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SuperMarkt: Der Sieg über die Liberalen

08.09.2012 | 18:04 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Die Europäische Zentralbank wird klammen Staaten ab sofort unbegrenzt Geld zur Verfügung stellen. Eine künstliche Ausweitung der Geldmenge bringt aber nicht die versprochene Lösung ökonomischer Probleme.

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Recht gehabt zu haben, ist, wie ein älterer Kollege meint, nur der Trostpreis im Leben. Läge er damit richtig, dann dürfte die im globalen Ideenwettstreit zu vergebende „Knacker“ längst in festen Händen sein. So sagte der slowakische Ökonom Ján Oravec bei einer Tagung am vergangenen Mittwoch in Prag: „Noch nie hatten wir Liberale mit unserer Kritik so recht wie heute. Und noch nie wurden wir dafür mehr gehasst als heute.“ Da ist was dran. Nur einen Tag später hat die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem letzten Tabu gebrochen und aller Welt verkündet, künftig unbegrenzt Geld zu drucken, um verschuldete Wohlfahrtsstaaten vor dem Bankrott zu retten.

Es ist das kleine Wörtchen „unbegrenzt“, das den großen Unterschied macht. Das wissen nicht zuletzt die Vertreter der Krisenländer und deren Geldgeber, die über den EZB-Entscheid ebenso jubelten wie jene Ökonomen, die unabhängig von der konjunkturellen Großwetterlage wortreich erklären, warum der Weg zu „gerechtem“ Wohlstand mit schuldenfinanzierten Staatsausgaben gepflastert ist.


Putsch in der Zentralbank. Für liberale Ökonomen ist das unbegrenzte Drucken von Geld zur „Lösung“ budgetärer Engpässe wiederum so, als versuchte man Schwermütige mit österreichischer Filmkunst zu erheitern. Die einzige Autorität, die von ausgabefreudigen Regierungen akzeptiert wurde, waren steigende Zinsen. Je mehr die Kreditgeber fürchten mussten, ihr Geld nicht zurückzubekommen, desto stärker erhöhten sich die Risikoaufschläge – und damit der Druck auf die Politik, den Ausgabenrausch zu bremsen, um nicht von der Zinslast erdrückt zu werden. Dieser letzte Wächter der Stabilität wurde nun aus dem Weg geräumt, die Politik hat freie Hand. Ein finaler Sieg über die „Marktfanatiker“, der in den Peripherieländern mit euphorischen Kursgewinnen gefeiert wurde.

Mittlerweile stellen mit der „Fed“, der Bank of England, der Bank of Japan und der EZB alle großen Notenbanken der Welt „ihren“ Regierungen unbeschränkt Geld zur Verfügung. Was könnte die politische Bedeutungslosigkeit der Liberalen deutlicher machen als das? Immerhin beschreiben deren Ahnherren seit fast 100 Jahren in anschaulichen Bildern, warum das Anwerfen der Notenpresse zur Bekämpfung budgetärer Probleme keine wirklich brillante Idee ist.

Eine künstliche Ausweitung der Geldmenge bringt nämlich nicht die versprochene Lösung ökonomischer Probleme. Sie ist deren Ursache. Bereits im Kreditboom der 1920er-Jahre prognostizierte Ludwig von Mises den großen Börsencrash. Weil das viele billige Geld die Verbraucher verleitet, ihre Ersparnisse in den Geschäften zu lassen, statt sie auf den Sparkonten der Inflation zum Fraß vorzuwerfen. Gleichzeitig werden Unternehmer zu falschen Investitionsentscheidungen verführt. Geld fließt in Projekte, die unter normalen Umständen nie realisiert würden, weil sie sich bei höheren Kapitalkosten nicht rechneten. Das alles führt zu Blasen, die früher oder später platzen müssen, wie Mises erkannte.

Das hinderte die US-Regierung unter Präsident Bill Clinton nicht daran, zu Beginn der 1990er-Jahre per Gesetz dafür zu sorgen, dass die Banken auch mittellosen Bürgern Zugang zu Krediten für den Erwerb von Eigenheimen gewähren mussten. Das freute Neo-Hausbesitzer, Bauwirtschaft und Immobilienmakler. Umso mehr, als die US-Notenbank Fed nach den Anschlägen vom 11.September 2001 unter tatkräftiger Mithilfe von George W. Bush die Zinsen senkte, um die Konjunktur nicht einbrechen zu lassen.

