Vermögenssteuer: Wenn ich einmal reich wär'...

23.02.2013 | 18:38 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Hierzulande wird einmal mehr über die Vermögensteuer diskutiert. Das eigentliche Problem ist, dass die meisten Menschen nicht betroffen sind.

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Ein russischer Bauer hört während der Feldarbeit plötzlich eine Fee flüstern: „Hallo, ich bin gekommen, um dich endlich für deine harte Arbeit zu belohnen. Wünsch dir, was du willst, aber bedenke: Dein Nachbar wird das Doppelte von dem erhalten, was du begehrst!“ Der Bauer denkt eine Weile nach und antwortet: „Na gut, dann hätte ich gern, dass du mir ein Auge nimmst!“

Nun wird hierzulande noch nicht darüber diskutiert, wie viel jemand sehen darf. Seit vergangener Woche geht es wieder einmal darum, wie viele Felder, Häuser und Geldscheine ein Mensch besitzen darf, ohne damit die Allgemeinheit zu verstören. Ist ein Vermögen im Gegenwert von einer Million Euro gerade noch akzeptabel, wird ein darüber hinausgehender Besitz selbst in unverdächtigen Kreisen als frivoler Exzess des marktwirtschaftlichen Systems klassifiziert. Wenn nicht gar als potenzieller Betrug an der Allgemeinheit, der mit einer Besteuerung von bis zu 100 Prozent zu korrigieren sei. Gewerkschafter, Globalisierungsgegner und Vertreter fast aller Parteien sind fest entschlossen, den „Reichen“ endlich einen „fairen“ Beitrag abzutrotzen. Mit folgenden Argumenten:


„Das Vermögen ist ungleich verteilt.“Das stimmt, was vor allem daran liegt, dass es den meisten Menschen nicht möglich ist, sich ein kleines Vermögen zu erarbeiten. Folglich wachsen kaum noch „Reiche“ nach, weil der Staat beim Vermögensaufbau (Erwerbseinkommen) so stark zulangt wie fast kein anderer. Mit 4000 Euro brutto im Monat löst man in Österreich die Eintrittskarte zum erlauchten Kreis der obersten zehn Prozent der Einkommensbezieher. Den Arbeitgeber kostet ein Beschäftigter mit 4000 Euro brutto knapp 5250 Euro, netto bleiben dem Arbeitnehmer 2371 Euro übrig. Also knapp 45 Prozent seines Markteinkommens. Wer es schaffte, sich davon 1000 Euro monatlich auf die Seite zu legen (illusorisch!), dürfte nach zehn Jahren zu seiner Bank kriechen, um einen auf 25 Jahre laufenden Kredit für ein kleines Eigenheim zu erbetteln.


„Vermögensteuern ermöglichen die Entlastung der Arbeitseinkommen.“ Mag sein, aber dann wäre wohl zuerst einmal ein Entlastungskonzept auf den Tisch zu legen. Die zu hohe Besteuerung der Erwerbstätigen korrigiert man ja nicht durch eine höhere Besteuerung anderer – sondern durch eine spürbare Entlastung der hoch Besteuerten. Die kann sich der Staat aber nicht leisten. Einer aktuellen IHS-Studie zufolge brächte eine Vermögensteuer realistischerweise eine Milliarde Euro im Jahr ein. Das Lohnsteueraufkommen liegt bei 23 Milliarden Euro, knapp 20 Milliarden nimmt der Staat über Sozialversicherungsbeiträge ein. Eine Milliarde weniger Lohnnebenkosten wäre gleichbedeutend mit einer Reduktion der Arbeitseinkommen um ein Dreiundvierzigstel. Das wäre zwar nett – aber eine spürbare Entlastung?


„Vermögensteuern erhöhen die soziale Gerechtigkeit.“ Wenn dem so wäre, müssten die USA, Großbritannien und die Schweiz Vorbilder in puncto egalitäre Vermögensverteilung sein – sie heben schließlich die weltweit höchsten Steuern auf Besitz ein. Das IHS behauptet aber, dass die Vermögen in keinem industrialisierten Land so gleichmäßig verteilt sind wie in Österreich – jedenfalls dann, wenn man ehrlich rechnet und den Barwert der Pensionsansprüche berücksichtigt. Der Pensionsexperte Bernd Marin sagt, dass einem österreichischen Rentner rund 200.000 kaufkraftbereinigte Dollar (in denen die OECD rechnet) mehr Pension ausgezahlt werden, als vorher eingezahlt wurden. Dieses Geschenk im Namen nachkommender Generationen wird nirgendwo berücksichtigt.


