26.05.2012 22:15 | Meine Presse Merkliste 0

Ökonomischer Analphabetismus

09.05.2009 | 18:02 |  Franz Schellhorn (Die Presse)

Der ökonomische Analphabetismus der Volksvertreter ist für den Wohlstand des Landes vermutlich die größere Gefahr als die Weltwirtschaftskrise. Reformverweigerung zerstört langfristig die Wettbewerbsfähigkeit.

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Wer hin und wieder überraschend zu einem komplexen Sachverhalt befragt wird, steht verdammt schnell mit einer Antwort da, für die man sich später ein wenig geniert. Etwa, wenn der populärste Radiosender des Landes Passanten auflauert, um sie zu fragen, was sie denn davon halten, dass nun auch schon Heterosexuelle heiraten wollen. Die Mehrheit der Befragten hat damit kein Problem mehr, solange das junge Glück nur ja keine Kinder adoptiert. Ein bisschen mehr Zeit, und kaum jemand wäre in die geschickt postierte Falle des Mikro-Manns getappt.

Das genau umgekehrte Phänomen zeigt sich im Zusammenhang mit der Weltwirtschaftskrise. Je länger sie dauert und je mehr die Menschen darüber erfahren, desto peinlicher werden die Antworten. Das gilt nicht zuletzt für die heimische Staatsspitze. Wenn beispielsweise die SPÖ darauf drängt, die Grundsteuern auf „internationales Niveau“ anzuheben, um bei wohlhabenden Hausbesitzern abzukassieren, zeigt sich das Ausmaß des Nichtverstehens wirtschaftlicher Zusammenhänge in seiner vollen Pracht.


Land der Mieter. Abgesehen davon, dass Grundstücke und Immobilien in den seltensten Fällen gestohlen, sondern mit vielfach besteuerten Arbeitseinkommen bezahlt werden (oder wurden), vergessen die SPÖ-Strategen einen zentralen Punkt: Österreich ist ein Land der Mieter. Drei von vier Bürgern wohnen unter fremden Dächern.

Die SPÖ rechnet offensichtlich damit, dass die Vermieter höhere Grundsteuern mit einem achselzuckenden „Da-kann-man-halt-nichts-machen“ hinnehmen werden. Schmecks. Die Grundsteuern sind nämlich Teil der Betriebskosten. Wird also die Abgabe auf Grund und Boden erhöht, steigen automatisch auch die Mieten. Und das nicht zu knapp. Eine Erhöhung auf „internationales Niveau“ bedeutet in etwa eine Vervierfachung der Grundsteuern. Worunter die adressierten „Reichen“ vermutlich deutlich weniger zu leiden hätten als etwa einkommenschwache Jungfamilien.


Eine Klasse für sich ist dieser Tage Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ), die nach dem Finanzministerium das wirtschaftlich wichtigste Ressort des Landes verantwortet. So rechtfertigt Frau Bures milliardenschwere Dauersubventionen an die ÖBB damit, dass mit diesem Geld schließlich tausende Arbeitsplätze abgesichert werden. Richtig. Mit jährlichen Zuschüssen von etwas mehr als 4500 Millionen Euro werden knapp 42.000 (größtenteils pragmatisierte) Jobs erhalten. Um noch etwas präziser zu sein: Jeder Eisenbahnerarbeitsplatz wird von den Steuerzahlern mit rund 107.000 Euro subventioniert. Pro Jahr.

Es ist wohl nur noch eine Frage von Stunden, bis Frau Bures in diesen schweren Zeiten allen 3,3 Millionen Erwerbstätigen des Landes ähnlich viel Sicherheit bieten will wie den Eisenbahnern. Das würde den Staat allerdings 353.000 Millionen Euro im Jahr kosten. Eine Summe, die zwar die jährliche Wirtschaftsleistung aller Österreicher um 70.000 Millionen Euro übersteigen würde, aber was soll's: Leihen wir uns das fehlende Geld einfach aus, ist ja schließlich für einen guten Zweck. Immerhin würde damit die Kaufkraft der Bürger gestärkt und so die Wirtschaft angekurbelt.