Mit Erfolg – und verheerenden Folgen: Der boomende Immobilienmarkt wurde weiter angeheizt, was zu immer irrwitzigeren Preisen führte. Mit ihnen erhöhte sich auch die Bonität der Hausbesitzer, denen nun auch Kredite für neue Autos und schöne Urlaube nachgeworfen wurden. Bis plötzlich die Kunden den Stecker zogen, weil sie die Preise nicht mehr zahlen konnten. Die Nachfrage ebbte ab, die Preise brachen ein, die Sicherheiten der Hausbesitzer lösten sich in Luft auf, nicht aber deren inzwischen gewachsene Schulden. Die aus der geplatzten Blase resultierenden Kosten brachten die heillos verschuldeten Staatshaushalte vollends ins Wanken.


Böser Kapitalismus! Schuld daran waren nicht spendierfreudige Regierungen und deren gut gemeinten Eingriffe in das Marktgeschehen. Sondern die Banken und ihr verantwortungsloser „Kapitalismus“, der das alles möglich machte. Jene Wirtschaftsordnung also, die auf dem Privateigentum der Produktionsmittel und der freiwilligen Interaktion von Menschen beruht. Ein System, das zwar Millionen von Menschen aus der Armut geführt hat, aber in westlichen Wohlstandshochburgen zu den größten aller Übel zählt. Warum? „Weil die Liberalen die wichtigste Schlacht verloren haben: jene über die Bilder und Begriffe“, meint Oravec. Der Terminus Kapitalismus werde nur noch als „Kasino-Kapitalismus“ oder „Finanzkapitalismus“ geführt. Selbst renommierte Publikationen wie die „Financial Times“ machen sich über das einsame Schicksal der „Marktgläubigen“ lustig. Als wären Märkte eine Religion, deren Existenz erst einmal bewiesen werden müsste.

Die Liberalen scheinen die Fähigkeit verloren zu haben, die Menschen mitzunehmen. Während ihre Gegner „unbegrenzt“ Geld für „soziale Gerechtigkeit“ versprechen, haben die Vertreter der Freiheit nur Blut, Schweiß und Tränen anzubieten. Vor 300 Jahren konnten sie die Menschen noch davon überzeugen, dass sie keine Kaiser und Fürsten brauchen, um unfallfrei durchs Leben zu kommen. Heute erklären sie den Bürgern noch vergeblich, dass die Kaiser und Fürsten zwar weg sind, aber ihnen dafür Minister, Landeshauptleute und Bürokraten sagen, wo es langgeht. Womit die Liberalen wenigstens noch auf den Trostpreis hoffen dürfen.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.09.2012)

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100 Kommentare
 
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Gast: Thomborizer
14.09.2012 09:48
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Herr Schellhorn als weint?

Die psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen eines "Neoliberales" Systems zeigen sich daran wie Institutionen organisiert sind. Wir reden hier von einem soziologischem Ganzen und nicht nur über Wirtschaft und Politik. Lesen sie Herrn Sennett. Von mir aus auch Herrn Smith, der sich ausschließlich auf feudale Verhältnisse bezogen hat.
Sie Herr Schellhorn. als Gewinner in unserer Gesellschaft, haben wahrlich keinen Grund Blut und Tränen vorzutäuschen.

Gast: gast87
13.09.2012 16:35
0 0

Wirklich..

...lieb, wie sich hier alle vom Schellhorn einwickeln lassen. Er hat in einigen Punkten, die er im Supermarkt bringt, recht. Es ist aber scheinbar allen egal, dass er die Grundprobleme unseres Systems einfach ignoriert.
In diesem Sinne, Herr Schellhorn, befassen sie sich doch bitte mit den weit wichtigeren Themen:
-->Geldschöpfung(etwaige Vor-u. Nachteile einer Monetative gegenüber der Geldschöpfung durch Privatbanken)
-->Schuldenkrise=Guthabenkrise=Verteilungskrise
-->Zinseszinssystem kreiert Wachstumsnotwendigkeit
-->Frage nach der Wachstumsnotwendigkeit, auch im Sinne einer Generationengerechtigkeit. Haengt mit obigem Punkt direkt zusammen.
-->Rollenverteilung Banken/EZB: in der derzeitigen Form nicht tragbar. Sie leihen sich Geld bei der EZB für 1% und hinterlegen selbiges über Umwege wieder bei der EZB mit ein paar % Profit fürs Nichtstun. Geld fliesst nicht in die Realwirtschaft.
-->nichtstaatliche mächtige Organisationen, die man durchaus als Auswüchse des "Kasinokapitalismus" bezeichnen kann, existieren anscheinend nicht in Schellhorns Welt. G+S, JP usw. machen gerade in der Krise immer noch unglaubliche Geschaefte mittels CDS und OTC Trades. Diese Geschaefte schaden dem gesamten Europa direkt. Aber ja nicht regul.Ist ihm auch keine Zeile wert....