„Arbeitsfreies Einkommen gehört höher besteuert.“ Ein vor allem in der kapitalistischen Welt beliebtes Argument. Allerdings hat auch für ererbtes Vermögen jemand hart gearbeitet und bereits Steuern gezahlt. Freilich in einer Zeit, in der der Staat den Aufbau von Vermögen noch zugelassen hatte. Davon profitieren heute nicht nur die Kinder aus „reichem Hause“, sondern auch Bezieher niedriger Einkommen. Laut der Immobilienvermögenserhebung der OeNB (2008) verfügen 42 Prozent der Menschen mit einem Monatseinkommen von weniger als 800 Euro netto über Immobilienwerte von durchschnittlich 240.000 Euro.

Die ganze Debatte zeigt also recht schön, worum es der Politik eigentlich geht: um die Erschließung neuer Einnahmequellen für den Staat. Das wird allerdings an der budgetären Misere nicht viel ändern. Höhere Einnahmen ziehen hierzulande per Gesetz höhere Ausgaben nach sich – deshalb werden im Bund seit 1954 Defizite geschrieben. Das bedeutet: Wie hoch die Einnahmen auch sein mögen – es reicht nie für einen ausgeglichenen Haushalt, solange dieser Automatismus nicht gebrochen wird. In spätestens ein bis zwei Jahren würde also über die Anhebung der Freibeträge und der Vermögensteuersätze geredet. Und dann?

Dann wird vielleicht auch einmal die Nachfrage nach politischen Anbietern wachsen, die etwas mehr anzubieten haben als permanent steigende Steuerquoten. Möglicherweise wird sich ja auch wieder einmal eine Partei finden, die bereit ist, die mittlerweile aberwitzigen Ausgaben des Staates in Höhe von 160 Milliarden Euro ein wenig zurückzufahren – und so Raum für nachhaltige Entlastungen und Vermögensaufbau zu schaffen.

Spätestens dann werden sich wieder mehr Menschen in diesem Land über ihren erwirtschafteten Besitz freuen dürfen – auch auf die Gefahr hin, dass der Nachbar in einem doppelt so großen Haus wohnen sollte.



franz.schellhorn@diepresse.com

 

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.02.2013)

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296 Kommentare
 
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Seit 1954!

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: seit 1954 schafft es keine Regierung auch nur einen einzigen Cent postiv zu wirtschaften. Paar Miliarden da, paar Miliarden dort, bald sind eh die nächsten Wahlen, da rühren wir lieber nichts mehr an. Den Armen, Reichen, Mittelständlern, Banken und Sonstigen wollen sie vorschreiben, wie sie zu sparen haben und wie das Allheilmittel in dieser unfassbaren Steuergigantomanie liegt und sind selbst nichtmal kreditwürdig seit mehr als einem halben Jahrhundert. Dass der Wähler das nicht bestraft, ist das grösste Wunder der Neuzeit. man kann die Finanzmärkte vielleicht hassen, aber sie sind halt leider die einzigen, die den Staaten vorschreiben, dass geliehenes Geld auch wieder zurückgezahlt werden muss, indem man nicht mehr ausgibt als einnimmt.

Und über ein neues Drogenschutzgesetz

dürfen dann auch nur noch Ex-Süchtige und Junkies abstimmen?
Weil, die hat es betroffen bzw. betrifft es.
Mit Verlaub, diesem Gedankengang kann ich nicht zustimmen.

Womit Schellhorn allemal recht hat:
Die Steuern auf Arbeitseinkomme sind viel zu hoch. Hier sollte schleunigst etwas getan werden, damit sich Arbeit und Produktion in Ö. wieder auszahlt (oder soll Asien alles produzieren, und wir nur die Papierl dazu ausfüllen?)

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X-mal Versteuertes Erspartes zu nehmen und Auszuwandern ist am gerechtesten!


Wenn verteilt wird und verteilt und verteilt...

dann kommt der Zeitpunkt, wo dem Staat das Geld ausgeht. Dass das auch bei einer Staatsquote von 51,33% passiert, ist bezeichnend.
Die Idee, dann eben weitere Steuern einzuführen oder bestehende zu erhöhen, führt zum Bankrott. Die Ausgaben sind das Problem...

