SuperMarkt: Eine schöne Bescherung!

22.12.2012 | 18:00 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Mitte vergangener Woche hat der Rechnungshof den Arbeitern dieses Landes eröffnet, dass deren Einkommen nach Abzug der Inflationsrate um acht Prozent niedriger sind als noch vor 13 Jahren.

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Das Leben ist bekanntermaßen nicht nur hart, sondern auch ziemlich ungerecht. „Aber nicht immer zu deinen Ungunsten“, wie John F. Kennedy aus eigener Erfahrung wusste. So gibt es tatsächlich Menschen, die immer auf der Butterseite des Lebens landen. Hierzulande sind das nicht etwa jene, die ein zufriedenes und weitgehend risikofreies Leben ohne materielle Not führen, sondern vor allem jene, die etwas mehr haben als andere. Wer sich zu dieser Gruppe zählen darf, ist so etwas wie der neue Klassenfeind im wohlstandsverwöhnten Österreich. Jemand, der unter dem Generalverdacht steht, zur kleinen Clique bestens vernetzter Reicher zu gehören, die es sich auf Kosten einer ausgebeuteten Arbeiterschaft gut gehen lässt.

Wie schlecht es hingegen der breiten Masse mittlerweile geht, ist den zahlreichen Einkommensberichten zu entnehmen, die alljährlich unter die Leute gebracht werden. Dort wird den Beschäftigten dann penibel vorgerechnet, dass sie „real“ immer weniger Geld zur Verfügung haben, während auf den obersten Treppen der Einkommenspyramide auch in mageren Jahren die üppigsten Schlachtfeste gefeiert werden.

Erst Mitte vergangener Woche hat der Rechnungshof den Arbeitern dieses Landes eröffnet, dass deren Einkommen nach Abzug der Inflationsrate um acht Prozent niedriger sind als noch vor 13 Jahren. Besonders stark verloren hätten die Niedrigverdiener. Ein erschütternder Befund, der eine seit Jahren von Gewerkschaftern und Politikern transportierte These bestätigt: Die kleinen Leute werden immer ärmer, die Reichen immer reicher, weil die Umverteilung von unten nach oben ungebremst voranschreitet.


Ein mathematisches Mysterium. Nun ist nicht von der Hand zu weisen, dass die erhöhte Preisinflation den heimischen Arbeitnehmern schwer zusetzt, insbesondere den Beziehern niedriger Einkommen. Was allerdings nichts daran ändert, dass sinkende Reallöhne in Österreich einem mathematischen Mysterium gleichkommen. Immerhin sind die Bruttolöhne seit dem Jahr 1998 deutlich schneller gewachsen als die allgemeine Teuerungsrate, die Lohnabschlüsse lagen immer über der Inflationsrate, nur in den Jahren 2010 und 2011 etwas darunter (was allerdings durch die sehr hohen Abschlüsse aus dem Jahr 2009 mehr als kompensiert wurde).

Wie können also hunderttausende Arbeiter real weniger Geld in ihren Taschen haben, wenn ihnen jährlich die Inflationsrate abgegolten wird und zudem auch noch die Hälfte der Produktivitätsgewinne überwiesen wird? Die Antwort könnte freilich in höheren Steuern zu finden sein. Allerdings wurden unter Schwarz-Blau die Bezieher niedriger Einkommen kräftig entlastet, womit auch dieses Argument als Erklärung ausfällt. Mysteriös ist zudem, dass nicht nur die Konsumausgaben der Verbraucher seit Jahren wachsen, sondern auch deren Ersparnisse.

Des Rätsels Lösung: Die Statistiker schaffen es nicht, die enorme Zuwanderung in die Teilzeit „herauszurechnen“, was sie in ihren Einkommensberichten großzügig verschweigen. Das führt dann nicht nur dazu, dass in jenen Branchen, in denen es kaum Teilzeitbeschäftigte gibt, die Löhne und Gehälter kräftig wachsen, bei den stärker betroffenen Arbeitern die Durchschnittslöhne aber sinken, weil Teilzeitkräfte bekanntermaßen weniger verdienen als Vollzeitarbeitskräfte. Womit der Eindruck entsteht, dass die Menschen real immer weniger verdienen – selbst, wenn keiner einzigen Vollzeitkraft der Lohn gekürzt wird und die verfügbaren Haushaltseinkommen kontinuierlich zulegen.

