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Steuerdaten: Diebe als Detektive

06.02.2010 | 18:40 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Der deutsche Fiskus bedient sich bei der Überführung vermeintlich krimineller Steuersünder nämlich seinerseits der Dienste Krimineller, die besagte Daten unrechtmäßig erworben haben.

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Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) steht vor dem Geschäft seines Lebens. Für eine Investition von 2,5 Millionen Euro erhalten die deutschen Finanzbehörden die Aussicht auf einen Gewinn in der Höhe von über 400 Millionen Euro. Das wäre eine sagenhafte Rendite von annähernd 16.000 Prozent – und das innerhalb weniger Stunden, ohne nennenswerten Arbeitsaufwand. Die Bundesrepublik muss nicht mehr tun, als für eine CD mit Informationen über Konten deutscher Bürger in der Schweiz zweieinhalb Millionen hinblättern und die Daten auswerten.

In deutschen Gazetten wird Finanzminister Schäuble für den großen Coup auch schon ausgiebig gefeiert. Schließlich besteht der begründete Verdacht, dass es sich bei den Namen, die auf dem Datenträger eingebrannt sind, um wohlhabende Steuerhinterzieher handelt, die beträchtliche Summen an Schwarzgeld über die Grenze geschmuggelt haben. Es geht auch nicht um Bagatellvergehen, wie etwa die Oma „schwarz“ pflegen zu lassen. Sondern um Kriminalität. Wer dabei erwischt wird, den deutschen Staat um Steuern und Abgaben jenseits der 100.000-Euro-Grenze geprellt zu haben, darf mit ein paar Jahren Knast rechnen. Politisch gesehen wäre es wohl ein kapitaler Fehler, wenn der deutsche Finanzminister die Chance sausen ließe, eine paar reiche Saftsäcke ihrer gerechten Strafe zuzuführen.


Der Staat als guter Hehler. Womit der Fall dann wohl auch erledigt wäre und alle zufrieden nach Hause gehen können. So einfach ist das aber leider nicht. Der deutsche Fiskus bedient sich bei der Überführung vermeintlich krimineller Steuersünder nämlich seinerseits der Dienste Krimineller, die besagte Daten unrechtmäßig erworben haben. Ein Umstand, der vor allem in der Schweiz für teils heftige Reaktionen sorgt, während in Deutschland über diesen Umstand großzügig hinweggesehen wird. Letzteres überrascht insofern, als erst unlängst ein Sturm der Entrüstung über das Land fegte, weil die Vereinigten Staaten um die Übermittlung von Daten deutscher Konten ersuchten, mit dem Ziel, kriminellen Machenschaften schneller auf die Schliche kommen zu können.

Während die Weigerung, den US-Behörden Zugang zu deutschen Konten zu gewähren, mit dem berechtigten Hinweis auf den Datenschutz abgeschmettert wurde, wird die Verwendung geklauter Informationen nun mit einer geradezu beeindruckenden juristischen Flexibilität schön gebogen. Daten, so wird man neuerdings immer wieder aufgeklärt, seien eben keine „Sachen“, sondern eine Art Geheimnis. Womit es auch Unfug sei, den deutschen Staat der Hehlerei zu bezichtigen. Den Tatbestand der Hehlerei gibt es laut Gesetz eben nur für den Handel mit gestohlenen Gegenständen, nicht für den Vertrieb immaterieller Werte.


Süße Früchte vom vergifteten Baum. Abgesehen davon ist es in unseren Breiten auch völlig in Ordnung, unrechtmäßig erworbene Beweise juristisch zu verwerten. Während in den USA illegal gesicherte Beweise selbst dann nicht anerkannt werden, wenn es sich nachweislich um das Mordwerkzeug des Angeklagten handelt („Fruit of the poisonous tree“), räumen sich die Staaten in Europa jeden erdenklichen Freiraum ein. Juristisch ist der Datenankauf durch den deutschen Fiskus somit wohl wasserdicht. Ebenso wie die geplante Weitergabe der Daten nach Österreich, samt Strafverfolgung mutmaßlicher Steuerhinterzieher.