Mit diesem schlichten Argument wird von Politikern derzeit auch jede Debatte über mögliche Einsparungen bei den öffentlichen Ausgaben abgewürgt. Gerade jetzt, da es der Wirtschaft ohnehin schon schlecht geht, wollen wir die Kaufkraft der Menschen weiter schwächen? Etwa indem wir den Personalstand der ÖBB kappen, nachdem 42.000 Eisenbahner gerade einmal so viel Umsatz erwirtschaften wie die um ein Drittel kleinere Belegschaft der Schweizer Konkurrenz? Wollen wir ausgerechnet jetzt die Kaufkraft der Beschäftigten in den 19 Gebietskrankenkassen schwächen, indem wir die Strukturen straffen? Ist es klug, ausgerechnet in wirtschaftlich harten Zeiten eine Verwaltungsreform in den Ländern anzugehen, die tausende Beamte dem harten Schicksal der Frühpensionierung zuführen könnte?

„Nein!“ schallt es einmütig aus den Hallen des Hohen Hauses. Das würde die Kaufkraft der öffentlich Bediensteten schwächen und damit die Wirtschaftsflaute weiter verstärken.

Klar, da schwächt man schon lieber die Kaufkraft der Steuerzahler, die mit ihren Abgaben die Misswirtschaft im staatsnahen Bereich zu bezahlen haben. Wäre Österreich etwa so schlank geführt wie die nicht gerade am Hungertuch nagende Schweiz, blieben den Bürgern jährlich 33 Milliarden Euro an Einkommensteuern und Sozialabgaben erspart. Statt die öffentliche Geldverschwendung endlich zu beenden, werden zu deren Fortsetzung kurzerhand neue Geldquellen erschlossen.


Wer schützt hier wen? Es wäre ungerecht, diese Politik der Hilflosigkeit einzig und allein der SPÖ zuzuschreiben. Die ÖVP nickt nicht nur die hemmungslose Neuverschuldung ab. In den vorderen Reihen der prinzipienlos gewordenen Wirtschaftspartei von einst findet sich längst eine Mehrheit für die Einführung neuer Vermögenssteuern (wenn sie nur ja die Bauern nicht trifft!), um so den öffentlichen Bereich vor Ausgabenkürzungen zu schützen. Und die Opposition? Sie applaudiert oder schweigt (was wohl auch besser ist).

Österreichs Politiker können freilich herzlich wenig zur Eindämmung der Weltwirtschaftskrise beitragen. Dafür können sie vieles verschlimmern. Etwa mit einer Politik der Reformverweigerung, die zwar heute Stimmen bringen mag – aber langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zerstört.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.05.2009)

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45 Kommentare
 
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myzypresse
13.05.2009 22:23
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Philosophischer Analphabetismus

Gerade die Experten gaugeln uns immer wieder ihre sehr beschränkte Sicht der Dinge vor. Und die sind es, die die Politiker beraten. Daraus leitet sich der tägliche Politik Mist in den Medien ab. Wenn man mit solider Facharbeit kaum mehr genug verdient um gesichert zu leben, dann hat das den Hintergrund, dass teilweise sehr unsinnige Arbeiten gemacht werden, z. B. sinnlose Bürokratie oder statt einem Paketdienst fahren inzwischen 4 . Zu ÖBB, dort wurde das Managment fünf mal mehr und umständlicher, aber beim Betrieb technischer Sicherheitseinrichtungen wirkt sich die Auslagerung und Sparmaßnamen dermaßen negativ aus, dass es aufgrund mangelnden Service immer öfter zu unnötigen Verspätungen kommt. Beim Gericht zu sparen nützt in erster Linie den Profigaunern. Im Gesundheitswesen kann man bei einer jährlichen Verteuerungsrate von 8 Prozent wohl mal auf die Gehaltsbremse dieser großteils priviligierten Ärzteschicht steigen. Wenn man dann bei der Ärzteausbildung nicht genug ausbildet, dann werden die Menschen noch mehr ausgesackelt werden. Der Balkan fängt am Bodensee an, wissen wir spätestens seit Gorbach und reicht bis Wien. Sümpfe trockenlegen bringt mehr als Wasser bis zum Hals und dazu braucht es keiner (Provisions)Abfangjäger. Wenn die einen immer reicher werden(Bartenstein, Prinzhorn) werden die anderen immer ärmer- Korruptionsbkämpfung ist wichtiger als Politik. Alles dem freien Markt zu überlassen heißt, Ziel und Planlos sich die Schädel einzuschlagen.

