SuperMarkt: Hungern für die Chefideologen

03.11.2012 | 18:14 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Einer aktuellen Studie der Weltbank zufolge könnten die Bauern Afrikas den gesamten Kontinent ernähren. Wenn man sie nur nicht daran hinderte. Die Produktion im eigenen Land wird knapp gehalten.

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Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler zählt zu jenen beneidenswerten Menschen, die für die komplexesten Probleme die einfachsten Erklärungen parat haben. So ist es für den bekennenden Marxisten kein allzu großes Mirakel, dass noch immer so viele Menschen in afrikanischen Ländern den Hungertod sterben müssen. Sie sind Opfer eines Völkermordes, der von ultraliberalen Kräften organisiert und vorangetrieben wird. Verbrecherische Multis und mit Lebensmitteln hantierende Spekulanten hätten Millionen von Hungertoten auf dem Gewissen, jedes Kind, das heute verhungert, werde von diesen Leuten ermordet, sagt Ziegler.

Nun könnte man sich natürlich fragen, was die Meinung eines Mannes zählt, der die weltberühmten Menschenfreunde Fidel Castro, Robert Mugabe oder Muammar Gaddafi noch vor Kurzem für unterstützenswerte Zeitgenossen hielt. Das würde nur nichts daran ändern, dass Herr Ziegler in seiner Analyse grundsätzlich recht hat: Die Lage in vielen afrikanischen Ländern ist erschütternd, und es ist tatsächlich ein himmelschreiender Skandal, dass alle fünf Sekunden ein Kind den Hungertod stirbt, während in derselben Zeit die westliche Wohlstandsgesellschaft ihre Mülleimer mit Essbarem versorgt.


Blinde Flecken. Verdammt schade nur, dass Leute wie Jean Ziegler nur auf einem Auge gut sehen (es ist nicht das rechte). Wer nämlich glaubt, dass der Westen bloß seine Militärausgaben kappen müsse, um für die Hungernden endlich Nahrung kaufen zu können, ist so drollig wie jemand, der meint, es gäbe in Europa nur deshalb Jugendarbeitslosigkeit, weil die Militärs zu viele Abfangjäger angeschafft haben. Und wer tatsächlich glaubt, dass es in ganz Afrika warme Küche gibt, wenn der Westen dem Spekulantentum abschwört, wird zwar bei wohlhabenden Globalisierungsgegnern jede Menge Applaus abräumen, den hungernden Menschen in aller Welt aber nicht wirklich weiterhelfen.

Wo anzusetzen wäre, zeigt eine aktuelle Studie der Weltbank, derzufolge Afrikas Landwirte den gesamten Kontinent ohne größere Schwierigkeiten mit Nahrung versorgen könnten („Africa can help feed Africa“). Wenn man sie nur ließe. Der größte Gegner hungernder Menschen sind nämlich keineswegs profitgeile Spekulanten, erpresserische Konzerne oder hartherzige Menschen aus dem reichen Norden. Es sind protektionistische Regierungen, die mit hohen Importzöllen und Ausfuhrbeschränkungen ihre eigenen Bauern von der Konkurrenz abzuschotten versuchen und so dafür sorgen, dass die Nahrungsmittel nicht dorthin kommen, wo sie auch nachgefragt werden.


Fruchtbarer Boden liegt brach. Zudem wird die Produktion im eigenen Land knapp gehalten. Wenn beispielsweise Landwirten aus Uganda auf ihrem Weg zum Marktplatz bei zahlreichen Straßensperren vier Fünftel des erwarteten Verkaufspreises als Wegezoll abgeknöpft werden, bleiben sie lieber gleich zu Hause. Und wenn dann auch noch europäische Bauern ihre hochsubventionierte Überproduktion mit saftigen Exportförderungen auf den afrikanischen Handelsplätzen abladen, fliegen auch die wettbewerbsfähigsten Bauern aus der Region in hohem Bogen vom Markt. Das alles führt dazu, dass 90 Prozent des fruchtbaren Ackerlandes in Afrika nicht zum Anbau von Nahrungsmitteln genutzt werden, sondern brach liegen.

