeitskräfte in % der Gesamtbevölkerung anzuschauen.

1) Schweiz........55,7%
2) Deutschland..53,6%
3) Tschechien....51,8%
4) USA..............48,9%
5) Griechenland..46,2%
6) Frankreich......45,0%
7) Österreich......44,6%

Hätte Ö die gleiche Struktur wie die CH, dann hätte Ö um gut 900.000 Menschen mehr in Arbeitslosigkeit. Hätte Ö die gleiche Struktur wie D, dann hätte Ö um gut 700.000 Menschen mehr in Arbeitslosigkeit.

Schulausbildung ist auf hohem Niveau?
28% der 15/16jährigen können nicht sinnerfassend Lesen, 23% haben Probleme mit den Grundrechenarten!
Das, obwohl Ö um 54% höhere Kosten für das Bildungssystem als D hat!

Zu Armut und Wien gibt es auch ganze andere Berichte / Meinungen als Ihre Behauptungen.

Posten Sie aus dem geschützten Bereich?

Re: Realistätsferne Argumentation!

Man kann alles ins Negative drehen. Sie kritisieren auf hohen Wohlstandsniveau.
Ich gehöre übrigens zu den Einzahlern ohne auch nur im Ansatz einen entsprechenden Anspruch auf Pension und sonstige staatliche Leistungen zu haben. Ich wunder mich über Leute wie Sie, die nicht erkennen, auf welchem Wohlstandsniveau - auch bei sehr geringem Einkommen - sie leben. Sie waren noch nicht wirklich in der Welt, wenn Sie dies nicht sehen.


Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
20.08.2012 08:17
3 0

Re: Re: Realistätsferne Argumentation!

Es stimmt, ich habe ein sehr hohe Wohlstandsniveau. Dieser Wohlstand wurde im Ausland geschaffen und hat mit Österreich gar nichts zu tun. Ich konnte es erst nach einer Flucht aus Österreich durchschlagend schaffen. Vorher wurde ich von der Ö Staatlichkeit nur ausgeraubt.

Es ist aber leider so, dass viele Österreicher mein Wohlstandsniveau bei Weitem nicht erreichen. Genau das wird von vom mir auch kritisiert.

Wen man die Armutsberichte für Österreich liest, besonders die Entwicklung seit 1995 beobachtet, dann sind Ihre Aussagen eine Verhöhnung von Millionen Menschen in Österreich. Immerhin hat die Ö Regierung schon offiziell mehr als 1/2 Million Menschen in manifester Armut zu verwalten und mehr als 1 Mio. Menschen gelten als Armutsgefährdet. Abgesehen von dieser Betrachtung, welche auf dem Medianeinkommen beruht, sollte man sich auch die Einkommen dieser Menschen anschauen. Die Realeinkommen sinken ja seit mehr als 10 Jahren. Tatsächlich hat Österreich schon 2,7 Mio. steuerpflichtige Menschen (von ca. 6,5 Mio.), welche mit einem monatlichen Einkommen von unter 786.- Euro (14/12) auskommen müssen. Wenn Sie das als "Wohlstand" bezeichnen, dann kennen Sie die Kosten zum Überleben in Österreich nicht!

Vielleicht sollte man Österreich nicht mit Mali vergleichen sondern die notwendigen Korrekturen in Österreich endlich machen.

Ihr Vorwurf, "Sie waren noch nicht wirklich in der Welt", geht in meinem Fall ins Leere.

Gast: bin seit xyz weg
19.08.2012 16:57
3 2

lebe auch seit jahren im ausland

eines hat man in dem artikel vergessen: das land ist nicht gerade weltoffen, kirchlich-konservativ und in vielen belangen sehr weit rechts....

 
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Hobbyökonom