SuperMarkt: Schmerzensgeld statt Wehrpflicht

12.01.2013 | 18:05 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Die jungen Menschen dieses Landes werden vom Staat zum Dienst an der Allgemeinheit gerufen. Ein ziemlich dreistes Ansinnen. Es wäre an der Zeit, sich mit den Jüngeren zu solidarisieren.

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Als sich im 19. Jahrhundert die sogenannten Manchester-Liberalen ans Werk machten, den Zöllen und anderen Handelsbarrieren an den Kragen zu gehen, war eine Bewegung geboren, die noch zwei Jahrhunderte später zu den meistgehassten der Welt zählen sollte. Heute jemanden einen Manchester-Liberalen zu nennen, ist zweifelsfrei nicht besonders nett gemeint. Es ist ein vergleichsweise elegantes Schimpfwort, das umgehend ein glasklares Bild in die Köpfe der Menschen zaubert: jenes vom unsympathischen Großkapitalisten, der seine geknechteten Arbeiter mit schwingender Peitsche ins nächstgelegene Bergwerk „bittet“.

Interessant, denn zu ihrer Zeit haben die Manchester-Liberalen keineswegs die Vorrechte der Ausbeuter verteidigt, ganz im Gegenteil. Sie wetterten gegen den Feudalismus, propagierten freie Wahlen, erkannten im Protektionismus den Grund für die Verelendung der Massen, hatten für den Kolonialismus nichts übrig – und machten gegen den verpflichtenden Militärdienst mobil. Dieser sei nichts anderes als die Ausbeutung der Armen durch den Adel, der mit billigen Soldaten seinen Besitzstand wahrte.


Die Obrigkeit ruft zum Dienst.
Zwei Jahrhunderte später erinnert die Obrigkeit ihre jungen Untertanen noch immer an deren Pflicht. Zumindest in Österreich. „Jeder muss in diesem Land einen Beitrag leisten – ob beispielsweise als Soldat oder Katastrophenhelfer. Es ist die Grundvoraussetzung für Solidarität“, wie Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) jüngst meinte. Seine Regierungskollegen von der SPÖ wiederum erwarten von Männern und Frauen ein „freiwilliges“ Sozialjahr. Was also beide Lager verbindet, ist die Einschätzung, dass die Jungen dem Staat etwas „zurückzugeben“ hätten. Entweder in Form von ein paar spärlich entlohnten Monaten in Uniform, oder im etwas weniger schlecht entlohnten Sozialdienst.

Ein ziemlich unverfrorenes Ansinnen, wurden die jüngeren Menschen dieses Landes doch schon längst zum umfassenden Dienst an der Allgemeinheit verdonnert. Und das nicht nur für ein paar Monate, sondern für die Dauer ihres Erwerbslebens. Sie wurden ungefragt in die „solidarische Pflicht“ genommen, weil ihre Elterngeneration in den vergangenen 40 Jahren vorzugsweise Regierungen in den Sattel geholfen hat, die geliehenes Geld besonders großzügig unters Volk streuten. Mit der einigermaßen unerfreulichen Konsequenz, dass die Staatsschulden seit den 1970er-Jahren von 3,6 Milliarden Euro auf mittlerweile 230 Milliarden Euro gejagt wurden. Eine Versechzigfachung in 40 Jahren, die dazu führt, dass heute auf jedem Erwerbstätigen 55.372 Euro an Staatsschulden lasten.


Knechte des verschuldeten Staates.
Praktizierende Anhänger des spendierfreudigen Staatswesens werfen an dieser Stelle leidenschaftlich gern ein, dass den hohen Schulden ja auch ein noch nie dagewesener Wohlstand gegenüberstehe. Stimmt. Allerdings wird dieser auf der Stelle verspeist, weshalb jedes Jahr immer höhere Summen herangeschafft werden müssen, um die wachsende Zahl hungriger Münder in gewohnter Weise versorgen zu können. Die Beschenkten zahlen zwar über ihre Steuern die Zinsen für die eingegangenen Verbindlichkeiten, tragen die beeindruckenden Schuldentürme aber nicht ab, sondern erhöhen und hinterlassen sie einfach den nachkommenden Generationen.