Derartige Erkenntnisse sind in unseren Breiten nicht besonders populär. Sie haben nämlich etwas höchst Unsympathisches an sich. So, als würde den hungernden Menschen in den ärmsten Regionen der Welt gesagt: Selber schuld, baut doch einfach eure Handelshemmnisse ab und schon habt ihr zu essen! Dabei sind nicht sie die Adressaten derartiger Botschaften, vielmehr deren Anwälte. Wie die Vereinten Nationen, die vielen Hilfsorganisationen, die einen tapferen Kampf gegen den Hunger führen. All jene, die lieber die Abschaffung der Marktwirtschaft propagieren und gleichzeitig mehr Geld fordern, statt den europäischen Förderfetisch anzuprangern und gemeinsam mit westlichen Regierungen für freien Handel zwischen afrikanischen Staaten zu werben. Allein mit dem Abbau von Handelshemmnissen könnte Afrika den Hunger weitgehend besiegen, so die Weltbank.

Das alles erschüttert freilich die seit Jahren gepredigte These, wonach erst das „neoliberale Gesindel“ den Hunger in die Welt gebracht hätte. Dabei sind freie Märkte nicht das Problem, sondern die einzige Hoffnung auf ein Leben in Anstand und Würde. Was wiederum kein ideologisches Glaubensbekenntnis ist, sondern funktionierende Realität, wie sich an den letzten Freilichtmuseen profitloser Gesellschaften ziemlich unschön beobachten lässt.


Auch Kuba hat es begriffen. So gibt es im Norden Koreas weder multinationale Konzerne, die kleine Bauern auspressen, noch ruchlose Hedgefonds, die mit Essbarem spekulieren. Dafür jede Menge leere Regale in den Geschäften und knapp fünf Millionen Menschen, die laut UNO vom Hungertod bedroht sind. Während im Süden der Halbinsel der Hunger längst vertrieben wurde und den tüchtigen Einwohnern dank funktionierender Märkte ein sagenhafter wirtschaftlicher Aufstieg geglückt ist.

Hungersnöte sind auch der Grund dafür, dass sich Kuba der Marktwirtschaft öffnet. Nach fünf Jahrzehnten Planwirtschaft lag die Hälfte des fruchtbaren Bodens brach, weshalb ihn die Kommunisten nun schrittweise privatisieren. Fidel Castro ist eben auch nicht mehr das, was er einmal war. Nur Jean Ziegler ist noch immer derselbe.

franz.schellhorn@diepresse.com

In Zahlen
95

Prozent der Getreideimporte afrikanischer Staaten kommen von nichtafrikanischen Anbietern. Bis 2020 wird sich in Afrika der Bedarf an Grundnahrungsmitteln verdoppeln, schätzt die Weltbank.

400

Millionen Hektar Land sind in Afrika fruchtbar. Nur knapp zehn Prozent dieser Fläche werden von der Landwirtschaft genutzt. Zum Vergleich: Die landwirtschaftlich genutzte Fläche der EU liegt bei 173 Millionen Hektar.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.11.2012)

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76 Kommentare
 
12 3

Die ökosoziale Marktwirtschaft ist die Antwort !


Doch die Balance zwischen ökon. Rahmen durch den Staat u. Privateigentum wird selbst von unseren Sozis NICHT verstanden.

Kapital & Arbeit sind Komplemente.Karl MARX hat das, im Gegensatz zur öst. LINKEN, verstanden !!

Somit besitzen weder der allumfassende Staat noch der Markt die Wahrheit.

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So logisch erscheint mir das wiederum nicht.

In Kuba also liegt viel Fläche brach. Und um sie zu nutzen muss ich privatisieren? Kann ein Castro nicht einfach auch "planen" sie zu nutzen?
Durch die Marktwirtschaft passiert dann folgendes: Es wird zuviel angebaut und nachher vernichtet um den Preis zu regulieren. Es wird von der Umwelt und Abgasen gesprochen aber Ware wird von Holland nach Italien zum Waschen transportiert und nach China um sie zu verpacken und dann in Deutschland zu verkaufen.
Ob das jetzt alles soeinfach ist?