Schellhorn kratzt in allen Artikeln maximal an der Oberfläche, was aufgrund seiner indokrinierten neoliberalen Marktdogmen(da passt der Verlgeich mit der Kirche ganz gut) auch nicht anders möglich ist.
Bitte viel ROT! mf

also ich weiß nicht,...

... ob man markt-katholizismus und "liberal" so einfach gleichsetzen kann.

Gast: yamo
10.09.2012 01:36
0 0

Angstmache

weil nur eine negative Zukunft prognostizierend. Und das nur auf Basis eines einzigen Kriteriums, der Geldvergabe der Zentralbank. Als ob es sonst nichts gäbe. Wobei, stimmt schon, die Banken scheinen auch sonst nichts zu kennen, agieren wie ferngesteuert, ohne eigene Verantwortung. Sind ja auch keine Kapitalisten, bei so wenig Eigenkapital...

Lieber Franz!

Wieder einmal bin ich sehr enttäuscht von deinem Kommentar und mache mir immer mehr Sorgen um meine Medienföderungs-Zwangsabgabe.

Ich muß ja sagen, langsam beginnst du ja zu lesen, bevor was geschrieben wird, aber die Grundeinstellung schockiert mich schon.

"Oh, wir armen Liberalen, niemand hat uns lieb"

Liberal hat nichts mit lieb zu tun, sondern mit Autonomie. Und wenn die anderen gemeinsam eine Blödsinn entscheiden, was solls?

Grundsätzlich wissen Liberale ja, dass Geld nur begrenzt eine Werterhaltungs-Funktion erfüllen kann und auch Besitz Betreuung, Verantwortung und Investion verlangt. Eine Kuh die man melkt, muss man füttern und melken ist auch anstrengend, und irgendwann wird die Kuh auch sterben, dann sollte auch eine "neue" nachgekommen sein.

Warum sollte sich ein Liberaler üder die Dummheit der anderen ärgern (Gedanken muss er sich schon machen)? Er weiß ja, was zu tun ist, kann dann autonom die Entscheidungen treffen und diese blöde aber bei weitem nicht ausweglose Situation meistern.

Vielleicht solltest du deine Suderhaltung ablegen und dein Hirn einschalten und überlegen, wie sich Hayek in einer höchst inflationären Wirtschaftsumgebung verhalten würde.

Dann fehlt nur noch das Tun und schon braucht man sich nicht mehr darüber aufregen, dass keiner einem lieb hat.

Schlaf mal drüber, dann gehts vielleicht besser.
Dein Jordi.

Unbegrenzt Geld drucken ...

... keine schlechte Sache ;-)

Kann ich mich da auch anstellen? Hätte auch gerne die Möglichkeit am besten über einen formlosen Antrag eine frei wählbare Geldmenge x auf mein Konto überwiesen zu bekommen. Natürlich ohne jede Verpflichtung ... ;-)

Damit wird dem Missbrauch und der Faulheit Vorschub geleistet. Warum eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, warum Schuldenabbau, warum Verwaltungsabbau .. wenn man beliebig viel Geld einfach so bekommen kann?

In der Folge wird einer Deflation auch in gesunden Staaten Tür und Tor geöffnet. Und die ist schlimmer als eine starke Inflation.

Re: Unbegrenzt Geld drucken ...

Sie vergessen, dass auch Anleihen der EZB zurückgezahlt werden müssen. Gehen Sie also zu Ihrer Bank, die Zinsen sind dort niedriger und Sie müssen nicht versprechen, zukünftig nur noch halbe Mahlzeiten zu konsumieren und die Heizung im Winter abzustellen.