Was die besorgten Politiker freilich nicht davon abhält, für weitere Umverteilungsorgien durch den Staat zu werben. Das ist schon insofern ziemlich kokett, als ja gerade die staatlichen Hände besonders unbarmherzig in den Taschen der heimischen Arbeitskräfte wühlen. Wer hierzulande 3000 Euro brutto verdient, darf von diesem nicht wirklich berauschenden Lohn weniger als die Hälfte behalten. 3000 Euro brutto bedeuten inklusive Arbeitgeberbeiträgen nämlich 3937,80 Euro „echtes“ Bruttogehalt, das der Arbeitnehmer seinen Betrieb kostet und folglich einzuspielen hat. Von diesen 3937,80 Euro landen dann gerade einmal 1905 Euro beim Beschäftigten.

Die unsichtbare Hand des Staates. Eine ziemlich dreiste Enteignung der Erwerbstätigen durch die öffentliche Hand, die jedoch völlig unsichtbar bleibt. In der Wahrnehmung der ausgebeuteten Arbeitnehmer sind es nämlich schlecht zahlende Unternehmer, die nicht nur die Preise ihrer Produkte unbarmherzig nach oben schnalzen, sondern der hart arbeitenden Bevölkerungsgruppe auch noch den gerechten Lohn vorenthalten, um auf diese Weise ihren ohnehin schon unverschämt üppigen Besitz zu vermehren.

Womit sich zeigt, dass nicht nur das Leben hart und ungerecht ist. Sondern auch die Statistik.



franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.12.2012)

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92 Kommentare
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Re: Re: Re: Laut UBS

Das Thema der einen Manipulation hat mit dem Thema der anderen Manipulation nichts zu tun, aber sehr wohl hat Manipulation mit Manipulation zu tun.

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UND WÖCHENTLICH GRÜßT DER SCHELLHORN...

Mit schöner Regelmäßigkeit, darf Schellhorn in der Wochenendausgabe der Presse - die durch den Aushang in Zeitungsständern zur Gratisentnahme "verführt" und dadurch eine ungewöhnlich hohe Leserzahl erreicht, was nebenbei den Werbeeinnahmen zugute kommt - seine neoliberalen Thesen verbreiten. Die reichsten 10% wird's freuen, könnte es doch sein, dass ein Teil derer die nicht zu diesem elitären Kreis gehören, diese Irrlehren glauben.

Re: UND WÖCHENTLICH GRÜßT DER SCHELLHORN...

lassen wir dem schellhorn doch seinen spaß! jede bezirkszeitung hat mehr leser als er...

und ICH habe auch meinen spaß - mit schellhorn.

Re: UND WÖCHENTLICH GRÜßT DER SCHELLHORN...

und täglich ruft der RAL zum Gebet...

sie werden für ihre "Weisheiten" aber nicht einmal bezahlt...

Franz SCHELLHORN: INFOS aus 1.Hand!

Ja, so ist er, unser selbsternannter Öko-Experte Franz SCHELLHORN:
Infos immer nur.AUS ERSTER HAND!
Aus dem "kleinen Finger seiner linken Hand gesaugt!"
Ich habe gerade, vor etwa 10 Minuten die WIRTSCHAFTSBERICHTE des Vorstandes der HORNBACH AG an die Aktionäre für die letzten 7 Jahre bis inklusive des Geschäftsjahres 2011/2012 mit Sorgfalt gelesen und analysiert, mit dem ERSTAUNLICHEN ERGEBNIS, dass Hornbach in der zitierten Periode-KONTINUIERLICH GEWACHSEN IST!!
Und zwar sowohl beim Umsatz,als auch beim Gewinn vor Steuern und a.o. Erträgen!
Wenn Sie denn Herr Schellhorn Unternehmens-Bilanzen lesen und interpretieren können,dann empfehle ich Ihnen die zitierten Wirtschafts-Berichte als-"WEIHNACHTSLEKTÜRE!"
Viel Vergnügen, und berichten Sie uns freundlicherweise,was Sie herausgefunden haben,besten Dank min Herr!!

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was will man von menschen erwarten

die einen psychopathen wie den homo oeconomicus als menschenbild haben

Re: was will man von menschen erwarten

und sie? Stalin? mao?

das ist

das eigentliche konzept der konzerne die hinter der europäischen idee stecken, sozialstandards runter, gehälter runter, umweltvorschriften runter und dann kann in europa wieder produziert werden. wir zahlen dafür und dürfen für viel weniger geld weiter arbeiten.