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Ökonomischer Analphabetismus nicht nur bei

Österreichs Volksvertretern:

Siehe dazu heutigen PRESSE-Artikel http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/478509/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/economist/index.do

... worin es heißt: "Der Umsatz im Lebensmittelhandel stieg 2008 um 4,2 Prozent .."

Im gleichen Artikel wird jedoch von der - sogenannten - "ACNielsen-EXPERTIN" Dorothea Hagenauer-Stattmann behauptet, dass das Wachstum aber vor allem aus der Preissteigerung kam.

Wo hat diese Expertin ihre wirtschaftliche Bildung her?

Oder gilt für sie, dass alles was teurer wird auch vermehrt gekauft wird???????

Nichtsahnende Politiker, Wirtschftsforscher, Medienberichterstatter und dergleichen ... BITTE haltet Euren Mund und sprecht/schreibt nicht von Dingen die Ihr nicht versteht!

Gast: Leitwolf
12.05.2009 00:55
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Wieder mal scharf rechts an der Wahrheit vorbei

Na da steckt mal wieder zu viel Unsinn drin. Dass eine Grundsteuer vor allem die Familien treffen soll (oder waren es nicht gleich die unschuldigen Kinder?!), liegt hier wohl genau so auf Parteilinie (welcher wohl??), wie die kritisierten Statements der Politik.

Und nein, die 4,5 Mrd Euro die die ÖBB den Steuerzahler kosten, und ein einfaches 2te Klasse Ticket Wien-Sbg ökonomisch betrachtet etwa 200 Euro (!!) teuer machen, kommen nicht nur den 42.000 mehr oder minder aktiven ÖBBlern zu Gute. Immerhin hat die SV für Bergbau und Eisenbahn rund 170.000 Versicherte - und nur ein paar Tausend davon sind Bergbauer (wenn man das so schreibt?). Die rund 80.000 (früh-) pensionierten ÖBBler wollen ja auch was essen..

Antworten Gast: Leitesel
15.05.2009 12:53
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Re: Wieder mal scharf rechts an der Wahrheit vorbei

Bergmänner

Gast: Flo
11.05.2009 17:43
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Nicht nur im Inland

verhalten sich unsere Politiker wie Voll... .
Wer das Kindergschrei unserer "Volksvertreter" in der EU verfolgt der weis ganz genau, warum Österreich als das Burgenland Europas gilt !!!

Gast: Franz
11.05.2009 13:29
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Beispiel Bürgermeister in Zistersdorf

Am 14. Mai 2009 wird der Hr. LH Pröll in Anwesenheit der beschränkten Bürgermeister Hofstetter (ex) u. Peischl (aktuell), die jämmerliche Müllverbrennung in Zistersdorf mit großem Pomp eröffnen. Dabei wird vollmundig über die neu geschaffenen Arbeitsplätze gesprochen werden. Dazu ein paar Fakten:
Investitionssumme der ASA = 90 Mio Euro, 30 neue Arbeitsplätze (angeblich), d.h. 3 Mio Euro für 1 Arbeitsplatz. In der Regel wird heute für die Schaffung eines Industriearbeitsplattes mit 60.000 € gerechnet. Keine Abwärmenutzung, daher werden 80% der gewonnenen Energie in die Luft geblasen.
Diese aberwitzigen Bürgermeister haben also der reizvollen ländlichen Region eine Hypothek auferlegt, die das 5 fache kostet und der Region einen Schaden zufügt, die alle Überfälle der Kuruzzen zu Zeiten Maria Theresias in den Schatten stellen wird.
Ein Superbeispiel für die Idiotie dieser Volksvertreter.