Mit großen Ohren vor dem Beichtstuhl. Das ändert freilich nichts daran, dass das Vorgehen der deutschen Regierung eine ziemlich unschöne Sache bleibt. Abgesehen davon, dass ein gefestigter Rechtsstaat einen lukrativen Markt für illegal erworbene Daten öffnet und Nachahmungstäter regelrecht zum Diebstahl brisanter Informationen auffordert, steht die Frage im Raum, wie weit künftig gegangen werden darf. Was spricht denn eigentlich noch dagegen, es sich künftig mit einem kleinen Abhörgerät vor dem Beichtstuhl gemütlich zu machen? Da gibt es bestimmt allerhand Spannendes zu belauschen – und wer weiß, vielleicht fällt auch die eine oder andere verwertbare Information für die Behörden ab.

Ein lukrativer Geschäftszweig dürfte ab sofort auch das Abhören von Gesprächen via Mobiltelefon sein. Die Marktwirtschaft stellt hier jede Menge günstige Geräte zur Verfügung, mit ein paar Hundert Euro ist man dabei. Und was sollte den netten Postler jetzt eigentlich noch darin hindern, das Briefgeheimnis etwas lockerer zu nehmen und sich damit etwas dazu zu verdienen? Hin und wieder kann es ja vorkommen, dass ein für die Behörden hilfreiches Dokument zufällig aus dem schlecht verklebten Kuvert rutscht.

Nun spricht ja alles dafür, Steuerhinterzieher mit höchstem Einsatz zu jagen. Einem erwachsenen Rechtsstaat dürfte es aber zumutbar sein, dabei auf zwielichtige Begleiter und üble Denunzianten zu verzichten. Wie es auch für einen tüchtigen Finanzminister einer reifen Demokratie machbar sein sollte, sich der Lösung des Problems im eigenen Land anzunehmen. Während sich der deutsche Finanzminister für den zweifelhaften Ankauf unrechtmäßig erworbener Daten beklatschen lässt, fließen hinter seinem Rücken jährlich 350 Milliarden Euro in die Schattenwirtschaft.

Nicht zuletzt deshalb, weil es eine wachsende Zahl von Steuerzahlern einfach nicht mehr hinnehmen will, mehr als die Hälfte ihrer rechtmäßig erworbenen Einkommen an den Staat abzuliefern. Damit dieser eine föderale Geldverbrennungsmaschinerie betreibt, das Gesundheitssystem an die Wand fährt und seelenruhig dabei zusehen kann, wie das Land in einen beinharten Generationenkonflikt abgleitet, weil die Rentenkassen dem sicheren Konkurs entgegen schlittern.


Auf dem Weg in den Spitzelstaat. Nun ist es zweifellos einfacher, Diebesgut zur Bekämpfung der Steuerflucht anzukaufen, als das Problem an der Wurzel anzupacken. Das setzte nämlich voraus, unpopuläre Reformen anzugehen, die mit drastischen Einschnitten bei den Staatsausgaben verbunden wären. Die Angst vor den Funktionären aus den eigenen Reihen ist eben immer noch größer als die Scham, dem Spitzelstaat den Weg zu ebnen.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.02.2010)

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51 Kommentare
 
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Gast: DerSkeptiker
17.02.2010 10:25
0 0

Presse wird immer unseröser

erstaunlich, dass die Presse so überhaupt nicht mehr die Angaben von Autoren prüft: Zuerst die nicht korrekten Angaben von Ketteman, nun Twardoz (abgesehen davon, dass sein Artikel derart oberflächlich nur allg sog "No-Na" Aussagen wiedergibt, erwähnt er nicht einmal das VwGH-Erkenntnis vor ca 3 Jahren, das diesbez bereits dieses Thema hinreichend klar präzise löste und auch in der Lit kommentiert wurde; ein Sternen-Beitrag also):
In Österreich ist es ex-lege nicht möglich, den Beruf das Steuerberaters und des Rechtsanwaltes gleichzeitig auszuüben! Er kann also nur eins von beiden ausüben und nicht wie hier unrichtig dargestellt beides. Schön, übrigens die Gratis-Eigenwerbung für sein Buch....schön langsam ist es nicht mehr möglich zu differenzieren, ob die Presse oder die Kommentatoren ärgerlich sind....