Deshalb haben diese auch keinerlei Aussicht, jemals mehr Netto von ihrem Brutto zu sehen, um so aus eigener Kraft nennenswertes Vermögen zu schaffen. Sie sind und bleiben die Knechte eines über beide Ohren verschuldeten Staates, der sich eine Entlastung seiner Bürger nicht leisten kann – und auch nicht will. Bevor die öffentlichen Organe ihre Ausgaben reduzieren, sparen sie lieber über noch höhere Steuern und Abgaben bei den Bürgern. Gleichzeitig führen sie den Talentiertesten der nächsten Generation dieser Tage wieder einmal eindrucksvoll vor, worauf es hierzulande wirklich ankommt, um nach oben zu kommen: auf das passende Parteibuch.

Viel hat sich in all den Jahren also nicht geändert. Abgesehen davon, dass die internationale Konkurrenz deutlich härter geworden ist und es nicht mehr reicht, „nur“ fleißig zu sein. Heute warten hungrige und bestens ausgebildete Konkurrenten aus den aufstrebenden Teilen der Weltwirtschaft auf die Abgänger der teuersten, aber laut internationalen Vergleichen mittelmäßigsten Einrichtungen des rot-weiß-roten „Gratis“-Bildungswesens.

Interessanterweise beklagen sich die Jungen über all das nicht. Sie beobachten das närrische Treiben mit geradezu gespenstischer Teilnahmslosigkeit. Sie stürmen nicht auf die Straßen, wenn wieder einmal ein Rädelsführer des Frühpensionistenverbandes auf die Einhaltung des Generationenvertrages pocht. Sie weisen nicht darauf hin, dass sich der Staat doch gefälligst der Märkte bedienen könnte, wenn er Arbeitskräfte für seine Sozialeinrichtungen sucht. Viele von ihnen halten es sogar für eine Selbstverständlichkeit, zum Heer zu gehen, um sich vor Ort vom verheerenden Zustand der österreichischen Streitkräfte zu überzeugen.


Verkehrte Solidarität. Es wäre also an der Zeit, sich mit den Jüngeren zu solidarisieren – und nicht von diesen permanent Solidarität einzufordern. Am besten, indem die politischen Eliten endlich damit beginnen, den sagenhaften Reformstau aufzulösen, statt kommende Generationen dazu einzuspannen, den staatlichen Besitzstand zu wahren. Wie es aussieht, könnte die österreichische Obrigkeit von den berüchtigten Manchester-Liberalen noch eine Menge lernen.



franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.01.2013)

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91 Kommentare
 
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Irgendjemand (wahrscheinlich viele) profitiert von diesem System


der oragnisierten Geldvernichtung !!

Wahrscheinlich der öff. Dienst, Pensionisten & Transferempfänger.

Wos kümat an echten Gewerkschofta oder Funktionär die Wertschöpfer ????

Buße der Alten, Rache der Jungen

Die Alten sollten Buße tun, indem das Pensionsalter hinaufgesetzt wird. Das kann man auch ganz vernünftig argumentieren, selbst wenn es weh tut.

Ob die Jungen aber deshalb (außer Steuern) keinen (persönlich zu leistenden, aus körperlichem Einsatz bestehenden) Dienst leisten sollten, weil die vorige Generation alles verschleudert hat? Ich meine: Nein. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Eher helfen schon diejenigen mit, eine Schuld abzutragen, die einmal etwas für den Staat körperlich tun mussten. Selbst wenn sie etwas schultern, was sie nicht verursacht haben.

Die Solidarität muss m.E. nicht unbedingt nur im Wehrdienst gelebt werden. Sie wird zwar von den Alten oft dreist eingefordert (nach dem Motto: wir tun Wasser predigen und Wein trinken, putzts uns den Hintern, im Zivildienst usw) Dennoch ist Solidarität einfach selbst-evident wichtig und eine körperliche Erfahrung tut not.

Die sozialpartnerschaftlich geduldete Form der Steuerzahler- u. Kinder-AUSPLÜNDERUNG


wird kaum verstanden. In Wirklichkeit "fressen" die Wählermehrheit von Pensionisten/Ruhegenüsslern, Transferempfängern u. der Zinsdienst ALLE Staatseinnahmen auf.

Doch das kapiert der Bewohner nach 40 Jahren UMVERTEILUNGSGEHIRNWÄSCHE nicht mehr.

Er glaubt an noch höhere Besteuerung & Umverteilung...

Das *wollen* die Bewohner nicht kapieren.