Gast: Argesauge
04.11.2012 23:27
2 0

dacapo

Sie haben vollkommen Recht!

Der Staat sollte sich aus dem Markt heraushalten UND

Die Marktteilnehmer aus dem Staat und seinen Hoheitsrechten --> dann gibt es nämlich keine Steueroasen und kein Glühbirnenverbot mehr, denn derartiges entsteht, weil Sich Markteilnehmer GESETZE KAUFEN, POLITIKER BESTECHEN UND GENRELL DEN STAAT KORRUMPIEREN.

Wer regelt das?

Der Markt oder doch der Staat?

Re: dacapo

Dass sich die Politik aus dem Markt heraushalten soll, dass ist auch für mich eine bewiesene Sache.

Ob das der Staat tun soll, ist schon eine andere Frage. In der Schweiz funktionierts mit der SBB ja doch sehr, sehr gut.

Und sie sprechen eine wichtige Sache an:
Wenn der Staat seine Aufgaben nicht ordnungsgemäß erfüllt leiden die Menschen darunter.
Und das rechtfertigt kein wirtschaftlicher Gewinn.
Denn derzeit schreien halt bestehende Organisationen/Konzerne. Die Frage ist, ob die nicht ineffizient sind und daher liquidiert gehören.

Und Erfolge lassen sich immer erreichen, auch in einer nachhaltigen angelegten Wirtschaft, die auf alle Externalitäten achtet.

Der "Chefideologe" sitzt bei der Presse

Lieber Franz!

Ich weiß nicht, was ich mit dir tun soll. Ich werfe dir meine Zwangsabgabe für Medienförderung in den Rachen (das Abo war ja meine Entscheidung) und deine Leistungen werden immer schlechter.
Das macht mich traurig.

Warum hackst du auf dein "politisches Gegenüber" ein, wenn du um keinen Deut besser bist.

Wenn du den Bericht besser analysiert hättest, wärest du draufgekommen, dass nicht die fehlenden Märkte sondern die fehlende Rechtssicherheit das Problem ist.

Wenn Landwirte wissen was sie für ihr Geld bekommen und sich frei und ohne Sicherheitsprobleme bewegen können, dann funktionierts. Das ist auch der Grund, warum Kuba erfolgreich ist. Weil dort die Justiz grundsätzlich funktioniert und man sicher ist.

Jetzt stellt sich die Frage nach unbebauter Fläche und warum die Konzerne oder die Deutsche Bank Land kauft und es dann nicht bewirtschaftet? Schon mal darüber nachgedacht?

Außerdem sind Konzerne schon mal schuld an Mißständen, weil sie Rechtsschwäche von Staaten ausnutzen (können). Oder warum wurde Monsanto nicht schon längst wegen ihren Genmais zur Rechenschaft gezogen? Und das ist in der EU und nicht in deinen armen Afrika passiert.

Und wass passiert, wenn irgendwo doch Rechtssicherheit herrscht. Dann gibts Strafen, genau wie es sich gehört: http://www.heise.de/tp/artikel/37/37897/1.html

Du forderst immer eine liberale Wirtschaft. Dazu gehören aber auch Begriffe wie Externalitäten und Marktversagen.

So eine schwache Leistung!

1 0

Re: Der "Chefideologe" sitzt bei der Presse

Erfolgreiches Kuba?

*Lach*

0 0

Re: Re: Der "Chefideologe" sitzt bei der Presse

Was Lebensfreude betrifft.Ja.

Re: Re: Der "Chefideologe" sitzt bei der Presse

Im Vergleich zu vorher schon, ist ja fast ein Wirtschaftswunder.

Aber ist richtig, eine jede Regierung in Europa (außer in Ö) würde mit den Ergebnissen aus dem Amt gejagt werden.

Gast: machmuss verschiebnix
04.11.2012 17:17
0 0

Führt Globalisierung zur Einebnung des ökonomischen Nord-Süd-Gefälles ?


Ein kurzer Blick auf ehem. Schwellen-Länder genügt, um diese Frage
zu bejahen. Fanden chinesische Investoren früher dort billigere Arbeiter
als in China, so hat sich deren Rolle erstaunlich rasch gewandelt hin zu
Abnehmern für chinesische Billig-Ware. Besagte Investoren sind längst nach
Afrika weiter gezogen.