Zur Wirkung des Vermögens an sich


Gegen die Einführung einer Vermögenssteuer wird oft ins Feld geführt, dass das Vermögen aus Einkommen entsteht, für das ja bereits Steuern bezahlt worden ist und auch die Vermögenserträge (Zinsen, Dividenden, Wertsteigerungen) als Einkommen zu versteuern sind. Das ist unbestritten. Für mich stellt sich die Frage, wieweit Vermögen an sich auf die Gesellschaft rückwirkt, d.h. positive oder negative Folgen hat.

Der einfachste Fall stellt sich dar, wenn jemand sein Vermögen unter dem Kissen in Form von Bargeld hortet. Hier besteht die Rückwirkung darin, dass die umlaufende Geldmenge verkleinert wird. Dies würde die Inflation nach gängiger Theorie reduzieren. Wäre also eine positive Rückwirkung. Andererseits bedeutet Verkleinerung der Geldmenge auch Verringerung der Kaufkraft. Das wiederum wäre eine negative Wirkung.

Wenn jemand sein Vermögen etwa in Immobilien investiert, so bewirkt er damit Preissteigerungen in diesem Segment. Das hat vielfältige Folgen. Es bewirkt eine Umverteilung, indem die Käufer von Immobilien mehr aufwenden müssen. Das gilt auch für den Staat, der etwa bei Infrastrukturausbauten tiefer in die Tasche greifen muss.

Das sind nur einige Facetten, mit denen ich aufzeigen will, dass Vermögen auch an sich, d.h. ohne Wertzuwachs, Zinsen und Dividenden Rückwirkungen auf die Allgemeinheit hat. Daraus kann man (ich betone “kann“) man steuerliche Forderungen an das Vermögen an sich ableiten. Diese Diskussion vermisse ich.

Warum soll sich die Gedmenge verringern wenn man Gold kauft?

Die Geldmenge bleibt in diesem Fall gleich hoch. Das Geld besitzt jetzt der der früher das Gold besessen hat.

Mehr passiert bei dieser Transaktion nicht.

Die Geldmenge verringert sich z.B. wenn man einen Kredit tilgt.

Re: Zur Wirkung des Vermögens an sich

Eine Verkleinerung der Geldmenge bedeutet eine ERHÖHUNG der Kaufkraft.

Re: Re: Zur Wirkung des Vermögens an sich

oje, ein paar bewertende Hobbyökonomen hier haben offensichtlich überhaupt keine Ahnung wie sie eine Erhöhung oder Verringerung der Geldmenge auf die Kaufkraft des Geldes auswirkt.

Unter diesem Gesichtspunkt der Unkenntnis muss man die meisten Kommentare hier lesen: null Ahnung, aber dafür umso mehr auf einem Auge blind und mit dem verbliebenen Auge wird durch die parteipolitische Brille geguckt. Armseelig.

Oje, mir scheint der Superbänkster ist mit seinem Latein am Ende.

Mir scheint das Argument von Wallen_Stein sehr schlüssig. Superbänkster, was ist jetzt mit Ihrer Verkleinerung der Geldmenge und der Erhöhung der Kaufkraft.
War wohl nichts...

der kommunismus

feiert 14 Jahre nach seinem vermeintlichen Untergang fröhliche Urständ. Nur dass die modernen Kommunisten bei der Enteigung der Besitzenden wie auch bei der Einrichtung eines Überwachungsstaats ein wenig subtiler vorgehen. Das Endergebnis wird aber dasselbe sein.

Re: der kommunismus

Steuern, und erst recht nicht Vermögenssteuern, sind nicht spezfisch für den Kommunismus.

Im Kommunismus per se, gibt es keine Vermögenssteuern, weil es gar kein individuelles Vermögen gibt.

Dein Posting und die 4 anderen Forumsteilnehmer, die dir die 4 Grünen Sternchen gegeben haben, zeugen von Unkenntnis.

Vermögenssteuern gab und gibt es in den sogenannten Ländern mit Marktwirtschaft.

Ironischerweise, und das dürfte dir und anderen hier entgangen sein (LOL), ist, dass das erzkapitalistischte Land überhaupt, die USA, weit höhere Vermögenssteuern hat als Österreich.

Vermögenssteuern sind daher eher ein Charakteristikum von kapitalistischen Ländern als für den Kommunismus.