Oder mit den berühmten Worten von Upton Sinclair: "Es ist schwierig, einen Menschen dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn sein Einkommen davon abhängt, dass er es nicht versteht."

rapidstadion ..

da passen 11000 leute rein ..
das berufsheer soll in etwa auch so viele leute haben ..
meint wer im ernst, dass man in einem krieg mit einem fussballstadiion voll leuten aber auch nur irgendwas ändern kann ?
ach so, drum geht es gar nicht .. es geht ums nächste hochwasser und wer die oma ins spital führen soll ? .... ja dann :-):-)

Was soll das?

Eigentlich habe ich mir vorgenommen, deine Hausübungen nicht mehr zu verbessern (auch nach dem Mist der letzten Woche), aber nach dieser Ohrfeige für jeden Marktliberalen und einen Faustschlag in das Gesicht eines jeden denken Menschen muss es sein.

Die Manchester-Liberalen gibt es in der Form nicht mehr, weil ihre Denkbasis bereits in den 1920ern durch die Neoklassik abgelöst wurde. Warum? Weil man draufgekommen ist, dass in der Klassik ein paar Dinge fehlen die wichtig sind und daher falsche Analysen liefert.

Ein wichtiger dazugekommener Punkt sind Opportunitätskosten. Und wenn man an der Uni aufgepaßt hätte, würde man wissen, dass es durchaus Sinn macht zu kooperieren oder sogar von anderen Teilnahme einzufordern. Was bedeutet, das "Zwangsarbeit" auch neoklassisch argumentierbar ist.

Dann gibts noch den neoklassischen Begriff Marktversagen (kam so in den 1950ern auf). Man erkannte, dass Märkte Externalitäten nicht einpreisen. Diese können aber durchaus für das Überleben eines Menschen oder eines Unternehmens wichtig sein. Es kann also sinnvoll sein, dass ein übergeordnete Instanz für alle Regeln festlegt. (zb Regulierung bei Mobilfunkern)

Dazu kommt noch die Erkenntnis der Spieltheorie, dass rationale Menschen in Situationen nicht die optimale Lösung finden. Eine übergeordnete Regelungsinstanz kann also optimalere Ergebnisse ohne großen Aufwand alleine durch ihr Eingreifen erzeugen.

Ein rational denkener Akteuer wird also so eine Instanz fordern.

Re: Was soll das?


tuns a bissel Hayek studieren, dann schreibens wieder !

"Sozialismus ist Anmassung", oder "es gibt kaum eine Fehlentwicklung in der Ökonomie, die sich nicht auf staatlichen Eingriff zurückführen lässt".

"Ich weiss nicht was Sozialismus ist, er lässt sich wissenschaftlich nicht fassen".

NUR die Liberalen definieren die Rolle des Staates richtig, alles andere endet in MOSKAU, Peking oder Pjöngjang.


Re: Re: Was soll das?

Tuns a bisserl Hayek studieren, dann wüßten sie ...

Ach was Wikipedia tuts auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_August_von_Hayek#Die_Verfassung_der_Freiheit_.281960.29
Und wenn man dann öffentliche Güter anschaut weiß man, daß Sicherheit unter "globale öffentliche Güter" fällt.

Also wenn sie einmal einen Hayek in der Hand gehabt hätten wüßten sie, dass er wußte: ein Fußballspiel ohne Regeln und Schiri ist fad,
weil es eine schlagende Strategie gibt.

Manchester-Liberale wußten das nicht. Die haben nicht so weit gedacht.

Re: Re: Re: Was soll das?


Bitte denken sie zu Ende:

Wo hört der Einfluss des Staates auf ??

Wieviel Staat brauchen wir ??

Wo bleibt Eigeninitiative & Verantwortung ??

Die Wählermehrheit von Beamten, Bürokraten, Pensionisten & Transferempfängern in Ösistan will MEHR Staat, MEHR Umverteilung & weniger Eigenverantwortung !!

Ist schlicht & einfach nicht finanzierbar !!


Re: Re: Re: Re: Was soll das?

Ich gebe ihnen Recht, absolut Recht.
Wir leben in einem Sozialstaat der uns in Watte einpackt anstatt in einem Wohlfahrtsstaat der schaut, dass sich die Bürger entwicklen können.

Aber ich glaube nicht, dass ich Pro-Sozialstaat war, sondern:

Ich wehre mich gegen einen "falschen" Liberalismus der glaubt, dass liberal mit "ohne Regeln" gleichzusetzen ist.