Trotz aller negativen "Highlights", welche den Großinvestoren in Afrika
vorgeworfen werden:

http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/landgrabbing-landraub-in-den-aermsten-laendern-afrikas,10808230,15012192.html

sind es letztlich die Nebenwirkungen solcher Investments,
welche schon mittelfristig das ökonomische Gefälle reduzieren werden .

Aus purem Eigennutz bauen die Chinesen in Afrika Infrastruktur für ihre
Transporte, Schulen für ihre afrikanischen Arbeiter, stellen ärztliche
Mindestversorgung bereit und stellen auch Sicherheits-Kräfte ab, welche
ihre Investments vor diversen Warlords schützen ( solche haben justament
bei den chinesen denkbar schlechte Karten, aber stelle man sich vor, eine
deutsche Sicherheits-Firma würde so einem Konvoi von bewaffneten Räubern
das Licht ausblasen (!) ).

Bezahlung ist lächerlich, aber was wirklich zählt: hier werden Afrikaner
in entlegensten Gegenden aus der Steinzeit geholt und das ganze Land
wird - eins nach dem anderen - zum Schellen-Land konvertiert, dann zum
Absatz-Markt ...

http://www.welt.de/finanzen/article11797773/China-pumpt-Milliarden-in-sein-Afrika-Geschaeft.html


Leider, leider

Mit etwas Druck der internationalen Staatengemeinschaft könnte in JEDEM Land der Welt Demokratie und freie Marktwirtschaft herrschen, was Wohlstand für alle zur Folge hätte.

Leider sind die Politiker mit dem Durchsetzen von Lobbyinteressen und mit Geldstehlen beschäftigt, und haben für solche Nebensächlichkeiten keine Zeit.

Antworten Gast: machmuss verschiebnix
04.11.2012 18:35
2 0

Re: Leider, leider

Ihnen dürfte nicht bewußt sein, daß die europäischen Manager mit genau diesem
Wertemodell im Gepäck in Afrika ankommen und damit katastrophal scheitern !

Weil es in Afrika keinen Staat gibt, dessen Staatsgefüge auch nur annähernd
an europäische Standards erinnert. Ein Vertrag, den ein Manager gestern
fixiert hatte, der kann schon morgen null und nichtig sein, es gibt KEINE
Rechtssicherheit, und sollte eine Firma Erfolg haben, dann wird sie bedroht
und muß Schutzgeld zahlen.

Warum funktionert es dann bei den Chinesen ???

Die Antwort ist banal einfach und fernab von "political correctness":
steinzeitliche Lösung für steinzeitliche Probleme.

Die Chinesen bringen ihr eigenes Sicherheits-Personal mit und wenn ein
chinesischer Manager bedroht wird, dann kotzt er ein paar seltsame Laute
in sein Walky-Talky - es konnte durchaus das Todesurteil für seinen
Widerpart sein (!)

Keineswegs heiße ich sowas gut, ich will hier nur den Kontrast zum
europäischen Wertemodell hervorheben, welches unter afrikanischen
Verhältnissen nachweislich den Kürzeren zieht.


0 0

Re: Re: Leider, leider

Der Zweck heiligt die Mittel. Man muss erkennen, dass ich mit Menschenrechten an die ich mich dann selbst eh nicht halte, auch nicht weiterkomme und auch der dortigen Bevölkerung nicht helfe. Die Chinesen leisten nach der Brutalo-Methode doch mehr und in Zukunft kann es ja sein, dass noch viel mehr möglich ist.

Gast: herrl
04.11.2012 16:24
2 0

Guter Artikel

Solche Artikel sollte in derPresse öfters geben.

Dennoch glaube ich mir sicher zu sein, dass

"Wenn man sie nur nicht daran hinderte" einen Konjunktiv verlangt ("Wenn man sie nur nicht daran hindern würde")!

Das sei nur aus formalen Gründen gesagt...

Antworten Gast: alteafrikanischeschulweisheit
05.11.2012 02:07
1 0

"wenn" ist "würde"los.