Gast: Jodldodl
09.09.2012 17:02
4 0

Die PRESSE Redaktion hat ein historisches Ereignis verschlafen:


Der Goldpreis in EURO notiert auf dem höchsten Wert der je erreicht wurde.

Und es wird weitergehen. Der Euro ist obsolet.

Re: Die PRESSE Redaktion hat ein historisches Ereignis verschlafen:

Welch ein historischer Unsinn.

Der Goldpeis ist so hoch weil:
durch das Euro-Drucken der Euro weniger wert wird
durch das Euro-Druck extrem viel Geld da ist, das investiert werden will und daher der Preis steigt.

Wenn die Blase zusammenbricht ist Gold auch nichts wert und sie haben einen zu hohen Preis dafür gezahlt.

Sie hätten es eher in Weizen und Bildung investieren sollen, da hat man was davon,
oder in ein Unternehmen, dass die Chance hat, die Krise irgendwie zu überleben.

Gast: b745
09.09.2012 16:32
0 6

im beahuptungen aufstellen ist der schellhorn weltmeister

im liefern von fakten leider nicht

1 0

voellig richtig, die rolle der regierung

In der amerikanischen immobilienblase - und vielen anderen uebeln - wird von den 'kapitalismus' bashern voellig uebersehen. Fuer die eingangs erwaehnten rechthaber gibt es immerhin die moeglichkeit, ihren durchblick beim investieren unter beweis zu stellen.
;-)

Gast: gast 1234567
09.09.2012 14:02
2 9

Herr Schellhorn bitte belegen Sie ihre Clinton Aussage

"Das hinderte die US-Regierung unter Präsident Bill Clinton nicht daran, zu Beginn der 1990er-Jahre per Gesetz dafür zu sorgen, dass die Banken auch mittellosen Bürgern Zugang zu Krediten für den Erwerb von Eigenheimen gewähren mussten."

Das ist selbst mir neu, dass in Amerika Banken per Gesetz "gezwungen" wurden mittellosen Bürgen Zugang zu Eigenheimkrediten zu gewähren.

Herr Schellhorn belegen diese Aussage. Das darf man von Journalismus doch erwarten. Oder ist das halt wieder mal typischer "die Presse Qualitätsjournalismus"?

Antworten Gast: gäst
09.09.2012 15:35
2 4

Re: Herr Schellhorn bitte belegen Sie ihre Clinton Aussage

Eh wieder eine typische Schellhorn'sche Halbwahrheit. Dass er sich nicht schämt?
Worauf er anspielt: Banken wurde verboten, die Bonität nach Merkmalen wie z.B. Hautfarbe oder Geschlecht diskriminierend zu bewerten.
Abgesehen von dieser platten Lüge ist es immer wieder unglaublich, wie vollkommen er Wohnungsmarktstrukturen ausblendet. Als ob Abermillionen gleichzeitig zufällig eine falsche Entscheidung getroffen hätten (oder, auch sehr beliebt in letzter Zeit von "der Politik" dazu verleitet wurden...und nicht etwa die Politik z.B. durch die FInanzwirtschaft und die Immobilienindustrie...)

Antworten Antworten Gast: hausbesitzer ohne einkommen
09.09.2012 18:50
0 0

Re: Re: Herr Schellhorn bitte belegen Sie ihre Clinton Aussage

Die Parole von Clinton war <jeder Amerikaner soll im eigenen Haus wohnen>
Die Banken getrauten sich gar nicht ein Kreditgesuch (Hautfarbe, Geschlecht, sonstige Diskriminierung) abzulehnen, weil sie sofort die Anwälte am Hals gehabt hätten.
Die Schadenersatz-Forderungen der unbarmherzigen amerik. Justiz haben schon manches Unternehmen in den Ruin getrieben.

Antworten Gast: Peeperkorn
09.09.2012 14:47
3 0

Re: Herr Schellhorn bitte belegen Sie ihre Clinton Aussage

Lesen Sie doch selbst:
http://en.wikipedia.org/wiki/Community_Reinvestment_Act

Antworten Gast: LongJohnRawls
09.09.2012 14:44
4 0

Re: Herr Schellhorn bitte belegen Sie ihre Clinton Aussage

Recherchierens halt ein wenig, diese Aussage ist inzischen Allgemeingut.