Ich wehre mich auch gegen Liberale (und Hr. Schellhorn ist so einer), die nur sudern dann irgendwelche veralteten Ideen hervorholen, anstatt das Hirn einzuschalten und zu schauen wo man hinsoll und hilft.

Und ich wehre mich gegen einen Staat, der seine Aufgabe in der Umverteilung sieht. Wichtiger wäre ein Staat der seine Aufgaben durch Regulierungen (das sind keine Interventionen) erfüllt und dabei auch noch soviel Geld reinspielt, dass "nicht profitable Zweige" wie "Die Sicherung eines Mindesteinkommens" (<--Hayek) auch noch leisten kann.
Voraussetzung dafür ist für mich:
- eine strikte Geldpolitik, die verhindert sinnlos hohe Verschuldung (sinnvolle kann ja ok sein)
- eine Verständnis dafür dass "Steuer" etwas mit "Lenken" zu tun hat. (Eine hohe MÖst würde Geldabflüsse ins Ausland stoppen)
- eine direkte Demokratie, wo keiner große Macht ansammeln kann.
Alles keine Gesetze sondern nur Spielregeln.

Aber soweit ist Hr. Schellhorn in meiner "Ich bin ein super Liberaler"-Einstellung noch nicht gekommen.

Und jetzt erklären sie mir, warum ich ein Sozialist bin? --> Ich vermute: Nicht meiner Meinung = Sozialist/Kommunist.

Re: Was soll das?

Aber irgendwie könnte man das oben Geschriebene als liberal sehen.

Aber absolut unliberal ist deine Einstellung!
Wenn Liberale sich durch Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung auszeichen, wieso schimpfst du dann auf die Eliten, Obrigkeit und den Verlauf der österreichischen Schulden. Es hindert dich niemand daran etwas zu ändern und selbst initativ zu werden. Du selbst bist der Wähler, kannst gewählt werden und man kann trotz aller falschen Presse-Kommentare an Entscheidungen mitwirken. Aber nein, du stellst dich als das arme Hascherl hin, das nichts tun kann. Das einzige was passiert ist jede Woche ein unvernünftiger und irrationaler Kommentar.

Wenn Selbstverantwortung wichtig ist, dann ist Solidarität somit auch keine Kategorie. Weil genau wie man selbstverantwortlich handeln soll, ist man auch selbst verantwortlich für das Wohlergehen der Anderen. Man darf nicht darauf hoffen, dass die anderen mittun. Große liberale Reiche zeigen das durch ihre Unterstützungen. Die meisten hängen das aber nicht an die große Glocke, weil es ihrer liberalen Einstellung selbst widerspricht.

Und wegen "man kann sich keinen eigenen Wohlstand schaffen": Diese Überlegung ist keine Manchester-Liberale (denen würde sowas nie einfallen, weil die Prämisse ist: Man kann es immer selbst schaffen). Die Vorstellung kommt aus "Rerum novarum" von Papst Leo XIII und der ist darin sehr wohl auch bewußt auf Distanz zum Liberalismus gegangen.

Re: Re: Was soll das?

Noch zu den Schulden: Ein Staat, der Schulden macht kann rational sein und auch liberal. Er spielt vielleicht das sehr liberale Spiel von moral-hazard (ein eindeutiges "Marktversagen") besser als so mancher Pseudoliberaler. Das beste Beispiel sind große Konzerne. Die haben ähnliche Verschuldungsquoten wie Staaten aber leben blendend. Warum: Leverage-Effekt. Einen Hebel anzusetzen macht aus rationaler Sicht des Staates Sinn. Oder nicht?

Langsam bin ich froh, dass du weggehst. Deine Zeitung braucht derzeit Förderungen des Staates, damit sie Qualität liefern kann, aber was hier passiert ist nachweislich unter jeder Kritik und um einiges schlechter als die Leistung der Kollegen.Gut das du in eine "geschützte Werkstatt" gehts, wo du "ideologisch" werkeln kannst ohne dass du irgendetwas liefern mußt oder eine belegte Argumentation verlangt wird.
Leider wird diese neue Agenda das Image der Liberalen in Ö stark beschädigen. Es gibt hoffentlich noch genügend andere die selbstverantwortlich dagegenwirken. Es bleibt halt nur zu hoffen, dass deren Vernunft mehr geglaubt wird, als dieser schreienden Lüge.

"Die jungen Menschen dieses Landes..."

FALSCH,

es sind die jungen MÄNNER, die hier diskriiert werden!