Du solltest gelegentlich zumindest, deine parteipolitische Brillse abnehmen können.

Eine Vermögenssteuer von nur 2 Prozent

reduziert das Privateigentum innerhalb eines halben Lebens um 56 Prozent.
Es handelt sich also um eine Form der Enteignung. Und wer da keine Parallelen zum Kommunismus sieht, dem ist nicht zu helfen...

Re: Eine Vermögenssteuer von nur 2 Prozent

Jährliche 2 % Vermögenssteuern hat hier niemand gefordert.

Re: Eine Vermögenssteuer von nur 2 Prozent

Jährliche 2 % Vermögenssteuern hat hier niemand gefordert.

Staatsquote sollte nicht steigen

Ich lese die kontroversen Meinungen zum Thema "Vermögensteuer" mit Interesse. Natürlich finden sich zu jedem neuen Steuervorschlag genügend Argumente, die dagagen sprechen. Wesentlich scheint mir, dass durch die Einführung einer neuen Steuer die gesamte Steuerlast nicht zunimmt. Mit anderen Worten müssten irgendwo entsprechende Entlastungen vorgesehen werden. Davon liest man nichts.

Irgendwie erhält man als Aussenstehender schon den Eindruck, dass die Einführung einer Vermögensteuer in Österreich den alleinigen Zweck hat, Mehreinnahmen zwecks Budgetkonsolidierung zu generieren. Das ist sicher der falsche Weg. Bei der Höhe der Staatsquote in Österreich müsste man den Hebel eher bei den Einsparungen ansetzen.

Beim Sparen geht es zäh voran... bei den Steuererhöhungen ist man erfinderischer

Keine neuen oder höhere Steuern bis ihr nicht alle schwarzen Löcher zugestopft habt:
-HAA
-EU-Beitrag
-Griechenlandhilfe
-ESM und EFSM
-IWF-Aufstockung
-Kyoto-Protokoll-Strafzahlungen
-Die Sparvorschläge des Rechnungshofes umgesetzt sind

Was wir dringend brauchen ist eine Verringerung der Lohnnebenkosten.

Folgender Vorschlag: Verringerung der Lohnnebenkosten (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeitrag) um je 3% pro Jahr. Der Vorteil für die Bundesregierung liegt in der Planungssicherheit. Sie dürfen jetzt schon überlegen in welchem Bereich sie diesen Steuerausfall einsparen will.

Diese Überlegungen werden in Zukunft ALTERNATIVLOS sein.

@Wallen_Stein Ihre Vorschläge leuchten mir ein.

Sie haben viel mehr Durchblick als so mancher SUPERBÄNKSTER...

Re: Staatsquote sollte nicht steigen

Die Steuer auf Arbeit MUSS runter, die Steuer für leistungsfreies Einkommen und Vermögen (wie zB Erbe) kann dafür steigen.

Der BESITZ von Vermögen, welches aus Arbeitseinkommen erworben wurde (und entsprechend Steuern gezahlt wurde) sollte steuerfrei bleiben, sonst fehlt der Anreiz.

Der GEWINN von Vermögen OHNE eigene Leistung (wie Glückspiel, Erbe etc) sollte hingegen progressiv bestuert werden, wobei man zB die erste Immobilie erbschafts-steuerbefreien könnte oder eine Freigrenze von 0,5 oder 1 Mio Euro.

Linkskranker Umverteilungswahn ist schwer heilbar !!


Auch Trachtensozialisten sind schwer infiziert.

Nur arbeiten im Gewerbe führt oft zu nachhaltigen Heilungserfolgen.

Doch links ist mainstream, somit almost no hope for good old europe...

Re: Linkskranker Umverteilungswahn ist schwer heilbar !!


linkskrank und rechtskrank sind genauso wenig hilfreich, wie auf einem Auge blind zu sein.

Was ist also Gesund? Um positiv zu wirken...

Einzig und allein, die goldene Mitte.

Eine Geschichte 2er Freunden.....