Gast: Georg
13.02.2010 12:04
2 0

Frage

Ich habe auch ein Konto in der Schweiz mit legal erarbeitetem und versteuertem Sparguthaben.

Da der Staat mit Datendieben kooperiert und diese für ihre Dienste auch noch bezahlt, habe ich eine Frage.

Kann ich den Staat als Geschädigter des gebrochenen Bankgeheimnisses verklagen???

Gast: katzigiannis
11.02.2010 17:23
0 1

Verstehe die Aufregung nicht

Es ist doch gang und gebe, dass der Staat sich selbst rechtlich fragwürdiger Methoden bedient oder diese zulässt, wenn es um die Aufklärung von Vergehen und Verbrechen geht. Zumindest gegenüber dem sogenannten "kleinen Mann". Stichwort: Von Privatdetektiven illegal erhobene Beweise oder Polizeiverhöre, bei denen durch Ausübung oder Androhung von Gewalt der Beschuldigte ein Geständnis ablegt. Kein Hahn kräht danach, wenn unter solchen Bedingungen jemand Täterwissen preisgibt und verurteilt wird. Der höhere Zweck rechtfertigt dann eben die Mittel. Oder die Forderung eines Transferkontos für sozial Schwache. Alle werden prophylaktisch durchleuchtet und ausspioniert, weil einige wenige Missbrauch begehen könnten. Jetzt plötzlich, wo dieses Handeln auch auf begüterte Player übergreift, gibt es helle moralische Aufregung darüber. Ich hätte mir diese Grundsatz-Diskussion, die man durchaus führen kann, schon bedeutend früher gewünscht.

sumsi
09.02.2010 08:36
10 2

Hehlerei

ist strafbar. Hehlerei ist, jemand etwas kauft, von dem er annehmen kann/muss, dass es gestohlen ist. Wenn ein/e StaatsbürgerIn das macht und dabei erwischt wird, gibt das einen Prozess und eine Verurteilung, auch wenn er/sie geltend macht, in gutem Glauben gehandelt zu haben. Der Staat darf es sich erlauben, das Ganze sogar noch an die große Glocke zu hängen und als "Gutmensch" dazustehen, weil er ja "Verbrecher" erwischt. Er benutzt dazu noch die Neidgesellschaft, um sich dafür sogar eine Belohnung zu holen.
Welches Gesetz darf der Staat als nächstes für sich und seine Beamten außer Kraft setzen? Das Recht auf Privatsphäre, dass immer mehr aufgeweicht wird? Das Recht, Krankendaten zentral zu erfassen und auszuwerten?
Eine kriminelle Handlung ist eine kriminelle Handlung und Gesetze sind für alle gültig.
Soll die Staatengemeinschaft doch die Schweiz (und auch Österreich!) dazu zwingen, das Bankgeheimnis aufzugeben. Führen wir doch innerhalb der EU endlich die selben Einkommenssteuern ein. Dann lohnt es sich nicht mehr, sein Geld irgendwo zu verstecken, damit man dann später damit erpresst werden kann.

Gast: smilefile
08.02.2010 14:48
3 1

Die Banken...



dienen als Hehler der Steuerverbrecher und ihren hinterzogenen Millionen,........

Antworten Gast: W.Tell
08.02.2010 15:34
1 1

Re: Die Banken...

Die wahren Steuerverbrecher sind diejenigen die jährlich 30Mrd. Euro Steuergelder verschwenden, dicke Pensionen kassieren ohne einzuzahlen, und Leute mit 380 Euro im Monat abspeisen.