Frauen, die heute 18 Jahre alt sind, werden mit ihren männlichen Altersgenossen weitestgehend gleichberechtigt sein. Es ist nicht einzusehen, dass Männer hier alleine einen Dienst (ob sinnvoll oder nicht) für die Allgemeinheit erledigen müssen.

Es wird nun wirklich langsam Zeit, dass auch diese offensichtliche Diskriminierung abgeschafft wird.

Re: "Die jungen Menschen dieses Landes..."

Das schaffen die nicht, weil sie sonst von den Frauen in ihren Riegen eine auf den Deckel kriegen, obwohl sich nur eine Minderheit der Frauen von denen vertreten fühlt.
Es scheint ein absolutes Tabu unter Politikern zu sein, obwohl in der Bevölkerung ein breiter Konsens herrscht, dass es ungerecht ist, ein Geschlecht zu benachteiligen. Und das sagen sogar Frauen.

"Die jungen Mensche dieses Landes..."


Vom Staat fordert man doch nur - und das möglichst

ungeniert und dauerbeleidigt.

singuläre Interessen schädigen die Allgemeinheit

soweit zum Manchester-Liberalismus.

dann die nächste Frage, wer von diesen liberalen Freiheitsdenkern hat sich gegen die studiengebühren ausgesprochen, der jetzt den Jungen einreden will, dass die allgemeinhiet keine Rechte als solche hat.
Aber gut, wenn dier liberale Kommentator so denkt, dann muss man eben auch die juristischen Personen, Gesellschaften usw, abschaffen. Dann gibt es keine Aktien, keine Derivate usw.
Das wäre die logische Konsequenz.

Blödsinn.

Kein wirklicher Liberaler ist gegen Studiengebühren.

Die Allgemeinheit hat kein Recht auf die Leistung eines Individuums - daraus folgt logisch, daß auch das Individuum kein Recht auf die Leistung anderer Individuen (es sei denn als Folge eines freiwillig geschlossenen Vertrags) haben kann.

Re: singuläre Interessen schädigen die Allgemeinheit

Warum schädigen singuläre Interessen die Akmgemeinheit, die doch auch nichts anderes als die Summe aller Individuen.
So setzt sich auch das Allgemeinwohl aus dem Wohle der Individuen zusammen, deshalb sehe ich hier keinen Widerspruch zwischen privatem Gewinnstreben und dem Wohl des "Kollektivs".

Re: singuläre Interessen schädigen die Allgemeinheit

wenn die studiengebühren in ihrem fall mehr ausmachen als 8 monate"umsonst":
erwegen sie eine lehre als billa-kassier(teilzeit)!

Re: Re: singuläre Interessen schädigen die Allgemeinheit

Systemdenken ist da angefragt,

Aber auf der Basis könnten wir weiterdikutieren

Österreich ist beyond repair.

Die Leute, die profitieren, halten den Mund. Die Leute, die sich ihr Schnitzel und Bier noch leisten können, stellen sich aus Bequemlichkeit blind. Und die Leute mit Ausbildung verlassen aus Frustration das Land.

Österreich hat im internationalen Wettbewerb absolut kein Alleinstellungsmerkmal, was seinen Status im Wohlstand rechtfertigt. Es rastet sich auf den hart erarbeiteten Lorbeeren der vorherigen Generationen aus und wird in den nächsten Jahrzehnten ordentlich zu Grunde gehen.

Legitimationsproblem?

Solange ich angehalten bin, Zwangssteuern zu bezahlen , sehe ich, der ich mich als klassisch Liberaler bezeichnen würde kein Problem in der Legitimation eines "Zwangsdienstes".
Mit etwas Bauchweh aber nichtsdestotrotz mit einer gehörigen Portion Pragratismus werde ich meinen liberalen Prinzipien zum trotz für die Beibehaltung der allg. Wehrpflicht stimmen und hoffen dass man irgendwann zur Vernunft kommt und die Politik sukzessive aus dem Öbh zurückdrängt.
Ganz nach dem ordnungspol. Ideal sollten von Politik Rahmenbedingungen gesteckt werden, die Gestaltung des Heeres sollte "Profis" überlassen werden.

richtig

stimme dem artikel 100% zu.

Schmerzengeld

ohne "s"

Re: Schmerzengeld

Mag vielleicht neu-neue deutsche Rechtschreibung sein, klingt aber blöd.

 
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