Clinton hat es den Banken 'ermöglicht', Kredite an Häusbauer zu vergeben, die über keine Bonität verfügen. Stichwort: "Commodity Futures Modernization Act". Dass das Anfangs ein höchst lukratives Geschäft war, bei dem eine Bank auch dabei sein 'muss' um erfolgreich zu sein, sollte einleuchten.

Weiters hat Clinton Einlagen- und Kreditgeschäft der Banken dereguliert.
Deshalb konnten die faulen Kredite nett verpackt weiterverkauft werden.

Antworten Antworten Gast: Gast 99
09.09.2012 18:31
1 0

Re: Re: Herr Schellhorn bitte belegen Sie ihre Clinton Aussage

Grundsätzlich stimmt, dass Clinton es auch weniger "Begüterten" ermöglichte zu ihrem Hauskredit zu kommen. (Ziel:u.a. die Ankurbelung der Wirtschaft) Zum Unterschied von zB. Österreich wurde der Kredit nicht auf der Bonität des Kreditnehmers (Fähigkeit und Würdigkeit + vorhandene Eigenmittel) aufgebaut, sondern nur auf dem Wert der Immobilie. Da die finanzierten Immobilien anfangs aufgrund der hohen Nachfrage am Markt nach Immobilien im Wert stiegen bekamen Immobilienbesitzer noch zusätzlichen Kredit auf die bereits belastete Immobilie. Als aber dann die Zinsen stiegen und dadurch Zahlungsschwierigkeiten entstanden und die Nachfrage nach Immobilien einbrach sank damit auch der Wert der jeweiligen Immobilie unter die jeweils zugehörige aushaftende Kreditsumme. Dadurch trat Überschuldung ein und die Kreditnehmer wurden enteignet oder gaben ihre Immobilie zurück. Mir selbst war das vor dem Platzen der Blase in den USA bekannt. Ich sagte damals noch zu einem Kollegen. Diese Vorgangsweise der Kreditvergabe fällt doch denen noch auf den Kopf. Das geschah auch später aber nicht nur in Amerika sondern auch bei and. europ. Banken, weil diese die in Wertpapiere verpackten Kredite aufkauften. Vertrauen ist gut aber eine genaue Kontrolle durch die aufkaufenden Banken wäre besser gewesen. Überhaupt bei einem Wertpapierprodukt in denen Kredite gebündelt sind! Denn Kreditgeschäft ist ein Risikogeschäft!

Euro Krise, Hintergründe und eine Riesenkrake...

Es fehlt mir der Hinweis auf: s. Goldman-Sachs die mächtigste Bank der Welt - ein Mega Supermarkt der Spekulationen.

Motto: solange die Musik spielt tanzen wir weiter...(also es wird weiter spekuliert)
Sie wollen Erfolg um andere zu vernichten (sagen Insider).

Bekanntlich...sie haben Griechenland geholfen die Bilanzen zu fälschen (mit Devisen- Swaps/Scheingewinnen/u.versteckte Kredite etc.). Dafür kassieren sie jetzt hohe Rückzahlen/Zinsen... zahlbar von Europa.
Der "Staatsfeind " der EU u.Eurozone ist daher auch Goldman-Sachs in der Hauptsache.

Des Weiteren: Sie sind im W-Währungsfond und Weltbank gut vertreten. Leider

Und jetzt noch Mario Draghi ! (EX Goldman-Sachs) in der EZB.
Also - Hallo EU Südländer ! Es gibt wieder frisches Geld.

Re: Euro Krise, Hintergründe und eine Riesenkrake...

GS ist zwar eine maechtige Bank, spielt aber eine Liga unter JP Morgan. Letztere ist von der Bilanzsumme deutlich groesser, hat mit Abstand die groessten Derivatenpositionen, ist eine Rockefeller-Bank und Miteigentuemer der FED. GS steht nur im Rampenlicht, weil sie beim Eigenhandel so skrupellos die eigenen Kunden besch...... wie sonst niemand und tatsaechlich viele GS Manager in der Politik gelandet sind. Das sind aber nur die Puppen und nicht die Strippenzieher.0

Antworten Gast: LongJohnRawls
09.09.2012 14:52
0 0

Re: Euro Krise, Hintergründe und eine Riesenkrake...

In vielerlei Hinsicht war der reißerische €co-Bericht durchaus gut, wobei er halt für einfache Gemüter die eindeutigen Täter auf dem Silbertablett serviert.

Glaubens bezüglich Unternehmenskultur und Elitendynamiken funktioniert das auch nur irgendwo anders?