Re: das ist wahr

gestern bei Ikea mal das Sparlampen-Etrikett geprüft: Made in India, Made in China
aber dann über die Schrumpfwirtschaft jammern. Würde mich nicht wundern wenn ein paar schlaue Eurokraten längst Investments in den asiatischen Billiglohn-Ländern getätigt haben.

Re: Re: das ist wahr

alles was billig ist bringt uns um, hat mein großvater ein einfacher zimmermann aus gmünd immer gesagt, er hatte auch ohne studium recht.

...."wider besseren Wissens".....


..lieber Franz Schnellhorn, auch Sie verschweigen einen Punkt, mämlich dass die

TATSÄCHLICHE Inflation

ist um ein paar Prozente höher als die mit allen Tricks der Hedonistik, Gewichtung und Austausch von Waren geschönte, nämlich niedrig gerechnete Teuerungsrate durch die Statistik Austria (gleiches gilt für andere EU-Länder und noch mehr für die USA).

Jahr für Jahr ein paar Prozente an tatsächlicher Teuerung, die verschwiegen werden. Das summiert sich über die Jahre enorm.

Dass durschschnittliche Arbeiter und Angestellte auch an den Produktivitätszugewinnen mitpartizipiert haben sollen, halte ich für ein unbewiesenes Gerücht.

Der Profit in Ländern wie Österreich und Deutschland bestand darin, dass die Leute ihre Jobs (bisher) behalten haben, der Wermuthstropfen eben die real sehr schmerzhaften Verluste bei den Reallöhnen und mit dem Verlust der Kaufkraft beim Ersparten. Der Durchschnittsösterreicher ist nämlich immer noch in Lebensversicherungen, Vorsorge Plus, österr. + deutsche Staatsanleihen, Sparbuch, Bausparen, Taggeld... investiert.

Aber Leute wie Schnellhorn würden am liebsten auch das gerne wegdiskutieren wollen. Wäre ja toll, wenn das ginge.

Spätestens im Supermarkt, Tankstelle oder wenn man sich ein Eigenheim kaufen will, dann spürt man leider sehr REAL, wie stark in den letzten 10 Jahren Löhne und Erspartes entwertet wurde.


Re: ...."wider besseren Wissens".....

Die "gefühlte" Inflation ist leider für jeden anders, es gibt daher - bei allen Mängeln, die diese Ziffer hat - nichts Besseres als mit der von der Statistik Austria errechneten Inflationsrate zu rechnen.
Dass die Realeinkommen der Arbeitnehmer abgenommen hätten, ist aber trotzdem einfach gelogen. Abgenommen hat nur der Durchschnitt, weil es immer mehr Frauen gibt, die früher gar nichts verdienen konnten, aber jetzt wegen der Möglichkeit, auch Teilzeit zu arbeiten, doch Geld verdienen können.. Die gesamten Bruttobezüge der Arbeitnehmer sind aber seit 2005 um 25 Prozent, in den letzten 13 Jahren mit Sicherheit um viel mehr gestiegen!

Re: Re: ...."wider besseren Wissens".....

Du solltest schon genauer lesen, denn ich habe nicht behauptet, dass die "gefühlte Inflation" der offiziellen Inflationsrate gleichzusetzen ist.


ich habe für mich meine persönliche

inflationsrate mit dem warenkorb der statistik austria errechnet, habe aber nur energie, täglicher bedarf, verkehr und wohnen verwendet und kam auf 9,2% persönliche inflation. von über 400 produkten im warenkorb, waren für mich knapp 100 relevant.

Rendite und Zins Erwartungen

Vermutlich wird der gut verdienende Angestellte dann noch von seinen Netto 2000 EUR weitere 20% Ust für die konsumierten Produkte zahlen....also bleibt ihm etwa die Hälfte über. Momentan sind etwa 40% des BIP auf Zinsen und Rendite Zahlungen zurückzuführen. Aber wie lange kann eine exponentielle Zunahme von Zins und Rendite auf einem limitierten Planeten noch stattfinden? Daher muss irgendwann der Zins ein Ende finden!