Re: Guter Artikel

hinderte ist bereits der Konjunktiv II des Wortes hindern.

http://de.wiktionary.org/wiki/hindern_%28Konjugation%29

Antworten Gast: nasowas
04.11.2012 16:49
0 1

Re: Guter Artikel

..."hinderte" IST übrigens Konjunktiv! Sie zitieren einen "Konditional"!

Antworten Antworten Gast: herrl
04.11.2012 19:50
0 1

Re: Re: Guter Artikel

Ich ging vom Futur aus. Bitte ausdrücklich meine Unachtsamkeit zu entschuldigen. In diesem Fall haben Sie natürlich recht!

Im Futur wäre der Konjunktiv II aber "hindern würde", oder liege ich nun vollkommen falsch...

Antworten Gast: herrl
04.11.2012 16:42
0 0

Re: Guter Artikel

"Solche Artikel sollte es in derPresse öfters geben". Ich bitte zu entschuldigen

0 10

Schell...

kann jean Ziegler nicht das Wasser reichen.Gleich nach seiner Seite,steht im Kanadabericht,die Kanadabanken kamen wegen derer strengen Regulierungen so gut über die Runden.LOL.

0 0

Re: Schell...

Ziegler hat sich im Auftrag der UNO mit Hunger und Nahrungsmittelbeschaffung und Nahrungsmangel intensiv beschäftigt.Und jetzt soll
schellhorn der diesbezügliche Guru sein!?.Habt ihr sie noch alle!?.

Der Markt würde auch bei uns funktionieren,


wenn wir noch einen freien Markt hätten, ohne den Förderwahnsinn!

Aktuelles Beispiel ist die Solarbranche!

Wenn wir mit dem Förderwahnsinn nicht aufhören, sind wir auch bald Afrika!

Außerdem würden wir natürlich Zollschranken gegenüber Ländern brauchen, die marktverzerrend fördern!

Siehe z.B. China!


lesenswert!

sowohl der artikel als auch viele hier angeführte meinungen. interessant fand ich den einwand von yamo: dass das fallen der handelsbarrieren dazu führen könnte dass die nutzbaren flächen afrikas aufgekauft werden. das klingt für mich plausibel.
genauso wie es mir plausibel erscheint dass europa teils afrika mit getreide beliefert obwohl dort flächen brachliegen.

in jedem fall geht mir die europäische agrarförderung hier zu weit. sich selbst ernähren zu können ist eine sache, hier mag man darüber streiten inwieweit förderungen sinnvoll sein mögen (wobei ich auch hier mit der bescheidenen situation in der die bauern heute sind nicht glücklich bin). der export gestützter ware ins hungernde afrika in dem flächen brachliegen ist aber einfach absurd.

Antworten Gast: Land - grabbing
04.11.2012 15:42
0 0

Re: lesenswert!


Was der Artikel unterschlägt

http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-04/land-matrix

hab bei bekennenden Marxisten

aufgehört zu lesen

Gast: jajajajaja
04.11.2012 12:17
2 6

was für ein schwacher artikel

einer der aspekte dass es so nicht funktioniert ist die fehlende infrastruktur: einerseits in form von strassen, etc. andererseits kann das kleinbauerntum ohne grössere zusammenschlüsse nicht überschüsse exportieren.

weiters essen viele afrikaner lieber sorghum statt weizen, wobei letzterer ihnen für die neoliberale exportwirtschaft aufdiktiert wird.

wo werden in dem simplen artikel die landkäufe für die ausländische nahrungsmittelproduktion erwähnt aka der neue neoliberale kolonialismus?

protektionismus oder freihandel?



schell schreibt selbstm, dass die afrikanischen produzenten von den europäern niederkonurrenziert werden können. gleichzeitig fordert er aber den abbau von handelsbeschränkungen und importzöllen in afrika (!). und wie sollen die afrikanischen produzenten dann mithalten könne, wenn ihr markt durch subventionierte europ-. produkte dominiert wird? wie soll dann afrika afrika ernähren? kurz gesagt, ist die ablehnung jeglicher importzölle wirklich im sinne afrikas?

 
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