- Vor 12 Jahren studieren 2 Freunde gemeinsam im angelsächsichen Ausland
- Einer wandert nach Österreich aus, einer nach Australien
- Beide bekommen ähnliche Jobs, und haben sich seitdem ähnlich entwicklet (der in Österreich vielleicht ein bisschen besser)
- Der in Australien verdient jetzt 20% Brutto mehr, Netto aber 65% mehr
- Heute ist der in Australien besitzer eines abbezahlten Eigenheims, der in Österreich hat erst vor 3 Jahren endlich genug auf der Seite gehabt ein Haus zu kaufen, Kredit lauft noch 17 Jahre, frühzeitiges abbezahlen wird schwierig

Wie die Geschichte weitergeht?

Der in Östtereich hat vor kurzem ein Jobangebot in nicht-sozialistischem Ausland erhalten. Das Haus steht zum Verkauf.

Wenn zumindest die Richtung in Östtereich stimmen würde, wenn Leistung sich langsam wieder lohnen würde, wenn seine bekannten und Arbeitskollegen endlich aufhören würden sich über Häuslbau- und was-weiss-ich-sonst-noch-Förderungen auszutauschen (weil es keine mehr gäbe..), wenn der Staat anfangen würde effizient zu arbeiten,....dann hätte der in Österreich sich das vielleicht anders überlegt. Weil sonst ist Österreich ein gutes Land, mit viel zu bieten.

Schade.




Re: Eine Geschichte 2er Freunden.....

Sehr informative Geschichte. Dem ist nichts hinzuzufügen. Danke.

Re: Eine Geschichte 2er Freunden.....

Österreich und Wien haben weltweit die höchste Lebensqualität - nebst Ländern wie Canada, Schweiz, skandinavischen Ländern, Neuseeland, Australien.

Das liegt nicht nur an der schönen Landschaft, sondern auch an der Infrastruktur, Sicherheit, Kulturangebot, sauberem Wasser, hoher Lebensmittelqualität (auch wenn ein bisserl Pferdefleisch dabei ist), einem Gesundheitssystem, das allen zugänglich ist, hohen Sozialleistungen - und natürlich den hohen Leistungen der Österreich.

So schlecht kann es insgesamt nicht sein, auch wenn der eine oder andere im Ausland ein vermeintlich oder tatsächlich besseres Angebot hat.

Obige Leistungen des Staates kosten viel Geld, welches dieser wiederum aus den Leistungen der Bevölkerung bezieht.

Natürlich könnte manches in Österreich noch besser sein, aber so schlecht, dass wir eine Auswanderungsbewegung zu befürchten haben, weil man in Österreich mit Leistung nichts mehr erreichen kann, so schlimm ist es zum Glück nicht.

Schau mal über den Tellerrand und sieh dir andere Länder an....

Re: Re: Eine Geschichte 2er Freunden.....

Bin einverstanden mit dem meisten was Du geschrieben hast - deswegen auch ein grünes plus von mir.

Mein Problem mit Österreich ist dass mit meinem hart verdienten Geld extrem verschwenderisch umgegangen wird. Und wenn mit diesem hohen Abgabenlast trotzdem Defizite gefahren werden dann ist bei mir aus, sorry. Österreich ist 1) nicht effizient und 2) lebt weit über ihre Verhältnisse.

Sozial sein und die Schwachen helfen - da bin ich voll dabei - nur was sich hier abspielt ist mittlerweile eine ganz andere Geschichte.

Nochmals, wenn eine positive Tendenz da wäre, würde ich bleiben. Die siehe ich aber leider weit und breit nicht. Ich denke nicht nur an mich, ich denke an meine Kinder natürlich auch. Lebensaufgabe "Pensionen zahlen und Schulden tilgen"? Nein danke.

Die Österreiche sind ein fleissiges Volk und können mit schwierigen Situationen umgehen (haben sie mehrmals bewiesen), und ich glaube sie werdens auch diesmal schaffen (auch ohne mich ;-)).




Re: Re: Re: Eine Geschichte 2er Freunden.....

leider sieht es den meisten Ländern nicht besser, sondern schlechter aus.

Es liegt am System bzw. an den Politikern, die alle 4 Jahre wiedergewählt werden wollen. Wie man Wahlen gewinnt, hat uns Vranizky mit seinem Brief an die Pensionisten wenige Tage vor der Wahl gezeigt.

Wer ehrlich reinen Wein einschenkt, der gewinnt leider keine Wahl mehr. In guten Zeiten sind mit "Sparen" keine Wahlen zu gewinnen, in schlechten Zeiten,... na erst recht nicht, siehe die Krisenländer.

Es liegt also nicht nur an den Politikern, sondern an den Wählern.

 
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