Re: Rendite und Zins Erwartungen

Zinsen gehen nicht ins BIP ein und Rendite ist überhaupt kein Geldbetrag, die könnte man gar nicht ins BIP aufnehmen!
Die "exponentielle Zunahme von Zins und Rendite" ist nichts als ein weltfremdes Märchen!

Schellhorn lebt in einer anderen Welt ...

"Wie können also hunderttausende Arbeiter real weniger Geld in ihren Taschen haben, wenn ihnen jährlich die Inflationsrate abgegolten wird und zudem auch noch die Hälfte der Produktivitätsgewinne überwiesen wird? "

Weil die veröffentlichte Inflation mit der realen Inflation nur am Rande etwas zu tun hat ?

Weil ein grindiger Diesel-Family-Van mit Vollausstattung im Jahre 2000 275.000 Schillinge gekostet hat (19.600 Euros) .. das vergleichbar motorisierte und ausgestattete Modell des selben Herstellers heute aber >31.000 Euro kostet ?

Weil 2001 der Diesel 65 Cent kostete und heute 140Cent ?

Weil die selbe Eigentumswohnung die ein Bekannter dereinst für 300.000 Schillinge verkauft hat heute wieder zum Verkauf steht .. um 116.000 Euro ?

Wer übrigens 3000 brutto als "nicht berauschendes Gehalt" bezeichnet muss in seiner ganz eigenen Welt leben .. die Mehrzahl meiner Mitmenschen würde sich dafür Arme und Beine ausreissen.

Gut ... anscheinend gibt es nur eine Lösung die den trüben Blick des Autors etwas erhellen könnte.

Man könnte mit der Streichung der Presseförderung anfangen.


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Re: Schellhorn lebt in einer anderen Welt ...

"...die selbe Eigentumswohnung die ein Bekannter dereinst für 300.000 Schillinge verkauft hat..."

Und das glauben Sie dem Bekannten?
Das muss vor 50 Jahren gewesen sein und kann nur ein Wohnklo mit Kochnische gewesen sein !!!

Re: Re: Schellhorn lebt in einer anderen Welt ...

9. Bezirk, 70er Jahre - 1 Million Schilling....

dazählens nix...

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Re: Re: Re: Schellhorn lebt in einer anderen Welt ...

Den Verkaufspreis zweifle ich nicht an, nur den Kaufpreis um ATS 300.000,-

Re: Re: Re: Re: Schellhorn lebt in einer anderen Welt ...

Plattenbauloch, primitive Riesenfenster, enorme Heizkosten, Waschbetonoptik.

Um 20ff wurden die Wohnblöcke aber mal thermisch und optisch saniert.


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Re: Re: Re: Re: Re: Schellhorn lebt in einer anderen Welt ...

Wir reden nicht vom Gemeindebau oder von Mietwohnungen, sondern von Eigentumswohnungen!

Ich habe selbst 1972 eine 80 m² EW am Land in einem kleinen Ort mit 800 Einwohnern um ATS 750.000,- gekauft und ich kenne das Angebot aus dieser Zeit noch sehr gut!

Re: Re: Schellhorn lebt in einer anderen Welt ...

Steyr-Resthof, Plattenbau, 70er Jahre, Preis stammt aus 1995.

Mittlerweile ein oberösterreichisches Banlieu wenns so wollen.

Wer heute noch dort wohnt kann es sich nicht leisten wegzuziehen, bekommt keinen Kredit oder ist zu alt.

Der heutige Preis dürfte der Wohnungsnot geschuldet sein, wohnen wird dort nicht wirklich wer wollen... die autochthonen ziehen lieber zu uns aufs Dorf.


Re: Schellhorn lebt in einer anderen Welt ...

Was Sie da über die Inflation schreiben, ist ja recht interessant, mit der Veränderung der Arbeitseinkommen und damit mit dem obigen Schellhorn-Artikel hat das aber gar nichts zu tun!
Der mittlere Bruttomonatsverdienst der Arbeitnehmer war 2010 nach Statistik Austria 2644 €. 3000 sind also für 2012 sicher nicht "berauschend".
Was passt Ihnen an Schellhorn eigentlich nicht?