Antworten Gast: Josef Geyder
16.05.2009 15:03
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Re: Beispiel Bürgermeister in Zistersdorf

Sehr geehrter Herr Franz!
Ich bin Zistersdorfer. Die Schaffung der Arbeitsplätze und die Anlageninvestition erfolgt durch einen privaten Betreiber. Ihre Kenntnis über thermische Prozesse und deren Wirkungsgrade in Kraftwerken ist äusserst dürftig. Im Vordergrund steht
die Restmüllbeseitigung. Waren Sie schon einmal in einer Restmülldeponie und kennen Sie die Spezifikation von Deponiesickerwasser? Mit Kritik an den
Emmissionswerten sollte jeder Raucher
sorgsam umgehen.
Habe persönlich übrigens PV Anlage und Warmwassersolaranlage zur Schonung der Umwelt realisiert.
( wird mir gesagt, rechnet sich nie ). Betreibe ausserdem Firma mit 35 Mitarbeitern. Nicht alles ist so jämmerlich wie es von Ihnen dargestellt wird.
Was passiert eigentlich mit Ihrem Restmüll?
Hochachtungsvoll Josef Geyder
ps
Fahren Sie mit dem PKW? Raten Sie
dessen Wirkungsgrad !


birgit
11.05.2009 13:19
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Die Oposition

schweigt nicht. Im Gegenteil die Medien schweigen über die Vorschläge der Opositionsparteien. Willfährige SPÖVP getreue Medien verweigern sich den Vguten Vorschlägen von FPÖ BZÖ und Grüne!!!!!!!!!!!!!!!!

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Dies ist einer der treffendsten und..

wichtigsten Kommentare der letzten Jahre. Und neben dem Privat-wirtschaftlichen Analphabetismus der Politiker tragen leider auch sehr viele (Grün)Sympathisanten unter den Journalisten zu dem verheerenden Fehlwissen um privatwirtschaftliche Zusammenhänge in Ö bei. Schellhorn, Unterberger, Ortner, manchmal Frey unb Rauscher sind da einige wenige Ausnahmen.

ssid
11.05.2009 10:08
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unsere "volksvertreter"

ein wunderbarer artikel, wenn es nicht zum weinen wäre.
warum wählt der österreicher immmer die falschen politiker.
antwort:
weil er dumm ist!

Antworten Gast: ÎnVinoVeritas
11.05.2009 10:50
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Re: unsere

Wir nicht zu dumm und wählen auch nicht die falschen Politiker. Wir können leider nur diese Personen wählen die durch die Parteien aufgestellt werden. Und hier fehlt es an Quantität und Qualität ist überhaupt keine vorhanden. Dazu gilt es, wie im Artikel angeführt, auch noch die eigene "Kernwählerschicht" (Beamten, ÖBBler, etc) zu "schützen". Damit werden wir wohl nie eine Verwatungsreform oder eine effiziente ÖBB haben.

Gast: markus trullus
11.05.2009 07:20
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tja, der österreicher...

... will das so! Er will verblödet und völlig vertrottelt sich von im geiste armen Popolist- Politikern "führen" lassen. Vom "Schrebergarten" aus. Denn wie sagte schon Churchill: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient....
Ansonsten: Herr Schellhorn: Ganz meine Meinung, voll ins Schwarze getroffen!!!!

Gast: Walter
10.05.2009 22:15
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Der Kommentar ist wirklich hervorragend!

Ich möchte noch eine Überlegung hinzufügen: Wenn Bures meint, dass "in Zeiten wie diesen" nicht beim Personal eingespart wird sondern woanders, muss sie auch sagen, dass Einsparungen beispielsweise bei der Bautätigkeit oder beim Wagenmaterial eben woanders Arbeitsplätze kosten. Zar nicht direkt in der ÖBB sondern dann bei Bauunternehmen, Produzenten von Waggons etc.