Gast: shellaks
08.02.2010 14:29
2 1

eat the rich

meint des Volkes Stimme.
Surft man im Internet in internat. Medien, wer diese reichen Schweine in Merkels Plattensammlung sind, die ihr Geld in den Steueroasen verstecken, um es der gerechten Verteilung an die Armen zu entziehen, so wundert man sich schon.

Bei der Selbstanzeige in Deutschland geht es quer durch die Gesellschaft. Freiberufler wie Ärzte, Künstler usw. Selbständige, Handwerker, Mittelständler, Unternehmer, kann man sich vorstellen.

Anwälte berichten, dass sich aber schon Pfarrer und Lehrer selbst angezeigt haben. Wahrscheinlich werden sich auch etliche Hartz 4 Empfänger vorfinden, denn die müßten ja zuerst ihr (gläsernes) Vermögen aufgebraucht haben, bevor sie auf Staatskosten leben können.

Eine New Yorker Anwaltskanzlei berichtet bei UBS Selbstanzeigen, von auffallend vielen Jüdischen UBS Konten. Diese sind meist bei der Flucht vor dem Naziregime in der Schweiz gelassen worden und wurden von diesen und deren Nachfahren in den USA nicht mehr deklariert.

heduda
08.02.2010 13:15
0 1

aufklärung soll man nicht mit hehlerei verwechseln.

z.b.ohne scheckbuchjournalismus würde überhaupt nie eine kriminelle oder politische schweinerei aufgedeckt.
zwei konkurierende rechtsgüter.da ist abzuwägen und die entscheidung für das höherwertige zu treffen, in diesem fall gegen die steuerhinterzieher und sonstigen kriminellen.es kann nicht sein das ein parasitäres steuerparadies wie die schweiz die grossen und kleinen zumwinkels und finsteren blutdiktatoren dieser welt schützt.das verlogene argument der hehlerei und gleichsetzung der straftaten tut weh.da bleibt nur der schluss:entweder sind die vertreter dieser ansicht nur naiv oder sie haben angst.....

1 2

Bravo!

Sehe ich auch so!!

Gast: gast12
08.02.2010 08:42
3 2

Man hat das Gefühl

Herr Schellhorn hat selber irgendwo Geld versteckt.

Wer Geld ordentlich verdient hat, kann kein Problem haben, dass andere es sehen. Das hat nichts mit Privatsphäre zu tun. Diese ist Individuen solange zu gewähren, als sie sie nicht schamlos ausnutzen, um die Gesellschaft wissentlich zu schädigen. Herr Schellhorn, Steuervergehen sind Verbrechen gegen die Gesellschaft. Sie haben ein eigenartiges Moralverständnis.

0 0

Re: Man hat das Gefühl

Sie sollten genauer lesen, der Textautor ist nicht Hr. Schellhorn sondern
MMag. Dr. Twardosz, LL.M., ist Rechtsanwalt und Steuerberater bei Wolf Theiss.

Antworten freeman
08.02.2010 13:51
0 1

Wer ist die Gesellschaft,

daß sie ein Anrecht auf Einkommen und Vermögen des Einzelnen hätte?


Antworten Peregrin
08.02.2010 11:52
1 2

Re: Man hat das Gefühl

Seinen Besitz vor Gaunern zu verstecken ist seit Jahrtausenden eine hautpsaechliche Sorge des ehrlichen und friedliebenden Menschen.

Antworten Gast: Blackhawk
08.02.2010 09:53
1 4

Re: Man hat das Gefühl

Na bravo - wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten. Willkommen in der Gedankenwelt der 30er Jahre. Da haben auch "ordentliche" Menschen darüber entschieden, welches Geld "ordentlich" verdient wurde..

Gast: gast
08.02.2010 08:33
4 1

Also eine Farce

Die Steuersünder und Geldwäscher können also davon kommen. Nett. Gratulation. Der einfache Lohnverdiener ist wieder einmal der Dumme.