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Einkommensberichte 2011 und 2009:

Vergleicht man die entsprechenden Berichte "Vollzeit-Teilzeit" aus 2011 mit 2009, ergibt sich folgendes Bild:

2011
Vollzeit – Teilzeit
2011 gab es rund 2.817.100 ganzjährig erwerbstätige Personen (ohne Lehrlinge), von
denen 800.600 (28%) teilzeitbeschäftigt waren. Das mittlere Bruttojahreseinkommen
der ganzjährig Teilzeitbeschäftigten lag 2011 bei 15.429 EUR und betrug damit 42% des
mittleren Einkommens der ganzjährig Vollzeitbeschäftigten (36.383 EUR).

2009
Vollzeit – Teilzeit
2009 gab es rund 3.074.200 ganzjährig erwerbstätige Personen (ohne Lehrlinge), von
denen 735.800 (24%) teilzeitbeschäftigt waren. Das mittlere Bruttojahreseinkommen
der ganzjährig Teilzeitbeschäftigten lag 2009 bei 15.442 EUR und betrug damit 46% des
mittleren Einkommens der ganzjährig Vollzeitbeschäftigten (33.927 EUR).

Conclusio:
* 2011 gab es um 257.100 WENIGER ganzjährig erwerbstätige Vollzeitbeschäftigte als 2009!
* 2011 waren davon um 64.800 MEHR teilzeitbeschäftigt!
* 2011 lagen die mittleren Einkommen der ganzjährig erwerbstätigen Vollzeitbeschäftigten um € 2.956,00 HÖHER als 2011.

Re: Einkommensberichte 2011 und 2009:

Sinnlos:

2011 lagen die mittleren Einkommen der ganzjährig erwerbstätigen Vollzeitbeschäftigten um € 2.956,00 HÖHER als 2011.

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Re: Re: Einkommensberichte 2011 und 2009:

Ist das so schwer?
Fehler: muss. natürlich 2009 heißen!
Geht aber aus den zitierten Berichten eindeutig hervor!

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Steuerwucher

Ein hochgradiger Steuerwucher wird seitens der Politik in diesem Land betrieben, der jedoch bisher keinerlei Konsequenzen der Bevölkerung bei den bisherigen Wahlen gezeigt hat!
Das Tüpfelchen auf dem i sind Hunderte an Millionen Euro an Spekulationsverlusten, die ebenfalls die "Politik" in diesem Lande zu verantworten hat.
Zur Rechenschaft werden dafür in der Öffentlichkeit lediglich gewisse Handlanger der Politik herangezogen, um ein Opferlamm zu schlachten.
Keine einzige politische Partei setzt sich für eine Verringerung der Einkommen- bzw. Lohnsteuer ein. Es werden hingegen im Nationalrat die eigenen Gagen erheblich erhöht.
Es liegt nicht alleine an den niedrigen Löhnen und der Inflation, sondern auch an den weit überhöhten Steuern und Abgaben, die das Land Österrreich wieder zu einem Auswanderungsland machen.
Die Intelligenten werden das Land verlassen müssen, damit ihnen nicht die Hälfte ihres Lebenseinkommens weggesteuert wird!

Mehr Teilzeitarbeit senkt das durchschnittliche Lohneinkommen, erhöht aber das gesamte!

Einkommensberichte, besonders die der Arbeiterkammer, nennen immer nur, wie sich das Durchschnittseinkommen der Arbeitnehmer entwickelt hat, aber nie, wie sich die Bruttobezüge der Österreicher verändert haben.
Nun hat gerade die Arbeiterkammer immer darauf gedrängt, mehr Teilzeitarbeitsplätze zu schaffen, damit auch die Frauen, die nicht Vollzeit arbeiten können oder wollen, aber ein paar Stunden pro Tag Geld verdienen könnten, diese Möglichkeit nützen können. Jetzt, wo das erreicht wurde, will die AK daraus eine Verarmung der Arbeitnehmer konstruieren!
Nun habe ich die Entwicklung so schnell nicht für 13, sondern nur für 8 Jahre gefunden, da sieht man, dass die Bruttobezüge in dieser Zeit (trotz der Wirtschaftskrise von 2008!) um 25 Prozent, der Verbraucherpreisindex in der gleichen Zeit aber nur um 13 Prozent gestiegen ist. Das Einkommen der Arbeitnehmer ist also in den letzten 8 Jahren nicht gesunken, sondern real um 12 Prozent, also jährlich um ca. 1,5 Prozent gestiegen! Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass diese Berechnung für die letzten 13 Jahre schlechter aussehen würde.
Die Behauptung, dass das reale Arbeitereinkommen in den letzten 13 Jahren gesunken wäre, ist also nur mit falschen statistischen Zahlen herbeigeredet und völlig unwahr!