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Guter Artikel!

Leider sehen immer noch vielzuviele Österreicher ein System ala ÖBB als gut an, da Arbeitsplätze gesichert werden...
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt- wenn die Schulden vielzuviel werden, wird die österr. Politik hoffentlich gegreifen, dass es so, ohne grundlegende tiefgreifende, schwerzhafte Reformne nICHT weiter gehen wird !!!

Gast: Asterix
10.05.2009 16:46
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1 A

Hervorragend! Der Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf und unterstreicht einmal mehr den Bedarf nach einer radikalen politischen Wende; nicht in Österreich, europaweit!

Gast: postskript
10.05.2009 15:23
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Reformverweigerung ÖBB...eine Klasse für sich...

Ich hoffe, Fr.Ministerin Bures subventioniert auch demnächst d.Arbeitsplätze der Privatwirtschaft !Sonst wäre es glatt eine Diskriminierung anderer Arbeitnehmer. (Schulden hin od. her,wozu gibt es Steuerzahler u.zwar Mittelstand u.sog.Reiche). Österreich bald ein Gewerkschaftsstaat?
mfg

Gast: gefor
10.05.2009 13:03
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Rückgrat

Frage: Wissen Sie warum Politiker so eine dicke Haut haben?
Antwort: Damit sie auch ohne Rückgrat aufrecht gehen können.

Gast: Silvi
10.05.2009 12:08
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Danke

Danke für diesen Titel.
Danke für den Untertitel.
Und Danke für den Artikel selbst.
Bleibt nur die Frage, die ich mir schon bei der letzten Wahl gestellt habe: Wen oder welche Partei kann oder soll man denn noch wählen???


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Die Politik kapituliert vor den Schm.rotzern - und lässt Österreich mit Absicht gegen die Wand fahren!


Bezeichnend für den POLITISCHEN Analphabetismus der Auftritt des ÖVP-Klubobmanes Kopf in "Im Zentrum":

Befragt wann und wie die Schulden jemals wieder zurückgezahlt werden können antwortet er sinngemäß: "Wir werden uns später darüber Gedanken machen. In Österreich ist der Leidensdruck noch zu gering"

Was heißt das?

Das heißt dass die ÖVP-Politik KAPITULIERT hat.

SPÖ-Politiker VERSTEHEN die wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht. Ihnen sind seit Jeher nur neue Steuern eingefallen. Was will man ihnen also vorwerfen?

FPÖ und BZÖ sind prinzipiell im Bierzelt für Reformen. Im Parlament stimmen sie aber für sinnlose Schulden (Stichwort "Vorwahl-Geschenke") und wettern massiv gegen jegliche tatsäüchliche Reform (Post, Hackler, Pensionisten ÖBB) Sie agieren national und sozialistisch.

Die Grünen agieren nach VdBellen nur mehr als Öko-Postkommunisten, da ist jeder Kommentar überflüssig.

Den Vorwurf muss man also der "neuen" ÖVP machen, die sehenden Auges dieses vor dem dräuenden Desaster verschließt. Nur den Dichand nicht verärgern, haupsache im ORF kommen die Prölls halbwegs gut weg, alles andere ist, im Sinne Toni Polsters, primär.

So lässt man also, siehe Eingang, Österreich mit Absicht gegen die Wand fahren. Damit der "Leidensdruck" größer wird.

DAS NENNE ICH VERANTWORTUNGSVOLLE POLITIK!

Es bleibt wirklich nur die Hoffnung auf eine radikal neue Partei die den unangenehmen Wahrheiten nicht ausweicht sondern aktiv dagegen auftritt.

Sonst Gute Nacht!