Alle Macht den frustrierten Informatikern

Wer über unethische Geschäftspraktiken, White Collar Crime, udgl. in einem professionellen Umfeld publizieren will kann das neuerdings über wikileaks.org machen.

Steuersünder und soziopathische Gierhälse sei die Selbstanzeige empfohlen.

Das Internet ist bereits erfunden, es kommt darauf an es kreativ zu nutzen.


2 0

Einmal ein Dieb...

immer ein Dieb.

Detektiv ist ein ehrbarer Beruf.

Gast: minotaurus
07.02.2010 20:28
2 4

der größte Schuft im Land ist der Denunziant

Besser griechische Steueranarchie als DDR Spitzelstaat.

Antworten Adam
07.02.2010 22:33
2 3

Re: der größte Schuft im Land ist der Denunziant

Na ja, die Merkel kann ihre DDR Jugend eben nicht vergessen, für sie ist Bespitzelung der Bevölkerung was völlig normales:-)

Gast: Innviertler
07.02.2010 20:01
4 4

Neoliberaler Geiferer

Herr Schellhorn reiht sich mit seinem Artikel nahtlos in die Reihe der neoliberalen Geiferer, die in der Presse ihr Forum bekommen (siehe auch Christian Ortner). Schellhorn beklagt, dass z. B. in den USA illegal erworbene Beweise nicht verwendet werden dürfen und prangert damit unsere Rechtssprechung an, vergisst aber dabei zu erwähnen, dass man in Amerika und GB mit den Behörden ein Abkommen schließen kann, und sich somit der Strafverfolgung zu entziehen kann(unlängst geschehen sehr zum Vorteil eines österreichischen Grafen!!). Ob das moralischer ist, wage ich zu bezweifeln!
Resümierend verlangt er in einem Land mit der nachgewiesen niedrigsten Vermögensbesteuerung radikale Einschnitte, und damit auch notgedrungenerweise beim Sozialstaat, damit der minimale Prozentsatz der Leute, die ohnehin den Löwenanteil der Vermögenswerte in unserem Land ( ähnlich dürfte es in D sein) besitzen, nicht zur Steuerhinterziehung "gezwungen" werden, wenn sie ihre Gier befriedigen wollen.

Gast: ET
07.02.2010 18:07
3 2

Denunzianten werden wie Plize aus dem Boden schiessen!

Das kennen wir in Europa sehr gut von der Herrschaft des Nicolae Ceausescu. Da waren Zeiten, dass sich die Bürger gegenseitig ausspioniert haben. Haben diese nicht spioniert wurde auch Druck ausgeübt. Das ging so weit, dass sich die Menschen wegen zu hohen Temperaturen in den Wohnungen )limit 14 Grad C) anzeigen mussten. Das Leben unter dieser Staatlichkeit war eine Hölle.

Wahrscheinlich war diese Art der Kontrolle über die Bürger auch ein Grund, warum diese Herrschaft in Rumänien sich so lange halten konnte

Kommt es nun in der EU zur Zahlung für Bürgerspionage, dann werden viele Bürger mit dem Ausspionieren anderer Menschen beginnen. Das wird sicher eine Eigendymaik bekommen und soweit gehen, dass auch Menschen ohne Schuld, einer strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt werden.

Jetzt haben wir aber keine solche Tyrannen in Europa. Wir haben aber auch eine Dominanz einer Minderheit (Pragmatisierte und Bonzen) über eine Mehrheit (Bürger). Auch unser System, einer krankhaften Dominaz, würde an der Finanzierung scheitern und durch die Evolution weggeblasen werden. Auch in userem Fall klammern sich nun die Herrschenden an die menschenunwürdigen Handlungen, um an der Macht bleiben zu können. Würde diese Macht abhanden kommen, dann wäre ja der eigene Wohlstand in Gefahr.

Interessanterweise werden nun die Steuerflüchtlinge als Verbrecher hingestellt, die Veruntreuer von Steuergeldern gelten abern noch immer als Gutmenschen!

Das kann keine Zukunft sein!