Schellhorn ist einer der wenigen "nicht linken" Journalisten:

A. Unterberger:
"Da die große Mehrzahl der Journalisten links ist, hat ihnen die Meldung von den schrumpfenden Realeinkommen sehr gefallen.
Passt doch die Behauptung wunderbar in die linke GEHIRNWÄSCHE, dass die Armen und der Mittelstand immer ärmer würden.
...Das Phänomen ist jedoch eine statistische Täuschung. Zu dem falschen Eindruck hat die Tatsache geführt, dass zugleich der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an den Arbeitnehmern massiv zugenommen hat."

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Die kalte Progression

Muss endlich eingestellt werden. Die Lohn- und Einkommensteuertabelle muss jährlich um die Höhe der Inflation korrigiert werden.

Re: Die kalte Progression

Aber dann bitte um die wahre Inflation.

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teilzeit

@schellhorn
was die Statistik ebenfalls nicht berücksichtigen kann, ist der Prozentsatz des Einkommens, der für den Inflationstreiber Energie aber auch wohnen u Nahrung aufgewendet werden muss.
die Inflation berücksichtigt ja nicht einkommensabhängig den Warenkorb und Kleinverdiener wenden einen erheblichen Teil ihres EK dafür auf. Groverdiener einen vernachlässigbaren Teil.
somit haben die kl. EK eine Inflation von über 10%, gr. EK von kl. 3%
und da es weit mehr kl.EK gibt ist nicht die offizielle Inflation wichtig, sonder der reale Warenkorb

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Zeit für Gerechtigkeit

Tatsache ist, daß "die Wirtschaft" und "die Gewerkschaft" sich schon lange nicht mehr um die eigene Bevölkerung kümmert.

Die Wirtschaft zahlt keine anständigen Löhne mehr und verlangt unmögliche Arbeitszeiten.

Der Gegenspieler, die Gewerkschaft, versinkt im Dreck rund um die BAWAG. Auch sind Randthemen (Frauenförderung, was sonst?!?) wichtiger als Kernthemen (anständige, gut bezahlte Arbeit für ALLE!).

Nachdem man den Heimmarkt ruiniert hat, ist man jetzt von Exporten abhängig. Wie die BRD!

Da steht man auf einmal in weltweiter Konkurrenz und schmälert Arbeiter immer stärker, ein Teufelskreis!

Auch der Staat kassiert immer mehr und verplempert das Geld.

Beides hat mit dem EUR NICHTS zu tun, wir erleben einen unglaublichen Beutezug von denen da oben.

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Rot Schwarz nein Danke

Unsere Steuermilliarden verbrennen unsere Poltiker in Griechenland, Spanien, Portugal, Irland und für uns Österreicher ist hinten und vorne kein Geld mehr vorhanden! Das ist der wahre Betrug bei der Sache! Uns wird der EU Beitritt als "großes Geschäft" verkauft, von dem wir profitieren. Eine LÜGE ist das. Wir werden durch die EU und den Euro ärmer. Unser Geld ist nichts mehr wert und wir bekommen via Rettungsschirme und ESM Schulden angelastet, die jeder Beschreibung spotten. Das sind nicht nur Haftungen, wir behauptet wird, sondern wir müssen tatsächlich Milliarden zahlen (die Griechen, Spanier, ...) haben nichts davon, sondern das (unsere Steuermilliarden) kassieren private Gläubiger.

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was nicht sein darf

Für Neoliberale darf natürlich auf keinen Fall sein was ist und wenn man dafür sämtliche Tricks die man den anderen vorwirft auch selbst anwenden muss.
Dass die reale Inflation viel höher als die amtliche ist,kann man monatlich am Mikrowarenkorb ablesen.Teilzeit und präkere Arbeitsverhältnisse werden mehr,aber auch dass immer mehr zwei oder drei Arbeitsstellen haben müssen um überleben zu können ist ein Faktum.Die heile Welt der Neoliberalen darf man nicht mit Fakten belästigen sonst bricht ihr geschöntes Weltbild wie ein Kartenhaus zusammen.Und einen Lohn von € 3.000 als nicht berauschend zu bezeichnen zeugt sowohl von großer Arroganz als auch von großer Realitätsferne was den österr. Arbeitsmarkt und die zu erzielenden Einkommen betrifft.Nicht jeder steht im Sold der Profiteure des Systems,nicht jeder hat das Einkommen von Herrn Schellhorn.Im Gegenteil,die meisten werden mit sehr viel weniger Gehalt auskommen müssen.

das kann stimmen

denn vor 13 Jahren fuhr ich so nebenbei für 7 Wochen nach Australien - heutzutage undenkbar. Eine Woche Slowenien will schon überlegt sein.