Georgius
10.05.2009 10:53
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Alles ist ja einfach

Ich baue einfach alle unnötige Stellen ab und schaffe den Kündigungsschutz ab. Klar die Arbeitslosenzahlen steigen, die Kaufkraft sinkt, aber was soll es - ist doch egal - wenn weniger gekauft wird braucht man weniger Leute die etwas produzieren, aber die kann man ja auch abbauen. Das die Leute dann in großen Umfang ihre Kredite nicht zurückzahlen können und dadurch ist egal. Das sie dadurch auch die Häuser und Wohnungen verlieren ist auch egal. Der Wohnungsmarkt geht in den Keller und Banken verlieren Geld.
Ich hab mir sagen lassen so haben schon Weltwirtschaftskrisen begonnen.

Antworten Gast: 123
10.05.2009 17:25
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Re: Alles ist ja einfach

In einem System der Arbeitsteilung gibt es keine unnötigen Stellen denn je mehr Menschen arbeiten desto mehr Wohlstand entsteht. Der Haken dabei ist dass viele Menschen Geld ohne Gegenleistung erhalten und somit nicht mehr produziert wird. Das mit der Kaufkraftsteigerung durch staatliche eingriffe Jobs erhalten stimmt nur bedingt. Da viel von diesem Geld ins Ausland abfließt, da Österreich keine geschlossene Volkswirtschaft ist. Fakt ist dass unser Wohlstand auf Billigimporten fußt. Auch mit mehr Einkommen würden somit die teureren (falls überhaupt erhältlich) österreichischen Alternativen gekauft werden. Auch ist es so, dass wenn jetzt durch Staatliche Subventionen die Kaufkraft gesteigert wird, dann wird eines Tages beim zurückzahlen der Schulden, die Kaufkraft um diesen Betrag + Zinsen gesenkt. Mit Steuergeldern sollte somit immer sehr umsichtig umgegangen werden, Da immer jeder das größte Stück vom Kuchen für sich haben will...

Antworten Antworten Gast: markus trullus
11.05.2009 07:25
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Re: Re: Alles ist ja einfach

Herr Kollege: OK- ihre dunkelrote Polemik beiseite: Eines erklärt sich nicht: Vergleichen sie die SBB mit der ÖBB, und der Unterschied wird total greifbar: Die ÖBB hält sich eine unfähige, gewerkschaftgestützte Mannschaft, und die Leistungen am Kunden sind entsprechend katastrophal. UND ICH ALS STEUERZAHLER WEIGERE MICH IMMER MEHR, DIESEN POLITISCHEN SCHWACHSINN ZU BEZAHLEN!!!!

Antworten Antworten Georgius
10.05.2009 18:07
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Re: Re: Alles ist ja einfach

<Da viel von diesem Geld ins Ausland abfließt, da Österreich keine geschlossene Volkswirtschaft ist.>

Daher wäre eine enge Zusammenarbeit der EU notwendig. Gebe zu das dies nichts gegen die Asienimporte hilft.

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Na servas

Bemerkenswert, wie man einen so langene Artikel schreiben kann ohne sich nicht einmal Ansatzweise an einem Boku-Absolventen als Finanzminister, in Zeiten der Krise zu stoßen.

Antworten Gast: gast
10.05.2009 21:25
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Re: Na servas

der autor hat schon oft geschrieben wie wenig vom herrn pröll hält. er kann halt nicht in jedem artikel alle probleme ansprechen.

motorsport
10.05.2009 10:06
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Das Symptom erkannt aber fehlende Loesung

Der Artikel zeigt Aspekte des Problems in dem sich dieses Land befindet. Aber sehen leider alle keine Loesung. Wie soll ein Konsens geschaffen werden, dasz das Land entschlackt wird und das Kapital bestmoeglich zur effizienten Nutzung gefuehrt werden kann wenn das Land von einer breiten Schicht von Schmarotzern zerstoert wird. Die werden sich leider nicht selbst wegrationalisieren. Diejenigen die das alles sehen ist entweder der Aufwand zu grosz um es zu aendern oder sie sehen die Ohnmacht in der sie sich befinden. Aber was soll man dagegen tun?

 
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