Antworten heduda
08.02.2010 13:21
0 0

Re: Denunzianten werden wie Plize aus dem Boden schiessen!

@et das müssen sie mir erklären WIE in solch einer causa der normalbürger spionieren soll.
glaubens der müller verfolgt den maier in die bank(soll er dann im foyer bellen?)oder er nimmt die verfolgung auf richtung grenze?

Gast: Leitwolf
07.02.2010 16:53
6 5

Ja ja, der Rechtsstaat...?

Verwirrend, dass da einerseits vom Rechtsstaat geschrieben wird, andererseits von Ländern wie Deutschland oder Österreich. Oder meint der Autor etwa diese Begriffe ließen sich vereinbaren?

Österreich .. ein Land das in einer Reihe mit Staaten wie der früheren DDR, Kuba, Nordkorea oder Nazideutschland steht. Ja, in all diesen Staaten besitzen bzw. besaßen über 10% der Bevölkerung ein Parteibuch. In Demokratien, selbst in Deutschland, steigt dieser Wert jedoch nie über 3%. Jetzt mag man da vieles einwenden. Nur bitte, Hand aufs Herz: Hat das Parteibuch in Österreich wirklich nur statistischen Charakter?

Eben erst dürfen wir erfahren, dass im Dornbirner Bezirksgericht Testamente zu gunsten der Rechtsprecher gefälscht wurden. Als ein 14jähriger hinterrücks erschossen wird, informiert uns die Staatsanwaltschaft (!) über die völlige Unschuld des Täters - eines Polizisten. Laut einer Mär sollen 155 Menschen in Kaprun von einem Heizstrahler verbrannt worden sein. So zumindest die Version auf die sich Staatsanwälte, Gutachter und Richter unabhängig von Realität und gesundem Menschenverstand geeinigt haben. Die Atomic-Pleite oder sich selbst fälschende Tonbänder - die Insignien der Bananenrepublik sind ebenso zahlreich wie offenkundig.

Kriminalität gibt es überall. Wenn sie aber vom Staat ausgeht oder von diesem gedeckt wird, dann kann man nicht mehr vom Rechtsstaat sprechen. Von dem ist Österreich etwa so weit entfernt, wie die Bananenplantagen vom Wienerwald.

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Dienste Krimineller, die besagte Daten unrechtmäßig erworben

Ich sehe das fundamental anders: Man schütze aus Profitgier die Machenschaften gut organisierter Steuerkrimineller mit strengen und v.a. strafrechtlich abgesicherten Datenschutzbestimmungen und Amtsgeheimnissen. Und dann rege man sich künstlich auf, wenn diese wahrlich unmoralischen Schutzbestimmungen von - freilich geschäftstüchtigen - Datenklauern ausgehebelt werden.

Wie heißt es so trefflich: "Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht."

Stachel
07.02.2010 12:51
5 1

Herr Schellhorn, Sie sind ein Heuchler!

Während die Amerikaner ungestört durch Jahre Firmen-und Privatdaten ausspioniert haben und es noch völlig offen ist, ob das Europäische Parlament das SWIFT Abkommen ablehnt oder billigt, reden Sie von Spitzelstaat. Daß Großkriminelle = Steuerbetrüger verfolgt werden ist eine Selbstverständlichkeit. Ihnen scheint jedes Augenmaß für Prioritäten verloren gegangen zu sein. Und kommen Sie uns nicht mit Kleinpfuschern o.ä. Auf das Ausmaß des Schadens kommt es an. Und der Staat hat die Pflicht kriminelle Elemente aufzuspüren bzw. Material zu verwenden, wie immer es ihm zugekommen sein mag.

Gast: Panarcus
07.02.2010 12:44
1 1

Kronzeuge mal anders

Kleinkrimi liefert Groß-Krimi an die Behörden, geht kurz ins Knast, danach (Kronzeugenregelung) ins Ausland, neue Identität und bis 8000 Euro/Mon (Ö) lebenslang.

Und Sie regen sich auf???

 
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