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rezept zur entlastung der arbeit, preise und unternehmer

Lohnsteuer abschaffen und geld über
Vermögens -, erbschafts-, schenkungs- und grundsteuern
Hereinspielen.

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Re: rezept zur entlastung der arbeit, preise und unternehmer

nur sehr vergessliche Wähler glauben, dass durch die Einführung oder Erhöhung einer Steuer eine andere abgeschafft oder gesenkt wird.

Re: rezept zur entlastung der arbeit, preise und unternehmer

... empfiehlt ein Sozialhilfeempfänger und Kommunist.

Re: rezept zur entlastung der arbeit, preise und unternehmer

der erste sinnvolle Satz in diesem Forum!!

Nur mal so bemerkt

die Lohnsteigerung waren real und sind auch zu 100% richtig.
Wenn man nun die "offizielle Inflation" dagegen rechnet, dann mag es stimmen das der Arbeiter ähnlich viel Kaufkraft besitzen müsste wie einst.

Der Hacken an der Sache:

Die off. Infl. ist mehr als geschönt. Würde man Sie richtigt und 100% richtig darstellen wäre diese dann min. doppelt so hoch wie uns suggeriert wird.

Also rechne ich gegen die reale Lohnerhöhung die richtig berechnete Infl. dann ist Kaufkraft in den letzten 13 Jahren ganz bestimmt um 8% gefallen wenn nicht noch mehr.

Aber immer schön "regierungstreu" die geschönten Zahlen ohne Prüfung übernehmen.

Umverteilung, ein Unwort

Es bedeutet nichts anderes, als das Systemirrelevante enteignet, und Systemrelevante bedacht werden. Mit Gerechtigkeit hat das nichts zu tun. Viel mehr versucht das herrschende System so seine Macht abzusichern.


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Märchenstunde

Herr Dr. Schellhorn behauptet, dass die Hälfte des Produktivitätsgewinns an die abhängig Beschäftigten überwiesen werde. Das ist manipulativer Topfen.

Beispiel Industrie für 2011 (Basis 2005):
15,2% Bruttoverdienststeigerung
13,1% Verbraucherpreissteigerung
18,2% Produktivitätssteigerung
(Quelle: Statistik Austria)

Die Produktivitätssteigerung wird fast zur Gänze von einem schmalen Bevölkerungsausschnitt als Kaufkraftgewinn verbucht. Jenem nämlich, der sich aus der volkswirtschaftlichen Gewinnquote bedient. Die Kaufkraft der hohen Einkommen abhängig Beschäftigter stagniert auf dem Niveau von 1998, während die niedrigen Einkommen bis zu 20% an Kaufkraft eingebüßt haben. Das ist Umverteilung, geschuldet der alternativlosen "Notwendigkeit" zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

(nachzulesen im Bericht des Rechnungshofs:
http://www.rechnungshof.gv.at/fileadmin/downloads/2012/berichte/einkommensbericht/Kurzfassung_Einkommensbericht_2012.pdf)

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http://diepresse.com/home/panorama/welt/1326915/Griechenland_Kinder-als-Opfer-der-Sparpakete?_vl_backlink=/home/index.do

die opfer der schellhorns dieser welt

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kaum einen menschen veracht ich mehr als einen neoliberalen schellhorn

ihr seid das grundübel des 21jhdt.

ihr seid das grundübel des 21jhdt.

Leute wie du sind das Grundübel des 21. Jahrhunderts.

Re: kaum einen menschen veracht ich mehr als einen neoliberalen schellhorn

wie wäre es mit Stalin, Mao, Faymann?

Re: kaum einen menschen veracht ich mehr als einen neoliberalen schellhorn

schon mal mit Kommunismus probiert?

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wie wäre es

mit rationalen Argumenten?
Da hätten alle Leser etwas davon.

Aber Respekt hat er. Er spricht Schellhorn immerhin in der 3. Person an ;-)


Hobbyökonom

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