Griechenland hätte auch ohne GS Wege gefunden die Bilanzen zu frisieren, und wer glaubt, dass die führenden Politiker in der EU nichts davon wussten oder ahnten, dass die Griechen mit gezinkten Karten spielen, der ist naiv. Dies wurde für das politische Projekt in Kauf genommen.


Antworten Gast: Messalina-X
09.09.2012 14:38
1 0

Re: Euro Krise, Hintergründe und eine Riesenkrake...

chapeau!!

Gast: Xiongerl
09.09.2012 12:24
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Liberale sind wirklich gebranntmarkt

Liberalismus und Kapitalismus sind nicht das Selbe. Der Liberale, er ist ein aufgeklärter Mensch, der anderen Menschen einen hohen Grad an Selbstbestimmung zuspricht. Der Kapitalist will dies nicht. Der selbstbestimmte Mensch ist schlecht auszubeuten, denn er bildet sich, fördert das Gemeinwohl und überwindet Grenzen. Der Liberale erkennt einen klaren Unterschied zwischen der Leistung des Staates und der Leistung des einzelnen Bürgers. Ein Liberaler würde nie Sinn in einem Krieg sehen, denn der selbstbestimmende Mensch lässt sich nicht befehligen. Ein Kapitalist macht von verarmtem Kanonenfutter sofort gebrauch. Ein Liberaler will den Freihandel, ein Kapitalist den Protektionismus, denn an hohen Preisen verdient er seine hohen Margen. Der Liberale will nicht den freien Kapitalverkehr, er will den freien Personenverkehr. Da Marx die Liberalen und die Adeligen in einen Topf als "Kapitalisten" geworfen hat, können die sozialen Politiker bis heute den Unterschied nicht erkennen und werden so zum Instrument jener, die den Wert des Kapitals über den des Menschen stellen - das ist die eigentliche Definition des Kapitalisten. Der Liberale, das Kind der Aufklärung, sieht es gerade umgekehrt. Machen Sozialisten Schulden, so huldigen sie dem Kapital mehr als den Menschen, denn sie laden diese Schulden auf seine Schultern. In diesem Sinn sind Sozialisten pure Kapitalisten.

Eine machtbefreite Lösung der Vernunft ist notwendig

Wenn nicht die Vernunft siegt, versinkt Europa im Unvermögen einer machtgierigen Elite.

Es gibt einen sicheren Weg aus der Krise.
http://oekonetik.info/schludenfreiheit

Re: Eine machtbefreite Lösung der Vernunft ist notwendig

http://oekonetik.info/schuldenfreiheit

1. gründung einer staatsbuergerbank
2. umschuldung
3. schuldenschnitt
4. debt equity swap ante mortem
5. drop-out regeln (60% bip)

Re: Re: Eine machtbefreite Lösung der Vernunft ist notwendig

Super - da bekommt ein Familienpapa dann anteilig fuer seine Familie die Staatsschulden und ESM Buergschaften direkt umgehaengt. Pro Kopf ohne beruecksichtigung wirtschaftlicher Leistungsfaehigkeit. Und kann, anders als der Staat, gepfaendet werden.

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Re: Re: Re: Eine machtbefreite Lösung der Vernunft ist notwendig

Nein der Familienpapa setzt nicht sein Haus mit Kuh darauf sondern nur seine 50.000€ Finanzkapital. Der GÖD Pensionist seine 1.000.000€ Finanzkapital, der im Sozialismus zu Geld gekommene pensionierte Vorarbeiter seine 200.000€ die bürgerlichen FPÖler rund um Partik Pablé jeweils ihre 20.000.000€ die reicheren ÖVP bürgerlichen Obermittelschichts- Unternehmer mit Grund- und Boden ihre 50.000.000€ in den Fonds. Aber niemand garantiert mit den Unternehmen, dem Anwesen, den Wäldern, den Häusern oder der Kuh.
Kann der Staat seine Schulden nur zu 80% zurückzahlen (was ich nicht glaube, sondern eher wenns schlecht läuft ein Nullsummenspiel) dann haben alle 80% und alle sind gleich reich, wie früher. Allerdings ist durch den Druck der Bürger vom Familienpapa bis zum Herrn Grafen jeder motiviert, dass der Staat seine schulden zurückzahlt, alles schnorrt ert weniger beim Staat.

 
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